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Große Koalition und Arbeitsrecht: In der Facebook-Falle
DPA

Gefeuert wegen eines Facebook-Klicks - ist das rechtens? Vor den Arbeitsgerichten herrscht Verwirrung. Für Klarheit könnte die Koalition sorgen. Tut sie aber nicht.

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crimsonking24 13.04.2014, 07:48
1. Wieder ein Indiz für die

Das ist Deutschland. Ein Unternehmerstaat, der sich billige Arbeitsbienen hält.

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cxcx386 13.04.2014, 07:52
2.

Was sollte dir Groko auch schon machen? Um Überhaupt was zu sehen müssten sie erst mal ihre Köpfe aus Obamad A.... ziehen

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marthaimschnee 13.04.2014, 07:53
3.

Zitat von sysop
Zur Frage, welche Daten Arbeitgeber von Bewerbern aus dem sozialen Netz erheben dürfen, heißt es lediglich, sie müssten "angemessen" seien.
Man könnte angesichts solch vorsätzlichem Dilletantismus auch von einer Verschwörung der Politiker ausgehen, die das Ziel hat, Anwälten (ein großer Teil der Politiker gehört zu diesen!) Arbeit zu verschaffen, indem man absichtlich keine klaren Reglungen, sondern solch schwammige Floskeln in Gesetze schreibt.
Hier sieht man ein weiteres Mal, daß die sich geradezu wunderbar um Probleme kümmern, solange sie nur selber betroffen sind oder sein könnten.

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GSYBE 13.04.2014, 07:53
4. Merkel:

Ist das wirklich was Neues?

Kann sich irgendjemand an irgendein `Unterfangen´ erinnern, das für Merkel nicht kompliziert oder gar außerordentlich kompliziert war/ist?

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Spiegelleserin57 13.04.2014, 07:56
5. eigentlich schon lange bekannt!

es ist doch schon lange bekannt dass das Internet ein schwarzes Brett darstellt . Wer öffentlich Nachrichten daran hängt muss auch mit den Folgen rechnen, egal ob positiv oder negativ. Es ist genauso als ob man ein Interview in der Presse gibt. Natürlich stellen negative Darstellungen sich als üble Nachrede dar mit der Folge einer Anzeige oder Kündigung. Also nichts Neues!

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Mimimat 13.04.2014, 08:01
6. Selbst Schuld

Wenn ich etwas bei Facebook poste, dann meist so, dass alle es sehen können. Das ist nicht viel anders, als würde ich unter meinem eigenen Namen eine Anzeige in der Zeitung schalten. Und so was nennt man nun mal öffentlich. Wer so dämlich ist, auf diesem Wege seine Vorgesetzten zu beleidigen, der darf sich über einen Rauswurf nicht wundern.
Etwas anderes wäre es, wenn die Äußerungen über eine persönliche Nachricht IN Facebook verschickt wurden, z.B. an einen Kollegen. Das wäre dann Anschwärzerei der üblen Sorte. Aber so sind die Fälle vermutlich nicht abgelaufen.

Das Problem der Richter vermute ich eher in der völligen Unkenntnis der Abläufe in sozialen Netzwerken. Da sollen mitunter Blinde über Farben urteilen, habe ich den Eindruck.

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coyote38 13.04.2014, 08:07
7. Eine Frage der Größe

Der angerichtete Schaden muss nur groß genug sein, damit er auch rechtens wird ... das ist die berühmte "Systemrelvanz".

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Neinsowas 13.04.2014, 08:14
8. ein Gedanke wird ausgesprochen...

Ein Gedanke/Idee im Kopf existiert, aber wohlbehütet durch den Verstand, sitzt er fest.
In dem Augenblick, da er sich formuliert und ausgesprochen wird, wird er allgemein real und seine Wirkung wird nicht mehr kontrollierbar sein. (selbst auf dem Klo, wo ich alleine zu sein meine, könnte eine Wanze versteckt sein). Erzähle ich es meinem besten Freund, so ist es doch nicht mehr bei mir -geheim -, weil ich nicht mehr kontrollieren kann, wohin es letztlich geht...
Folglich ist die Person für das, was sie redet, verantwortlich - immer.

Eine Diskussion um "öffentliche" oder "nicht-öffentliches" Gerede kann nur in die Irre führen - a l l e s Gerede hat (unabsehbare) Wirkung und ist immer öffentlich!
Kommunikation ist ein Grundprinzip des Menschen. Man will nicht wissen, wieviel Prozent alles Gesagten am Tag auf dieser Welt sinnlos, unüberlegt oder potentiell gefährlich ist...

...aber genau da fängt die Frage an, warum ein Arbeitnehmer nicht Kritik am Chef üben darf? Weshalb er entlassen wird aufgrund seiner Äusserung.

Geklärt werden müsste in solch einem Fall doch eher, ob der Chef tatsächlich ein Ausbeuter ist? Verhielt er sich unkollegeal? Dann ist die Kritik allemal berechtigt, ja, für ein funktionierendes Sozialsystem notwendig!
Über die Form der Kritik liesse sich reden: Aber wenn dem Arbeitnehmer keine Möglichkeit gegeben wird, seine Kritik sachlich, innerhalb der Firma, zu äussern - dann hat er das Ventil facebook, das es in alle Welt rausschreit.

Eine Abmahnung wäre dann gerechtfertigt, wenn die Kritik grundlos oder subjektiver Natur ist und ein Chef nur verhetzt werden soll.

Aber eine Kündigung? Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht!
Weise ist so ein Urteil ganz sicher nicht, denn es beendet den zugrunde liegenden Konflikt nicht. Der sozial-kommunikative Aspekt eines Arbeitsvertrages innerhalb einer Firma wird ausgeklammert und durch die Trennung einseitig zugunsten des Chefs entschieden. Heisst so viel: "Arbeiter, halte Deine Klappe, lass dich triezen, wenn`s Dir nicht passt, dann fliegste raus...." Der Chef kann dann fröhlich so weitermachen...und alle anderen haben aus Angst vor einem Rauswurf zu schweigen?

Es ist also eine falsche Diskussion. Und juristisch wird man das Ding erst fassen können, wenn man sich der sozial-moralischen Frage gestellt hat.

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luigi_lucheni 13.04.2014, 08:18
9. Datenkrake

Zitat von sysop
Gefeuert wegen eines Facebook-Klicks - ist das rechtens? Vor den Arbeitsgerichten herrscht Verwirrung. Für Klarheit könnte die Koalition sorgen. Tut sie aber nicht.
Wer "Gesichtsbuch" nutzt, dem ist eh nicht zu helfen.

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