Forum: Politik
Großbritannien: Brexit-Partei in Umfrage stärker als Tories und Labour zusammen
Danny Lawson/PA Wire/dpa

Den beiden großen Parteien des Vereinigten Königreichs droht bei der Europawahl eine derbe Niederlage. Nicht einmal gemeinsam würden sie laut einer Umfrage so viele Stimmen erhalten wie die neu gegründete Brexit-Partei.

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globaluser 12.05.2019, 11:32
40. Ein zweites Referendum wird man sich schenken können.

Gut, noch ist das kein Wahlergebnis, aber 34% für die Brexit-Partei, dazu 4% von der UkiP, plus diejenigen Wähler der Tories und von Labour, die für einen Brexit sind. Wie schon jemand sagte, jetzt wird die EU von innen blockiert. Danke Frau Merkel. Dank auch an die Herren Juncker, Macron und Tusk. Harte Kante zu zeigen, wäre das Richtige gewesen. Die Nachteile für Kontinentaleuropa wären marginal gewesen.

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ctrader62 12.05.2019, 11:33
41. Jeder erhoffte doch das zweite Referendum, hier ist es

Die Brexitpartei mit 34% und dazu noch die Hälfte von Labour und den Tories, weil beide gespalten sind bezüglich des Brexits und siehe da, das zweite Referendum jetzt getarnt als EU-Wahl ergibt keineswegs eine sichtbare Mehrheit der Wähler, die in der EU bleiben wollen. Damit zerplatzen die Träume, dass die Mehrheit der Briten die EU im jetzigen Zustand als alternativlos ansehen. Die Briten sind keineswegs dumm und durchweg falsch informiert und sie sind nicht die einzige Bevölkerungsgruppe, die der EU im jetzigen Zustand skeptisch gegenüberstehen.
Könnte das nicht ein alarmierender Weckruf für Brüssel sein ? Ist da alles alternativlos oder könnte man jetzt noch Chancen ergreifen, um den so wertvollen Gründungsgedanken von Adenauer und de Gaulle zu bewahren ?
Ich plädiere für eine zweite EU-Struktur auf Basis der wirtschaftlichen Zusammenarbeit vom Stand Ende der 1990er Jahre. Hier könnten die Briten, die Ost-Europäer und der brodelnde West-Balkan integriert werden. Die Mitgliedschaft wäre verbunden mit einer Zoll-Union, dann gäbe es auch keinerlei Problem mit einer Grenze innerhalb Irlands. Das könnte sogar ein Auffangbecken für Staaten sein, denen der Euro die wirtschaftliche Luft zum Atmen abschnürt. Sie müssten dann die EU nicht verlassen, sondern könnten in der engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit verbleiben.
Ein Alles oder Nichts ist nicht immer eine sinnvolle Auswahl.

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dein_idol 12.05.2019, 11:35
42.

Bin ich der einzige der sich gefragt hat warum Farage auf dem Bild eine Spülbürste in der Hand hat? Und dann erst gesehen hat das es so ein Preis von einem Pferderennen ist?

Diese Eindrücke sind jedenfalls recht repräsentative für meine Meinung von den Briten. Komische Leute.

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hwmueller 12.05.2019, 11:37
43. Ob die Brexitentscheidung gut war oder nicht,

sie war eine vom Volk herbeigeführte.
Der Versuch dem zu hintertreiben, hat die Urdemokraten auf der Insel im westlichen Europa sicherlich verärgert.
Damit zeigen die Briten neben Stolz, vor allem ein Gespür für demokratische Gerechtigkeit.
Ich finde das sehr vorbildlich und wünschte mir so eine Einstellung von der RestEU.

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HanzWachner 12.05.2019, 11:38
44. Wie lange soll...

...uns das Thema Brexit noch auf die Nerven gehen? Wenn die genannten Zahlen stimmen, dann wollen eine Menge Briten nichts anderes als raus aus der EU. Na gut, dann aber nicht weiter das endlose Gezerre mit einer wachsweichen EU, die sich selbst aushöhlt. Dass die Briten an der Europawahl teilnehmen ist eh ein schlechter Witz.

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kleinsteminderheit 12.05.2019, 11:38
45. Demokratie kann weh tun

Soviel zum Thema Exit vom Brexit. Offenbar haben wir da von einem Meinungsumschwung geträumt, der nie stattfand.

Demokratie darf nicht mit göttlicher Weisheit verwechselt werden. Bisweilen ist es nur eine tumbe Form der Schwarmintelligenz.

Und wenn man es hundert mal besser weiß. Die Mehrheit des britischen Volks hat sich dafür entschieden aus der EU auszusteigen. Und auch wenn dies unvermünftig ist und allen Beteiligten wirtschaftlichen Schaden zufügt: wir sollten den Mehrheitswillen akzeptieren.

Wäre die Brexit Partei unter 10% geblieben, hätte man noch anders überlegen können. Aber so wie die Verhältnisse sind, muss Großbritannien wohl die schlechten Erfahrungen machen, für die es sich mehrheitlich entschieden hat.

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MisterD 12.05.2019, 11:39
46. Tja, prima Hr. Tusk...

denn es wird genauso kommen, wie es viele befürchtet haben. Die Europawahl wird im UK viele Hardliner nach Brüssel bringen, die dort Unruhe stiften können. Und in der Kommussion wird das UK alles blockieren, solange bis die EU entnervt aufgibt und den Briten doch wieder ihre Extrawürste zugesteht. Man hätte die Briten vor der Europawahl rauswerfen sollen, ohne Wenn und Aber. Jetzt ist es zu spät...

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reever_de 12.05.2019, 11:42
47.

Zitat von josho
Ob die britische Jugend esmal zu einer Abstimmung geht, um ein Zeichen zu setzen und eine weitere Blamage zu verhindern? Sieht bisher eher nicht danach aus.
Es würde vermutlich genauso ablaufen wie beim ersten Wahlgang: die „Jugend“ sitzt im Pub, ist auf Party oder ist verstimmt, das es immer noch keine App gibt, um „bequem von zuhause“ abstimmen zu können. Die Brexit-Befürworter mobilisieren wieder ihre Wähler und gehen wählen, sitzen nicht im Pub, warten nicht auf eine App.

Somit wäre das Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ähnlich dem im ersten Wahlgang: „Keine Lust mehr auf EU und raus“.

Liebe Deutsche, liebe EU-Bürger, kapiert und vor allem: respektiert es endlich das die Mehrzahl der Wähler in GB der EU den Rücken kehren wollen. Soviel dazu das ja „Millionen von Briten“ sich jetzt anders entscheiden würden ... ^^

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Pixopax 12.05.2019, 11:43
48. Die Brexit-Party im EU-Parlament?

Na das wird ein Spaß, da sind sie ja richtig aufgehoben.

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vormaerz 12.05.2019, 11:45
49. 34%

sind keine Mehrheit. Es ist knapp über ein Drittel der Wähler. Dem stehen 66% gegenüber, die Farage ablehnen. Es ist ein relativ hohes Ergebnis, aber weit unterhalb der Ergebnisse des Referendums. Der Artikel taugt in seiner oberflächlichen Darstellung mal wieder hauptsächlich dazu, Teilaspekte zum Hauptthema zu machen. Für eine sachliche Gesamtbetrachtung der Situation liefert er fast nichts. Boulevard.

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