Forum: Politik
Großbritannien: Nigel Farage tritt nach Brexit-Votum als Ukip-Chef zurück
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780 04.07.2016, 16:56
340. Diese Argumentation ist hinlänglich bekannt

Zitat von barrakuda64
Der Krieg ist schon in vollem Gange. Er wird allerdings nicht mehr mit Kanonen und Bomben geführt, sondern im Nadelstreifenanzug vom Sessel der Chefetagen aus. DORT findet die Umverteilung von unten nach oben statt, deren Auswirkungen in Zukunft genauso verheerend sein werden. Um das zu erkennen braucht es nicht viel, außer 1 + 1 SELBST zusammenzuzählen, anstatt sich das (falsche) Ergebnis von den Politikern glaubhaft versichern zu lassen. Ich glaube es ist doch hoffnungslos, auf einen GE(rmanyE)XIT zu setzen. Zuviele Zweckoptimisten, die nur am Status Quo festhalten wollen und dabei gar nicht merken, dass dieser mehr und mehr erodiert. Bricht er einmal zusammen, ist es zu spät zu reagieren. Draghis Gelddruckpolitik wird uns früher oder später einholen. Das wird ein "Spaß", garantiert! Die Briten können dann von der Insel zusehen, wie das Festland "absäuft". Eigentlich wäre es umgekehrt logischer..............
Darum also zurück zum Nationalstaat? Wer hält denn hier an Altem fest?

Nein wir brauchen keine Panik-Mache, sondern klare Konzepte. Dazu gehört auch, die Macht der Banken und der EZB neu zu definieren.
Und wir brauchen eine Neuorientierung Europas, man kann höchstens beklagen, dass immer erst gearbeitet wird, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, aber zu spät ist es noch nicht.

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Fuscipes 04.07.2016, 16:58
341.

„Und wer die Farage, ein Gebäude komplett abreißt, ohne einen Neubauplan zu haben, sollte sich nicht wunden, wenn die Menschen die auf einmal im Freien kampieren müssen ihn fragen, wie er sie zum Teufel aus dem Regen raus holen will...“ also renovieren.
„Reformieren ja, ein Neustart kann zu erheblichen Problemen führen.“
Renovieren und reformieren, steht wohl an.

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s.l.bln 04.07.2016, 16:59
342. Nun ja...

Zitat von barrakuda64
Der Krieg ist schon in vollem Gange. Er wird allerdings nicht mehr mit Kanonen und Bomben geführt, sondern im Nadelstreifenanzug vom Sessel der Chefetagen aus. DORT findet die Umverteilung von unten nach oben statt, deren Auswirkungen in Zukunft genauso verheerend sein werden. Um das zu erkennen braucht es nicht viel, außer 1 + 1 SELBST zusammenzuzählen...
Erstaunlich, was man alles der "EU" auflädt.
Mal davon abgesehen, daß die EU kein autonomes Staatsgebilde ist(leider, den dann würde sie deutlich besser funktionieren), sehen wir doch grade, wie fulminant die Umverteilung nach oben Fahrt aufnehmen kann, sobald der Ausstieg verkündet ist.
Noch vor wenigen Tagen hat der britische Finanzminister erklärt, es seien aufgrund des Ausstieges nun Steuererhöhungen für die Bevölkerung notwendig, um heute ein Konzept der Steueroasen für Unternehmen vorzustellen.

Da würde mir als britischem Bürger ganz warm ums Herz, bei so viel Rettung vor der schlimmen EU.

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spon-facebook-10000441591 04.07.2016, 17:07
343. Wie man's macht ...

Die Entscheidungen von Johnson und Frage zeigen doch gerade, dass es um die Sache ging und nicht um Personen. Wenn Johnson kandidieren würde, würden die gleichen Kritiker sagen, er hat UK seinen eigenen Ambitionen geopfert. Woher wissen wir eigentlich, dass alles so schlimm kommt? Börse und Pfund spiegeln auch nur Erwartungen wider, werden aber schon als Bestätigung des Künftigen gehandelt. Was heißt schon 'politische Verantwortung'? Ist auch nur ein Hinweis, dass finanziell kein Obligo eingegangen wurde. Bei Befürwortern von Großprojekten z.B. pfeife ich als Steuerzahler auf die politische Verantwortung.

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montesero 04.07.2016, 17:11
344. So sind sie alle.....

Ausnahmslos jede via Protest in ein Parlament gelangte Partei hat sich nach erreichen des Ziels als faul, nicht präsent und verantwortungslos gezeigt. Man frage mal in deutschen Landtagen nach dem Tun z.B. der AfD Parlamentarier! Ein Nichts wird die Antwort sein. Und warum sollen die Brexitiers anders sein?

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j.bunyan 04.07.2016, 17:11
345. Ein Teil der Reise

Wenn ich jemanden mit meinem Auto sicher bis zum Flughafen gebracht habe, dann muss ich nicht zwingendn als Pilot ins Cockpit steigen, um die weitere Reise ebenfalls zu garantieren. Die Briten haben demokratisch gewählt, und sie haben - auch ohne Farage - noch sehr viele vernunftbegabte Politiker, die alles Weitere zur Zufriedenheit des Wählers regeln werden (müssen). Wozu also die Aufregung? Und nochmal: Respekt vor einem Politiker, der nicht machtversessen ist, dem es um die Sache geht und nicht um das Herrschen und der weiß, wann er zurücktreten soll. Der Kampfplatz von Farage war in erster Linie das EU-Parlament. Und das erübrigt sich ja jetzt. So mancher in Brüssel ist froh darüber. :-)

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Thomas Schnitzer 04.07.2016, 17:12
346.

Doch, genau das werden _wir_ tun, und "EU Länder" haben in GB nicht mehr investiert, als in anderen Ländern auch. GB war und ist nämlich ungleich Russland kein Schwellenland, in dem man erst mal investieren müsste, bevor etwas funktioniert.

Auch wenn es natürlich eher im russischen Sinne wäre, wenn die EU sich an dieser Frage zerlegen sollte. Das wird sie aber nicht, auch wenn Putin es noch so sehr wünscht. Und um deutsche Investitionen brauchen sie sich keine Gedanken machen. Höchstens darüber, dass die nicht in Russland stattfinden werden, auch in Zukunft nicht.

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descartes 04.07.2016, 17:16
347. Wenn ich's nicht selber lesen würde, könnt' ich's nicht glauben!

Zitat von breguet
Ich weiß jetzt nicht worauf sie anspielen. N.Farage ist vor 16 Jahren angetreten um GB aus der EU zu führen. Er hat ein Referendum erreicht, und das Volk ist ihm mehrheitlich gefolgt. Seine Mission ist erfüllt. Wenn R.Messner sagt er möchte alle 8000 der Welt besteigen muss er doch auch nicht bis zum Lebensende am Mount Everst oben bleiben. N.Farage wollte nie Premier werden, ihm war die EU ein Dorn im Auge. Wie wir mittlerweile wissen ist sie das vielen Menschen. Natürlich ist es besonders für die Deutschen schlimm, sie werden für die ausgefallenen Milliarden aufkommen müssen. Deshalb verstehe ich die negativen Stimmen zum Rücktritt, die düsteren Voraussagen für GB die sich bis jetzt nicht bestätigt haben. Das wäre auch zu früh um zu urteilen, aber im Moment sehe ich mehr Nachteile für die EU. Egal was die EU jetzt macht, London kann reagieren. Der Knackpunkt ist, wenn das Experiment Brexit gut geht werden andere Länder folgen. Ich lese hier in den Kommentaren die Franzosen möchten jetzt nicht mehr raus aus der EU, ich weiß nicht auf welchem Kaffeesatz das gewachsen ist. Warten wir die Wahlen 2017 ab. Und es wird keine Nachfolger geben, Weisheit von Hr. M.Schulz. Zu den Lügen der Brexiter, das sind Politker. Ich kenne da jemand der wurde in Deutschland BKin und hat vor den Wahlen gesagt, mit mir wird es keine Mwst. Erhöhung geben. Um dann um 3% zu erhöhen. Dann kam, mit mir wird es keine Maut in D geben. Oder nehmen wir Herrn Rayoj in Spanien, er hat vor vier Jahren jedes Wahlversprechen gebrochen, und er ist jetzt wieder mit den meisten Stimmen gewählt worden. Ob es reicht wird man sehen. Politiker die die Wahrheit sagen sind wie schwarze Schimmel, das gibt's nur im Kino.
Um das Beispiel auch nur etwas an die Geschehnisse in GB anzupassen: Herr Messner würde höchstens zum Beispiel taugen, wenn er vorher der Bevölkerung versprochen hätte, dass die Luft auf 8000m viel besser ist, als im Tal, man die 8000 Höhenmeter untrainiert und ohne Sauerstoff schaffen würde und er diejenigen, die ihm gefolgt sind dann auf halber Höhe im Stich lassen würde, nachdem klar wurde, dass die Luft tatsächlich dünner wird, je höher man steigt!
Vergleichen Sie ernsthaft eine dreiprozentige MWSt.-Erhöhung damit, was in Grossbritannien gerade passiert ist? Man kann sich alles so hindrehen, dass es für einen selber passt, gell?

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behemoth1 04.07.2016, 17:17
348. Auf der Flucht

Man könnte sagen, dass die Brexistverursacher alle auf der Flucht vor dem sind was sie angerichtet haben.
All diejenigen, die für den Brexist gestimmt haben, müssen sich doch total hintergangen vorkommen, man hatte mit dem Nationalismus und ihrer Angst gespielt, man ist darauf hineingefallen und nun haben die Populisten vor ihrer Tat selbst Angst und verlassen rasch das Schiff.
Liebe Leute, so ergeht es mit einem Referendum, die direkte Teilhabe an der Politik kann sehr schnell in die Hose gehen, immer dann wenn man auf Populisten hört und das eigene Gehirn ausschaltet.

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BRDexit 04.07.2016, 17:21
349. Eben weil

Zitat von barrakuda64
Ich glaube es ist doch hoffnungslos, auf einen GE(rmanyE)XIT zu setzen. Zuviele Zweckoptimisten, die nur am Status Quo festhalten wollen und dabei gar nicht merken, dass dieser mehr und mehr erodiert. Bricht er einmal zusammen, ist es zu spät zu reagieren. Draghis Gelddruckpolitik wird uns früher oder später einholen. Das wird ein "Spaß", garantiert!
dieser mehr und mehr erodiert, sollte man den Exit beschleunigen, denn das festhalten am Status Quo verteuert das Fiasko Tag für Tag.
Der "Spaß" kommt auf jeden Fall, da können die EU-Optimisten hoffen und bangen wie sie wollen.

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