Forum: Politik
Großbritannien: Cameron will weniger Europa
REUTERS

Die Euro-Krise verschärft die anti-europäische Stimmung in Großbritannien. Premierminister Cameron zeigt sich offen dafür, die Bürger über das Verhältnis zur EU abstimmen zu lassen. Es gebe "nicht zu wenig Europa, sondern zu viel davon".

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torsten79 01.07.2012, 11:03
200. Jeder ist seines Glückes Schmied...

Ich frage mich Tag ein Tag aus weshalb die Unzufriedenen in diesem Lande sich diese "Selbstgeißelung" eigentlich noch antun...? Wenn es doch in UK oder sonstwo auf diesem Planeten soviel besser ist als in der von vielen bezeichneten "Schulden-Union", dann verlasst doch unseren Hort des Grauens einfach. Denn man mag ja von unserer Gesellschaftsform halten was man will: sie hat aber gegenüber den meisten anderen auf dieser Welt zumindest den Vorteil sein eigenes Schicksal selbst in die Hand nehmen zu dürfen. Das Keyword lautet also: Auswandern...! Versucht doch mal Euer Glück in UK. Bitte jammert dann aber nicht, wenn ihr mal das britische Gesundheitssystem in Anspruch nehmen müsst, ihr keinen oder nur einen schlecht bezahlten Job findet, die Lebenshaltungskosten um ein Vielfaches höher sind als in der EU, Mieten ebenfalls wesentlich teurer sind usw. usw. - vielleicht kommt dann der ein oder andere ja doch zu der Erkenntnis, dass wir hier weiterhin im PARADIES leben. Wer das nicht glaubt, der nenne mir auch nur EIN Beispiel wo es besser ist...! Wir reden hier "nur" über Geld. Während bis zur Gründung der Europäischen Union gewöhnlich derartige Konflikte auf "Schlachtfeldern" ausgetragen worden, so haben sich diese Auseinandersetzungen zum Glück aller Menschen in die Parlamente verlagert. Sicher haben wir Probleme. Aber es geht nur um Geld - NIEMAND ist gestorben, wir haben ALLE weiterhin genug zu essen, wir haben eine warme Wohnung - damit geht es uns besser als 90 Prozent aller Menschen weltweit. Und falls Ihr nun immer noch der Meinung seid es gehe Euch schlecht - schreibt mir eine PM - ich fahr mit Euch innen Freizeitpark und lad Euch ein ;-)

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Pandora 01.07.2012, 11:03
201. Vermutlich ..

Zitat von Gebetsmühle
was prodziert england denn, was die welt so dringend von england braucht? mir fällt da nix ein.
Teetassen mit dem Konterfei von Kate und William?

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coldplay17 01.07.2012, 11:04
202.

Zitat von knoeterfrosch
..siehts aus. Ich erinnere mich noch an den Artikel in einem britischen Blatt, in dem Merkel als gefaehrlichste Kanzlerin seit Hitler dargestellt wurde - wie ueblich. Und Cameron, liebe Briten, ist der jetzt noch gefaehrlicher als Merkel? Unfassbar, wie egoistisch und nationalistisch ein Volk nur sein kann. Ich wuerde die aus der EU komplett rauswerfen, PUNKT!!!
Ach so, nur weil sich die Briten clever aus dem Euro-Debakel
herausgehalten haben, wollen Sie dieses Land aus der Europäischen
Union rauswerfen. Wie kleingeistig ist das denn ?

Auch prosperierende Länder wie die Schweiz oder Schweden sind
ohne den (T)Euro besser bedient.

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E.Cartman 01.07.2012, 11:04
203.

Zitat von intschutschuna
GB ist schon fast ein 3. Weltland, wenn man den Lebensstandart des Ottonormalbriten mit dem auf dem Festland vergleicht. Traurig aber wahr.
Da müssen Sie in einem anderen Großbritannien gelebt haben als ich. Dass dort ständig alles zusammengeflickt wird anstatt es zu erneuern stimmt zwar, aber das ist weniger britisch als einfach nicht-deutsch.

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orgelspieler 01.07.2012, 11:05
204. Der Mann hat recht.

Zitat von sysop
Die Euro-Krise verschärft die anti-europäische Stimmung in Großbritannien. Premierminister Cameron zeigt sich offen dafür, die Bürger über das Verhältnis zur EU abstimmen zu lassen. Es gebe "nicht zu wenig Europa, sondern zu viel davon".
Seine Bewegründe mögen andere sein, als die der meisten Foristen hier, aber er hat recht. Die EU entwickelt sich ich Richtung einer Diktatur. Das kann überhaupt nicht verwundern, diese Entwicklung ist zwingend. Schon Rousseau hielt die Demokratie für ein großes Staatswesen recht ungeeignet. Geeignet nur für die Stadtstaaten der griechischen Antike. Wie schlecht sie funktioniert können wir ja auch leicht derzeit in Schland erkennen. Wie schlecht muss sie dann im Moloch Europa funktionieren, zumal es da kaum demokratische Strukturen gibt. Prof. Schachtschneider hat darauf schon zu seinen Ausführungen zum Lissabonner hingewiesen. Habe ich hier damals schon öfter verlinkt. Was bin ich damals dafür hier gescholten worden;)

Prof. Karl Albrecht Schachtschneider über Lissabonner Vertrag - YouTube

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derpolokolop 01.07.2012, 11:05
205. Seit wann...

hatte Deutschland eine gute Idee wenn es um die umstrukturierung Europa ginge?

Stelle euch vor. Griechenland wird aus der Euro rausgeworfen, bekommt den Drachma wieder und in 6 Monaten gehts dene prima!

Jede Entscheidung die Merkel vertritt geht nicht zum Vorteile Europa sonderm um Vorteile Deutschlands!

Tu nicht so als ob das anders wäre und nur die Briten in eigenen Interesse handeln!

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böseronkel 01.07.2012, 11:05
206.

Zitat von keppler
Nach der Euroeinführung war die Aufnahme des UK der größte Fehler.
Die Aufnahme des UK in den €-Raum?

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burgundy2 01.07.2012, 11:06
207.

Zitat von PK2011
Ihnen kann nur noch ein Geschichtsbuch helfen. Ihre Sicht des Kontextes Grossbritannien - Deutsches Reich im 20. Jahrhundert würde sich dadurch sicher der Faktenlage annähern. Eine gute Basis zur realitätsnahen Beurteilung der gerade angestossenen Prozesse in diesem obskuren "Europa".
Zumindest bin ich als Franzose in dieser Hinsicht nicht parteiisch. Das wird man mir wohl nicht vorwerfen können.

Ich denke, dass trotz aller Diskussionen und auch Ressentiments - oder sagen wir besser - Vorurteile mangels besserer Kenntnis, die Mehrheit der Franzosen sich ein politisch einiges Europa durchaus vorstellen kann, in dem die VÖLKER, nicht die NATIONEN, eine kulturell eigenständige Rolle spielen.

Wir brauchen keine Briten, die uns dies immer wieder zerstören wollen, um ihre längst verblasste "balance of power" zu praktizieren, die letzten Endes doch nur den Amerikanern zugute kommt. Diese mögen zwar die Freunde GBs sein, die Freunde Europas sind sie jedenfalls nicht.

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Krokodilsträne 01.07.2012, 11:06
208. Camerons Finanzoligarchie

Zitat von intschutschuna
gearbeitet, eineinhalb lange Jahre, Feb. 2005 bis Juli 2006, in denen ich mit Plumbing leben musste, dass draussen am Haus angebracht ist - das gäbs in D nie!, mit Doppelverglasung, für die man extra zahlen muss, weil's ja doppelt und nicht einfach ist - während in D die Dreifachverglasung Standart ist, in denen ich beim Zahnarzt statt in ein kleines Spülbecken auszuspucken in einen Plastiktrichter mit Schlauch dran spucken musste, den mir die Zahnarzthelferin unter die Nase hielt (Gott die Praxen dort sehen aus, wie bei uns in den 60ern), in denen mein Schwiegeropa nach einem Schlaganfall wochenlang im Krankanhaus in der neurologischen Ward lag, mit 17 anderen Opis mit schlaganfällen, deren einzige Privatsphäre ein Vorhang ums Bett war und die sich ganze 3(!) Toiletten teilen mussten, in einem Land, in dem die Züge genau nie pünktlich sind, in dem Stromausfälle an der Tagesordnung sind, und damit meine ich, fast täglich vorkommen, die Liste ist ewig lang, soll ich wirklich weiteraufzählen? GB ist schon fast ein 3. Weltland, wenn man den Lebensstandart des Ottonormalbriten mit dem auf dem Festland vergleicht. Traurig aber wahr.
Was Sie erlebt haben sind die Zustände seit Thatcher mit dem konservativen Besen durchgekehrt hat, und genau diese Zustände stehen Deutschland bevor, wenn der ESM in Zukunft seine von den Banken eingefädelte Wirkung tut. Verursacher sind aber nicht die kleinen Leute in GB oder den gescholtenen Südländern, sondern die Finanzoligarchie, die eben jener Cameron vertritt.
Die lachen sich nur ins Fäustchen, wenn sich die Bürger untereinander raufen - bestenfalls ist das für das Waffengeschäft gut.
PS: Ich trage einen englischen Namen.

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moonoi 01.07.2012, 11:06
209.

Zitat von olli0816
.... Dieses Europa, so wie es sich gegenwärtig entwickelt, ist nicht das was ich möchte. Genauso wenig Hauruck-Aktionen mit Abstimmungen unter völlig anderen Ergebnissen nach einem EURO-Gipfel. Auch stimme ich einer Entmachtung des Bundestages nicht zu. Deshalb fordere ich wie Cameron eine Volksabstimmung zu diesen Themen.
es ist richtig die banken, spekulanten, "die maerkte haben europa als geisel genommen. es wurden viel fehler gemacht, fehler die jetzt teuer bezahlt werden muessen, aber kann ein halbwechs politisch denkender mensch wirklich wollen den europaischen vereinigungsprozess zurueckzudrehen, nur weil er schwierig ist? - auf keinen Fall!

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