Forum: Politik
Großbritannien: Brexit-Partei in Umfrage stärker als Tories und Labour zusammen
Danny Lawson/PA Wire/dpa

Den beiden großen Parteien des Vereinigten Königreichs droht bei der Europawahl eine derbe Niederlage. Nicht einmal gemeinsam würden sie laut einer Umfrage so viele Stimmen erhalten wie die neu gegründete Brexit-Partei.

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MarkusHenny 12.05.2019, 18:59
180. Nicht vergleichbar !

Zitat von muenzer77
Den Briten wird es ohne die EU nicht viel schlechter gehen. Oder hat jemand den Eindruck das Norwegen, Schweiz und Island 3. Welt Länder sind?
Die von Ihnen genannten Länder sind mit der EU irgendwie assoziert. Und zwar in einer Art und Weise, wie es für diese Länder stimmt. England wollte aber unbedingt ein Mitglied der EU sein; ich denke vor allem wegen ihrer grossen Finanzindustrie. Dann hat aber die konsevative Partei, ohne sich etwas zu überlegen, einfach eine Volksbefragung durchgeführt. Dies in der Meinung, der Austritt würde sowieso abgelehnt. Frau May war dann noch so dumm, dass sie sehr viel Zeit vertrödelt hat mit der Formulierung von Fantastereien an die EU. Als sie dann nach längerer Zeit endlich gemerkt hat, dass sie damit nicht durchkommt hat sie einfach kapituliert. Kapituliert meine ich darum, weil sie sich keinen Deut um die Interessen der britischen Finanzindustrie gekümmert hat. Das Problem mit der irischen Grenze hätte sie auch schon lange bilateral lösen können. Sie hätte wirklich schnallen müssen, dass wenn man das Problem der Grenze der Bürokratie in Brüssel überantwortet, dass es dort nur von Wichtigtuern verkompliziert wird.

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vera gehlkiel 12.05.2019, 19:37
181.

Zitat von helmipeters
Hier sieht man mal den Unterschied zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung. In der Vergangenheit wurde uns Bürger medial vermittelt das die meisten Briten in der EU bleiben wollten. Wieso kann eine Partei, die für den Austritt ist, aus dem nichts heraus so viel Zustimmung bekommen. Interessante Frage !
Manche Fragen werden mit einem viel uninteressanter, wenn man die Grundrechenarten schon anwendet, bevor man sie stellt. Kennen wir doch alle aus Kinderzeiten sicher noch, wenn wir zu eifrig waren und vorschnell aufzeigten. Bleiben Sie bei der Ihnen damals sicherlich durch gütige Lehrer*innen empfohlenen Sorgfalt - das wirkt echt wesentlich souveräner!

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vera gehlkiel 12.05.2019, 19:59
182. @ichliebeeuchdochalle

Zitat von ichliebeeuchdochalle
Farage und die anderen sind keine Arbeitnehmer-Vertreter sondern Unternehmer-Vertreter, die nach dem Brexit ihr eigenes Land zerlegen werden wie damals eine Frau Thatcher. Für Unternehmer, gegen Arbeitnehmer. Das ist das Ziel.
Farage mit Thatcher vergleichen? Ich bitte Sie! Thatcher wurde noch wirklich erbittert gehasst, und war eine zutiefst rechtskonservative Ueberzeugungstaeterin. Farage ist nur ein Gesicht, das so belanglos aussieht, dass es gerade den Leuten Links dem Mitte peinlich ist, zu so einer Wahl hinzugehen. Diesen Fremdschaemeffekt bedient auch Trump und bedienen auch AfD -Heroen gezielt. Farage macht keine Politik, er zeigt zynischen Claqueren und chronischen Paniker*innen nun auf, wie absurd Politik ist. Was angesichts von "Gegnerschaft" wie Jeremy Corbyn echt nicht allzu schwierig ist. Vor und nach Farage erscheinen wieder die Bannons, Johnsons etc. und die mächtigen Kartelle im Hintergrund, die dringend eine Weisswaschschweiz und noch so ein paar lauschige Plätze für X-Milliarden an Schwarzgeld brauchen. Lesen Sie mal nur einige Schätzungen zu umlaufendem Schwarzgeld allein in der deutschen Baubranche - Sie legen die Ohren an, fest versprochen, und wenn Sie vorher noch solche Segelohren hatten...

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vera gehlkiel 12.05.2019, 20:25
183. @kado1

Zitat von kado1
Ihr undemokratisch stimmt, jedes noch so kleine Land mit z.B. 2 Mill hat in der EU eine Stimme, wie auch wir mit 82 Mill nur eine. Demokratie heisst doch, es sollte das gemacht werden, was die Mehrheit will, was ist das Gegenteil? In der EZB ist es genau so, der Club Med unter franz. Führung hat 70 Prozent, mit dem Ausscheiden der Briten noch mehr, aber besonders schlimm ist, die Nordländer verlieren dann die Sperrminorität. Aber der Michel träumt weiter, bekommt nicht einmal mit, den ganz grossen Nutzen haben nur die, die schon nicht wissen, wohin mit ihren Mill / Mrd (die sind aber nicht solidarisch), die anderen zahlen, auch die, für die ein paar Krümel für ihren Arbeitsplatz abfallen ! Schon jetzt machte man aus der EU eine Diktatur des Geldes über nicht gewählte Lobbypolitiker oder wer hat die neuen Fürsten Junckers + Co oder gar einen Tusk gewählt, den nicht einmal die grosse Mehrheit der Polen wollte ? Mit der gewollten EU-UdSSR wird es fast eine Goldman Sachsmonarchie. Bei arte kam spät in der Nacht ein 1a Film mit franz. Beteiligung, den findet man noch mit Google, Goldman Sachs lenkt / regiert die Welt. Den sollten sich die EU-Träumer einmal ansehen. Auch über Macrons so tolle Ideen den Kopf einschalten, statt bitter nötiger Reformen, unter denen man in Wahrheit eine Art Agenda 2010 versteht mit der SPD und Grüne die Steuern der Reichen um 10 Prozent senkten, die Kleinen stark belasteten, nur so wurde D wieder fit, dumm nur, alle anderen lassen sich das nicht gefallen. Schon bei den 1. Reförmchen bekommt Macron massiven Gegenwind und ist bei der nächsten Wahl weg. Deshalb seine Ideen, die Pisa-Id... gut finden, mit denen er von D noch mehr herausholen will. u.a. einen EU-Finanzminister mit eigenem Budget, eine EU-Arbeitslosenvers., die gemeinsame Haftung für Kredite,...er will eine Transfer-EU. Super für F und die immer mehr Nehmer- und Pleiteländer, aber nicht für uns. Die Briten wollten trotz Rabatt nicht 6 Mrd, einigen schreiben gar um 12 Mrd / Jahr mehr in die EU einzahlen, als sie von ihr zurück bekamen und sich nicht mit EU-Flüchtlingsquoten bevormunden lassen.
Es gibt keine Geber- und Nehmerlaender, nur finanzstarke Investoren und finanzschwache. Das Ziel ist gemeinsame Teilnahme an einem Markt, der von den Investitionen aller profitiert. Wer die "Nettozahler" für die nützlichen Idioten der "Nettoschuldner" haelt, hat entweder den Kapitalismus nicht verstanden oder treibt ein perfides Spiel mit der Zukunftsfurcht zu unbedarfter Menschen. "Nettozahler" sein bedeutet nichts anderes als: wir stecken mehr Geld rein als andere und kriegen auch mehr raus als andere. Plus noch reichlich Zinsen. Wenn Sie ernstlich glauben, so ein Boris Johnson wüsste nicht auch genau, was ich Ihnen gerade erzähle, sind Sie allerdings tatsächlich leichtglaeubig. Lassen Sie sich nicht so leicht das Wasser abgraben!

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werner-brösel 13.05.2019, 00:04
184. Unvergleichliches Chaos

Jeder versucht nun zu ergründen, wie wohl die Mehrheiten bezüglich des Brexit aufgestellt sind, nur weil eine Partei sich monothematisch dazu positioniert hat. Aber die Positionen der Parteien sind hier "unvergleichlich" da sowohl Torries, als auch Labour sich hier eben nicht eindeutig zuordnen lassen. Skurril wird es, wenn man sich vorstellt, daß eine Partei sich für Sitze in einem Parlament bewirbt, dem sie gar nicht angehören will. Diese Bombe, die sich die EU da ins Parlament holt, bringt letztendlich nur das Britische Chaos nach Brüssel. Die Verlängerung war ein epischer Fehler. Das UK exportiert sein Chaos nach Europa, während in London immer noch keine Einigung erarbeitet wird. Am 28. Oktober wird es zum großen Erstaunen aller immer noch keine Zustimmung zum aus gehandelten Deal geben und die Steuerzahler müssen eine destruktive Gurkentruppe aus UK bis zum Sankt-Nimmerleinstag alimentieren. Schmeißt die Briten raus - jetzt.

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ichliebeeuchdochalle 13.05.2019, 08:27
185.

Zitat von Vanagas
1. Und warum schaffen es dann die "Arbeitnehmer- Vertreter" nicht Ihre eigene Klientel von den großartigen Vorzügen eines britischen EU- Verbleib zu überzeugen? Also außer den Vorzügen beim reisen bitte. Oder gibt es in Großbritanien 52% Unternehmer- Vertreter, sind die Briten in der Mehrheit gar Unternehmer? 2. Und wenn Sie so genau über "Arbeitnehmer- Vertreter/ Unternehmer- Vertreter" Bescheid wissen, wer ist in Deutschland eigentlich der "Arbeitnehmer- Vertreter"? Dieses "Wissen" ist mir als Arbeitnehmer, und ich stehe nicht alleine da, nämlich gründlich abhanden gekommen.
1. Mangelnde Bildung, mangelndes EU-Wissen ... häufigste Suchanfrage aus Britannien nach dem Brexit-Votum: Was ist die EU? ... Lügen der Brexit-Medien, und so weiter.

2. Wurden bei der SPD ersetzt durch Neoliberale.

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ichliebeeuchdochalle 13.05.2019, 08:32
186.

Zitat von vera gehlkiel
Farage mit Thatcher vergleichen? Ich bitte Sie! Thatcher wurde noch wirklich erbittert gehasst, und war eine zutiefst rechtskonservative Ueberzeugungstaeterin. Farage ist nur ein Gesicht, das so belanglos aussieht, dass es gerade den Leuten Links dem Mitte peinlich ist, zu so einer Wahl hinzugehen. Diesen Fremdschaemeffekt bedient auch Trump und bedienen auch AfD -Heroen gezielt. Farage macht keine Politik, er zeigt zynischen Claqueren und chronischen Paniker*innen nun auf, wie absurd Politik ist. Was angesichts von "Gegnerschaft" wie Jeremy Corbyn echt nicht allzu schwierig ist. Vor und nach Farage erscheinen wieder die Bannons, Johnsons etc. und die mächtigen Kartelle im Hintergrund, die dringend eine Weisswaschschweiz und noch so ein paar lauschige Plätze für X-Milliarden an Schwarzgeld brauchen. Lesen Sie mal nur einige Schätzungen zu umlaufendem Schwarzgeld allein in der deutschen Baubranche - Sie legen die Ohren an, fest versprochen, und wenn Sie vorher noch solche Segelohren hatten...
Erklärung: Das Ziel beider war/ist das gleiche. Darin gleichen sich beide. Der Weg war/ist bei beiden NICHT der gleiche.

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Vanagas 13.05.2019, 09:11
187. #186 ichliebeeuchdochalle

Zitat von ichliebeeuchdochalle
1. Mangelnde Bildung, mangelndes EU-Wissen ... häufigste Suchanfrage aus Britannien nach dem Brexit-Votum: Was ist die EU? ... Lügen der Brexit-Medien, und so weiter. 2. Wurden bei der SPD ersetzt durch Neoliberale.
1.) Hui, wie praktisch. Gibt man bei Suchanfragen "Was ist die EU?" auch an ob man für den Brexit war oder gegen den Brexit war? Sie machen es alleine an der Fragestellung fest das diese Suchanfrage von Brexit- Befürwortern kam? Ein Gesinnungstest durch Eingabe der Frage quasi? Das ist ja allerhand. Anhand des Wahlergebnis sage ich Ihnen jedoch das die Suchanfragen "Was ist die EU?" eindeutig von den EU- Befürwortern kommen! Anscheinend war es bei den Befürwortern eben nicht klar was die EU ist und die Brexiteers waren wohl bestens informiert! Ich schrieb es schon unter #152 das die abtrusesten Begründungen für das Versagen der Brexit- Befürworter an den Haaren herbei gezogen werden und notfalls die Briten von den historisch gesehen, Demokratie- Lehrlingen, für tumb erklärt werden.
2.) "Lügen der Brexit- Medien" -- ebenfalls very praktisch. Irgendeine Dolchstoßlegende braucht der Linke ja um sein Versagen nicht einzugestehen und um ein demokratisches Ergebnis ablehnen zu können.
3.) Das weiß ich. Hilft mir aber nicht weiter wer meine "Arbeitnehmervertreter" in Deutschland sind. Das war ja die Frage. Für Großbritannien scheinen Sie es zu wissen. Für Deutschland anscheinend nicht. Schade!

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Kampfgeist 13.05.2019, 11:38
188. Erschreckend!

Einige dachten tatsächlich das Mitmachen der Briten bei der Wahl würde ein für allemal klarmachen, dass die Menschen dort EIGENTLICH für europäische Politik sind und sich irgendwie von alten weißen Männern übertölpeln ließen, bei dem Referendum.
Die Brexiteers würden ordentlich was von den Jungen und den Eliten auf den Sabbel bekommen und England käme dann angekrochen, um den Verbleib zu erbetteln.
Die Wirtschaftselite und Deutschland wären fein raus.
Jetzt stellt sich heraus, dass der feuchte Traum platzt, dass die Briten die rechtspopulistischen (wikipedia) Nationalisten nach Europa wählen.
Salvini und Orban reiben sich jetzt schon die Hände...

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banker1 13.05.2019, 12:28
189. Farage

hatte mit der UKIP 28 % der Stimmen 2014. da sind doch 34 % in dieser Sitation angemessen.
66 % der Briten wählen keinen Brexit der Marke Farage......

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