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Großbritannien: Trump kommt nur zum "Arbeitsbesuch" zu May
REUTERS

Mehr als 1,8 Millionen Briten sprachen sich gegen einen offiziellen Staatsbesuch von Donald Trump aus. Jetzt kommt er am 13. Juli erstmals als US-Präsident ins Vereinigte Königreich - großes Brimborium gibt es nicht.

MisterD 26.04.2018, 18:45
1. Oha...

Bald ist Brexit und zwischen USA und UK herrscht eisige Stimmung. Wäre ich May, ich würde Trump Bauchpinseln bis es quietscht... es ist Großbritanniens einzige Chance...

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spon_3590950 26.04.2018, 19:00
2. die amerikanischen Vettern

Die Briten mögen wohl die amerikanischen Vettern nicht mehr. Sollten sie aber. Nach dem Brexit bleiben nicht mehr so viele Freunde. Das Empire kommt nicht wieder. Kanada, Neuseeland und Australien sind als Wirtschaftspartner und Absatzmärkte keine Alternative zur EU, wohl aber die Amis mit 360Mio Menschen.

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s.l.bln 26.04.2018, 19:18
3. Was würde Ihnen...

Zitat von MisterD
Bald ist Brexit und zwischen USA und UK herrscht eisige Stimmung. Wäre ich May, ich würde Trump Bauchpinseln bis es quietscht... es ist Großbritanniens einzige Chance...
...das bringen?
Mit Blick auf das Iranthema bekommt man grade eindrucksvoll gezeigt, was von Abkommen mit den USA zu halten ist und wie es um deren Halbwertzeit bestellt ist.
In Trumps Vorstellung ist ein Deal, von dem beide profitieren, ein schlechter Deal. Das bestätigt er so auch ungefragt.
Daher wär das mit Abstand Dämlichste, was den Briten grade einfallen könnte, ihr Zukunft in amerikanische Hände zu legen. Das dürfte May auch wissen und es wär ihr vermutlich egal, wenn die Briten selbst nicht so wenig von Trump halten würden.

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rudig 26.04.2018, 19:50
4. naja,

Zitat von spon_3590950
Die Briten mögen wohl die amerikanischen Vettern nicht mehr. Sollten sie aber. Nach dem Brexit bleiben nicht mehr so viele Freunde. Das Empire kommt nicht wieder. Kanada, Neuseeland und Australien sind als Wirtschaftspartner und Absatzmärkte keine Alternative zur EU, wohl aber die Amis mit 360Mio Menschen.
es gibt natürlich auch noch China, Indien, Japan u.s.w.
Ausserdem wird ja wohl ein Handelsabkommen zwischen USA und
UK festgelegt.
Endlich kann UK seine Handelsbeziehungen ohne die EU
festlegen.

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s.l.bln 26.04.2018, 20:11
5. Nö, können sie...

Zitat von rudig
es gibt natürlich auch noch China, Indien, Japan u.s.w. Ausserdem wird ja wohl ein Handelsabkommen zwischen USA und UK festgelegt. Endlich kann UK seine Handelsbeziehungen ohne die EU festlegen.
...nicht. Sie haben ja grade eine weitere Zweijahresfrist auf den Weg gebracht, während der sie weiterhin unter EU Recht agieren, nur ohne Einfluß.
Vor 2021 läuft da also gar nichts.

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zynischereuropäer 26.04.2018, 23:28
6. @Rudig

Bloß blöd, dass Indien für ein Abkommen weitgehende Freizügigkeit für seine Bürger will (so viel zu "take back control"), China dem ganzen bislang eher skeptisch gegenüber steht, weil man mit seiner "belt and road" Initiative beschäftigt ist und Japan hat schon gesagt, dass jegliches Abkommen maximal ähnlich sein wird, eher schlechter. Sie sollten dazu das Interview mit dem japanischen Botschafter im Guardian lesen, war erst vor ein paar Tagen.

GB steht ziemlich allein da. Und dass die USA auch nicht der erhoffte Traumpartner samt schnellem Abkommen sind, können Sie gerne im Economist nachlesen. Der Artikel war in der vorletzten Ausgabe, wenn ich nicht ganz irre.

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geotie 27.04.2018, 02:04
7.

Zitat von rudig
es gibt natürlich auch noch China, Indien, Japan u.s.w. Ausserdem wird ja wohl ein Handelsabkommen zwischen USA und UK festgelegt. Endlich kann UK seine Handelsbeziehungen ohne die EU festlegen.
Wann dürfen die Briten den Handelsbeziehungen mit anderen Staaten und Bündnissen aushandeln? Also, Bauchpinseln etc. ist noch nicht!

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holjanger 27.04.2018, 07:33
8. Gute Handelsabkommen nicht mit Trump

UK kann seine Handelsabkommen auch während der Übergangsphase selbst verhandeln, nur nicht in Kraft treten lassen.
Daß man etwas selbst verhandelt, heißt allerdings nicht, dass das Ergebnis besser wird. Das UK hat kaum etwas, das die USA nicht auch woanders bekommen könnten. Vor allem aber hat es kein Marktvolumen mehr, das attraktiv ist. In den Handelsverträgen mit den großen Wirtschaftsräumen, auch mit der EU, wird das UK Juniorpartner sein mit entsprechender Priorität... Freue mich jetzt schon zu sehen, wie die Chinesen die englische Delegation auseinander nehmen werden!

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