Forum: Politik
Großbritannien: Johnson will Brexit um ein halbes Jahr verschieben
AFP

Vor seiner Rede beim Parteitag der britischen Konservativen versucht Ex-Außenminister Johnson, die Regierung unter Druck zu setzen. Sollte er zum nächsten Regierungschef ernannt werden, will er mit dem Brexit warten.

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Airkraft 02.10.2018, 12:31
70. Daumenschrauben

Zitat von ichliebeeuchdochalle
Nehmen wir an, GB weigerte sich tatsächlich die Abschlußzahlung zu zahlen. Dann ist klar, daß eine von mehreren Daumenschrauben der EU auch die Flugrechte sein können. Wenn GB einen Rosenkrieg haben will, bekommt GB den auch. Wenn GB sich anständig benimmt, braucht die EU keine Daumenschrauben.
Folterinstrumente müssen meisten überhaupt nicht angewandt werden. Meistens reicht das bloße Vorzeigen derselben schon aus ;-)

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Nania 02.10.2018, 12:33
71.

Zitat von Hoberg
will verschieben. Warum sollen wir Europäer das wollen ? Was ändert sich in 6 Monaten? Das Kündigungsschreiben haben die Engländer versendet und damit die Fristen gesetzt. Konsequenzen sind von den Briten zu tragen.
Erstens ist es eigentlich so, dass während der Brexit-Verhandlungen keine neuen Abkommen geschlossen werden können/sollen. Großbritannien müsste dafür erst einmal austreten.

Größerer Knackpunkt als Zölle sind zudem die dazugehörige Freiheit von Dienstleistungen usw., die Großbritannien auf keinen Fall möchte, die für die EU aber überlebenswichtig sind. Um es vereinfacht zu sagen: Wenn GB bekäme, was sie wollten, dann könnten sich andere EU-Mitgliedsstaaten fragen, warum es überhaupt sinnvoll ist, in der EU zu bleiben, wenn man das doch als austrender Staat noch "besser" haben kann.
Ein weiterer riesiger Knackpunkt ist die dann vorhandene EU-Außengrenze zwischen Irland und Nordirland. Solange kein Abkommen existiert, muss diese Grenze nämlich geschlossen sein. Egal, was Großbritannien den (Nord-)Iren da verspricht. Und das wussten die Brexit-Befürworter auch schon vor dem Brexit. Mit einer angemessenen Lösung sind sie da aber nicht angerückt.

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th.schuler 02.10.2018, 12:33
72. @ Nr 13 0% Zoll

0% Zoll nach dem Brexit
auf alles und gegenseitig. Das könnte ich mit vernünftigen Briten ganz schnell vereinbaren. Ein guter deal für alle, die mehr nach England ex- als importieren, z.B. für Deutschland. Anstattdessen erzwingt die Brüssel EU wirtschaftliche Nachteile für alle, weil sie politische Ziele durchdrücken will und davon ohne Druck immer Wenigere überzeugen kann.
Das wäre im Prinzip freier Warenverkehr. Klingt erstmal nicht schlecht. Das Problem ist, dass UK ja mit Drittländern seine eigenen, niedrigen Zölle festlegen kann. Somit kann ein findiger Importeur über dem Umweg UK sämtliche EU-Importsteuern umgehen. UK würde schupss di wupps zum Netto-Exporteur werden, auf Kosten der EU.

Also müsste man sich darauf einigen, dass 0% entweder nur für in UK hergestellte Waren gilt, oder das UK nicht eigenmächtig niedrigere Importsteuern festlegen kann.
Lösung 1: Freier Warenverkehr nicht mehr vorhanden, Kontrolle schwierig/teuer
Lösung 2: UK muss sich an Regeln halten.
Die Brüssel EU schützt also unsere Interessen. Das finde ich gut.

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mantrid 02.10.2018, 12:34
73. Völliger Realitätsverlust

Pures Wunschdenken. Johnson hätte selbst als Regierungschef eine Verlängerung nicht in seiner Hand, die hat (bei nicht zu erwartender Einstimmigkeit) nur die EU. Aber warum sollte sie? Damit sie dann mit dem nervigen Johnson verhandeln muss? Johnson könnte höchstens den Austrittsantrag zurückziehen und dann wieder enreut stellen. Dann liefe eine neue Zwei-Jahres-Frist an. Und bis dahin muss er Beiträge zahlen und fleißig die EU-Vorgaben umsetzen, also genau das, was er nicht will.

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Beat Adler 02.10.2018, 12:34
74. Was soll eine neues Referendum bringen?

Zitat von Neapolitaner
Wenn GB der EU mit 8 Wochen Vorlauf erklärt, dass man den Austritt zum 29. März "vorläufig und für die nächsten Monate" nicht anwendet, dann wird die EU keine Ausstiegsmaßnahmen ......
Was soll eine neues Referendum bringen?
Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass es anders ausgeht wie 2016?

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Richie4454 02.10.2018, 12:36
75. Aha

Zitat von Wurzelbär0815
Boris Johnson ist ein totaler Realitätsverweigerer. Die EU und GB wird keine Einigung erzielen. Dafür ist nun die Zeit (wohl) zu knapp. Die Weltwirtschaft, gerade auch die Deutsche Exportindustrie,.....
Und woher bezieht GB die Waren dann? Genau weiter aus Deutschland mangels Alternativen. Andersrum stellt sich die Fragen, ob die Deutschen sich dann nicht Alternativen in der EU suchenund noch weniger aus GB importieren. Die Lücke wird eher größer denn kleiner.
Um es noch plakativer zu machen. Die Alternativen für Boris Johnson zu Mercedes sind geringer als die Ihren zu einem Mini Cooper.

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Filsbachlerche 02.10.2018, 12:39
76. Nr. 36 Braveheart Jr.

Zitat von Braveheart Jr.
... daß der Schwanz nicht mit dem Hund wedeln kann. Das Mantra ist: "Brexit muß gut für uns sein!" Und das heißt: Rosinenpickerei. Alles andere wird unter den Tisch gefegt, frei nach ERich Kästner's: "Und sie folgern messerscharf / das nicht sein kann, was nicht sein darf!".
Nein, das stammt stammt nicht von Erich Kästner, sondern von Christian Morgenstern....!

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RedOrc 02.10.2018, 12:39
77. Nato?

Zitat von Vogel VT
Wird es einen Brexit geben? Und denkt dabei mal an die Nato und die Beamten in Brüssel. Na? Ein klares: Nein, es wird keinen Brexit geben.
Was genau hat die NATO mit der EU zu tun?

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medienskeptiker 02.10.2018, 12:39
78. was soll der Unsinn von Junckers?

Seit wann dürfen Flugzeuge aus Nicht EU Staaten nicht in Städten in der EU landen?
NIEMAND ist bei dem Brexit Thema seriös---mit Sicherheit auch nicht Boris Johnson.

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zauberschlumpf 02.10.2018, 12:43
79.

Zitat von Wurzelbär0815
Boris Johnson ist ein totaler Realitätsverweigerer. Die EU und GB wird keine Einigung erzielen. Dafür ist nun die Zeit (wohl) zu knapp. Die Weltwirtschaft, gerade auch die Deutsche Exportindustrie, wird ab 04.2019 deutlich federn lassen. Wir exportieren Waren für 80 Milliarden und importieren für 40 Milliarden. Wer hat also den größeren Schaden?
Es geht hier ja nicht nur um die Wirtschaft. Und wenn doch, dann muss man wohl auf die gesamten Warenströme zwischen EU und GB abheben. In 2015 schlugen ca 302 Milliarden EUR EU Importe in GB zu Buche und umgekehrt waren es 184 Mrd. EUR an GB Exporten. Deutschland für sich genommen, ist hier natürlich deutlich betroffen. Aber niemand ist so sehr betroffen wie GB. Denn dort wird man weder auf die Importe aus der EU, noch auf die Exporte dorthin in großem Umfang verzichten können. Zumal sich der Schaden den GB hat ja nicht allein auf die Wirtschaft erstreckt. Wir reden von einem makro,- und mikroökonomischen Desaster großem Ausmaßes. Und was die einzelnen Staaten der EU trifft, das erwischt GB in 27fachem Umfang.

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