Forum: Politik
Großbritannien: London will EU-Subventionen nach Brexit voll ersetzen
AFP

Wenn die Briten die EU verlassen, wird es teuer. Subventionen aus Brüssel gibt es dann nicht mehr. Finanzminister Hammond will deshalb die fehlenden Mittel ersetzen: 5,2 Milliarden Euro im Jahr.

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brosswag 13.08.2016, 14:36
40. Wäre ich Engländeer...

Wäre ich Engländer, würde ich für die wieder erlangte Entscheidungsfreiheit einiges drangeben. Als Deutscher würde ich sofort mit Russland den wirtschaftlichen Kontakt aufnehmen und von den USA verlangen alle Atombomben aus dem Land wegzuschaffen und die NATO ganz verlassen. Persönlich habe ich zu Russland mehr Vertrauen, dass sie faire Partner sind, was die Sicherheit in Bezug auf eine Partnerschaft anbelangt.

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Nur ein Blog 13.08.2016, 14:38
41.

Zitat von shc
Wer als Rentnerehepaar mit drei adoptierten Kindern zu uns stösst, kann hier mit Hartz IV und den vielen Zuschüssen ähnlich toll leben, wie all die Einwanderer in unser Sozialsystem. . Etwas 3.000 + netto im Monat, das gibt es in UK nicht.
Wie viele Rentnerehepaare mit drei adoptierten Kindern gibt es wohl? Wie weit kämen die mit 3'000 € in Deutschland? Miete, Gesundheitskosten, Nahrungsmittel etc.?

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Greggi 13.08.2016, 14:39
42. Da bin ich aber mal gespannt ...

ob alle britischen Geldempfänger aus dem EU-Topf in Zukunft exakt die gleichen Summen aus dem britischen Haushalt bekommen. Da lachen ja die Hühner. Ich bin sicher, dass sich bereits jetzt (hinter der Tribüne) schon die diversen Interessensvertreter ein Hauen und Stechen über die Neuverteilung des "Honigtopfes" liefern. Gnade denen, die nicht schon vor Jahren für Lobbyisten, Wohlgesonnene, (bezahlte) Fürsprecher, Mentoren und Unterstützer in den Regierungs- und Parteihierarchien gesorgt haben. Es wird garantiert Verlierer geben.

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Liberalitärer 13.08.2016, 14:40
43. Nettozahler

Zitat von Nur ein Blog
Bis der Austritt aus der EU vollzogen ist, werden die Briten wohl weiter Nettozahler bleiben. Weiter will die EU die Personenfreizügigkeit behalten. Beides am liebsten bis zum St. Nimmerleinstag - inzwischen redet man schon von 10 Jahren, die die Austrittsverhandlungen dauern sollen. Gut möglich, dass die EU die Subventionen wegen des Referendums sofort streicht, wenn die Kündigung eingetroffen ist.
Nein, wer einzahlt, der bekommt auch. Die EU braucht jede Kröte, die ist pleiter als Unister. Man spricht von Verpflichtungsermächtigungen von 200 Mrden Euro, auf gut deutsch sind das ungedeckte Schecks, die irgendwann platzen. Deswegen will Brüssel jetzt 25 Mrden Euro, dabei sind die Schecks noch gar nicht eingelöst, sonst wäre eh Schicht im Schacht. Ich glaube auch, dass Herr Carney die Rechnung übernimmt, in Pfund versteht sich, was dann übrigens jetzt mehr ist. Ich nehme aber schon an, dass die neue Regierung optisch täuschen wird, also schlicht die Bruttozahlungen abschmilzt. Im Gegenzug wird man sich bei den 25 Mrden kulant zeigen.
Das ergibt auch Sinn, denn irgendwann müssen die Mittel wieder über London verteilt werden und dann fängt man besser damit an, damit sich das verwaltungstechnisch einspielen kann. Man wird also während des Fortgangs der Verhandlungen weiter netto zahlen, der Gesamtbetrag sinkt aber (sieht schöner aus).

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Proggy 13.08.2016, 14:41
44.

Zitat von Nur ein Blog
Bis der Austritt aus der EU vollzogen ist, werden die Briten wohl weiter Nettozahler bleiben. Weiter will die EU die Personenfreizügigkeit behalten. Beides am liebsten bis zum St. Nimmerleinstag - inzwischen redet man schon von 10 Jahren, die die Austrittsverhandlungen dauern sollen. Gut möglich, dass die EU die Subventionen wegen des Referendums sofort streicht, wenn die Kündigung eingetroffen ist. Dann wird das für die Briten echt teuer, sie blieben auf Jahre hinaus Nettozahler und Grossbritannien ein Immigrationsland. Einen Grund muss ja geben für die wirtschaftlichen Horrorszenarien zum Brexit. Das wäre unfair, ist aber wahrscheinlich - aber es gibt kein Gericht, wo das zu rügen wäre. Wo kein Richter, da keine Klage möglich.
Die EU-Fördermittel werden nach bestimmten Kriterien vergeben (Ausnahme, die nichtanmeldepflichtigen Beihilfen) und diese sind vertraglich geregelt. Selbstverständlich müssen die Kriterien zum Erhalt der Fördermittel auch erfüllt sein.
Es gibt kein zuständiges Gericht? Doch!
Sollten Fördermittel widerrechtlich gestrichen werden, wäre der EuGH zuständig.

Alles zu finden, in dem AEU-Vertrag ;-)

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spon-facebook-10000202957 13.08.2016, 14:41
45. @possumgfx heute, 12:46 Uhr

Sie irren sich. Hinzu kommt die Umwandlung in ein Steuerparadies, was zu weniger Einnahmen führen wird. Woher also soll das Geld kommen? Richtig, von ziemlich weit unten, anders wird es nicht gehen. Ich denke, da geht viel nach hinten los. Und spätestens dann, wird sich der Brexit ins Gegenteil drehen. Müssen Sie nicht glauben, ich denke aber wenn es unten schmerzt, kommen sie ganz schnell zurück.

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hennesviii 13.08.2016, 14:51
46. aha

Zitat von brosswag
Wäre ich Engländer, würde ich für die wieder erlangte Entscheidungsfreiheit einiges drangeben. Als Deutscher würde ich sofort mit Russland den wirtschaftlichen Kontakt aufnehmen und von den USA verlangen alle Atombomben aus dem Land wegzuschaffen und die NATO ganz verlassen. Persönlich habe ich zu Russland mehr Vertrauen, dass sie faire Partner sind, was die Sicherheit in Bezug auf eine Partnerschaft anbelangt.
früher hatte man dafür zwei Deutschlands...eine mit den USA eine mit Russland..

scheint es wieder Sehnsucht nachzugeben....

mit der "Entscheidungsfreiheit" ist es so weit nicht her

Da China wahrscheinlich in UK ein Atomkraftwerk baut, werden sie nun unter Druck aus Peking stehen...

https://www.ft.com/content/b28e83a6-5d86-11e6-a72a-bd4bf1198c63

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shardan 13.08.2016, 15:19
47. Die Menschen tun mir leid.

Wenn Ex-Great Britain nicht schnell in einem Sschuldensumpf versinken will, muss irgendwer diesen Irrsinn bezahlen. Das wird natürlich nicht die Industrie sein, oder die Banken, die lockt man eher mit Steuerermäßigungen, die einen Junckers blass aussehen lassen. Bezahlen werden es die Bürger. Ehrllich gesagt fehlt mir das Mitleid: Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlachter selber. Ihr habt es mehrheitlich so gewollt, badet es gefälligst aus. Helfen wird es euch auf lange Sicht vermutlich auch nicht. Die Verbindung zum Kontinent ist damit erheblich verschlechtert, und das zählt für Industrie und Finanz.

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possumgfx 13.08.2016, 15:33
48. Nein, eben gerade nicht.

Zitat von Atheist_Crusader
1. Erstmal zahlen die weder mehr noch weniger. Sie sind noch Teil der EU. Wenn sie austreten dann zahlen sie natürlich auch keinen Mitgliedbeitrag mehr. Diese eingesparte Betrag wird die Summe der ausbleibenden EU-Unterstützung übertreffen. Sonst wären sie kein Nettozahler. 2. So wie die politische lage derzeit ist, werden sie NATÜRLICH noch Zugang zum Binnemarkt haben. Sie sind ja noch in der EU. Sie haben den Austritt noch nichtmal in Gang gesetzt. Aber wenn sie es tun, dann stehen alle Zeichen dafür, dass es NICHT so einfach wird. Da haben schon alle möglichen Länder ihre Sonderinteressen angemeldet. Die folgenden Verhandlungen werden definitiv kein Spaß für die Briten.
Natürlich bezieht sich der Artikel ebenso wie mein Kommentar auf die Zeit nach dem Brexit. Sie scheinen da eine gewisse Verständnisdiskrepanz entwickelt zu haben. Ihr 1. Punkt bestätigt meinen Kommentar und ihr 2. Punkt ist für die Zeit nach dem Brexit völlig irrelevant. Die Briten werden auch nach dem Austritt aus der EU Zugang zum Binnenmarkt der EU haben. Das ist bereits in aller Munde und in "gegenseitigen Interesse." Tatsächlich gab es auch hier auf Spon bereits einen Artikel darüber. Die Verhandlungen von denen Sie sprechen, werden weitaus wohlwollender für die Briten verlaufen, als viele EU Bürger das für möglich halten werden. Im Endeffekt ist nämlich Großbritannien ein wichtiger Absatzmarkt, gerade für Industrieprodukte Made in Germany.

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freizeitverkaeufer 13.08.2016, 15:38
49. Milchmädchen lässt grüßen,

... 10 Milliarden EU- Beiträge netto einspart, 5 Milliarden Subventionsgelder selber bezahlt, ergibt? ....Immer noch 5 Milliarden Euro Ersparnis! Sollten wir auch machen. Statt 15 Milliarden Euro Nettobeitrag könnte z.B. jedes Jahr ein ultramoderner Flugzeugträger vom Stapel laufen. Inkl. Ausrüstung und Personal.

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