Forum: Politik
Großübung zur Bündnisverteidigung: Die Nato probt den Ernstfall - der Gegner dürfte k
Thierry Monasse/DPA

Es beginnt mit Cyber-Attacken und eskaliert im Bündnisfall: Mit einer Großübung simuliert die Nato eine Attacke und die militärische Reaktion.

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gerd33 04.05.2019, 12:35
10. DIe spinnen, die Militärs

Jeder sollte einsehen, dass ein russischer Militärschlag in Westeuropa, (auch mit "nur" konventionellen Waffen eine jahrzehntelange Zerstörung funktionierender Infarstrukturen zur Folgen haben dürfte. Russland wird im Gegenzug wohl kaum in der Lage sein, ein "erobertes" Westeuropa zu administrieren - es liegt wohl auch nicht im russichen Interesse. Und was mutmaßlich russische Cyberattacken anbelangt - hier ist eine entsprechende Absicherung möglich. Da dürfte zwar aufwendig sein, z.B. generell nur passwortgeschützte Wartungszugänge für IT-Systeme oder auch "Critical Equipment" (z. B. Pumpen von Wasserwerken, Umspannstationen der Stromnetze) und auch Offenlegung der Sourcen entsprechender Software.
Nebenbei: Wenn Russland Westeuropa angreift - wer kauft dann russiches Erdgas. Und der effektivste Angriff auf Westeuropa wäre, wenn Russland in einem kalten Winter die Gaslieferungen stoppt.

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Wolfgang Heubach 04.05.2019, 12:47
11. Hier wird ein Krieg gegen Russland vorbereitet

Die Russische Föderation bedroht die NATO nicht ! Genau umgekehrt ist dies der Fall. Auch deutsche Soldaten stehen schon wieder an Russlands Grenzen - unglaublich. Die Situation in der Ukraine heizt Poroschenko weiter an und drangsaliert die dort lebenden ethnischen Russen - und Ukrainer ! Die NATO hat keinerlei Interesse daran, mit Russland zu reden. Mit fadenscheinigen Argumenten wird ein Feindbild konstruiert. Ein Krieg in Mitteleuropa, von der NATO vom Zaun gebrochen, hätte zwangsläufig den Einsatz von Atomwaffen zur Folge. Deutschland würde zerstört. Will das wirklich jemand? Im übrigen, auch darauf ist in diesem Forum schon hingewiesen worden, braucht man sich nur einmal die Rüstungsausgaben anzusehen. Allein Frankreich, Großbritannien und Deutschland stecken das rund Zweieinhalbfache in die militärische Rüstung als die Russische Föderation. Ganz zu schweigen von der NATO insgesamt und vor allem den USA. Weltweit wurde noch nie so viel für Rüstung ausgegeben, als im Jahr 2018. Tendenz weiterhin steigend. Nochmals die Frage: Wer bedroht eigentlich wen? Nicht noch mehr Rüstung ist gefragt, sondern Abrüstung. Das ist wirklich alternativlos. Die NATO hat sich von einem reinen Verteidigungsbündnis zu einer Aggressionsstreitmacht unter dem Kommando der USA entwickelt und damit ihre eigene Grundlagen ad absurdum geführt.

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spon_5217121 04.05.2019, 12:49
12. Realitätsferne Traumtänzer

...im Ernstfall schnell politische Entscheidungs und Handlungsfähigkeit sicherstellen?-Der nicht genannte Angreifer wird "sicherstellen",dass bestens bekannte logistische Centren und Stützpunkte e r s t mit konventionellen Raketen zugepflastert werden, bevor Panzerarmeen rollen.Gleichzeitig werden Aufklärungssatelliten vernichtet und Tiefseekabel gekappt.-Wer was,wie,wo und wann politisch entscheidet ist dem Zufall überlassen.Eine Grossübung die sich mit Cyberattacken und der Abwehr von Panzerarmeen abmüht,wird der Realität nicht annähernd gerecht.Vielmehr scheint das ganze Groß-Übung zu sein uns einzuhämmern wie gefährlich der nicht genannte Gegner ist,um geplante Aufrüstung zu rechtfertigen.

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WoRiDD 04.05.2019, 12:49
13. @7 taglöhner

"...Wer nicht in der NATO ist, hat uneingeladen die Russen zu Gast..."
Es gab mal eine Zeit, die leider viel, viel zu kurz war, als der Westen Gorbatschow versprach, dass es keine NATO-Osterweiterung geben wird. Und jetzt? Russland ist von der NATO eingekreist, NATO-Übungen finden an der russischen Grenze statt, die Amis wollen Atomraketen in D modernisieren, die Amis mit ihren "Verbündeten" führen Krieg im Nahen Ost, Afrika....
Was solle also ihr Kommentar? Haben die Russen Atomwaffen in D stationiert, führen die Russen von D aus die Drohnenkriege....?

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bammy 04.05.2019, 12:53
14.

Zitat von Paul Max
Man muss sich nur mal die Wehretats der NATO und ihres simulierten Gegners ansehen. Das Vordringen der NATO nach Osten betrachten, oder hierzu die Aussagen im NZZ Artikel lesen: https://www.nzz.ch/meinung/fuer-einen-neuen-anlauf-mit-russland-raus-aus-der-eskalationsspirale-ld.1471844
Würde ich gerne machen, aber beim "Vordringen" der NATO nach Osten, finde ich Nichts.

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auweia 04.05.2019, 12:55
15. Sehr sinnvoll. Weitermachen.

Eine Organisation die das, wozu sie geschaffen wurde nicht kann, ist überflüssig. Der Zweck der NATO - Gegenseitige Verteidigungsfähigkeit gegen Angriffe von aussen - ist weiterhin gültig und steht für mich ausser Frage. Und um das sicherzustellen muss geübt werden. Das betrifft halt diesmal nicht Panzer und Flugzeuge sondern Organisationsprozesse und die involvierung der politischen Ebene. Das ist nicht nur kostengünstig sondern auch eminent wichtig. Eine Nato, der man nicht abnimmt, dass ihre jeweiligen nationalen Führungen „stehen“ ist unglaubwürdig und somit ein Sicherheitsrisiko - nämlich eine Einladung „es“ doch mal zu versuchen...

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taglöhner 04.05.2019, 12:58
16. akute Logik-Läsionen

Zitat von yvowald@freenet.de
Die NATO kann ihr Säbelrasseln nicht lassen. Dabei stellt die Russische Föderation für die NATO insgesamt und auch für die östlichen NATO-Partner keine Bedrohung dar, denn allein der militärische Aufwand der NATO insgesamt beträgt das Zehnfache der Rüstungsvorkehrungen der russischen Seite. Die NATO bangt um ihre Existenz. Sollte die Russische Föderation als "echter" Gegner entfallen, müßte auch die NATO ihre Rüstungsanstrengungen massiv reduzieren. Das geht ans Eingemachte, würde nämlich die Konzerngewinne extrem schmälern. Wollen das die Reichen und Superreichen als Eigentümer oder Aktienbesitzer von Rüstungsunternehmen? Natürlich nicht. Deshalb braucht die NATO ein Feindbild und übt in Scheingefechten, damit der Bevölkerung suggeriert wird, Russland bedroht unsere Länder, wir müssen folglich weiter aufrüsten. Und schon beginnt der Rüstungswettlauf aufs Neue. Skandalös.
Russland stellt für die NATO-Partner keine Bedrohung dar weil sie NATO sind und das Verteidigen auch glaubwürdig üben.
Wem das in der Region nicht gegeben ist, hat umgehend grüne Dauergäste und verliert seine Souveränität über das eigene Territorium.

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bammy 04.05.2019, 12:59
17.

Zitat von yvowald@freenet.de
Die NATO kann ihr Säbelrasseln nicht lassen. Dabei stellt die Russische Föderation für die NATO insgesamt und auch für die östlichen NATO-Partner keine Bedrohung dar, denn allein der militärische Aufwand der NATO insgesamt beträgt das Zehnfache der Rüstungsvorkehrungen der russischen Seite. Die NATO bangt um ihre Existenz. Sollte die Russische Föderation als "echter" Gegner entfallen, müßte auch die NATO ihre Rüstungsanstrengungen massiv reduzieren. Das geht ans Eingemachte, würde nämlich die Konzerngewinne extrem schmälern. Wollen das die Reichen und Superreichen als Eigentümer oder Aktienbesitzer von Rüstungsunternehmen? Natürlich nicht. Deshalb braucht die NATO ein Feindbild und übt in Scheingefechten, damit der Bevölkerung suggeriert wird, Russland bedroht unsere Länder, wir müssen folglich weiter aufrüsten. Und schon beginnt der Rüstungswettlauf aufs Neue. Skandalös.
Das übliche BlaBla. Schauen Sie mal, wie hoch (gering) der Rüstungsanteil beim BIP ist. Die NATO hat sich in der Vergangenheit blöd und arrogant gegenüber den Russen verhalten. Mehr nicht. Die Russen haben halt einen Teil Ukraine annektiert und bei einem anderen Teil einen Bürgerkrieg tatkräftig unterstützt.

Und wenn Säbelrasseln Russland davon abhält wiederholt seine Nachbarn zu bedrohen oder gar anzugreifen, dann sollen die Säbel ordentlich rasseln.

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Throki 04.05.2019, 13:01
18. "Vordringen"

Zitat von Paul Max
Man muss sich nur mal die Wehretats der NATO und ihres simulierten Gegners ansehen. Das Vordringen der NATO nach Osten betrachten, oder hierzu die Aussagen im NZZ Artikel lesen: https://www.nzz.ch/meinung/fuer-einen-neuen-anlauf-mit-russland-raus-aus-der-eskalationsspirale-ld.1471844
"Vordringen" der NATO ist schon ein spannender Begriff, das klingt so unfreiwillig und gewaltsam. Man sollte hierbei nicht vergessen: Die dortigen Staaten haben freiwillig um Aufnahme in die NATO gebeten.

Könnte mit der jahrzehntelangen Unterdrückung bzw. Besatzung durch Russland/die Sowjetunion zu tun haben und dass sie so etwas nicht noch einmal erleben wollten. :)

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taglöhner 04.05.2019, 13:03
19. Moskauer Salami

Zitat von gerd33
Jeder sollte einsehen, dass ein russischer Militärschlag in Westeuropa, (auch mit "nur" konventionellen Waffen eine jahrzehntelange Zerstörung funktionierender Infarstrukturen zur Folgen haben dürfte. Russland wird im Gegenzug wohl kaum in der Lage sein, ein "erobertes" Westeuropa zu administrieren - es liegt wohl auch nicht im russichen Interesse. Und was mutmaßlich russische Cyberattacken anbelangt - hier ist eine entsprechende Absicherung möglich. Da dürfte zwar aufwendig sein, z.B. generell nur passwortgeschützte Wartungszugänge für IT-Systeme oder auch "Critical Equipment" (z. B. Pumpen von Wasserwerken, Umspannstationen der Stromnetze) und auch Offenlegung der Sourcen entsprechender Software. Nebenbei: Wenn Russland Westeuropa angreift - wer kauft dann russiches Erdgas. Und der effektivste Angriff auf Westeuropa wäre, wenn Russland in einem kalten Winter die Gaslieferungen stoppt.
Sehr treuherzig, das Krokodil weint, hehe.
Erstmal das Baltikum und dann sehen wir weiter ist das Motto.
Es geht auch nicht ums Administrieren, sondern ums Zerstören und Frozen Conflicts. Spalte und herrsche. Merkt man doch genau an der Stoßrichtung des Cyberwars gegen EU und Demokratie.

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