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Großbritannien wählt: Harter Brexit - oder scharfer Linksruck
REUTERS

Die britische Premierministerin Theresa May ging als große Favoritin in den Wahlkampf - und muss nun um ihr Amt bangen. Welche Chancen hat Herausforderer Jeremy Corbyn? Und welche Folgen hat die Abstimmung?

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Proggy 08.06.2017, 14:40
80.

Zitat von freekmason
scharfer linksruck? na wenn die engländer danach noch 20 jahre nach links rücken, dürften sie fast in der mitte ankommen.
Gott bewahre die Inseln vor einem Linksruck, wenn das, was in der EU abläuft auch nur als "Mitte" gesehen werden kann.

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moserer 08.06.2017, 14:46
81. Wenn man nochmal träumen will ...

Ich tippe auf eine politische Watschen für Labour.

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mostly_harmless 08.06.2017, 14:52
82.

Zitat von Proggy
Gott bewahre die Inseln vor einem Linksruck, wenn das, was in der EU abläuft auch nur als "Mitte" gesehen werden kann.
Nuja, wenn Sie in London eine halbe Garage als Wohnung nutzten, dafür Miete in Höhe von 500 Pfund zahlten, und einen Arbeitsvertrag mit Null Stunden Wochenarbeitszeit hätten, würden Sie vermutlich anders darüber denken.

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misterknowitall2 08.06.2017, 15:15
83. @002614

Glückwunsch, sie haben das Dilemma der Demokratie erkannt. wie viele andere vor ihnen auch. man hatte da auch eine Lösung: die 2/3 Mehrheit. mit so einem Votum gibt es keine missverstandnisse mehr. und es ist nun mal Aufgabe der Opposition der regierenden Partei Steine in den weg zu legen. damit ruiniert man das System sicher nicht, denn das gehört zum System. da ist lobbyistenpolitik (s. USA) das viel grössere Problem. da wird nämlich kein Stück auf Mehrheiten geachtet. der Wähler spielt dort keine Rolle. ansonsten ist schon viel wahres in der Aussage meines Vorredners. ich kann auch nur hoffen, das so ein Schwachsinn ( volksbefragung etc. ) nie in Deutschland durchgeführt wird. dann wandere ich aus.

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Pless1 08.06.2017, 15:16
84.

Zitat von freekmason
scharfer linksruck? na wenn die engländer danach noch 20 jahre nach links rücken, dürften sie fast in der mitte ankommen.
Das denke ich nicht, Corbyn ist für britische Verhältnisse wirklich sehr weit links. Solche Positionen wären in UK früher niemals mehrheitsfähig gewesen. Dass Labour mit einem wie Corbyn überhaupt wieder an die Tories heranrückt liegt vor allem an deren Schwäche, sie bieten wirklich ein Bild des Grauens, vor allem May und Johnson.

Vermutlich wird sich May an der Regierung halten, was dem Wahlrecht und dem Zuschnitt der Bezirke dort geschuldet ist. Hätte Labour einen Kandidaten, dem auch die Mittelschicht was zutrauen würde (wie einst Blair), May würde ihr blaues Wunder erleben.

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Lasersnake 08.06.2017, 15:22
85. Viel Lärm um Nichts

Man geht davon aus, dass die Konservativen an der Macht bleiben werden, aber vielleicht gibt es jetzt doch keinen Erdrutschsieg für die arrogante May und den blasierten Johnson. Alles bleibt wie es ist, außer, dass man jetzt weniger Zeit für die Austrittsverhandlungen hat. Herzlichen Glückwunsch.

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dr_schiwago 08.06.2017, 15:28
86. Im Westen nicht neues

Da beide Parteien beim Brexit bleiben wollen - dies aber das zentrale Thema zu sein scheint (so stellt es jedenfalls die deutsche Presse dar) - ist die Wahl bzgl. Brxit ziemlich sinnbefreit.
Ein starkes (oder schwaches neues Mandat) für May ändert wenig bis nichts an der Bexit-Ausgangslage; eine (linke) UK-Regierung kann auch keinen "weichen Brexit" im Alleingang sicherstellen, so what?

Das May den Schwung des Brexit-Beschlusses für einen hohen Wahlsieg nutzen wollte ist ein Zeichen dafür, dass die Regierung nicht derart viel Spielraum bei Wahlterminen gestattet werden sollte.
Aus meiner Sicht ist das etwas zuviel "Wahltaktik" die jeweils aktive Regierung.

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ackergold 08.06.2017, 15:32
87. Tja, die Hoffnungen...

Zitat von ulrich_loose
mir nicht vorstellen, dass die Engländer dem halb- bis dreiviertel Kommunisten Corbyn eine Mehrheit bescheren... Hoffen wir mal, dass das auch die Engländer mehrheitlich so sehen.
Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass die Engländer der unltranazionalistischen Versagerin mal gehörig die Meinung geigen. Hoffen wir mal, dass das auch die Engländer mehrheitlich so sehen.

Bei den Schotten ist die May ja sowieso vollkommen unten durch und in Nordirland gärt es auch. Ich gehe davon aus, dass es eine Denkzettel-Wahl gibt und das ist gut so. Öfter mal ein Wechsel bei den Großkopferten, das hat noch keinem Land geschadet.

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rainer60 08.06.2017, 15:55
88. it takes two to tango

Zitat von Trevor Philips
Die Position der Briten und Mays ist äußerst klar. Sie sollten "gefällt mir nicht und widerspricht der Parteilinie" nicht mit "unklare Position" verwechseln. Offenbar haben die Briten schon einen harten Brexit einkalkuliert während man in "Europa" noch zwischen keifender alter hässlicher verlassener Frau und kann vor lauter Kraft nicht gehen pendelt. Es bringt nichts einen Jihad gegen die Apostaten von der Insel auszurufen. Gute partnerschaftliche Zusammenarbeit ist die sinnvollere Lösung.
na wenn ihnen die position von may bekannt ist sind sie einer der wenigen. denn selbst die tory's wissen eigentlich nicht was sie will.
sie will den brexit, aber weiterhin die vorzüge ( freier handel etc. ) der eu geniessen. wahrscheinlich möchte sie auch noch die eu-Subventionen für wales,nord-irland und den norden.
das problem von frau may ist " sie möchten in den eu-swimming-pool, jedoch nicht nass werden.
wenn sie die britische presse folgen werden sie feststellen dass diese eher " die keifende fraus" ist als die eu.

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dr_schiwago 08.06.2017, 15:56
89. Siehe Artikel

Zitat von frankvorbeck.1
... und dann sind wir alle schlauer. Ich persönlich bedauere den Brexit! GB war immer eine der wenigen Stimmen die sich gegen noch mehr Zentralismus und noch mehr Regulierungswut der EU-Bürokratie aussprachen. Diese Stimme wird fehlen. Egal wer gewinnt, ich glaube nicht das es der Wahlsieger wagen kann die britischen Wähler um ihre Entscheidung zum EU-Austritt zu betrügen.
Wie im Artikel beschrieben, geht es (bzgl. der relevanten Player) NICHT um eine mögliche Revision des Brexit.

Die Diskussion um einen "weichen oder harten" Brexit (je nachdem wer die Wahl gewinnt) halte ich übrigens für nicht relevant. Den Zugang zum Binnenmarkt wird man m.E. den Briten nicht verbieten können (aufgrund von anderen Freihandelsabkommen) - und die Briten werden sich gewissen Binnenmarkt-Regeln weiterhin anpassen müssen (Beispiel Schweiz).

Was die Briten generell erreichen wollen ist wirtschaftliche Teilhabe am Binnenmarkt ohne den politschen Überbau der EU. Als Nicht-Euro Mitglied ist der EU-Austritt für die UK aus meiner Sicht deutlich verwerfungsfreier als es für ein Euro-Mitglied wäre.

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