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Grüne: Auf der Suche nach dem K-Plan
DPA

Nächster Stopp Kanzleramt? Die Grünen brauchen eine Strategie für eine mögliche Koalition - unter ihrer Führung. Frühere Konkurrenten stehen offenbar als Partner bereit.

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garten94 01.07.2019, 15:26
30. Wenn sie mich haben wollen

Zitat von DougStamper
Was spricht gegen schwarz grün oder andersrum. Mich würde auch weniger interessieren ob nun Baerbock oder Habeck, sondern mehr was die grüne Vision für eine komplette Legislatur wäre. Auch im Hinblick auf außenpolitische Themen, vorallem was Europa betrifft. Ich habe zur Europawahl auch grün gewählt, hauptsächlich weil ich die cdu nach der urheberrechtsreform nie wieder wählen werde. Mangels Alternative quasi. Wenn die Grünen mich jedoch behalten wollen, dann muss schon vorher klar werden wo die Reise hin geht. Frau Merkels Satz „sie kennen mich“ war so lachhaft wie zutreffend. Man wusste was man wählt, war trotz Problemen zufrieden mit der Arbeit. Durch ihren Rücktritt stellt sich die Debatte komplett neu, was alle Parteien dazu bewegen sollte Programme zu präsentieren.
sollten sie endlich einmal sagen, was sie wollen. Genau daran hapert es gravierend.
Ich weis nur, was sie einmal in den 80-er Jahren wollten; Frieden, für sozialen Ausgleich, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und so.
Was wollen die Grünen heute? Außer Klimaschutz, was noch. En bisschen Krieg, wenn nötig auch, Mindestlohn, aber nicht zu viel und was noch?
Die Stimme von Gutverdienern und gleichzeitig für sozialen Ausgleich; klingt wie ein bisschen von dem und ein bisschen von jenem. das reicht aber nicht für eine Linie, der man folgen kann. Eine Regierungspartei, die sich sozial nennt und dann irgendwie rumeiert hatten wir , oder besser haben wir noch.
na los, sagt was ihr wollt und wie ihr es umsetzen wollt, und zwar vorher?!

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Pragmatiker 307 01.07.2019, 15:27
31.

Zitat von andre_36
Ein ganzer Artikel darüber, was wäre, wenn in zwei Jahren die Grünen eventuell, vielleicht eine Mehrheit der Wählerstimmen erhielten. Es wird Gründe geben, warum hier nicht über Inhalte berichtet wird. Ihre Planlosigkeit bezüglich sinnvoller Maßnahmen bezüglich Klima- und Umweltschutz wird in Interviews deutlich, in denen konkret nachgefragt wird. Ebenso, dass ihre Protagonisten, die aus der bürgerlichen, wohlhabenden Mittelschicht entstammen, nach wie vor zur Agenda 2010 stehen. Auf SPON wird darüber nachgedacht, wer aufs Aushängeschild soll. Scheint mir ein Fan-Artikel zu sein.
Ist ja ein schlechter Witz! Die einzigen, die konkrete Pläne haben, sind die Grünen, während die seit vielen Jahren regierenden Parteien ihre Planlosigkeit ja bis zum Überdruss bewiesen haben.
Also genau umgekehrt!

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Pragmatiker 307 01.07.2019, 15:30
32.

Zitat von esmitleeremkopfzutun
Was wissen wir wirklich über Robert Habeck? Wie wird er das Amt gestalten, was hat er vor mit Deutschland? Wo liegen seine Vorbilder? Ein Theaterstück Habecks, "Neunzehnachtzehn" betitelt, stößt eine Tür hinter die Grinsebärfassade… Sein Umgang mit der historisch mehr als fragwürdigen Figur Gustav Noske wirft eine Menge Fragen auf, kann ganz gut hier https://www.freitag.de/autoren/haffner/habecks-hypothek und beim Deutschlandradio Kultur nachlesen. Er ist momentan der Mann der Stunde, aber auch in gewisser Weise der Kerl aus der Kiste - niemand kennt ihn so richtig, dennoch könnte er Kanzler werden. Sein Umgang mit der Geschichte ist jedoch mehr als seltsam.
Wie mühsam es doch ist, Habeck am Zeug flicken zu wollen. Gerade Ihre weit hergeholten, mageren Argumente und Unterstellungen scheinen darauf hinzuweisen, dass er ein sehr guter Kandidat ist.

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Vergissesnicht 01.07.2019, 15:31
33. Nix K-Frage, die I-Frage ist angesagt

„Bei der Frage nach der K-Kandidatur zieren sich die Grünenchefs Robert Habeck und Annalena Baerbock öffentlichkeitswirksam und geben sich so demütig, dass es kokett und inszeniert zugleich wirkt.“ Ohne Medien gibt es kein „öffentlichkeitswirksam“. Es sind die Journalisten, die die K-Frage permanent stellen und nicht nur die Grünen“chefs“ sind angesichts dieser Frage genervt, sondern auch die Bürger. Letztere wollen inzwischen erst mal einen Plan I (Inhalt) und nicht K „Demütig, kokett und inszeniert“ - naja, jeder hat so seine passende Interpretation parat, je nachdem wo er steht. Ich halte das Verhalten der Grünen für klug und vernünftig, auch angesichts der terminlich offenen nächsten Bundestagswahlen. Erst kommen die Inhalte, dann die Wahlen, dann die Verhandlungen. Und von mir aus auch schon zeitnah vor dem Wahlkampf die Antwort auf die K-Frage.
Es war klar, dass den Grünen, je stärker sie werden (erst mal nach den Umfragen), der Gegenwind immer stärker ins Gesicht blasen wird. Und egal, wie künftige Wahlen ausgehen, so können sich die Parteien in Deutschland nicht mehr nur auf Blabla-Versprechen und Schönredereien ihrer Köpfe verlassen. Der Bürger will Inhalte, Argumente und Umsetzungen. Und wenn die Köpfe auch noch passen, umso besser. Daran werden sich auch die Grünen in Zukunft messen lassen müssen.

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fastlander 01.07.2019, 15:33
34. Naja

Zitat von kuschl
Keine heißen Themen anfassen und keine Konsequenzen aus der geplanten Klima und Verbotspolitik nennen, zum Beispiel für die deutschen Schlüsselindustrien, die den Großteil der Wertschöpfung bringen. Immer im Ungefähren bleiben und immer mit netten Dreitagebart ablichten lassen, alles andere machen den Grünen zugeneigte Redakteure, die alle paar Tage einen netten Artikel über das nette Führungsduo schreiben und die Fundis bleiben besser im Hintergrund.
Was Deutsche Schlüsselindustrien angeht machen die anderen Parteien leider auch keine gute Figur... Sympathie zählt schon, das mussten so auch Hillary Clinton, Martin Schulz oder Annette Kramp-Karrenbauer erfahren.

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ludwig49 01.07.2019, 15:34
35. Die GRÜNEN sind nach dem Atom-Ausstieg...

...und damit dem Verlust ihres liebsten Themas deutlich abgestürzt. Das Klima, bzw. die Rettung, soll es jetzt richten. Allerdings ist Deutschland alleine für den Wandel nicht tauglich, eher als Vorreiter bei der Entwicklung neuer Technologien ...möglichst ohne Betrug. Bedenkt man aber, dass die Deutschen ganz andere Probleme umtreibt - solche, die während der GroKo eher noch schlimmer wurden - dann müssen die GRÜNEN außer dem Blick auf das Thermometer weit mehr liefern !

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tucson58 01.07.2019, 15:35
36.

Zitat von normalversiffter
Die besondere Qualität der Grünen ist ihre - insbesondere in Relation zu den anderen Mitbewerbern - ihre sachlich-offen-ruhige Art gepaart mit pragmatisch-bürgerorientierte und wissenschaftlich-ökonomisch fundierten Konzepten. Keine andere Partei bietet dies auf diesem erfreulich hohem Level. deswegen ist es gut, dass sich die Grünen bzgl Kanzlerfrage und Koalitionsvarianten bedeckt halten, bis es wirklich angebracht ist. CxU, SPD und FDP haben zu genüge bewiesen, wie destruktive Selbstzerfleischung geht. Der Abgrund für Deutschland, outet sich konstant mit seinen extremen neoliberalen bis neokapitalistischen Auswüchsen (alles privatisieren und streichen bei Familien für Steuergeschenke an die Superreichen, die die AfD auf illegal Wegen finanzieren) als das wahre übel für die eigenen Wähler. .... Was bleibt, sind die Grünen, und das wissen die anderen. Entsprechend versuchen CxU, FDP, SPD und AfD in deren Verzweiflung die Grünen in der peinlich-verlogenen AfD-Unart zu diskreditieren. Damit beweisen die anderen Parteien ungewollt, dass die Grünen beste und zukunftsträchtige Lösungen für die Bürger und Deutschland im Rahmen der EU aufweisen. Um so besser sind weitere Zurückhaltung und Sachlichkeit bei den Grünen angebracht.
Die Grünen waren schon einmal in der Regierung mit einem Kanzler Schröder.

Davon blieb mir in Erinnerung, das die bis dahin als bekannte Pazifistenpartei die NATO und die Bundeswehr auflösen und Schwerter zu Pflugscharen machen wollten.

Unmittelbar nach der Regierungsübernahme ,waren sie aber dann die erste Regierung die seit Ende des 2.Weltkrieges wieder deutsche Soldaten in eine Krieg schickten und das auch noch ohne UN Mandat ..

Insofern haben die Grünen da schon gezeigt was ihre Ideen und Gedanken wert sind , wenn sie erst in der Realität angekommen sind und das ist auch heute nichts anders .

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matteo51 01.07.2019, 15:41
37.

Zitat von tulius-rex
Für eine Koalition gibt es nur zwei Bedingungen: Landwirtschafts-/Verbraucherministerium und Verkehrsministerium dürfen auf keinen Fall in CDU- und schon gar nicht in CSU-Hand; ansonsten geht alles.
Was das Landwirtschaftsministerium angeht, ist das für mich eine Voraussetzung dafür, dass ich Grün unterstütze - dies muß vorher klar und deutlich von den Grünen eingefordert werden mit samt Konzept -> das neue Freihandelsabkommen betreffend natürlich integriert.
Und sie müssen es bekommen. Sonst wird das nix mit der deutschen Nachhaltigkeit, dem ökologischen Volkswohl, etc.. Für mich persönlich würde sie die Fähigkeit der Grünen, Veränderung in's Rollen zu bringen, maßgeblich daran gemessen, ob sie es schaffen, dieserextrem starken Lobby der Lanwirte/Bauern Paroli zu bieten und sie davon zu überzeugen, dass es Alternativen gibt. Das wird schwer, das wird schmerzhaft, das wird auch dauern, aber es ist auch eine große Chande, etwas in Richtung lebenswerte Zukunft (und auch Vorbildcharakter für andere ....) für unsere Gesellschaft zu erreichen.

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hockeyer12 01.07.2019, 15:42
38. Wichtig ist...

das bei der nächsten Bundestagswahl die AfD möglichst klein gehalten wird und das ENDLICH die Lobbyisten Partei/en der Union abgelöst werden. Die Union war und ist der Bremser in unserem Lande. Diejenigen, die gegen Fortschrittliche Renten und Klima Konzepte sind. Diejenigen, die (zumindest bis vor kurzen) die AfD mit Ihren Anbiederungsversuchen hoffähig gemacht haben. Erst als Sie erkannt haben, das die Wähler, die das goutieren dann doch eher das Original wählen, als die Kopie, sind sie umgeschwenkt. Aber in den neuen Ländern ist es ja immer noch nicht klar und die mit der AfD im Zweifelsfall koalieren werden.

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PeterMüller 01.07.2019, 15:45
39. Fleischhauers Geist

Zitat von robazz
jedoch drängt SPON die Grünen immer wieder in die Zickenecke. ..."Bei der Frage nach der K-Kandidatur zieren sich die Grünenchefs Robert Habeck und Annalena Baerbock öffentlichkeitswirksam und geben sich so demütig, dass es kokett und inszeniert zugleich wirkt."... Die Zurückhaltung der Grünenspitze ist mir sehr viel sympathischer als grossspuriges Gehabe einiger Politiker der anderen Parteien, siehe Lindner und Co. Fleischhauers Geist scheint noch immer durch die SPON Redaktion zu wabern.
Glücklicherweise. Sonst gäbe es nur noch in Harmonie mit den beiden Hauptprotagonisten der Grünen heititaiti-Glücksgefühl-dudeldu-an Inhalten vorbei- Artikelchen,. Zwischen Großspurigem Gehabe mancher andrer Politiker und der inhaltlichen Totalverweigerung der Grünen (okay, das stimmt nicht, man muss dieser Verbotspartei schon zu Gute halten, dass sie im Verbote entwickeln den anderen Jahrzehnte voraus sind), gibt es ja noch was dazwischen.
Wie stehen denn die beiden wohl zu Georg Kössler? Der Abgeordnete der Grünen, der sich mit viel Engagement für Umweltschutz einsetzt, aber gleichzeitig ständig um die Welt jettet? Wasser predigen und Wein saufen, die Grünen sind nichts besser als die anderen Parteien. Ein wenig mehr heuchlerisch vielleicht.

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