Forum: Politik
Großbritannien: London will EU-Subventionen nach Brexit voll ersetzen
AFP

Wenn die Briten die EU verlassen, wird es teuer. Subventionen aus Brüssel gibt es dann nicht mehr. Finanzminister Hammond will deshalb die fehlenden Mittel ersetzen: 5,2 Milliarden Euro im Jahr.

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seetaucher 19.08.2016, 14:01
110. Die Milchmädchenrechnung wird nicht richtig

Zitat von Talloires
denn alle Subventionen, die derzeit as Brüssel kommen, hat GB vorher mit seinem Bruttobeitrag an Brüssel gazahlt. auch die derzeitigen Eingenmittel von 20...30% kommen aus dem britischen Haushalte, jetzt und in Zukunft. Das ist halt so, wenn man Nettozahler ist. der Autor hätte sich das denken können.
Nur weil sie ständig widerholt wird.
Das, was GB netto an die EU zahlt und ohne Mitgliedschaft netto übrig hätte, ist jetzt schon durch den Kursverfall des Pfundes und den damit verbundenen Preisteigerungen für Importe fast aufgefressen.

Das wird nicht besser, wenn entweder Zölle die Exporte in die EU erschweren oder aber weiterhin Zahlungen an die EU geleistet werden müssen, um Zugang zum Binnemarkt zu haben.
Das wird nicht besser, wenn Firmen ihre Produktion in den EU-Raum verlagern, um eben nicht Teile aus der EU heraus nach GB exportieren und dann fertige Produkte aus GB wieder in die EU importieren zu müssen. Dann sinken nämlich die Steuereinnahmen und die Arbeitslosikgeit steigt.

Das wird nicht besser, wenn Banken ihre Geschäfte in die EU verlagern, um weiterhin freien Zugang zum EU-Finanzmarkt zu haben. Dann sinken nämlich die Steuereinnahmen und die Arbeitslosigkeit steigt.
Der Brexit wird für GB sehr teuer. Was meinen Sie wohl, warum die Brexiteers direkt nach der Abstimmung ihr erstes Verprechen kassiert haben, mehr Geld ins Gesundheitssystem zu pumpen? Weil nicht mehr Geld da sein wird.

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Nur ein Blog 19.08.2016, 14:59
111. Versprechen sind Regierungssache ...

Zitat von seetaucher
Nur weil sie ständig widerholt wird. Das, was GB netto an die EU zahlt und ohne Mitgliedschaft netto übrig hätte, ist jetzt schon durch den Kursverfall des Pfundes und den damit verbundenen Preisteigerungen für Importe fast aufgefressen. Das wird nicht besser, wenn entweder Zölle die Exporte in die EU erschweren oder .....
Wie wir beide wissen, waren und sind die Brexiteers nicht an der Regierung. Weder Nigel Farage noch Boris Johnson konnten in diesem Sinne Versprechen machen. Mehr als darauf hinweisen, dass, wenn die Beiträge an die EU wegfielen, sie im eigenen Land "verbraucht" werden könnten, war nicht drin.

Das Referendum ist ja nicht mal bindend. Was die Regierung damit macht, lag und liegt nicht in den Händen der Brexiteers. Rein rechtlich gesehen könnte die Regierung sich auch darum foutieren, sie müsste sich - rechtlich gesehen - nicht um das konsultative Votum kümmern. Politisch allerdings wäre das kaum machbar.

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seetaucher 19.08.2016, 15:13
112. Ihr ganzes Geschreibsel ändert nichts an dem, was ich gesagt habe

Zitat von Nur ein Blog
Wie wir beide wissen, waren und sind die Brexiteers nicht an der Regierung. Weder Nigel Farage noch Boris Johnson konnten in diesem Sinne Versprechen machen. Mehr als darauf hinweisen, dass, wenn die Beiträge an die EU wegfielen, sie im eigenen Land "verbraucht" werden könnten, war.....
es ist eben, anders als die Brexiteers behaupten, nach dem Brexit nicht mehr Geld vorhanden.

Das wissen die prominenten Brexiteers in GB, wie z.B. Johnson und Farage auch.
Und deshalb wollen die von Ihren Wahlkampfaussagen auch nichts mehr wissen.
Weil sie wussten, dass das, was sie da behauptet haben, schlicht gelogen war.

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Nur ein Blog 19.08.2016, 15:28
113. Supereffizente EU?

Zitat von ricson
Das alleine wird nicht reichen. Da fällt den Brexiteers die nächste Lüge auf die Füsse. Nämlich die von dem ineffizienten "Moloch" EU. Verglichen mit den Staatsregierungen ist die EU super effizient, mit extrem niedrigen Overheadkosten. GB muss auf jede Investition, wenn sie in vollem Umfang beim Empfänger ankommen soll, nochmal 20-30% drauf packen alleine um die höheren Verwaltungskosten zu bezahlen.
Overheadkosten sind Gemeinkosten, die nicht auf ein einzenes Gut umgeschlagen werden könne.
Allerdings fragt sich wie die EU solche Kosten überhaupt haben könnte.

Fixkosten wird sie haben, nicht zu knapp bei den Gehältern.

Was die EU konkret tut oder nicht tut, sind immer "Stückkosten", Projektkosten etc.
Die EU selber ist ein einziger "Overhead", die Gemeinschaft, die kostet. Das betrifft aber nur ihre Erlasse, das was kostet, den nationale Vollzug, der bleibt eh bei den Mitgliedsländern.

Was bezeichnen Sie denn als "extrem niedrige Overheadkosten"?
Rechtsvorschriften erlassen ist immer extrem billig im Vergleich zur Umsetzung. Da ist die EU sicher nicht besser unterwegs als alle Nationalstaaten - die haben den Aufwand zu tragen, den Brüssel, bzw. EU-Recht verlangt.

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brillensittich 19.08.2016, 16:45
114. Briten erhalten weiter Subventionen

Die britischen Großlandwirte haben schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass sie die Subventionen aus derr EU "ja eigentlich gar nicht brauchen" würden. Dennoch nimmt man das Gebotene dankend an. - Genau das will nun die Regierung der Briten weiterführen? Irgendwie erscheint das paradox. Kein Land der Welt könnte sich solchen unnötigen Luxus leisten.

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Nur ein Blog 19.08.2016, 19:09
115. Genau richtig ...

Zitat von seetaucher
es ist eben, anders als die Brexiteers behaupten, nach dem Brexit nicht mehr Geld vorhanden. Das wissen die prominenten Brexiteers in GB, wie z.B. Johnson und Farage auch. Und deshalb wollen die von Ihren Wahlkampfaussagen auch nichts mehr wissen. Weil sie wussten, dass das, was sie da behauptet haben, schlicht gelogen war.
Mein Geschreibsel ändert nichts an Ihren Aussagen. Sie sind einfach etwas verwirrt, sonst würden Sie nicht von einem WAHLkampf reden.

Es waren KEINE Wahlen, die die Brexiteers gewonnen hätten, es war nur eine konsultative Volksbefragung der Regierung und der Regierungspartei - Brexit oder Bremain? war die Frage, und zwar die Frage der Regierung, nicht etwa der nicht existenten Wahlkämpfer Farage und Johnson. Was gibt es da zu lügen? Allenfalls können die Prognosen darüber, was die Regierung tun könnte, sollte oder müsste, falsch sein. Mehr einfach nicht.

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Nur ein Blog 19.08.2016, 19:13
116.

Zitat von brillensittich
Die britischen Großlandwirte haben schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass sie die Subventionen aus derr EU "ja eigentlich gar nicht brauchen" würden. Dennoch nimmt man das Gebotene dankend an. - Genau das will nun die Regierung der Briten weiterführen? Irgendwie erscheint das paradox. Kein Land der Welt könnte sich solchen unnötigen Luxus leisten.
Die "britischen Grosslandwirte" sind nicht "das Land", das sich unnötigen Luxus leistet.

Die Subventionen müssten nach ihnen nicht über Brüssel laufen.

Die Briten sind NETTOZAHLER, nicht Nettoempfänger in der EU - das ist der ganze Unterschied.

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jamguy 20.08.2016, 16:07
117.

Zitat von seetaucher
es ist eben, anders als die Brexiteers behaupten, nach dem Brexit nicht mehr Geld vorhanden. Das wissen die prominenten Brexiteers in GB, wie z.B. Johnson und Farage auch. Und deshalb wollen die von Ihren Wahlkampfaussagen auch nichts mehr wissen. Weil sie wussten, dass das, was sie da behauptet haben, schlicht gelogen war.
Die Briten werden den Brexit nie bereuen!

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seetaucher 22.08.2016, 11:53
118.

Zitat von jamguy
Die Briten werden den Brexit nie bereuen!
Bisher gibt es keinen Brexit. Man hat es augenscheinlich auch nicht sehr eilig, der fürchterbaren Knute der ach so schröcklichen EU zu entkommen.

Davon abgesehen:
Ich finde es schon interessant, dass Sie meinen bei knapp 50% für den Brexit für "die Briten" sprechen zu können.
Insbesondere für die Briten, die gegen den Brexit gestimmt haben...

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