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Großbritanniens neuer Premier: Johnson stellt Bedingung für EU-Gespräche
Rui Vieira/PA Wire/DPA

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kanzlerin Angela Merkel haben den neuen britischen Premier eingeladen. Boris Johnson will sich aber wohl nur treffen, wenn die EU sich beim Brexit-Deal deutlich bewegt.

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birdie 30.07.2019, 01:53
170. Na das ist doch lustig .....

wenn sich BoJo so richtig reinhängt. Sein Pech ist nur. dass die EU diesen Clown einhellig am langen Seil zappeln lässt und geduldig zusieht, wie ihm dabei die Luft ausgeht. Denn er bestimmt von Anfang an eben nicht die Regeln, nach denen die EU spielt. Schlimmer noch, dort hört niemand auf ihn!

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mens 30.07.2019, 01:53
171. Mini-Trumps Bedingungen?

BoJo verkennt die Lage. Wie alle Mini Trumps. Er kann sich die Großkotzigkeit und den Wahnsinn eines Donald Trump nicht leisten, denn sein Land ist keine Weltmacht. Er kann sich zwar an eine ranhängen, aber ob das bei den Briten langfristig gut ankommt und Trump wirklich am Wohlergehen der alten Verwandten interessiert ist, kann bezweifelt werden. Die EU kann sich glücklich schätzen einen Franzosen auf ihrer Seite des Verhandlungstisches gehabt zu haben. Als ehemalig Kolonialmacht kennen Sie ihre Pappenheimer von der Nachbarinsel. Der zensierte BBC-Wutausbruch von Boris darüber muß entsprechend ausgefallen sein. Das Zeichen für mich alles richtig gemacht zu haben. Warum soll man die Uhr zurückdrehen? Eben.

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fx33 30.07.2019, 02:13
172. Das bedeutete...

Zitat von zzipfel
bei Schengen machen: Kontrolliert wird beim Übergang der Waren von Irland in die EU. Damit wäre man die Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland los. Eine elegante Lösung die das Problem ausräumt. Die EU darf sich auch mal ein wenig bewegen ...
Das bedeutete faktisch, Irland aus dem Binnenmarkt auszuschließen. Das wäre das Gegenteil einer erleganten Lösung. Das wäre ein Bruch der EU-Verträge. Wieso sollte die EU einem Mitglied vertragswidrig Schaden zufügen, nur um einen blondbemopten Narzißten das Ego zu streicheln?

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GoaSkin 30.07.2019, 02:28
173. Johnson will den harten Brexit und soll ihn auch bekommen

Johnson lebt ohnehin in einer Parallelwelt, in der es Großbritannien überhaupt nicht nötig hat, mit der EU einen Deal auszuhandeln. Er denkt sich, dass lediglich die EU es nötig hätte, dass sein Land die Europäische Union geordnet verlässt und die Aushandlung eines Deals ein reiner Akt von Gutmütigkeit seitens Großbritanniens ist, wobei er es hinterfragt, ob die EU überhaupt so viel Gutmütigkeit verdient hat. Seinem Volk versucht er wiederum zu verklickern, dass Großbritannien schon am Tag des Ausstieges aus der Union wieder die wichtigste Weltmacht wird. Nein... man sollte mit Johnson überhaupt keine Gespräche führen. Wenn die Briten Gespräche wollen oder sich den Brexit gar anders überlegt haben, dann sollen sie Johnson erst einmal zum Teufel schicken und für eine neue Regierung sorgen.

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stanislaw 30.07.2019, 03:05
174. Nachverhandlungen

Schon damals im Mai habe ich gesagt, lasst sie ziehen. Die Verhandlungen (wo es eigentlich nichts zu verhandeln gab, denn die Austrittsregeln sind soweit ich weiss fest geschrieben und von GB mitgetragen) haetten niemals stattfinden duerfen und man war zu nachgiebig. Ihr wollt raus? Ok, hier sind die Regeln, ihr schuldet uns noch xxx und danach Tschuess.
Nun will man wieder dem aktuellen Premier helfen, sein Gesicht nicht zu verlieren? Ich denke, irgendwann ist mal Schluss.

MfG Stefan Froehlich
42 ;-)

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bmvjr 30.07.2019, 03:09
175. Erster Fehler

BJ haette nicht eingeladen werden duerfen - man haette ihn nach seinem Amtsantritt um einen Antrittsbesuch bei Macron und Merkel ersuchen lassen sollen. Mit der diplomatisch fehlgeleiteten Einladung an ihn hat man seine Bedingungen zur Annahme der Einladung gleichermassen provoziert und die Position der EU in Johnson's ersten Amtstagen bereits verhandlungsmaessig geschwaecht. So hat man demonstriert, die EU wolle etwas von Johnson, der erste Schritt zu Eingestaendnissen an Grossbritannien in Sachen Brexit ist damit leider und voellig unnoetig getan.

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cougar60 30.07.2019, 04:13
176. soll Boris Johnson eben Zuhause in London bleiben,

es wird ihn sicherlich kaum Jemand vermissen. Offensichtlich hält Boris sich für so wichtig, das er meint Bedingungen stellen zu können.. Ich würde diesem Menschen keinen einzigen Zentimeter entgegen kommen. Lieber ein harter Brexit als die dauernde Rosinenpickerei der Briten akzeptieren. Anstatt andauerd Sprüche zu klopfen, sollte Johnson Vorschläge machen. Wie ein back stop vermeiden ließe, so das es für beide Parteien akzeptabel ist. Nur ich vermute, da diesbezüglich kein praktikabler vorschlag kommen wird, also good by Großbritannien dann halt mit einem harten Brexit.

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as@hbx.de 30.07.2019, 06:02
177. An Niedertracht kaum zu überbieten.

Zitat von zzipfel
bei Schengen machen: Kontrolliert wird beim Übergang der Waren von Irland in die EU. Damit wäre man die Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland los. Eine elegante Lösung die das Problem ausräumt. Die EU darf sich auch mal ein wenig bewegen ...
Klar würde das GB freuen. Aber schon vergessen , dass Irland in der EU bleiben will und GB austreten? Dass die EU hier EINHEITLICH SOLIDARISCH mit der ROI ist, ist für mich einer der schönsten und wichtigsten Momente der jüngeren Geschichte!

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trulala 30.07.2019, 07:01
178. Es kommt ein...

Ich hoffe die Briten sehen genau hin, was in den nächsten Wochen passiert. Wenn es keine Einigung gibt, dann kann man nur hoffen, dass sie endlich begreifen, dass all die anderen neuen Verträgen, nicht ohne Grund noch nicht einmal verhandelt wurden. Zeit für Panik auf der Insel.

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emo.alberich 30.07.2019, 07:57
179.

Zitat von stevie25
Sollen sie ohne Abkommen gehen. Abgesehen davon, dass es dafür in Westminster keine Mehrheit gibt sollte man hier hart bleiben. Natürlich ist die Alternative zum Austrittsvertrag No deal. Oder eben der Verbleib in der EU.
Richtig, es gibt in Westminster keine Mehrheit für einen no-deal Brexit. Genau so wenig wie für den May-Deal oder den Vertragsentwurf, der für "Brüssel" in Stein gemeisselt ist seit drei Jahren.
Wenn das Parlament in Westminster weder den bestehenden, unabänderlichen Vertragsentwurf haben will und auch keinen no deal Brexit akezptieren will, will es etwas Unmögliches, etwas, das niemand im Angebot haben kann und demzufolge auch nicht hat.

Der Verbleib in der EU ist auch für die EU keine Option. Jedenfalls nicht zu den bisherigen Bedingungen. Zu heftig ist der zweitgrösste Nettozahler der EU als Rosinenpicker beschimpft und beleidigt worden. Anderseits werden selbst die EU-freundlichsten Briten keinen "Verbleib" bei wesentlicher Verschlechterung der Bedingen akzeptieren.

Die meisten normalen Menschen, die meisten Durchschnittsbürger sind geneigt, Nettozahlungen eher als Rosinen"geberei" denn als Rosinenpickerei zu sehen.

Da können sich die EU-Freunde auf den Kopf stellen: dass die Briten Rosinenpicker der EU wären, glaubt im Ernst kaum ein gewöhnlicher Bürger, geschweige denn ein Brite.

Jeder Vertrag oder Handel ist eine Güterabwägung, wieviel oder was bekomme ich für wieviel oder was? Jedes Ding hat seinen Preis. Die EU-Mitgliedschaft mag eine Rosine sein, der Preis dafür ist aber wohl keine. Die Ansicht der Proeurpäer, sowohl die Gelegenheit der Zahlung des Preises wie auch das, was man dafür gekommt, seien beides gleichermassen Rosinen, ist eine Logik, die die wenigsten ausserhalb der Brüsseler Blase und wohl kaum ein Brite nachvollziehen kann.

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