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Großbritannien: Brexit-Partei in Umfrage stärker als Tories und Labour zusammen
Danny Lawson/PA Wire/dpa

Den beiden großen Parteien des Vereinigten Königreichs droht bei der Europawahl eine derbe Niederlage. Nicht einmal gemeinsam würden sie laut einer Umfrage so viele Stimmen erhalten wie die neu gegründete Brexit-Partei.

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ecnis 12.05.2019, 12:30
70. Das ist halt "das Dumme" an der Demokratie

Die Briten wählen einfach nicht das, was ich will und als richtig empfinde, sondern das, was sie wollen. Blöd aber auch.

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esprit2104 12.05.2019, 12:32
71. sie gehen

Zitat von hausfeen
... die britischen Abgeordneten auch dann im EU-Parlament noch sitzen, wenn GB schon aus der EU raus ist oder räumen die dann ihre Sitze im Iinnern ihres "Todesstern" (ihre von von Star Wars entliehene Metapher) genannten verhassten Systems?
zum Brexittermin gehen diese.
Diese Sitze werden dann aufgeteilt an die anderen Länder.
Also die Abgeordneten welche GB schickt sind nur bis zum Brexit da. Nicht länger.

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kosu 12.05.2019, 12:33
72. Hohe Akzeptanz

der EUdssR !
Sicher kann unterschiedlich Kommentieren!
34% sind viel! Bei neuer Brexit Abstimmung dürfte es noch wesentlich höher liegen!
Die sogenannten Beruftspolitiker haben wenig Zustimmung!

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fördeanwohner 12.05.2019, 12:37
73. -

Zitat von 28zwei27
Immer wieder beängstigend, wie demokratische Verfahren im Vorfeld diskreditiert werden. Hetze, Unterstellungen und Beleidigungen scheinen inzwischen zum Standardwerkzeug zu zählen. Die Feinde der Demokratie zeigen mehr und mehr ihr hässliches Gesicht.
Noch interessanter ist, dass Menschen, die erkannt haben, wie stark man im Vorfeld von Referenden und Volksabstimmungen durch das Verfälschen von Tatsachen und nackten Lügen (Stichworte "NHS" und "1 Mio. Türken") und dem gezielten Schüren von Vorurteilen manipulieren kann, als Feinde der Demokratie diskreditiert werden.

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gluonball 12.05.2019, 12:37
74. Parteien

Tut mir leid aber wenn ich mir die Wahlplakate ansehe dann verstehe ich, dass alles außer den anderen gewählt wird:
"Zusammenhalt", "Gemeinsam", "Google und co keine Steuern"
Das ist so unehrlich. Auch Starbucks zahlt keine Steuern was soll da eine Internetsteuer bringen? Das sind einfach nur Lügen, so einfach ist das. Es existieren massig Schlupflöcher für alle Konzerne die auch genutzt werden. Und dann kommt man mit einer Internetsteuer.
Wen soll man denn da wählen? Ein letztes mal werde ich noch die afd (als Protestwahl) nicht wählen aber das war es dann auch. Ich weiß mir einfach nicht mehr zu helfen bei all den Lügen und der Selbstbereicherung und den Skandalen wie BER, Bundeswehr (nimmt das mal ein Ende?) und und und...

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anja-boettcher1 12.05.2019, 12:38
75. Schlussfolgerung für den Rest Europas

Dass sich den Wählerstimmen in Großbritannien nur politische Konfusion entnehmen lässt ist allzu deutlich. Hierin zeigt sich ein Defizit der Politik aller europäischen Länder (denn woanders ist die Lage ja nicht minder desolat) und der EU insgesamt, dass nämlich seit dem neoliberalen Turn nicht mehr anhand einer inneren Spannbreite von Lagern, die alternative Politikmodelle auf der Grundlage eines konsensualen verfassungsmäßigen Fundaments, wie das noch früher b,ei klarer Unterscheidbarkeit konservativer und sozialdemokratischer Politikansätze war, eine Form der Politik durch eine unterscheidbar andere angewählt werden kann. Da Politik überall dem Lobbyismus nachgegeben hat, hatten Bevölkerungen zunehmend - berechtigt - den Eindruck, in Wahlen nur noch eine Politik abnicken zu können, die eh fest lag.

Somit gab es keine demokratische und systemimmanente Form mehr, berechtigter Unzufriedenheit eine politische Stimme zu geben. Die Neigung des medialen Diskurses, nur noch durch "manufacturing consens" (Noam Chomsky) Kampagnenjournalismus für "alternativlose" Entscheidungen zu betreiben, verfestigte noch den Eindruck mangelnder Demokratie der EU und der sie konstituierenden Staaten noch zusätzlich. Auch das brachiale Abschmettern von plebiszitären Erhebungen wie des griechischen "OXI" war ein fatales Signal.

Die EU braucht, wenn sie von den Bürgern getragen werden will, wieder mehr echte Demokratie. Und es braucht einen Grundsatzdiskurs, einen offenen, partizipatorischen, was die Europäer wollen. Auch die fatale Bindung an die EU an die NATO, als wäre sie ein NATO-Vehikel, muss aufhören und neu über Friedenspolitik nach europäischen Rechtsvorstellungen debattiert werden.

Wer ein politisches Gebilde wie die EU, die wir alle brauchen, aber in neuer Form, in den Bürgern sichern will, wird darauf hinarbeiten müssen, dass die EU-Administration sich partizipatorisch den Bevölkerungen in Europa öffnet und sich auch von unten korrigieren lässt. Um das zu ermöglichen, brauchen wir wieder einen pluralistischen Diskurs, dessen Pole als politische Möglichkeiten wirkliche Wahlmöglichkeiten darstellen müssen, einen funktionierenden Rahmen für eine auf Kompromissen basierenden Politikansatz erkennbar konsensuale Prozesse strukturieren können müssen. Nur Eliten- und Lobbyentscheidungen, die anschließend per PR den Bürgern eingeimpft werden, sind substanziell nicht demokratisch. Wir brauchen aber substanzielle Demokratie, sonst geht die EU zugrunde.

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oldman2016 12.05.2019, 12:42
76. Back Stop ist und war Mist

Es war und ist der größte Mist der EU, dass sie den Briten den Back Stop aufs Auge drücken wollen. Wenn ein EU-Staat aus der EU austritt, dann sind alle umliegenden Staaten Drittstaaten mit Außengrenze. Auch die Grenze zwischen Irland und Nordirland hat Außengrenze zu sein. Ich fordere den Ausschluss von Irland aus der EU. Dieses unsolidariche Verhalten mit den Ministeuern auf die Milliardengewinne der großen internationalen Konzerne ist erbärmliches unsolidarisches Verhalten und eine Schande für die EU.

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karlo1952 12.05.2019, 12:44
77. Das wird lustig werden

Im Europa-Parlament. Bereits im Vorfeld der Wahlen wurde davor gewarnt GB mitwählen zu lassen, da befürchtet wurde, dass die Brexit-Gegner Stimmen gewinnen werden und im EU-Parlament nur noch querulieren werden. So wird es jetzt dann wohl auch kommen. Deshalb kann es nicht schnell genug gehen, dass die Briten jetzt hoffentlich austreten, damit dieser Hickhack ein Ende hat.

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rambazamba1968 12.05.2019, 12:44
78.

Zitat von alt-nassauer
Die Briten wollen nicht mit uns und somit wäre ich für ein Ausschluss zum 1. Juni 2019. Ohne wenn und aber, keine Fristen oder sonstige Zugeständnisse. Schottland oder sonstige Überlegungen wie Nordirland als "Mini"-Staaten in die EU ist abzulehnen. Gleichzeitig auch keine EU Beitritt innerhalb der nächste 40 Jahre, geschweige Überhaupt mit den Briten darüber zu verhandeln. Man muss es endlich kapieren, das Britische Volk will nicht. Ich selbst hab es auch schon seit einem Jahr kapiert.Ich will keine Biten in der EU, auch nicht mit irgend welchen "Rosinen" oder Zugeständnisse. Soll doch Nordirland wieder mit Mord und Totschlag versinken und der Schottische Whisky in den Eichenfässer auf Jahrtausende gelagert werden. Die Briten sind die Größten, also sollen sie nur machen...
ich sehe das genauso. Und ich würde gerne mal eine Umfrage wissen wieviele EU-Bürger noch die Briten in der EU haben wollen, wenn Sie so etwas lesen müssen und eine Brexitpartei ins EU-Parlament einzieht. Meine Vermutung 90 % wollen die Briten ohne Deal entlassen.
Aber warum machen das unsere Politiker nicht? Weil die Autoindustrie und andere Lobby-Vertreter unseren Politikern auf dem Schoß sitzen und herumjammern.
Unfassbar.

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schwaebischehausfrau 12.05.2019, 12:46
79. Wie kann das sein?

Einerseits diese Wahlumfrage, bei der die Pro-Brexit-Parteien auf eine klare Mehrheit kommen (zumal auch von den Labour-Wählern viele einen Brexit unterstützen) und andererseits die beharrlichen Versuche besonders in Deutschland , es so darzustellen, dass die meisten Briten ja ihre Brexit-Entscheidung schon längst bereut hätten und ausser ein paar verwirrten und verlogenen anti-europäischen Politikern heute kaum noch jemand in GB für einen EU-Austritt sei?
Da war wohl monatelang in "Tagesthemen" und "Heute Journal" wieder mal eher der Wunsch Vater der Berichterstattung. So wie ja auch bereits vor dem Brexit-Votum: Da sind in den Berichten dieser Sender immer 9 glühende britische EU-Fans auf einen nörgelnden Brexit-Befürworter gekommen und interviewt worden.

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