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Große Koalition: SPD-Chef Gabriel gibt Wahl 2017 de facto verloren
DPA

Bei den Sozialdemokraten schwindet die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr ins Kanzleramt. Nicht einmal Sigmar Gabriel glaubt an einen Wahlsieg 2017. In interner Runde redete der Parteichef kürzlich nach SPIEGEL-Informationen Klartext.

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Wofgang 13.03.2015, 13:30
180.

Wer TTIP so massiv gegen die Interessen der deutschen Bürger durchsetzt, muss sich nicht wundern. Gabriel und Nahles sind alles andere als Sympathieträger, die sich schon lange weit von ihren möglichen Wählern entfernt haben. Nahles glänzt auch noch mit Inkompetenz.

Da bin ich bei jeder kleinen Partei besser aufgehoben, als bei der SPD. Schade eigentlich, aber Schröder hat das Grab geschaufelt mit der unsozialen Arbeitsmarktreform und Nahles und Gabriel sind bereitwillig hineingestiegen.

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andrews45 13.03.2015, 13:31
181.

Zitat von jan07
Die Arbeitsmarktreform ist nicht das Problem. Wenn die SPD die zurücknehmen will, wird sie vielleicht Wähler von der Linkspartei und ggf. von den Grünen zurückholen.
Glauben Sie nicht dass sich in der beinahe 50prozentigen Wahlverweigerermasse der ein oder andere Wähler versteckt, die gerne wieder sPD wählen würde, wenn die Partei ihn nur ließe, sich deutlich von H4 distanzieren würde? Wer geht denn nicht mehr wählen? Studie zur Bundestagswahl: Nichtwähler kommen oft aus prekären Milieus.

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EvaBaum 13.03.2015, 13:31
182. Wunschdenken

Zitat von Matze M
Warum dieser Pessimismus? Bis 2017 ist doch noch viel Zeit. Da kann die CDU mit der AfD noch mehr Konkurrenz bekommen als ihr lieb ist und Merkel gibt auch nicht ewig die Kanzlerdarstellerin. Wen hat die CDU denn sonst noch an vorzeigbaren Leuten? Die SPD stellt mehr Ministerpräsidenten als die Union. Allerdings glaube ich nicht (im Gegensatz zu anderen hier), dass die Lösung für die SPD in einer Öffnung zur Linkspartei liegt. Damit sind in Deutschland kaum Wahlen zu gewinnen.
Nichts für ungut, aber das ist nur Ihr Wunschdenken. In Thüringen regiert die Linke hervorragend, auch im Bund wurde vom Wähler eigentlich RotRotGrün gewählt, dieses Bündnis könnte auch jederzeit das Ruder übernehmen. So leid es mit tut: der Wähler will eine linke Regierung.

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k.u.m. 13.03.2015, 13:32
183. So unsäglich war Schröder doch gar nicht

Zitat von THINK
Man kann den Eindruck gewinnen, dass die SPD-Führung seit diesem unsäglichen Hr. Schröder anstrebt, die SPD zu einer 15%-Partei zu machen.
Immerhin hatte der "unsägliche Hr. Schröder" es trotz seiner Agenda 2010 geschafft, bei der BT-Wahl 2005 die meisten Stimmen zu holen, ein Ergebnis, wovon seine Nachfolger in der SPD nur träumen können (34,2 % der Zweitstimmen).

Im Übrigen hatte Herr Schröder doch während seines denkwürdigen Auftrittes in der "Elefantenrunde", den er selbst später als suboptimal bezeichnete, Recht. Dass CDU und CSU als zwei Parteien zu betrachten sind, zeigt sich doch bis in die letzten Tage hinein. Gegen das ständige Stänkern der CSU war die FDP eher ein laues Lüftchen.

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dissidenz 13.03.2015, 13:33
184. Oh je...

Zitat von ambergris
Das ist Gabriel auch selber schuld. Ohne TTIP wäre die Option für Rot-rot-grün da, aber nein, er will unbedingt wirtschaftsfreundlicher sein, und verkennt dabei, dass die neue junge Mittelschicht zwar durchaus wirtschaftsfreundlich, ......
... das schlimme ist, dass Sie das wirklich glauben.
98-99 % der Wähler ist TTIP-Abkommen total egal.

Nur weil Sie persönlich und ihr engster politischer Bekanntenkreis (gleich und gleich gesellt sich gern) das als vordringlichstes Problem sehen, gilt das noch lange lange nicht für die Mehrheit. Dafür ist das Thema viel zu komplex.
Die hat ganz andere Sorgen, Nöte, Probleme.

Das Grundproblem der SPD ist ja gerade - zumindest verbaler - ihr strammer Linkskurs. Immer weiter in die Richtung wo sich schon andere tummeln. Das ist nur Wählerklau am linken Rand. Das "linke poltische Kapital" lässt sich nunmal nicht vervielfachen.
Wahlen - und es bewahrheitet sich immer wieder - werden nun einmal in der Mitte gewonnen. Und da steht jetzt die CDU!
Daher wird die SPD weiter bei 20-26 % dümpeln!

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vonschnitzler 13.03.2015, 13:33
185. Und ich dachte...

..., dass er das in einem Zug mit der Bekanntgabe seiner Kandidatur gesagt hätte...

Die SPD unterschätzt ihr Potenzial gewaltig.
Sie muss sich nur mal von der korrupten Bande aus Rot-Grün-Zeiten trennen. Und auch mal einen Oppermann vor die Tür setzen, der sich in der Edathy-Affäre seinen Rücktritt mehr als verdient hat.
Mit glaubwürdigem Personal und echter sozialdemokratischer Politik ginge es ganz schnell aufwärts...

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Schreiber5.1 13.03.2015, 13:34
186. Sozial ist anders!

Eine asoziale sPD ist auch nicht zu retten! Hartz IV, Agenda, etc., sind ja für die Verarmung großer Bevölkerungsschichten verantwortlich! Wo soll denn da noch ein Plus an Wähler herkommen? Wer also gegen das Volk regiert, der muss sich definitiv nicht wundern, wenn er den gleichen Schwund erlebt, wie die fDP!

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Bundeskanzler20XX 13.03.2015, 13:37
187.

Zitat von medienhoppel
Da beweist der Mann ein Mal Realitätssinn und dann ist es auch wieder nicht recht.
Ich denke es ist eher die Frage wie er das ganze verkauft. Der in schemen erkennbare Realitätssinn den er da mal bewiesen hat wird ihm sicher hoch angerechnet, aber wenn man daraufhin ohne Kampf aufgibt, der ist bei vielen unten durch.

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PeterC 13.03.2015, 13:38
188. Erheblich daran mitschuldig

Die unsäglichen Hartz IV-Reformen waren sicher notwendig. Sie hätten nur wesentlich gerechter und auch handwerklich besser gemacht werden müssen. Daran war Herr Gabriel schon beteiligt. Diejenigen, die bei der Bundestagswahl vor zwei Jahren (noch) SPD gewählt haben, wollten sicher nicht alle dasgleiche, aber niemand der SPD-Wähler wollte weiter Frau Merkel als Kanzlerin. Eine Mehrheit jenseits der Union war vorhanden. Aber Herr Gabriel fungiert als Steigbügelhalter von Frau Merkel...
Heute setzt er sich für TTIP ein, was in dieser Form in Europa niemand braucht...
So vergrault man weitere Wähler. Diejenigen, die er nicht schafft, schafft dann seine Generalsekretärin, deren Äußerungen an Dummheit oftmals nicht zu überbieten sind.

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wermoe 13.03.2015, 13:39
189. Gabriel sollte den Parteivorsitz abgeben,

wenn er noch einen Funken Ehre sein Eigen nennt !
Aber wer kann die SPD wieder zu ihren Wurzeln zurückführen ?

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