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Großbritannien: May weint noch, der Machtkampf läuft schon
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Einige Tory-Politiker laufen sich seit Monaten warm. Doch mit Theresa Mays Rücktrittsankündigung kann der offene Kampf um die Macht in Großbritannien beginnen. Dabei wird es ein neuer Premier kaum einfacher haben.

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wiseacre 24.05.2019, 23:24
20. Endlich

Wurde aber auch mal Zeit, dass dieses Affentheater eine neue Richtung bekommt. Sollte Johnson das Rennen machen (wovon ich ausgehe), herrscht endlich Klarheit: No deal. Dann haben die Briten endlich Zeit, sich um den Schlamassel zu kümmern, den sie sich eingebrockt haben. Und die EU kann sich endlich wichtigeren Aufgaben zuwenden.

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Liton 24.05.2019, 23:45
21. Super!

Kurz vor den EU-Austritt würde ich auch den Chefunterhändler wechseln. Die Briten.... ein absurdes Völkche

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XornXenophon 25.05.2019, 00:23
22. Brexit, die letzte Staffel

Meine Vorhersage:
In der letzten Staffel kommt es zum Showdown zwischen der Mutter der Handelsbeziehungen und Boris Johnson.

Boris zieht mit seinem Schwert in die Schlacht, stellt dann aber fest, dass er im Vergleich zur Mutter der Handelsbeziehungen nur ein sehr kleines Würstchen ist. Daher wird er von der Mutter der Handelsbeziehungen zum Frühstück gefressen. Sein Heimatland wird eine Provinz des Königreichs des Westens, in dem sein Onkel Donald herrscht.

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MarkusHenny 25.05.2019, 02:09
23. Merkel wird sicher den Austritts-Termin

nochmals verlängern. Und die ganze Posse geht in die nächste Runde.

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mens 25.05.2019, 03:08
24. Autismus

Die Briten sind nur noch mit sich selbst beschäftigt. Und hier liegt ihre gesamte Misere begraben. Der Grundstein heftiger Probleme in der Zukunft. Sie glauben in ihrem kompletten Autismus sie seinen der Nabel der Welt und alle würden nur darauf warten nach ihrer Pfeife zu tanzen. Nie hat eine (knappe) Wähler-Mehrheit in einem Land so falsch gelegen (außer die Menschen im letzten Deutschen Reich durch Handzeichen). Es ist mir persönlich egal, wer auf den Inseln die Scherben des Landes zusammenkehrt, vielleicht klebt und verwaltet. Die EU wird sich von dieser Person nicht veräppeln lassen. Das haben sie jetzt langsam gemerkt. Auch weil ein Erzrivale die Verhandlungen der Gegenseite geführt hat. Der schon aus geschichtlichen Gründen weiß, wie man manchmal mit der Pirateninsel mit Königshaus umzugehen hat: Frankreich. Die Nation die das Wort Groß im Gegensatz zu der peinlichen Truppe zu Recht in ihrem Zweitnamen trägt.

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meresi 25.05.2019, 04:43
25. #Me too

Zitat von Bodo_B
Man kann von Theresa May halten, was man will - und ich halte gar nichts von ihr. Aber die Ueberschrift ist selten daemlich! Warum muss ein maennlicher Journalist im 2019 ausgerechnet auf den letzten Sekunden des Videos rumreiten, in der ihr die Stimme versagte? Dieses "weint noch" drueckt eine derartige Geringschaetzung fuer weibliche Politiker aus, dass es einfach nur noch peinlich ist. Und was ist denn nun schlimmer - ihr Gefuehlsausbruch, oder das laecherliche Liedchen-Summen, dass David Cameron nach seiner Ruecktrittserklaerung abgeliefert hat, nachdem er den Briten (und Europa) diesen ganzen Schlamassel eingebrockt hatte?!
kommt hier nicht zum tragen. Also kann man ungeniert darüber berichten und sich auch noch in ihren Tränen suhlen. Aber man muß schon sagen: Stoff für Filme liefert dieses Kasperltheater zu hauf und auch die Kabarettisten freuen sich schon ihre Programme hinsichtlich Brexit zu liefern. Neues aus der Anstalt, der Name ist Programm.

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qlcasa 25.05.2019, 04:49
26. Lüge, Inkompetenz und Opportunismus

Es wird für mich immer ein Geheimnis bleiben wie Leute wie Boris Johnson, Michael Gove or David Davies überhaupt eine Chance auf eine Kandidatur haben.
Boris Johnson, ein Mann der mehrmals dabei ertappt wurde wie er einfach Artikel erfunden hat (ja, wie der Relotius) und dafür gefeuert wurde. Ein Mann der in der Politik für Bigotterie und rassistische Beiträge bekannt ist, der einer Lüge nie abgeneigt ist, wenn es ihm nützt, und der davon in der Brexit Kampagne reichlich gebrauch gemacht hat ("you can have the cake and eat it"). Ein Mann der als Außenminister schlicht versagt und der praktisch zum Goldstandard in Fremdschämen wurde. Abgesehen davon, ist er seiner Premier Ministerin am Ende in den Rücken gefallen. Auch Michael Gove und David Davies haben es mit der Wahrheit nie so genau genommen (Gove: "ein Handelsabkommen mit der EU, wird das leichteste Ding in der Geschichte. Wir können es an einem Nachmittag, über eine Tasse Tee, abschließen"). Vor allem sind sie Paradebeispiele für Inkompetenz und Opportunismus. Gove konnte auf Anfrage von Ken Clark nicht ein einziges Gesetz nennen der von der EU den Britten aufoktroyiert wurde, obwohl die Brexit Kampagne das dauern behauptet hatte und Davies hat öffentlich erklärt das er die Wichtigkeit von Dover als Warenumschlagplatz völlig unterschätzt hat und deshalb nicht gewusst hat das es zu einem Flaschenhals werden konnte (Wer hätte das gedacht?). Am Ende sind beide der Premier Ministerin in den Rücken gefallen und haben den Deal kritisiert den sie als verantwortliche vor Ort selbst ausgehandelt haben.
Das diese Leute sich nun um den Job bewerben und sogar Chancen haben, kann ich nur verstehen wenn ich davon ausgehe das dies die neuen Zeiten sind wo Lüge als politisches Instrument allgemeine Akzeptanz erlangt hat und Inkompetenz kein Problem ist, solange diese mit einer guten (oder sogar schlechten) Lüge ausgeglichen werden kann.
Quo Vadis Wähler?

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qewr 25.05.2019, 05:13
27.

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
Mein Tipp für eventuelle Unterhauswahlen, wenn sich in der Parteienlandschaft nichts Grundlegendes mehr ändert: Torries + Farage-Partei > 40 % der Sitze (unter 50%, weil man sich gegenseitig Konkurrenz macht und so in manchen Bezirken Sitze an Dritte verliert), Remain-Lager ca. 35-40%, Labour ca. 15-20%. Mithin: - Keine stabile Regierung in Sicht - Corbyn kann seine Ambitionen auf die Downing-Street für alle Zeiten begraben, wird aber erneut weiterhin bei jeder Gelegenheit Neuwahlen fordern, sofern er die Wahl politisch überlebt. - Keine Lösung für einen wie auch immer geregelten Brexit in Sicht.
Ziemlich trübe, deine Glaskugel...

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ddcoe 25.05.2019, 08:07
28. May geht - das Problem bleibt

Ich rechne inzwischen fest mit einem harten Brexit. Egal wer nun Nachfolger von May wird, er hat weder eine Lösung noch einen Plan. Die EU wird weiterhin nicht neu verhandeln und Mehrheiten im Parlament wird es auch nicht geben.

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pythagoräische Bohne 25.05.2019, 09:52
29. Verwechslung

Zitat von qlcasa
Auch Michael Gove und David Davies haben es mit der Wahrheit nie so genau genommen (Gove: "ein Handelsabkommen mit der EU, wird das leichteste Ding in der Geschichte. Wir können es an einem Nachmittag, über eine Tasse Tee, abschließen"). Vor allem sind sie Paradebeispiele für Inkompetenz und Opportunismus. Gove konnte auf Anfrage von Ken Clark nicht ein einziges Gesetz nennen der von der EU den Britten aufoktroyiert wurde, obwohl die Brexit Kampagne das dauern behauptet hatte und Davies hat öffentlich erklärt das er die Wichtigkeit von Dover als Warenumschlagplatz völlig unterschätzt hat und deshalb nicht gewusst hat das es zu einem Flaschenhals werden konnte (Wer hätte das gedacht?). Am Ende sind beide der Premier Ministerin in den Rücken gefallen und haben den Deal kritisiert den sie als verantwortliche vor Ort selbst ausgehandelt haben. Das diese Leute sich nun um den Job bewerben und sogar Chancen haben, kann ich nur verstehen wenn ich davon ausgehe das dies die neuen Zeiten sind wo Lüge als politisches Instrument allgemeine Akzeptanz erlangt hat und Inkompetenz kein Problem ist, solange diese mit einer guten (oder sogar schlechten) Lüge ausgeglichen werden kann. Quo Vadis Wähler?
Das Zitat über das "leichteste Freihandelsabkommen in der Geschichte" stammt nicht von Michael Gove, sondern von Liam Fox, dem Handelsminister, der allerdings nicht als Nachfolgekandidat von TM gilt, da er schon vor diesem Posten als Verteidigungsminister in Skandale verwickelt war. Von Gove stammt allerdings das Zitat, dass es wahrscheinlicher sei, dass Juncker UKIP beitrete, als dass das UK nicht Teil der gemeinsamen europäischen Freihandelszone bliebe. Auch das Zitat über die unbekannte Bedeutung der Dover-Calais-Route stammt nicht von Davis, sondern von Dominic Raab, der anders als Davis derzeit als zweitaussichtssreichster Kandidat nach BoJo gilt.

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