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Großbritannien: EU befürchtet Chaos bei hartem Brexit
DPA

Zwei Jahre haben Großbritannien und die EU Zeit, sich auf einen Trennungsdeal zu einigen. Gelingt dies nicht, könnte das zu Chaos an Großbritanniens Grenzen führen, fürchtet offenbar die EU-Kommission.

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DerAndereBarde 10.04.2017, 08:14
1.

Zitat: "Die EU dürfte versuchen, den Briten den Austritt so schwer wie möglich zu machen, um Nachahmer abzuschrecken."
Solche primitiven Unterstellungen braucht es gar nicht. Die EU ist gegenüber ihren Noch-Mitgliedern verpflichtet, die (in Kenntnis der Geschichte zu erwartenden) Übervorteilungsversuche der Briten abzuschmettern, ansonsten verhielte sie sich untreu.

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genugistgenug 10.04.2017, 08:19
2. Das Chaos/harter Brexit ist gewollt

Das ist für uns daran erkennbar, dass man nach der Kündigung nun 2 Monate verplembert bis die restlichen 27 Staaten ein Basispapier erarbeiten wollen. Dazu war doch vorher schon genug Zeit!
Am Ende sind die 2 Jahre vorbei und UK fliegt raus und es beginnen die üblichen Schuldzuweisungen. Das man damit gegen die Bürger handelt und nur wieder beweist, wie unbeweglich, unfähig diese Noch-EU ist, eben typisch vollstversorgte Politiker, interessiert unsere Repräsentanten doch nicht. Sie beweisen auch, dass es einen Grund hatte, wieso man sie in das Endlager Brüssel abgeschoben hat.

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fritz_64 10.04.2017, 08:24
3.

Egal wie die Verhandlungen in den kommenden 2 Jahren verlaufen werden, ich persönlich bestehe auf "chaotische" Verhältnisse bei Inkrafttreten der Trennung. Die Regeln sind bekannt, UK möchte nicht mehr dabei sein, logisch gedacht sollte das Chaos auf der anderen Seite des Kanals stattfinden

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fördeanwohner 10.04.2017, 08:27
4. -

Sorge bereiten müssen uns die Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland und die Angelegenheit um Gibraltar. Aber auch so einige andere Aspekte.
Eigentlich hätten sich die Verantwortlichen vorher mal Gedanken darüber machen sollen. Eine Abstimmung, wie sie im UK abgehalten wurde, ist vollkommen unverantwortlich und wenn man es genau nimmt, müsste daher auch das Ergebnis annulliert werden. Da sich das ja niemand traut im UK, wäre mein Vorschlag, nun tatsächlich zwei Jahre lang zu beraten und verhandeln, damit die Briten wirklich sinnvoll abstimmen können.
Alles andere ergibt keinen Sinn. Und eine Regierung hat auch die Aufgabe, die Bürger vor dämlichen Entscheidungen zu bewahren, nämlich wenn diese eigentlich gar nicht wissen, was sie tun.
Mancher mag sagen, dass die Briten sich ja sehr wohl hätten informieren können, welche Konsequenzen ein Austritt haben würde. Dem muss man widersprechen, da ja die Verhandlungen erst nach der Abstimmung begonnen haben.

Wer hier nun wieder argumentiert, die böse EU wolle es GB nun heimzahlen, der vergisst, dass die EU selbstverständlich ihre eigenen Interessen verteten muss. Als EU-Bürger sollte das auch jeder verstehen und sogar verlangen. Mit Rache o.ä. hat das nichts zu tun.

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lupus2000 10.04.2017, 08:27
5. Konsumausgaben gehen NICHT zurück!

So sehr ich selbst glaube, dass UK unter dem Brexit jahrelang leiden wird: Eine Abschwächung des Anstiegs ist noch kein Rückgang der Konsumausgaben und die Zwischenüberschrift damit einfach falsch!

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laracrofti 10.04.2017, 08:48
6. Es wird kein Chaos

Zitat von fritz_64
Egal wie die Verhandlungen in den kommenden 2 Jahren verlaufen werden, ich persönlich bestehe auf "chaotische" Verhältnisse bei Inkrafttreten der Trennung. Die Regeln sind bekannt, UK möchte nicht mehr dabei sein, logisch gedacht sollte das Chaos auf der anderen Seite des Kanals stattfinden
in GB geben nach 2 Jahren, dafür ist es für die USA zu wichtig.

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laracrofti 10.04.2017, 08:49
7. Wenn die Regierung

Zitat von fördeanwohner
Sorge bereiten müssen uns die Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland und die Angelegenheit um Gibraltar. Aber auch so einige andere Aspekte. Eigentlich hätten sich die Verantwortlichen vorher mal Gedanken darüber machen sollen. Eine Abstimmung, wie sie im UK abgehalten wurde, ist vollkommen unverantwortlich und wenn man es genau nimmt, müsste daher auch das Ergebnis annulliert werden. Da sich das ja niemand traut im UK, wäre mein Vorschlag, nun tatsächlich zwei Jahre lang zu beraten und verhandeln, damit die Briten wirklich sinnvoll abstimmen können. Alles andere ergibt keinen Sinn. Und eine Regierung hat auch die Aufgabe, die Bürger vor dämlichen Entscheidungen zu bewahren, nämlich wenn diese eigentlich gar nicht wissen, was sie tun. Mancher mag sagen, dass die Briten sich ja sehr wohl hätten informieren können, welche Konsequenzen ein Austritt haben würde. Dem muss man widersprechen, da ja die Verhandlungen erst nach der Abstimmung begonnen haben. Wer hier nun wieder argumentiert, die böse EU wolle es GB nun heimzahlen, der vergisst, dass die EU selbstverständlich ihre eigenen Interessen verteten muss. Als EU-Bürger sollte das auch jeder verstehen und sogar verlangen. Mit Rache o.ä. hat das nichts zu tun.
das Wahlvolk vor "dämlichen Entscheidungen" abhalten soll, kann das Wahlvolk die Regierung vor ebensolchen auch kurzfristig abhalten?

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sting111 10.04.2017, 08:51
8. Die Angaben zu den niedrigeren Wachstumsraten in UK

sind vielleicht eine ehrliche Einschaetzung, waehrend die EU, im Vorfeld wichtiger Wahlen, frisierte Zahlen zu den EU-Suedlaendern vorlegt. Wehe, wenn nach den Wahlen die Zeit des billigen Geldes ein Ende findet und der jetzige ueberlange Konjunkturzyklus eine tiefe Delle bekommt. UK war in der Vergangenheit gut beraten, sich gegen den EURO zu stellen. Ich hoffe auf ein gutes Gelingen, auch wenn ich aus Sicht UK einen harten Brexit nur als moderate Gefahr ansehe. UK sollte fruehzeitig mit Verhandlungen mit anderen Laendern beginnen, auch wenn die Junker/Tusk-Riege von Verboten fabuliert.

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EconomistGI 10.04.2017, 08:53
9. Ja, ja, die Statistik!

Zitat von lupus2000
So sehr ich selbst glaube, dass UK unter dem Brexit jahrelang leiden wird: Eine Abschwächung des Anstiegs ist noch kein Rückgang der Konsumausgaben und die Zwischenüberschrift damit einfach falsch!
Nicht zwangsläufig, da die zitierten Zahlen sich ja lediglich auf den Vorjahresvergleich beziehen. Bei einem so starken Rückgang der Jahr/Jahr Rate (von 2.7% auf 0.9%) ist es durchaus wahrscheinlich, dass es am aktuellen Rand - im Vergleich Quartal auf Quartal - tatsächlich zu einem absoluten Rückgang gekommen ist. Dazu müssen allerdings die rohen Zahlen um Saison- und Kalendereffekte bereinigt werden (z.B. blähen die Weihnachtseinkäufe die Zahlen des 4. Quartals immer auf), was eine eindeutige Aussage erschwert.

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