Forum: Politik
Großbritannien: Mays Minister erwägen Brexit-Alternativen
AFP

Theresa May kämpft für den Brexit-Deal mit der EU - doch ihre Minister haben laut "Times" andere Pläne. Im Kabinett werden demnach zwei Szenarien durchgespielt.

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kuhndi 15.12.2018, 16:28
110. Aber erklären Sie mir mal

Zitat von nautica
Noch bis vor kurzem in UK überall im ganzen Land in den Projektinfos der Infrastruktur wie Brücken, Schulen, Autobahnen, Bahnlinien, Flughäfen, Häfen, Tunnel, Universitäten usw. Alle mit Hilfe der EU gebaut. Überall konnte man die blauen Schilder mit den goldenen Sternen im Land, sehen. Alles super iO gebracht in den letzten 30 Jahren, gegenüber dem vorherigen Schrott auf der Insel. Nun, nachdem alles ( wohl hauptsächlich von D bezahlt ) einigermassen fertig ist, möchte man die Flucht ergreifen "Brexiteers" und dass ohne einen "Penny" zu zahlen.. Während hier in D kaum ein "blaues Schild mit goldenen Sternen" zu finden ist und unsere gesamte Infrastruktur vergammelt verkommt und wir hier über die Elbe bald wie vor 1000 Jahren, mit einem Ruderboot fahren müssen. Warum werden in letzter Zeit eigentlich keine Summen aus dem ausgehandelten "Brexitvertrag" veröffentlicht ? Da TM nur noch über den " Backstop" verhandelt muss Sie doch eigentlich einer Restschuld "UK to EU" im Vertrag zugestimmt haben ? Selbst wenn es zu einem "remain" kommen sollte, das Geld sehen wir nicht wieder....
Wie kommen Sie darauf, dass DE alles bezahlt, wo UK Nettozahler in der EU ist? Nettozahler heisst mehr einzahlen aus zurückkriegen! Wissen sie, es sind in diesem Forum wieder zuvile solcher arroganten und dummen Kommentare von deutschen Bürgern, die diese grosskotzige denken haben. OK, DE ist drittgrösste Wirtschaftsmacht, rechnet man das aber um pro Kopf, dann ist DE ziemleich weit hinten, genauso ist es mit den Nettozahlungen. Zum Glück gibt es immer mehr deutsche Politiker, die vor dieser Arroganz warnen. Einem Belgier zum Beispiel dürfte es völlig egal sein, wenn DE in der Summe mehr in die EU zahlt als Be. Nicht egal dürfte ihm hingegen solche Aussagen wie die ihre sein, wenn er fast doppelt soviel in die EU einzahlt als Bürger wie Sie!

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claus7447 15.12.2018, 16:32
111.

Zitat von dbeck90
Aktuell erfindet die EU alle Schlag weg neue Gesetze, um Unternehmern das Leben zur Hölle zu machen - die Meisten gehen pleite, auch wegen Händlern aus Fernost, die zusätzlich zu den Mehrkosten (DSGVO, ElektroG vom 15.08.18, Neues Verpackungsgesetz 01.01.2019, die Liste ist lang) ihre eigenen Produkte ohne Einhaltung jedweder gesetze für Bruchteile vom Marktwert anbieten kann. Innovationen können sich nur noch die Großen leisten. Was bleibt ist eine sich immer weiter aufbauende Unterschicht, ausgebeutet von einigen großen Unternehmen. Und immer wieder scheiternde Start-Ups. Hab selbst den Sprung grad noch so geschafft.
Ihr Beitrag zeigt wieder, schnell geschrieben - nie nachgedacht. Haben sie sich schon jemals mit der Gesetzes - bezw. Vorgaben-Entstehung der EU beschäftigt? Nie denn sie glauben auch noch an den "Krümmungsgrad der Gurke" etc.


Alle Vorgaben die die EU beschließt kommen ausschließlich aus den Regierungen der Mitgliedsländer. Kein einziger Beschluss wird an den Regierungen vorbei entschieden. Ja es gibt teilweise (und gottseidank) auch Mehrheitsbeschlüsse - d.h. aber dass die Mehrheit der EU-Länder damit leben können.

Sehen Sie - das ist EU und ich bin froh, dass es dort Vorgaben gibt. Aber auch was zu Ihrem Hinweis für FO Produkte: Werden Sie aktiv - zeigen sie den Händler bzw. den, der das Produkt verkauft an - das EU-Recht haben sie und es kostet nicht viel - noch einfacher: sie gehen zu Ihrer nächsten Verbraucherzentrale....

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k70-ingo 15.12.2018, 16:38
112.

Zitat von foerster.chriss
Die Autoindustrie würde nicht mehr geschädgt als andere Wirtschaftszweige. In Grossbritannien gibt es kein Auto, deren Teile nur aus GB kommen, folglich existieren keinerlei Vorteile für die britische Automobilindustrie gegenüber anderen Ländern. Zumal dort eh nur noch japanische und deutsche Hersteller Autos produzieren - vor allem für den europäischen Markt. Auch hier verliert GB also mehr als der Rest Europas. Good bye, Britain! Dümmer gehts nicht.
Insbesondere handelt es sich bei den in GB produzierten Autos um Mainstreammodelle, die ebenso gut in Rumänien oder Portugal zusammengeschraubt werden können.

Ausnahmen wie Bentley und Rolls-Royce könnten noch einfacher auf den Kontinent verlagert werden, gibt es dafür doch -wenn überhaupt wegen Handarbeit- viel kleinere Produktionsstraßen ohne z.B. riesige Blechpressen. Die paar Maschinen, die Werkzeuge, das Materiallager und die wichtigsten Spezialisten (etwa die Fachkraft für die Installation von Lady Emily) sind schnell verschifft.

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k70-ingo 15.12.2018, 17:02
113.

Zitat von solitaryway
Die Optionen sind doch alle recht unwahrscheinlich bis aussichtslos. Naja, vielleicht nimmt Indien GB als zukünftige Kolonie oder Vasallenstaat auf ;P
Nö, die Inder geben sich nicht weiter mit dem Brexit-UK ab.

Eine zwingende Voraussetzung für bilaterale Handelsverträge abseits der EU wäre für die Inder die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Diese wurde aber von Ms May kategorisch abgelehnt, worauf die Inder die Thematik in die Rundablage entsorgten.

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moselradler 15.12.2018, 17:26
114. Verhandlungstaktik der Brexiter

Wer die Muße hat, schaue sich auf YouTube BBC Question Time vom Freitag an. Dort tritt u.a. David Davis auf und erklärt glasklar die britische Verhandlungsposition: Wann will bis zur letzten möglichen Sekunde warten und die EU wird so kleinbeigeben. Da ist man sprachlos.

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haarer.15 15.12.2018, 17:45
115. Naja, britische Überheblichkeit was sonst ?

Zitat von moselradler
Wer die Muße hat, schaue sich auf YouTube BBC Question Time vom Freitag an. Dort tritt u.a. David Davis auf und erklärt glasklar die britische Verhandlungsposition: Wann will bis zur letzten möglichen Sekunde warten und die EU wird so kleinbeigeben. Da ist man sprachlos.
Inzwischen sollten die Briten schon realisiert haben, dass die EU (sie würde sich sonst zum Kasper machen) eben nicht mehr klein beigeben kann.

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Ökofred 15.12.2018, 17:49
116. Was ist für Sie eine Demokratie?

Zitat von Augustusrex
die älteste Demokratie Europas war die griechische Demokratie.
Wenn Sie Athen meinen, dann war das nicht sonderlich demokratisch. Wählen dürften nämlich nur Bürger und das war eine ziemlich elitäre Oberschicht (vlt 5% der Bevölkerung). BürgerINNEN gehörten schon mal nicht dazu.
Das ganze hatte eher was von Stadtrat. Immer war der der Name nett.

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moselradler 15.12.2018, 18:47
117.

Zitat von haarer.15
Inzwischen sollten die Briten schon realisiert haben, dass die EU (sie würde sich sonst zum Kasper machen) eben nicht mehr klein beigeben kann.
So sehen es die Tory-Brexiter aber eben nicht. Für sie haben die Verhandlungen quasi eben erst begonnen und finden Ihren Höhepunkt am 29.03.19 um 22:59 Uhr.

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mimas101 15.12.2018, 19:06
118.

Zitat von Ökofred
Wenn Sie Athen meinen, dann war das nicht sonderlich demokratisch. Wählen dürften nämlich nur Bürger und das war eine ziemlich elitäre Oberschicht (vlt 5% der Bevölkerung). BürgerINNEN gehörten schon mal nicht dazu. Das ganze hatte eher was von Stadtrat. Immer war der der Name nett.
OT
Wirklich? Die Hellenen experimentierten mit diversen Formen der Demokratie. Eine davon war auch das, durch Los bestimmt, ein jeder Mann ohne Ansehen von blablabla (Ausnahme: Sklaven ohne Freibriefe sowie Frauen und Kinder) für eine gewisse Zeit ein öffentliches Amt zu bekleiden hatte.

Übrigens - Die Demokratie kommt vom Thing der alten Germanen.
Die britische Demokratie wurde auch erfunden - ausgerechnet vom Weltrekordhalter im Köpfen namens: Heinrich VIII. Der brachte nämlich das Parlament während der Einführung der reformierten Queen-Kirche von Engelland auf die Idee man hätte etwas mehr zu sagen als nur Heinrichs Dekrete abzunicken. Das habe ich aus einer BBC-Doku die dieser Tage im Billig-Doku-Kanal vom ZDF wieder mal durchgenudelt wurde.
Die Magna Charta und andere Uralt-Dokumente regelten ursprünglich lediglich die Hof- und Tischsitten zwischen den Häusern des Hochadels. Von einer Allgemeingültigkeit jahrhundertelang keinerlei Spur, die britische Fron unterschied sich kaum von der in Rußland zur Zeit der Zaren
Da waren selbst die Deutschen schon demokratischer gewesen als ausgerechnet GB.
OT

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adal_ 15.12.2018, 19:34
119. Aua!

Zitat von mimas101
Die Magna Charta und andere Uralt-Dokumente regelten ursprünglich lediglich die Hof- und Tischsitten... ...Da waren selbst die Deutschen schon demokratischer gewesen als ausgerechnet GB.
Die Magna Carta verbriefte grundlegende politische Freiheiten des Adels gegenüber dem englischen König
Magna Carta = Einführung der konstitutionellen Monarchie = Abschaffung des Absolutismus in England und zwar im 13. Jahrhundert!
Deutschland ist zu dem Zeitpunkt noch nicht mal eine Idee und bis ins 19. Jahrhundert ein Sammelsurium absolutistischer Fürstentümer.

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