Forum: Politik
Großbritannien: London will EU-Subventionen nach Brexit voll ersetzen
AFP

Wenn die Briten die EU verlassen, wird es teuer. Subventionen aus Brüssel gibt es dann nicht mehr. Finanzminister Hammond will deshalb die fehlenden Mittel ersetzen: 5,2 Milliarden Euro im Jahr.

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Bollenhalten 13.08.2016, 13:06
10. Das kann England nun locker bewältigen

Es bezahlt nicht mehr die 14.5 Mrd. Euro Beiträge an die EU und übernimmt auch keine Transferleistungen in etwa der gleichen Höhe für die sehr verschleierten Fonds der EU.

Die EU powert die Mitgliedsländer aus. Mit dem Geld, das die zahlen, könnten verantwortungsbewusste Politiker im eigenen Land -alleine durch Steuersenkungen- enorme Wirtschaftseffekt erzielen. aber diese Politiker gibt es nicht. Denen ist die Wichtigtuerei in internationalen Gremien (wir sind nun wer in der Weltregierung) wichtiger als das Wohlergehen der Bevölkerung des eigenen Land. Wie es im 18. Jahrhundert die "globalisierte" Feudalistenkaste zeigte, denen die Bevölkerung ihrer Herkunftsländer völlig egal war.

Die heutigen Feudalisten kämpfen mit ihren gekauften Herolden wie dieser "Adel" gegen den Nationalstaat und die Bürger. q.e.d. Erst 1848 (Frankfurter Nationalversammlung) nahmen sie die Menschen ihrer Heimat überhaupt wahr. Vorher waren das Hunde und Zuchtvieh für die.

Die Franzosen haben die schon 1789 aufgeknüpft.

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Atheist_Crusader 13.08.2016, 13:07
11.

Zitat von aleamas
...auch Handel und die unterentwickelte Industrie werden all die ungeliebten Verordnungen und Richtlinien aus Brüssel ersetzt haben wollen. Von Brexiteers wird gewöhnlich unterschlagen, dass diese nämlich zu einem nicht unerheblichen Teil auf Initiative der Wirtschaft zustande gekommen sind. Es wird amüsant sein zu sehen, wie die einschlägige Interessengruppe uns das als 'Taking back Control' verkauft...
Naja, die meisten davon müssen ohnehin bestehen bleiben, wenn man weiterhin mit der EU Handel treiben will.
Das war ja einer der wichtigsten Argumente der Remain-Wähler: Man muss sich an die EU-Regeln halten, hat aber kein Mitspracherecht mehr.

Aber amüsant wird es ohne Frage. Wir haben ja bereits gesehen wie die Brexit-Befürworter aussahen, als es plötzlich ans Eingemachte ging. "Nö, macht ihr das mal.", "Das war überhaupt nicht so gemeint, das können wir überhaupt nicht tun." und "Ich will mein Leben zurück.". Jämmerliche Bande.

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Ein_denkender_Querulant 13.08.2016, 13:08
12. Asylrecht für Briten wird notwendig

Wir sollten uns darauf vorbereiten, dass immer mehr Briten die Insel verlassen werden. Wir sollten ein spezielles Asylrecht für ehemalige EU-Mitgliedsländer schaffen.

Ich gehe nicht davon aus, dass die Briten auch nur einen Cent sparen werden, geschweige mehr Kontrolle bekommen. Den Zugang zum Binnenmarkt wird ihnen die EU diktieren. Modelle nach schweizer oder norwegischer Art werden teuer für die Briten, sie werden es nicht annehmen, also werden Zollgrenzen hochgezogen und der freie Geldhandel für englische Banken behindert werden.

Apropos, die EU könnte doch ab dem Austritt der Briten das Englische aus dem Übersetzungspool streichen, das braucht niemand mehr.

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Proggy 13.08.2016, 13:13
13.

Zitat von bert.vari
Woher will GB diesen Betrag nehmen. Die nächsten Jahre oder Jahrzehnte wird das wohl eher nicht klappen. GB wird zum Armenhaus Europas verkommen und der Steuerzahler wird haften, ehmm der deutsche Steuerzahler natürlich. Die deutsche EU ist ebenso ein Fehlschlag wie die Flüchtlingsgeschichte. Merkel und Co. halt. Eine Geldvernichtungsmaschine nie dagewesenen Ausmaßes.
Da das UK Nettozahler ist - sprich, mehr in die EU einzahlt, als es an Subventionen von der EU bekommt - erklärt sich, woher dieser Betrag genommen wird : von einem eingesparten Teil der EU-Zahlung!

Wer in Europa zum Armenhaus wird, erweist sich in den nächsten Jahren - wenn die wahren Kosten der Flüchtlingspolitik nicht mehr schön gerechnet werden können und für deutsche Staatsdarlehen wieder Zinsen bezahlt werden müssen.

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w.diverso 13.08.2016, 13:15
14.

Zitat von possumgfx
Unterm Strich zahlen die Briten dennoch weniger. Sie können die anfallenden Subventionen ohne Probleme mit den Mitteln ersetzen, die sie aus dem wegfallenden Mitlgiedsbeitrag an Brüssel überwiesen haben. So wie die politische Lage derzeit ist, werden sie auch weiterhin Zugang zum Binnenmarkt haben, ohne dafür etwas berappen zu müssen. Alles in allem hat es die Briten gut erwischt. Nur wir Deutsche lassen uns von demokratisch nicht legitimierten, legislativ- und exekutivberechtigten EU Kommissaren zapfen wie zum Oktoberfest.
Rechnen ist scheinbar nicht ihre Stärke. Die Subventionen machen bis auf 200 Mio. schon das aus, was UK netto in die EU eingezahlt hat aus. Wenn man aber abzieht was ihnen nach Austritt wegfällt, der Handel wird durch diverse Beschränkungen sicher nicht gefördert, schaut's gar nicht mehr so toll aus. Ohne bei z.B. den Sozialausgaben zu kürzen, werden sie das Geld für diese Subventionen sicher nicht haben. Und speziell Deutschland hat, auch wenn viele das nicht begreifen, besonders von der EU profitiert. Aber plappern sie ruhig weiter das nach, was am Stammtisch so erzählt wird.

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birka12 13.08.2016, 13:25
15. Grexit wird teuer

Ich war zwar gegen den Brexit, aber was jetzt geschrieben wird stimmt ja nicht.
"Es wird teuer", wieso? Man brauch auch keine Beiträge mehr zu bezahlen. Trotz allem war England Nettozahler. Cornwall kann doch weiterhin Geld bekommen. Anstatt über den Umweg nach Brüssel und dann zurück nach Cornwall, direkt nach Cornwall. Einfacher oder?

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dieter-klaus.delacroix 13.08.2016, 13:26
16.

Schon vergessen?

GB ist Nettozahler!

Selbst wenn sie das tun haben die immer noch 11 Mrd. € p.a. übrig!

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1337h4x0r 13.08.2016, 13:26
17. Der Brexit-Betrug geht weiter und weiter...

Die Subventionen sind also sicher? Bis 2020? Puh... dann ist ja alles gut! Wer aber genau hinschaut sieht, dass hier gerade mal über max 2 Jahre innerbritische Zahlungen gesprochen wird: §50 Lissabon wird frühestens 2017 eintreten (ich vermute zum Ende Q1 oder sogar erst in bzw. Ende Q2 2017), d.h. für 2017 & 2018 und die ersten Monate von 2019 werden die gewohnten EU-Gelder fliessen. Nur für den Rest von 2019 und 2020 muss dann der Schatzkanzler selber blechen. Tooolle Leistung, die er seinem Dummvolk hier verkauft.

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Sisingamangaraja 13.08.2016, 13:29
18. Wenn GB den Zugang zum Eu Binnenmarkt bekommt...

... ohne dafür einen Beitrag zahlen zu müssen, dann stellt sich die frage warum überhaupt jemand dafür zahlen sollte und warum gibt es dann überhaupt noch die EU? Man könnte dann die Union (vereinfacht ausgedrückt) durch bilaterale Handelsverträge ersetzen und das war's. So wie es aussieht, profitiert doch meistens Deutschland von EU, denn das Land kann für seine Exportindustrie die Wahren und Dienstleistungen kosteneffizient aus dem EU-Raum beziehen und dann die Finalprodukten wieder auf dem EU-Markt absetzen. Das können zwar genauso die Anderen aber so wie es aussieht, nutzen sie das nicht aus...

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1337h4x0r 13.08.2016, 13:30
19. @12, denkender Querulant: Sie übersehen da was...

Sie schreiben: " Apropos, die EU könnte doch ab dem Austritt der Briten das Englische aus dem Übersetzungspool streichen, das braucht niemand mehr." Haben Sie schon mal was von 'Irland' gehört?

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