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Großübung zur Bündnisverteidigung: Die Nato probt den Ernstfall - der Gegner dürfte k
Thierry Monasse/DPA

Es beginnt mit Cyber-Attacken und eskaliert im Bündnisfall: Mit einer Großübung simuliert die Nato eine Attacke und die militärische Reaktion.

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Zaphod 04.05.2019, 12:09
1. Alternativlose Entscheidungen

Wie sollen eigentlich Entscheidungsfindungen simuliert werden, wenn das Ergebnis der Entscheidung feststeht und allen bekannt ist? Wenn alle an der Übung beteiligten Gremien wissen, dass sie in zwei Tagen den Bündnisfall ausrufen müssen, dann wird es eben zwei Tage dauern. Es wäre doch sinnvoller, wenn die Übung entscheidungsoffen gestaltet wird, so dass tatsächlich Entscheidungen über unterschiedliche Szenarien getroffen werden können.

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Paul Max 04.05.2019, 12:10
2. Wie krank ist das denn?

Man muss sich nur mal die Wehretats der NATO und ihres simulierten Gegners ansehen. Das Vordringen der NATO nach Osten betrachten, oder hierzu die Aussagen im NZZ Artikel lesen: https://www.nzz.ch/meinung/fuer-einen-neuen-anlauf-mit-russland-raus-aus-der-eskalationsspirale-ld.1471844

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Käptn Horn 04.05.2019, 12:18
3. War Games

"Die Nato spielt in der kommenden Woche eine Attacke Russlands auf einen Partner und die militärische Reaktion der Allianz durch. Dazu startet am 9. Mai eine sechstägige Großübung im Nato-Hauptquartier und den Verteidigungsministerien der Mitgliedstaaten."

Das gehört zwingend zu der Logik, die immer höhere Ausgaben für die Rüstungsindustrie produziert. Dabei geht es nicht um wirkliche Bedrohung, es geht um einen Vorwand, diese Gelder für die Konzerne frei zu machen, die von dieser Logik profitieren. So lange, die Öffentlichkeit dieses Spiel mitmacht wird sich gar nichts daran ändern. Also niemals. Es hat in der Nachkriegsgeschichte mehrere Möglichkeiten gegeben, diese Logik zu durchbrechen. Von Seiten der Russen hat es entsprechend konstruktive Vorschläge gegeben. Und die Russen sind durch Gorbatschow auch sozusagen in Vorleistung gegangen. All das wurde von der Nato und den westlichen Politikern immer und immer wieder verhindert. Warum? Weil es ums Geschäft ging und auch weiterhin geht. Das ist die Art und Weise, wie unsere Gesellschaft sich organisiert und wie sie ökonomisch funktioniert. Und genau da spielt die Musik. Nicht dort wo Kevin Kühnert sein Ströphchen singt.

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keine Zensur nötig 04.05.2019, 12:21
4. Der Autor -

er schreibt pro Krieg, weil er wohl nicht weiss, was das ist.

Die NATO spielt mal wieder. Leider mit unseren Steuergroschen und unserem Leben.

Uninformiertheit gehört wohl zum Geschäft - auf der Krim waren die Russen schon da und mussten garnicht einsickern. Und wer für Übungen Personal sucht, dass die Sprache des Gegners sucht, den man angreifen will - ja, ist bekannt. Nein - nicht die Russen, sondern die NATO.

Im Angesicht des globalen Agierens der NATO wäre ein zurück zum Ursprung recht hilfreich - derzeit kommen die Invasoren dank offener Grenzen aus Süden - nicht aus dem Osten. Und warum die NATO am Hindukusch und i Mali verteidigt - keine Ahnung. Von dort aber kommen die Plünderer unserer Kassen. Nicht aus Russland.

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Kreklova 04.05.2019, 12:22
5. Heißen Krieg gegen Russland herbeireden

Die USA, die die NATO dominieren, führen nicht nur einen Wirtschaftskrieg gegen Russland sondern sind gerade dabei den heißen Krieg herbeizureden. Und SPON transportiert diese schlimmen Nachrichten ebenso wie beispielsweise vor kurzem unser famoser Claus Kleber in seiner legendären Anmoderation zu einem fiktiven Angriff Russlands auf Estland. Dabei ist das arme Russland nur zu Rüstungsausgaben fähig, die hinter denen von Frankreich liegen. Russland wäre froh, wenn man es in Ruhe ließe und die NATO seinem Staatsgebiet nicht bis an seine unmittelbaren Grenzen heranrücken würde. Zur Erinnerung, es gab mal eine Politik des Wandels durch Annäherung mit Vertrauen bildenden Verträgen. Dies ist wohl nicht im Sinne der USA.

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crossy-hl 04.05.2019, 12:28
6. Eine kaputte Bundeswehr

ist die beste Versicherung gegen die Kriegstreiberei der NATO. Sollte die NATO tatsächlich den Bündnisfall wg. Russland ausrufen, wird sich die NATO binnen Stunden auflösen. Das läßt sich wohl vorab kaum üben.
Die Europäer sollten sich endlich vom Konfrontationskurs der USA gegenüber Russland lösen und einfach bessere Beziehung zu Russland bis hin zu EU-Assoziierung anstreben. Die Russen sind doch offen dafür. Für die Europäer wäre das in jeder Hinsicht, auch militärisch, eine Win-Win Sitution, für die USA der Horror, weil ihr imperialer Anspruch auf Europa einen deutlichen Dämpfer erhalten würde.

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taglöhner 04.05.2019, 12:28
7. Billig-Cyberwar: RT-Mantras mit SPON-Reichweite

Zitat von Paul Max
Man muss sich nur mal die Wehretats der NATO und ihres simulierten Gegners ansehen. Das Vordringen der NATO nach Osten betrachten, oder hierzu die Aussagen im NZZ Artikel lesen: https://www.nzz.ch/meinung/fuer-einen-neuen-anlauf-mit-russland-raus-aus-der-eskalationsspirale-ld.1471844
Das Geheimnist ist: Wer nicht in der NATO ist, hat uneingeladen die Russen zu Gast und ist mitunter Territorien los. Auf Dauer, aggressiv und bewaffnet.
Nichts verhindert Krieg so zuverlässig, wie NATO-Mitgliedschaft.

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jomiho 04.05.2019, 12:29
8. Solange Russland politisch derartig aggressiv auftritt,

sind solche Übungen leider unerlässlich. Russland versucht immer wieder seinen Einfluss mit aggressiven Mitteln, auch mit militärischen Mitteln auszudehnen, siehe Krim. Ebenfalls auf der russischen Speisekarte dürfte nach wie vor das Baltikum stehen mit seinen großen russischen Bevölkerungsanteil.
Und wer meint, Deutschland sei ja nicht bedroht und braucht nicht mehr so viel Geld für Rüstung auszugeben, der sollte sich bitte schön vor Augen halten, dass die Instandhaltung von militärischen Gerät ebenfalls viel Geld kostet. Man muss sich nur mal den desolaten Zustand der Ausrüstung der Bundeswehr ansehen. Wenn andere europäischen Staaten während des Kalten Krieges die Einstellung gehabt hätten, sie seien ja nicht bedroht durch die damalige UdSSR, wie GB, und sie bräuchten nicht mehr viel Geld für ihre Rüstung auszugeben, wie viele heutzutage in Deutschland meinen, dann hätte es schon früher eine Wiedervereinigung allerdings unter der roten Fahne gegeben. Dann hätte es kein demokratisches Deutschland mehr gegeben.

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yvowald@freenet.de 04.05.2019, 12:30
9. Neuer Rüstungswettlauf hat begonnen

Die NATO kann ihr Säbelrasseln nicht lassen. Dabei stellt die Russische Föderation für die NATO insgesamt und auch für die östlichen NATO-Partner keine Bedrohung dar, denn allein der militärische Aufwand der NATO insgesamt beträgt das Zehnfache der Rüstungsvorkehrungen der russischen Seite.
Die NATO bangt um ihre Existenz. Sollte die Russische Föderation als "echter" Gegner entfallen, müßte auch die NATO ihre Rüstungsanstrengungen massiv reduzieren. Das geht ans Eingemachte, würde nämlich die Konzerngewinne extrem schmälern. Wollen das die Reichen und Superreichen als Eigentümer oder Aktienbesitzer von Rüstungsunternehmen? Natürlich nicht. Deshalb braucht die NATO ein Feindbild und übt in Scheingefechten, damit der Bevölkerung suggeriert wird, Russland bedroht unsere Länder, wir müssen folglich weiter aufrüsten. Und schon beginnt der Rüstungswettlauf aufs Neue. Skandalös.

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