Forum: Politik
Großbritannien: Nigel Farage tritt nach Brexit-Votum als Ukip-Chef zurück
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Nur ein Blog 04.07.2016, 15:51
330. Es gibt selten nur einen Grund ...

Zitat von desktopper
Die EU hat nach wie vor keinerlei gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Das kann also, im Gegensatz zum "Geld", kein Argument für die osteuropäischen Länder sein, in der EU bleiben zu wollen.
Die Sicherheitsarchitektur von "Europa" umfasst eben auch die NATO. Ich persönlich schliesse nicht aus, dass einigen die NATO wichtiger war und ist als die Wertegemeinschaft EU. Das ist jetzt nicht meine Erfindung oder irgend wieder ein "Aluhut", das war und ist auch in spon zu lesen.

Das heisst ja nicht, dass meine Einschätzung die gleiche wäre - im Gegenteil eher - das besagt nur, dass ich zur Kenntnis nehme, das Journalisten und Experten berichten, was die Ostländer bewege.

z.B. neben den vielen spon-Artikel auch

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/der-brexit-schuert-aengste-in-osteuropa/story/16281603

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blitzunddonner 04.07.2016, 15:52
331. gb zeigt sehr schön, dass das mehrheitswahlrecht, das eigentlich ..

gb zeigt sehr schön, dass das mehrheitswahlrecht, das eigentlich autokratische strukturen sichern und gleichzeitig verschleiern sollte, in wahrheit zur anarchie führt.

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clint east wood 04.07.2016, 15:58
332. In diesem Shakespear'schen Drama wird ...

Zitat von lini71
Nur will er jetzt nicht dafür sorgen Klein England ohne Schottland aus der EU herauszuführen, oder sich daran beteiligen, wie es denn gehen sollte. ...
... es interessant sein, zu sehen, wie sich Farage als Europaabgeordneter zu einem möglichen schottischen Austritt aus UK und Wiederbeitritt zur EU verhält....
Wird er sagen: Super, die Schotten sollen ihre Selbstbestimmung leben? Wird er sagen: Oh Gott nein: lasst die Schotten nicht rein (damit die Jungs zuhause auf der Inseln nicht noch dieses Problem für die britische Wirtschaft obendrauf bekommen)
Oder wird er sagen: Ja, wenn die Schotten das wollen, dann nehmt sie wieder auf, schnell und zügig (damit die Jungs zuhause sagen können: wir hätten es ganz sicher schaffen können und blühende Landschaften bekommen - wenn diese blöden Schotten Britannien nicht im Stich gelassen hätten: Die Schotten sind am Tal der Tränen schuld...)

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clint east wood 04.07.2016, 16:05
333. Farage&Johnson sehen ihr Handeln nicht als ...

Zitat von wauz
Einfach bloß den Rücktritt zu erklären, das ist viel zu wenig an Konsequenzen, angesichts des Schadens, den sie verursacht haben.. Farage und Johnson müssen Großbritannien verlassen, ins Exil gehen. Strände putzen auf Tasmanien, oder so etwas. Pitcairn braucht auch noch Leute...
... "Schaden" oder "Katastrophe". Die reden (zumindest öffentlich) so, als hätten sie (zumindest die britische) Welt gerettet. Müssen also auch nicht im Staube kriegen. (Polizeischutz beantragen sie natürlich vorsichtshalber trotzdem.;-))
Und zu Pitcairn: FALLS denn da noch eine nennenswerte Zahl Briten auf Zuwachs hoffen - bei solchen Inselgemeinschaften ist es zwingend wichtig bei der Zuführung neuen genetischen Materials in den Genpool auf eine über dem vorhandenen Durchschnitt liegende Qualität zu achten....

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Nur ein Blog 04.07.2016, 16:16
334. Vielleicht auch das ...

Zitat von blitzunddonner
gb zeigt sehr schön, dass das mehrheitswahlrecht, das eigentlich autokratische strukturen sichern und gleichzeitig verschleiern sollte, in wahrheit zur anarchie führt.
Primär entspricht es dem 2-Parteien-System.
Man kann die USA nicht als autokratisch sehen - und doch haben die genau das gleiche System im Repräsentantenhaus.

Das das Zwei-Parteiensystem "in wahrheit zur anarchie führt", kann mit Recht nun wirklich nicht gesagt werden, im Gegenteil, es ist immer stabil - auf Kosten des pluralistischen Proporzes, wo die Regierungsbildung je komplexer wird, je mehr Parteien es werden, vgl. Spanien und ein bisschen auch bereits in Deutschland. Ohne Koalitionen geht es auch da nur noch selten.

Im Zweiparteiensystem gibt es natürlich auch verschiedene Strömungen, die nöhlen entweder von aussen und schubsen die beiden Lager von aussen an oder sie docken direkt an wie Donald Trump und Bernie Sanders.

Einen grossen Unterschied sehe ich im Ergebnis nicht.
Entweder tobt der Kampf in den beiden Lagern und Regierung und Opposition oder zwischen zwei oder mehr Regierungsparteien und mehreren Oppositionsparteien.
Von Anarchie ist das UK weit weg und auch in den USA hat es noch nie Ananrchie gegeben bisher.

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780 04.07.2016, 16:20
335. Also wirklich

Zitat von clint east wood
... Gefühl: Endlich können die Briten begreifen, wie es passieren kann, dass ein ganzes Volk einem Rattenfänger nachlaufen kann. Ohne dass sie hinterher sich an dem Gefühl laben können, ihnen -den Briten- könne als älteste Demokratie der Welt sowas ja nie passieren... Nein, einem Ermächtigungsgesetz und etwas ähnlich Schändlichem wird dieses Parlament nicht zustimmen. Aber ein paar Polen durch die Straßen jagen, das könnte wieder einmal passieren.
Also, ich wäre da sehr vorsichtig, dass die Briten die Machenschaften der Populisten nicht durchschaut haben, ist schlimm genug.
Aber was ist denn mit uns, mit unserer Vergangenheit, und dann auf Rechtsradikale wie die AfD von jetzt auf gleich hereinfallen, auf die Pegida und das "Wir-sind-das Volk"-Gebrülle und schön im Gleichschritt mit diesem gewalttätigen, demokratiefeindlichen und kurzgriffigen Gedankengut marschieren, dazu gehört allerdings mehr, als die Briten aufbringen konnten.

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Addams 04.07.2016, 16:24
336. Sehr lustig

Zitat von linx
Das ein Politiker ein Ziel hat und wenn er es erreicht zurücktritt ist sehr lobenswert und dürfte die Ausnahme bleiben.
Sie legen ja geradezu britischen Humor an den Tag. Erinnern Sie sich noch an Das Leben des Brian und das Fliegende Suizidkommando alias Judäische Volksfront? Die hatten ihr Ziel erreicht, standen vor Brian am Kreuz. Der hoffte nun, dass er gerettet werde und was machen die Deppen? Begehen kollektiven Selbstmord. Sehr lustig.

Mal ernsthaft: Woran soll denn der geneigte Wähler erkennen, was ein Etappen- und was ein Endziel ist? Einem Politiker der ständig konfabuliert, er führe Großbritannien aus der EU in bessere Zeiten, gebe ich mein Mandat doch für seine Arbeit seine (meine) Vison zu verwirklichen. Oder hat Farage gesagt, es könne sich ein Brexit positiv oder negativ für GB auswirken? Hat er nicht. Eben. Also von wegen Ziel erreicht.

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barrakuda64 04.07.2016, 16:39
337. Naja - wer´s glaubt...........

Zitat von kuac
Humbug. Due EU wurde gegründet, damit untereinander keinen Krieg stattfinden kann. Damit ist sie bisher sehr erfolgreich.
Der Krieg ist schon in vollem Gange. Er wird allerdings nicht mehr mit Kanonen und Bomben geführt, sondern im Nadelstreifenanzug vom Sessel der Chefetagen aus. DORT findet die Umverteilung von unten nach oben statt, deren Auswirkungen in Zukunft genauso verheerend sein werden. Um das zu erkennen braucht es nicht viel, außer 1 + 1 SELBST zusammenzuzählen, anstatt sich das (falsche) Ergebnis von den Politikern glaubhaft versichern zu lassen. Ich glaube es ist doch hoffnungslos, auf einen GE(rmanyE)XIT zu setzen. Zuviele Zweckoptimisten, die nur am Status Quo festhalten wollen und dabei gar nicht merken, dass dieser mehr und mehr erodiert. Bricht er einmal zusammen, ist es zu spät zu reagieren. Draghis Gelddruckpolitik wird uns früher oder später einholen. Das wird ein "Spaß", garantiert! Die Briten können dann von der Insel zusehen, wie das Festland "absäuft". Eigentlich wäre es umgekehrt logischer..............

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93160 04.07.2016, 16:39
338.

Nehmen wir mal an, Herr Hollande laesst sich von Le Pen, den Linken und Gaullisten zu einen Referendum treiben um selbst an der Macht zu bleiben. verspricht dem Waehler nach einem Frexit, wenn es so kommen wuerde, den Artikel umzusetzen.
Der Fexit hat die Mehrheitsstimmen und Hollande stellt sich vors Volk, April, April. das hinterlasse ich meinen Nachfolger, aber ich bleibe noch 3 Monate.
Man unterschaetzt die Clervernes eines Farrages. Der geht als Chef seiner Partei, er wartet ab. Wird das Referendum umgekehrt ist er aber schnell wieder da.
Dann kann er sogar damit rechnen gewaehlt zu werden.

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adal_ 04.07.2016, 16:47
339.

Zitat von clint east wood
Farage&Johnson sehen ihr Handeln nicht als ...... "Schaden" oder "Katastrophe". Die reden (zumindest öffentlich) so, als hätten sie (zumindest die britische) Welt gerettet.
Johnson redet vorsichtshalber mal gar nicht. Es bedurfte auch gar nicht des "Brutus" Gove, um ihn politisch abzuservieren. Er musste nur wider Erwarten das Referendum gewinnen, um endgültig zu verlieren. Für ihn persönlich also ganz sicher ein Schaden. Für Farage ein Triumph.

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