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Großbritanniens neuer Premier: Johnson stellt Bedingung für EU-Gespräche
Rui Vieira/PA Wire/DPA

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kanzlerin Angela Merkel haben den neuen britischen Premier eingeladen. Boris Johnson will sich aber wohl nur treffen, wenn die EU sich beim Brexit-Deal deutlich bewegt.

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Karla Winterstein 29.07.2019, 21:59
100. Absurder ginge es kaum noch

Zitat von zzipfel
Kontrolliert wird beim Übergang der Waren von Irland in die EU. Damit wäre man die Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland los. Eine elegante Lösung die das Problem ausräumt. Die EU darf sich auch mal ein wenig bewegen ...
UK beschliesst ohne Druck von aussen freiwillig aus der Staatengemeinschaft der EU auszutreten. Das steht ihnen selbstverständlich zu.

Zu der Staatengemeinschaft der EU gehört aber Irland als integraler Bestandteil. Dass zufällig keine Landgrenze zu den anderen EU-Mitgliedern besteht ist diesbezüglich völlig unwichtig,

Ihr Vorschlag würde dann bedeuten, dass innerhalb der EU zwischen Irland und dem Rest Personen-und Güterkontrollen durchgeführt werden müssten, also Irland dann ein Mitglied 2. Klasse wäre.

Es lohnt sich überhaupt nicht lange darüber zu diskutieren, aber sollte die EU sich auch nur ansatzweise auf so etwas einlassen, wäre das definitiv ihr Anfang vom Ende: Niemand könnte sich dann mehr als Mitgliedsland auf die EU in irgend einer Form verlassen.

Da aber solche Sachen einstimmig beschlossen werden müssen, ginge es nicht ohne die Zustimmung Irlands, was wohl völlig ausgeschlossen ist - glücklicherweise.

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cobaea 29.07.2019, 22:01
101.

Zitat von Atheist_Crusader
Alternativ: Er darf es nicht. Im eigenen Interesse. Er hat für Leave und gegen May Kampagne gefahren mit der Wunschvorstlelung dass Großbritannien eben diese überlegene Position hat (und wer's nicht glaubt, glaubt nicht an Britannien!). Natürlich kann er die jetzt nicht einfach aufgeben. Ich denke auch, dass ihm das klar ist. Ganz so dämlich wie er tut ist er ja nicht. Er macht jetzt den überheblichen Großkotz, weil er eh schon weiß dass er keinen Deal mit der EU eingehen kann der das hält was die Leaver versprichen hatten. Er wird alles scheitern lassen (müssen) und dann am Ende sagen: "Vielleicht haben wir keinen Deal bekommen, aber dafür haben wir den Stolz und die Würde unseres Landes verteidigt!" oder einen ähnlichen Blödsinn.
Ooooch, BoJo hat bei der dritten Abstimmung Mays auch für den Austrittsvertrag gestimmt. Er war da bisher durchaus "beweglich" - und wenn er glauben würde, es nützte ihm etwas (zur Mehrung des eigenen Ruhms oder so), dann würde er den Briten auch den Austrittsvertrag als Top-Lösung verkaufen. Allerdings hat er inzwischen ein Kabinett um sich geschart, das dafür absolut kein Gehör hat. Und so wird das UK am 30. Oktober eben mit Getöse und ohne Vertrag ausscheiden.

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spon-facebook-10000276786 29.07.2019, 22:03
102. Einfach unglaublich1

Was dieser Polit Komiker da abzieht ist wirklich eine schlechte Show. Was glaubt er wer er ist und was er für Bedingungen stellen kann? Er will etwas von der EU, nicht umgekehrt. Er hat echt noch nicht gesagt bekommen in welcher Situation sein Land der EU gegenüber steht.

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zzipfel 29.07.2019, 22:03
103. Nein - beim Schengeabkommen gehts ja auch.

Zitat von Giesinger
Das ginge aber nur, wenn die Iren zustimmen. Es würde ja letzten Endes bedeuten, die Iren aus dem gemeinsamen Markt herauszuwerfen.
Und es wird vermutlich als einig mögliche Lösung darauf hinauslaufen: Waren aus UK werden beim Eintritt auf den Kontinent zuollrechtlich versorgt, irische Waren haben nach wie vor Zugang zum gemeinsamen Markt. Das ginge sehr einfach und ist ein guter Kompromiß. Ansonsten ist der Schaden für alle Seiten groß, mit Sturheit bewegt man in der Diplomatie wenig.

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Flari 29.07.2019, 22:08
104.

Zitat von cup01
Es wäre wichtig, dass europäische Politiker mal nach London fahren. Das haben sie seit Jahren nicht mehr getan.
Haben Sie mal gesehen, wie eng es da in London/Parlament zu geht?
Sitzplätze gibt es nur für rund 2/3 der Parlamentarier, abhängig vom jeweiligen BMI...
Und kennen Sie das Essen dort?
Und hat May oder jetzt Boris das EU-Parlament nach London eingeladen?
Oder sollen die da uneingeladen aufschlagen, ne Weile hungrig rumstehen umd dann wieder zurück nach Brüssel zu fliegen?

Überhaupt ist es wenig üblich, dass EU-Parlamentarier einzelne Regierungen der Mitgliedsstaaten besuchen.

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HanzWachner 29.07.2019, 22:11
105. Johnson ist ein Problem...

...für die Briten, nicht für die EU. Schon jetzt bröckelt sein Groß Britannien, wenn man seinen Besuch in Schottland anschaut. Der trumpifizierte Politclown Boris wird noch lernen, kleinere Brötchen zu backende, denn seine Großspurigkeit verhagelt ihm ganz schnell die Karriere.

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camilli79 29.07.2019, 22:11
106.

Zitat von kassandra21
Könnten Sie in ein paar dürren Worten erläutern, wofür die EU die Briten so dringend braucht? Um sich von ihnen in den nächsten Nahost-Krieg reinziehen zu lassen?
Bitte nicht ! Frankreich ist in der Beziehung noch gefährlicher....die andere Seite von GB: Was man so liest, kaufen die Briten in Deutschland kräftig ein, ist doch gut für unsere Arbeitsplätze, oder nicht ? Ausserdem ist GB eine phantastische tolerante Demokratie, oder nicht? Gerade für D wichtig, wo man sich nicht immer an Gesetze halten möchte und das Parlament bei uns eher lästig ist...

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Augustusrex 29.07.2019, 22:14
107. Wenn Sie

Zitat von latrodectus67
Der Tonfall in den Medien und aus Brüssel ändert sich bereits. Der Möglichkeit des harten Brexit macht es erforderlich. So schade, dass es 2019 noch einen Politiker wie diesen Johnson braucht, das zu erreichen. Das sagt nicht nur was über May, sondern auch über die Elite der EU aus.
vielleicht mal erklären könnten, was Sie eigentlich sagen wollen. Vorausgesetzt natürlich, Sie wissen, was Sie sagen wollen.

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isi-dor 29.07.2019, 22:15
108.

Zitat von nuramnoergeln
Ein No Deal ist für alle Seiten schlimm. Aber einem Populisten nachzugeben ist noch schlimmer. Niemand soll sich wunder, wenn er bekommt, was er sich wünscht. Liebe Britten, bitte in ein paar Jahren nicht jammern.
Es gab in UK noch niemals auch nur ansatzweise eine Mehrheit für einen Austritt ohne Vertrag. Das wollen kaum 5% der Bürger. Johnson ist allein mit der Milliardärsclique, die er bedienen will.

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gedu49 29.07.2019, 22:15
109. Überlassen wir es den Mathematikern

Man sollte in Brüssel genau berechnen wo die Grenze für jedes Engegenkommen oder nicht entgegenkommen verläuft ohne der EU-Wirtschaft mehr als unvermeidbar zu schaden und dann kalt und emozionslos entscheiden. Trump wartet nur darauf die Briten endgültig aus der EU herauszubrechen und mit seinen Wirtschaftsverträgen zu binden.
Es sollte ein Brexit werden der eventuellen weiteren Exitkandidaten die Lust vergehen lässt. Die EU sollte ihre Verbindung endlich so stärken dass die GEMEINSCHAFT im Vorderung steht und nicht nationale Bewerbchen.

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