Forum: Politik
Große Koalition: Kleiner Klimaschutz
Michael Kappeler/ DPA

Union und SPD stehen in der Klimapolitik enorm unter Druck. Echte Fortschritte? Fehlanzeige. Bei der zweiten Sitzung des Klimakabinetts wurden wichtige Grundsatzentscheidungen verschoben.

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tucson58 30.05.2019, 02:35
100. Einfach mal selber was tun

Für alle die hier so empört sind rate ich doch einfach mal Heft selber in die Hand zu nehmen .

Jeder könnte sofort sein Konsumverhalten drastisch ändern und sich vom Massenkonsum und unserer Wegwerfgesellschaft verabschieden...

Es braucht keine Waren aus der ganzen Welt die nicht klimaneutral bis in den Supermarkt um die Ecke transportiert werden

Es muss nich im Internet Ware bestellt und bis an die Haustüre gekarrt werden

Man muss im Urlaub nicht irgendwohin fahren oder gar fliegen , Urlaub zu Hause und Radtouren sind auch schön und schon das Klima

Man könnte auf die Stromfresser , Kaffeautomat, Wasserkocher, Mikrowellenherd, Wäschetrockner, Geschirrspüler , 2 Fernseher usw. verzichten und somit Enegier einsparen die noch nicht zu 100 % Klimaneutral erzeugt wird

All das kann jeder sofort und ohne politisches Einwirkung selber machen .Die Frage ist, warum man das denn nun nicht im grossem Stil macht wenn den der Mensch das Klima so negativ beeinflussen soll ?

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dani272 30.05.2019, 04:41
101. Ich würde das Atmen verbieten

und den Chinesen die Greta Thunfisch versuchen auf den Hals zu hetzen. Mal schauen ob sie dort mit ihren Ideen erfolg hat. Es wird so ausgehen, hier wird alles teurer Vorwand Klimaschutz. Die Technologie wird in China und USA weiter vorangehen und der Deutsche Arbeiter wird Gastarbeiter in Polen oder Rumänien sein, weil es hier keine Arbeit mehr geben wird. Falls es noch keiner von euch Spiegellesern und Ökofreaks mitbekommen hat, es werden mittlerweile tausende Menschen bei den Automobilkonzernen entlassen. Danach sind die Zulieferer dran usw.. und wenn es nichts mehr zu beißen gibt, bin ich mal gespannt was dann gewählt wird, wahrscheinlich braun, denn Geschichte wiederholt sich.

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r.mehring 30.05.2019, 07:53
102. Das Klima ist eben die Neueste Sau ...

... die durchs Dorf getrieben wird. Jetzt ist jeder Politiker natürlich zuerst einmal Umweltschützer. Getan wird wenig werden außer neue Steuern zu erfinden. Das wird dann ganz schnell gehen. Wenn das nächste Mal das Wort Populismus fällt sollte man sich daran erinnern. Ein Hauptfehler, der in Deutschland gerne immer wieder gemacht wird, ist alles auf einmal und alles besser machen zu wollen. Das führt dazu das letztlich gar nichts gemacht wird. Zum Beispiel wird die Bevorzugung von Biosprit natürlich dazu führen das noch mehr Monokultur entstehen wird, noch mehr Pflanzenschutz, noch mehr Gülle auf den Raps, noch mehr Bienensterben. Und ich bitte mal ein wenig nach zu denken wenn wieder einmal über die "Alten" hergezogen wird. Auch "die Alten" wollen saubere Luft atmen und sauberes Wasser trinken. Und nicht vergessen, alt werden geht schneller als man denkt!

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schlob 30.05.2019, 07:54
103.

Ihre Ausführungen sind richtig;allerdings sind hier bei SPON schon Konzepte vorgelegt worden;die es erLauben sehr rasch mehr als 32 Gt CO 2 aus der Atmosphäre zu holen.Sie haben die Kompetenz,das zu prüfen.Tun Sie das!
Auszüge SPON:
Um es klar zu sagen: Es ist besser für das Klima ,weiter Diesel zu fahren- und Grünzeug-etwa das Mais der Biogas-Kulturen- zu trocknen,als die Diesel zu verbieten und Biogas zu verbrennen.-
Es ist besser für das Klima. das erstaunt zunächst,weil Diesel sind böse-und Biogas ist gut.-
Diesel ist Sünde -und Biogas Gottesdienst -aber trotzdem,
Gott sieht mit Wohlgefallen,wenn wir Diesel fahren ...

das geht sehr einfach,weil die Natur das nämlich gern macht.Es genügt die in Grünzeug verwandelte Menge von bisher 123 GT C auf
140 GT C zu steigern.Einfach alles begrünen,was geht.-
Und dann das Grün abernten und nicht verfressen-nicht verheizen-sondern lagern.Das reicht,um 17 Gt C aus der Luft zu holen-das sind
65 Mrd to CO 2-
der Mensch erzeugt aber nur 9 mrd to C -das sind 32 Mrd to CO 2. -

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hd1954 30.05.2019, 08:48
104. Warum wir, erstmal die anderen

Wenn ich einige Kommentare lese, bezweifle ich wirklich, dass diese Welt noch zu retten ist. Da wird auf die Fridas for future Bewegung geschimpft und die jungen Leute werden als verwöhnte uninformierte Gören beschimpft. Bevor der Kommentator so etwas schreibt sollte er sich mal selber informieren. Deutschland hat die CO2 Emissionen, pro Kopf, nicht stärker verringert als etwa die USA. Die USA haben einen höheren Ausgangswert. China hat einen deutlich geringeren Ausgangswert, hat aber den Ausstoß stabilisiert. Die Chinesen werden nie den viel höheren Wert erreichen, denn sie haben begriffen, das dann das Leben in den Metropolen nicht mehr möglich ist. Es ist völlig klar, dass wir allein nichts ändern können, aber wir sind nicht allein mit unseren Bemühungen. Im Pariser Klimaabkommen haben sie alle Unterzeichner verpflichtet den Ausstoß von Klimagasen schrittweise um bestimmte Mengen zu reduzieren. China wird seine Ziele für 2020 erreichen, die USA haben gekündigt und werden die Ziele wohl trotzdem erreichen. Deutschland wird sein Ziel verfehlen und das ist eine Schande und ein absolutes Versagen der politisch Verantwortlichen.

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jjcamera 30.05.2019, 09:36
105. Die falschen Ansprechpartner

Den Politikern die Verantwortung zu überlassen, das Klima zu ändern, ist einfach und hat in 50 Jahren Klimakonferenzen und politischen Debatten nichts gebracht. Warum setzten wir dieses Konzept fort? Weil es einfach und bequem ist, anderen den Vortritt zu überlassen? Wie wäre es, wenn wir alle versuchen, unser Leben zu ändern - ohne die Politiker zu fragen? Das wäre sogar legal und man müsste dafür nicht am Freitag die Schule schwänzen oder auf die Straße gehen. Man müsste es nur einfach TUN.
Die Veränderung des Klimas geht, wenn überhaupt, nur dann, wenn alle Menschen sich daran beteiligen, am allerwenigsten die Politiker.

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jjcamera 30.05.2019, 09:42
106. Alles irre

Zitat von ulrich g
... unsere letzten 7 Kernkraftwerke weiter laufen zu lassen. Sie gehören zu den modernsten und sichersten der Welt. Aber lieber beziehen wir Strom aus veralteten Kernkraftwerken in Tschechien und der Slowakei. Die deutsche Umweltpolitik ist nicht nur dumm sondern verlogen und selbstgerecht. Aber die wohlstandsverseuchten Freitagsdemonstranten merken vor lauter ideologischer Blindheit nicht was vor sich geht.
Richtig. Und die gut organisierte Verteufelung von sparsamen Dieselautos der DUH hat zur Folge, dass jetzt wieder mehr "umweltfreundliche", PS-starke Benziner-SUVs unterwegs sind. Die stolzen Fahrer sehen darin einen Beitrag zum Umweltschutz.

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Mesi0013 30.05.2019, 10:02
107. Nicht nur das!

Auch neue (alte) Konzepte müssen her. Ein Beispiel: ich habe vor kurzem einen ca. 110 Jahre alten Schrank gerichtet. Auf der Rückwand war ein Stempelfeld der Württembergischen Bahn zum schriftlichen Eintragen. Der Schreiner hat den Schrank mit anderen Teilen an einem Bahnhof aufgegeben und am Zielbahnhof wurde der Schrank dann in das Übergabelager verbracht. Natürlich hatte man damals mehr Zeit zum händischen Entladen und die Passagiere hat das nicht in ihrer Eile gestresst. Man könnte sich bspw ein automatisiertes Lade-/Entladesystem vorstellen, welches innerhalb des normalen Haltes agiert. Aber man muss es halt wollen. Und solange das Staatsunternehmen Bahn selbst ihrem Hauptlieferanten von Gleisschotter den Gleisanschluß ins Werk kündigt, habe ich jegliche Hoffnung verloren. Ich vermute die Mauteinnahmen im Gewerbeverkehr sind für den Staat ganz lukrativ, weshalb eine Änderung herbeiführen. Zudem sollte die Bahn nicht als Hauptkonkurrent der Binnenschiffahrt im Schüttgüterbereich auftreten. Das sind zwar gute Margen aber im Gesamtkonzept (welches bei der Bundesregierung nicht vorhanden ist) absolut widersinnig.

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2th_1353l 30.05.2019, 10:18
108. lol

Ich hätte ja doch schon gedacht, dass es zumindest in einem der Resorts zu einem sinnvollen Gesetz gekommen ist oder in der nahen Zukunft kommt. Aber offensichtlich Fehlanzeige ??

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intercooler61 30.05.2019, 10:58
109. Wärmedämmung lohnt sich

Zitat von kunibertus
[...] Hat eigentlich schon einmal jemand berechnet, wie viel Energie für die Herstellung der Dämmstoffe benötigt wird und wie viel CO2 dabei freigesetzt wird, um - sagen wir mal 10 kcal - Heizenergie/Tag durch eine verbesserte Dämmung einzusparen? Dass sich diese Modernisierungsinvestition für Mieter nicht rentieren, ist zwischenzeitlich Allgemeingut geworden. [...].
Wir wohnen zur Miete, 14 Parteien, Baujahr 1956. Damals galten andere Prioritäten: möglichst schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. In den 80ern bekamen wir wärmedämmende Fenster, was ich eher als Komfortverbesserung in Erinnerung habe (man bekommt die Bude auch winters schön warm).

Die Fassadendämmung allein der Südfront hat schließlich den Ölverbrauch um rund 30% gedrückt, zusammen mit effizienterem Brenner und erneuertem Dach (ohne große Isolierung) glatt halbiert. Noch in den 90ern brauchte das Haus um 30.000, jetzt je nach Wetter 10.000-20.000 L/Jahr. Und das bei winters 22°+ im Wohnzimmer und reichlich Frischluftzufuhr. Selbst wenn der Vermieter die Sanierung voll umlegt (hat er bei uns nicht), zahlt sich das auch für die Mieter schnell aus.

Ein unbestreitbares Manko ist die höhere Brandgefahr bei Polystyrol. Und bei Gründer- oder Jugendstilfassaden gibt es natürlich ästhetische Hinderungsgründe.

Eine weitere, vergleichsweise einfache Möglicheit, die CO2-Emissionen zu senken, ist die Umrüstung von Öl- auf Gasfeuerung (wo verfügbar). Jedenfalls ist die Gebäudeheizung wegen ihres hohen Anteils am CO2-Kuchen ein lohnendes Feld, auf dem einmalige Investitionen für viele Jahrzehnte wirksam sind.

Natürlich gilt auch hier die Regel des abnehmenden Grenznutzens. Gerade darum ist es essentiell, die nicht unbegrenzt verfügbaren Mittel konzentriert dort einzusetzen, wo man mit relativ geringem Einsatz große Einsparungen erzielen kann. Es bringt z.B. mehr, einen ungedämmten Wohnblock zu dämmen, als ein Niedrigenergiehaus noch ein bischen effizienter zu machen, als es ohnehin schon ist.

Die von der Regierung aktuell diskutierten Pläne klingen ein wenig nach "Gießkanne". Die ist im Geschrei der Partikularinteressen zwar verführerisch, würde aber nur bis zur nächsten Rezession reichen. Wenn die Kassen (und die Taschen der Bürger) dann leer sind, isch over mit Klimaschutz.

Deshalb gilt es, gnadenlos zu priorisieren und die Höhe etwaiger Fördermittel strikt an der netto(!) zu erwartenden Emissionsminderung auszurichten.

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