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Grüne auf Profilsuche: Jetzt gibt's Streit
DPA

Es geht um Gentechnik, die Nato und innere Sicherheit. Die Grünen zanken auf der Suche nach einem Profil auch über heikle Themen. Hilft das? Oder ist es Zoff als Selbstzweck?

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Bell412 26.04.2018, 11:36
1. Hauptsache, man redet drüber.

Oder weiter hergeholt: Auch schlechte Publicity ist wenigstens Publicity.
Weil: Keine S.. spricht derzeit über die Grünen. Die haben schlicht ein Aufmerksamkeitsdefizit.

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Klaugschieter 26.04.2018, 11:38
2. Das stört mich gar nicht

Streit gehörte schon immer zur Parteikultur bei den Grünen, seit es sie gibt. Oder anders gesagt: Während in anderen Parteien das Fußvolk brav als Gefolgschaft der Oberen fungiert, tauschen die Grünen sich ständig aus - oft mit großen Meinungsverchiedenheiten - und oft sieht es so aus, als seien sie sich untereinander gar nicht grün (tolles Wortspiel heh?).
Das sorgt zwar auch immer wieder mal bei Wählern für Irretationen und in der Partei selbst sogar für etliche Erosionen.
Aber an Zustimmung verloren haben die Grünen beim Wahlvolk immer nur dann, wenn sie sich zu einig waren und damit langweilig und angepasst, etabliert rüber kamen. Ich glaube, der Wähler will die Grünen sogar streiten sehen.
Fangt also ruhig damit an, es wird Euch nicht schaden. Außerdem habt Ihr gerade eine neue Doppelspitze, die sehr sympathisch rüber kommt. Macht was draus! Aber versucht trotzdem nicht wieder, eine „normale“ Partei zu sein, dann streiter lieber!

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schorri 26.04.2018, 11:43
3. Neoliberal, Mitte-Rechts und "Grün" angepinselt

Die "Grünen" braucht's nun wirklich nicht mehr.
Faktisch vollzogen haben sie den Rechtsschwenk schon mit ihren Poli-Stars wie Kretschmann und (noch viel mehr z.B.) Palmer.
Mit ihrer neuen Doppelspitze haben sie sich nun auch öffentlich und formal politischen Mainstream bekannt: Mitte-Rechts, neoliberal, grün angestrichen.
Nur: Auf diesem politischen Terrain (inclusiv des Anstrichs) tummeln sich schon die FDP, die weit überwiegende Mehrheit der SPD und große Teile der CDU (bei der CSU muss man die Ortsangabe "Mitte" inzwischen komplett streichen).
Deshalb können sich die sog. "Grünen" auch auflösen und in die ihnen jeweils passenden anderen Parteien migrieren.
Oder wie ihr Muster-Migrant Metzger mal da mal dort anheuern.

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muellerthomas 26.04.2018, 11:45
4.

Zitat von Bell412
Oder weiter hergeholt: Auch schlechte Publicity ist wenigstens Publicity. Weil: Keine S.. spricht derzeit über die Grünen. Die haben schlicht ein Aufmerksamkeitsdefizit.
Dafür sind die Umfragewerte erstaunlich gut.

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Tschepalu 26.04.2018, 11:52
5. Aha.............

der nächste Schritt auf dem Weg hin zur CDU. Nichts anderes sind diese Diskussionen. Aufgeben von grünen Grundsätzen nennt sich dann "weiterentwickeln". Man will ran an die Posten und Dienstwagen, dafür räumt die grünen Spitze ihre Positionen nach und nach. Diese Grünen sind ganz klar auf dem Wege zur CDUlight, wie in Hessen und BW. Also, auf geht`s...............

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Emderfriese 26.04.2018, 11:55
6. Wege

Die ganze heutige "Grüne" Partei ist "...ein Angebot an liberale Wähler...", an Wähler, deren Liberalität in erster Linie ein "An-sich-selbst-Denken" ist. Und die dabei die Hemmschuhe für ihre ganz persönliche Entwicklung vor allem in Gesetzgebungen sieht, die sowohl die werktätige Arbeitnehmerschaft begünstigen als auch die Großunternehmen. Soziales Denken liegt diesen Grünen-Wählern - trotz ihres plakativen links-alternativ-spontanen - Deckmantels - so fern wie ihnen die eigenen egoistischen Aufstiegsabsichten nahe stehen. Sie wollen nach "oben". Und ihr Vorbild ist ein taxifahrender Supergrüner, der dann Außenminister und letztendlich Lobbyist für Großkonzerne wurde. Was soll da noch diskutiert oder gar gestritten werden? Der Weg ist schließlich bestens vorgezeichnet.

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oinarc 26.04.2018, 11:55
7. Natürlich

Ist es sinnvoll, die NATO in ihrer jetzigen Form zu hinterfragen.
Hier könnten die Grünen wieder einmal Glaubwürdigkeit demonstrieren.
Allerdings müssten sie auch aus ihrer starren Sanktionsnummer Russland rauskommen. Unbeschadet geht das allerdings nicht mehr.

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man 26.04.2018, 12:03
8. Sollen sie sich streiten

und debattieren, was Vernünftiges in Sachen Energie- oder sonst welcher Politik ist nicht zu erwarten. Siehe Biosprit und Biogas, Vermaisung, Verapsung usw. und unangepasste Windenergie ohne notwendige Infrastruktur. Aktionismus ohne durchdachten oder wissenschaftlichen Hintergrund, aber Steuern auf Plastik. Asylpolitik ohne Grenzen und ohne Rücksicht auf die Gegebenheiten. Die sollten sich mal Fragen warum die AfD vor den Grünen liegt. Scheinbar ist diese Selbsreflektion nicht gewünscht.

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egoneiermann 26.04.2018, 12:08
9.

Zitat von Ossifriese
Soziales Denken liegt diesen Grünen-Wählern - trotz ihres plakativen links-alternativ-spontanen - Deckmantels - so fern wie ihnen die eigenen egoistischen Aufstiegsabsichten nahe stehen.
Ist das nicht etwas anmaßend oder können Sie mir die Studie nennen, die dies untersucht hat.

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