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Großbritanniens neuer Premier: Johnson stellt Bedingung für EU-Gespräche
Rui Vieira/PA Wire/DPA

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kanzlerin Angela Merkel haben den neuen britischen Premier eingeladen. Boris Johnson will sich aber wohl nur treffen, wenn die EU sich beim Brexit-Deal deutlich bewegt.

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ruediger 29.07.2019, 21:12
60.

BJ hat völlig recht: Wenn die EU den Vertrag nicht ändern will und der jetzige Vertrag im. Unterhaus keine Mehrheit findet, dann machen Gespräche keinen Sinn.

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muri321 29.07.2019, 21:12
61. Common Wealth Der Nabel der Welt

gefühlt vielleicht aber die Realität sagt mir das der Amerikanische Zenit und somit der Englische bald in die brutalste Kriegsführendste überhaupt eingehen wird.

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geotie1 29.07.2019, 21:14
62.

Zitat von Aleae iactae sunt
aussprechen ohne von ihren Wählern irgendeinen Auftrag dafür haben. Kein Wort zu lesen, dass BRD und EU das Geld für die Brexit Theater Aufwände einfordern von GB. Die größten Pfeifen dieses Theathers sitzen in Brüssel . München und Berlin.
Manchmal frage ich mich, wo so mancher lebt. Sorry, aber sie haben keinen Auftrag, Merkel und Macron schon.

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cougar60 29.07.2019, 21:14
63. komplex machen es eher die Briten,

Zitat von joseph009
warum auch auf Seiten der EU der Brexit so dermaßen komplex gestaltet wird. Das einzige was die Briten und die EU wirklich brauchen, ist eine Freihandelszone oder einfach Handelsbeziehungen wie mit anderen Staaten außerhalb der EU eben auch. Das restliche politische Gedöns der EU wollen und brauchen die Briten nicht. Und das ist auch vollkommen verständlich.
bisher haben die Briten immer nur verkündet, was sie nicht wollen. Es ist nicht Aufgabe der EU den Briten ihre Wünsche zu erfüllen. Mal sehen ob Boris Freund Superdonald der Erste die Rosinenpickerei der Briten mitmachen wird. Ich vermute, das er sehr wahrscheinlich nicht tun wird.

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BernhardEnzinger 29.07.2019, 21:14
64. @geotie1

Zustimmung. Das Kalkül der Polemik war bereits seit Jahren die vermeintliche Schuld der EU. Der Bus fährt immer weiter...

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lanzelot72 29.07.2019, 21:17
65. @joseph009 (45)

Ihnen hat sich wohl auch noch nicht erschlossen, daß ein (Frei-)Handelsvertrag das Nordirland-Problem nicht lösen würde? Dazu braucht es deutlich mehr.

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Flari 29.07.2019, 21:19
66.

Zitat von zzipfel
bei Schengen machen: Kontrolliert wird beim Übergang der Waren von Irland in die EU. Damit wäre man die Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland los. Eine elegante Lösung die das Problem ausräumt. Die EU darf sich auch mal ein wenig bewegen ...
Die EU hat sich in den Verhandlungen mit Frau May jede Menge bewegt.
Selbst danach hat sich die EU weiter bewegt und den Briten Fristverlängerung gewährt.
Irgendwann ist aber nun mal Ende Gelände..

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bleeep! 29.07.2019, 21:19
67. Bedingungen

Boris sollte sich besser auf zukünftige Gespräche mit seinem Bruder im Geiste vorbereiten, der ihm nach dem Austritt den Stinkefinger zeigen wird. Deal or no deal. So sad. Und ja, und warum Menschen „selbst nach 3 Jahren a) immer noch nicht die Verhandlungs-Geschichte der letzten 3 Jahre mitverfolgt/kapiert haben und b) immer noch keine Schimmer von den nicht zu erfüllenden Forderungen des UK an die EU (Binnemarkt, Grenze NI) haben...“ Das wird deren ewiges Geheimnis bleiben und möglicherweise ihrer Arroganz, Überheblichkeit und Dummheit geschuldet sein. So sad.

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Balldieb 29.07.2019, 21:20
68. Der Backstop...

...ist eine Rückfallversicherung. Er tritt nur dann in Kraft, wenn die Verhandlungen über die Handelsbeziehungen nach dem Brexit zu keinem Ergebnis kommen. Warum scheuen das die Brexiteers wie der Teufel das Weihwasser? Vermutlich weil sie jetzt schon wissen, dass sie diese Verhandlungen scheitern lassen wollen. Was sie dabei geflissentlich vergessen, ist das Karfreitagsabkommen (und das ist wiederum der Grund für den Backstop). Dort ist u. a. festgeschrieben, dass bei einer Wiedervereinigung jeder Nordire das Anrecht auf einen irischen Pass hat und somit ein EU-Bürger ist. Bin gespannt, wie diese "Abstimmung mit den Füssen" dann ausgeht :o) . Zu dem Thema gab es vor einiger Zeit eine hochinteressante Reportage im DLF...

Gruß vom Balldieb

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Karla Winterstein 29.07.2019, 21:20
69. Das dachte ich auch einmal...

Zitat von nuramnoergeln
Ein No Deal ist für alle Seiten schlimm.
..., aber ich habe inzwischen meine Meinung geändert.

So richtig schlimm wäre eine Schlagzeile in 2024: "Es kommt langsam wieder Bewegung in die Brexit-Verhandlungen".

Kein Unternehmen kann derzeit ernsthaft planen und investieren, kein Mensch aus der EU ohne UK weiss, ob er in wenigen Monaten in UK leben darf, wenn er es möchte (umgekehrt gilt das zwar prinzipiell auch, aber diesbezüglich gibt es meines Wissens schon einige Regelungen).

Mir ist völlig schleierhaft, wie man die Grenzfrage zwischen Nordirland und Irland so regeln kann, dass die in erster Linie direkt betroffenen Nationen beide zustimmen, aber eine EU-Aussengrenze selbstverständlich kontrolliert wird.

UK will keinen Backstop, aber auch keinen Sonderstatus für Nordirland (z.B. Sonderwirtschaftszone), durch den die Zollgrenze faktisch ins Meer zwischen Nordirland und Rest-UK gelegt werden könnte, während Irland eine deutlich spürbare Grenze zu Nordirland ablehnt.

Ein No-Deal-Brexit ist derzeit ein Nash-Gleichgewicht, weil keine Seite von alleine bereit wäre etwas zu ändern und das wohl auch ohne eigene Nachteile auch nicht könnte (die Nachteile müssen nicht unbedingt wirtschaftlicher Natur sein).

Eine Rücknahme des Brexit halte ich derzeit für ausgeschlossen. Das könnte in UK durchaus zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen.

Ein No-Deal-Brexit würde wenigstens unverzüglich die Tür für diverse Verhandlungen zu neuen Abkommen öffnen. Darauf kann sich die Wirtschaft einstellen, wie auch Privatpersonen.

Es könnte also wieder Planbarkeit Einzug halten.

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