Forum: Politik
Grüne an der Regierung: Die Pastoralisierung der Politik
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"Nächstenliebe kennt keine Obergrenze." Wenn Sie eine Aversion gegen den hohen Predigtton haben, dann sollten Sie beten, dass die Grünen mit Katrin Göring-Eckardt nicht in die Regierung einziehen.

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dr.könig 02.11.2017, 16:14
1. "Nächstenliebe kennt keine Obergrenze."

„Die Grünen-Position sei ein Konjunkturprogramm für die AfD"

Da macht es sich Herr Lindner und seine FDP sehr leicht.
Die Grünen Position ist ein Auszug aus dem GG, nicht mehr und nicht weniger.
Um das zu ändern müssen 2/3 des Bundestages zusammengebracht werden.
Die AfD und die FDP beide in der Sitzordnung schon richtig platziert,
können zusammen nicht einmal einen U-Ausschuss zustande bringen.
Da muss Herr Lindner lange, lange, sehr lange warten, bis er für dieses Thema eine Grundgesetzänderungsmehrheit hat. Ich halte es schlicht für unmöglich !
Was soll dann das Geschrei und das noch mittels der BILD ?

Ich denke, der Wahlkampf für die anstehenden Neuwahlen ist damit schon
eröffnet ? Herr Scheuer bläst ins selbe Horn.Ich tippe auf einen Termin noch vor Ostern '18 ? Merkel tritt dann nicht mehr an. Seehofer ist wohl vorher schon weg.

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syracusa 02.11.2017, 16:20
2. wenn Fleischhauer sonst nix zu meckern hat

Wenn Fleischhauer sonst nix zu anmeckern hat als den pastoralen Ton mancher Pastorinnen, dann ist ja alles gut.

Besser als religiöse Ethik ist aber die Ethik der Aufklärung. Bei uns ist jeder Bürger gesetzlich zur Hilfeleistung verpflichtet. Unterlassene Hilfeleistung ist eine Straftat. Aber noch nie ist bisher ein Fleischhauer oder ein Seehofer beim Anblick eines verunfallten Reisebusses auf die Idee gekommen, eine Obergrenze für diese Hilfeleistung festzuschreiben. Und keiner ist bisher auf die Idee gekommen, dieses Gesetz mit der Begründung zu kippen, dass doch ein deutscher Autofahrer unmnöglich allen Verkehrsopfern dieser Welt Hilfe leisten könne.

Ja, es gibt für die ethisch und gesetzlich vorgeschriebene Hilfeleistung eine Obergrenze. Aber die ist nicht fest definiert, sondern wird einfach dadurch geregelt, dass man so viel helfen muss, wie jemandem zugemutet werden kann.

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Olaf 02.11.2017, 16:22
3.

Was die Ökologisierung der CDU betrifft so fällt mir auf, dass das Gesicht von Frau Merkel nach jeder Verhandlungsrunde etwas länger geworden ist. Zu Anfang hat sie noch richtig gestrahlt.

Für mich ist das ein gutes Zeichen.

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TheFunk 02.11.2017, 16:27
4. Haltung hat Stil

Gut, das es die Grünen gibt. Sonst gäbe es kaum Haltung oder Moral in der deutschen Politik.
Und ja: Einwanderung ist positiv. Konservatismus hat noch nie zu Gutes bewirkt, nur Stillstand.

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oper1979 02.11.2017, 16:28
5. Grüne

Ach, Herr Fleischhauer, sie sprechen mir so aus dem Herzen. Ich war tatsächlich einmal überzeugte Grünen-Wählerin. Ich schätze noch einige der Grünen, aber ich wähle sie nicht mehr. Der Grund ist die Damenriege (nicht Claudia Roth, ich empfinde sie als authentisch), vorneweg Katrin Göring-Eckardt. Ich kann das Gesülze nicht mehr hören. Was war das doch noch schön mit "Uns Joschka". Gut, ich bin ein Jahrgang mit Joschka Fischer, das verbindet wohl. - Also, ich bin für eine Trennung von Staat und Kirche.

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mghi 02.11.2017, 16:30
6. Fleischhauer

In die Ecke mit dir und "Ein feste Burg ist unser Gott" mit allen Strophen 100x zu Hause abschreiben!

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karabas 02.11.2017, 16:34
7. endlich Donnerstag

herrlich aufs Korn genommen! Nach der öden Einfallslosigkeit der Mit-Kolumnisten eine smarte und amustante Abwechslung.

Ich freue mich auf die Kommentare, die das Verbot von sich_lustig_machen fordern werden.

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tmhamacher1 02.11.2017, 16:36
8. Parallelen zwischen Politik und Kirche

Heutzutage wird Politik der Religion immer ähnlicher: Lieber eine frohe Botschaft (Klimaschutz etc.) als eine konsequente Auseinandersetzung mit der Realität. Es ist klar, dass Pfarrerskinder - natürlich evangelisch - da klar im Vorteil sind!

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Remigius 02.11.2017, 16:36
9. Verzerrte Theologie

Mottos wie "Nächstenliebe kennt keine Obergrenze" sind vor allem auch theologisch so nicht richtig, auch wenn sie christlich klingen mögen.
Ein Staat soll aus Sicht der christlichen Soziallehre nicht Nächstenliebe praktizieren, die Sache des Individuums ist, sondern Gerechtigkeit und Förderung des Gemeinwohls.
Hier die Erläuterung eines Theologens dazu: https://bundsanktmichael.org/2017/09/08/moraltheologe-thomas-d-williams-sicherheit-und-migration-aus-katholischer-sicht/

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