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Grüne Dominanz: Und der nächste Bundeskanzler heißt... Dr. Robert Habeck
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Immer dabei, aber nie an etwas schuld: Nur Grünen gelingt es, ungestraft Politik gegen sich selbst zu machen. Inzwischen kann sich jeder fünfte Deutsche vorstellen, grün zu wählen. Ein Berliner Rechtsprofessor hat eine interessante Erklärung.

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paysdoufs 09.11.2018, 14:03
230. Nehmen Sie's nicht persönlich

Zitat von Dokoqueen
Da ist sie wieder, die altbekannte Behauptung, die durch ständige Wiederholung um keinen Deut richtiger wird. Ich kenne viele Menschen, die Grün wählen oder sogar bei der Partei Mitglied sind. Niemand von denen fährt einen SUV, die meisten haben nicht mal ein eigenes Auto, selbst dann nicht, wenn sie es sich leisten könnten. Allerdings besitzen alle ein schickes Fahrrad, das sie oft und gerne benutzen und eine Monatskarte für den ÖPNV haben die meisten auch. Von meinen grünen Freunden wohnt auch niemand im feinen Zehlendorf, in Frohnau oder in Mitte, etliche aber in Moabit, Wedding oder Neukölln. Tut mir ja leid, dass ich Eure Vorurteile nicht bestätigen konnte, aber so ist es nun mal.
Aber Wortmeldungen wie die Ihre aus der Grün-Berliner Filterblase dürften die restlichen 78 Mio der BRD einfach nur noch komplett ank...äsen.

Bitte sorgen Sie erst einmal dafür dass sich Ihr Bundesland selbst finanzieren kann, und geben erst dann dem Rest der Republik Verhaltensratschläge. Danke!

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Freier.Buerger 09.11.2018, 14:16
231. Grüne Hängematte

Das was man den Grünen wirklich vorwerfen kann, ist ihr Misstrauen gegen die Bürger und die daraus resultierende Staatsgläubigkeit und Regulierungsaffinität. Ich sehe auch, dass das vielen meiner Mitmenschen egal ist. Eingelullt in die staatliche Kuscheldecke sieht man das Leben durch einen Weichzeichner.
Ich wünsche meinen Kindern die klare herbe Schönheit eines Lebens der freien Entscheidungen und der gemeisterten Risiken, wie ich es nach ´89 führen durfte.

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paysdoufs 09.11.2018, 14:20
232.

Zitat von fördeanwohner
Wo sind die Grünen bitte schön technologiefeindlich? Umweltfreundliche Technologien sind auch Technologien, oder nicht? Oder meinen Sie die Technologie zur Nutzung der Kernkraft sei modern? Und gelebte Gleichberechtigung ist alles andere als Genderwahnsinn, sondern absolut notwendig, um das Potenzial einer Gesellschaft ausschöpfen zu können.
Gentechnik? Pflanzenschutz? - Da sind die Grünen technologiefeindlich noch und nöcher obwohl sie wissen müssten dass ohne diese die Weltbevölkerung schlicht nicht mehr ernährt werden kann. Und 50% Frauen auf Listenplätzen wenn diese nicht 50% der Parteimitglieder ausmachen ist natürlich KEINE "gelebte Gleichberechtigung". Mit "Genderwahnsinn" meint der Vorposter wahrscheinlich solche Knaller wie die Berliner Toilettendiskussion (Die "feministischen Pornos" waren, glaube ich, SPD...); und ich finde damit hat er recht.

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lolli.eveacc 09.11.2018, 14:25
233. Schadenfreude? Schadenfreude!

Ich finde es ok, wenn Deutschland die Grünen wählt. Gerade eben habe ich z.B. gelesen, dass Frau Roth (Grüne) gerne das Asylgesetz so anpassen würde, dass auch Klima als Asylgrund anerkannt wird. Ich finde das gut, dass hier Deutschland sich für den Rest aufopfert und noch mehr Leute aus aller Welt bei sich aufnehmen möchte, während rings herum - ob in der Schweiz, in Österreich, in Skandinavien, Frankreich oder Spanien der Zugang restriktiver und selektiver gehandhabt wird.

Ok, den Umfragen nach zu beurteilen ist Migration jetzt nicht das Topthema und kann zusammen mit den Vorgängen von 2015 begraben werden (so möchte es auch gerne AKK - Deckel drauf auf das Stück Geschichte), aber das zweite Thema: Altersversorgung (Topthema in .de) wird sicher spannend. Wir benötigen eigentlich in Hinblick auf Industrie 4.0 vor allem technisch hochqualifizierte Arbeiter, die fleissig die Steuerlast tragen, nicht aber ein Heer aus Leuten aus aller Welt, die lediglich in der Kategorie "gering bis unqualifiziert" eine Stelle suchen kann und hier mit dem Heer an durch Industrie 4 abgehängten Deutschen in Konkurrenz tritt. Das mag zwar noch nicht so bei den Leuten hier durchgedrungen sein, aber Kanada z.B. sucht auch selektiv Hochqualifizierte und nicht noch mehr Tellerwäscher. Das Thema Migration wird also schnell wieder auf den Tisch kommen, sobald nur ausreichend Leute sich in die soziale Netze begeben müssen und die Steuerlast dann irgendwan vom Rest nicht mehr getragen werden kann.

Aber nur zu. Wird Deutschland sicher auch noch lernen, ich betrachte es aus sicherer Entfernung aus einem der Länder, die bereits eine Kurskorrektur eingelegt haben. Wir sind nicht mehr Lieblingsziel der Zuzügler, die gehen lieber dorthin wo noch Honig und Wein fliesst und dank der Grünen sicher auch noch stärker fliesst.

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vera gehlkiel 09.11.2018, 14:39
234. @Bernd.Brincken

Zitat von Bernd.Brincken
Und worauf der Autor - nach meiner Erfahrung zu recht - hinweist, dass auch viele Grünen-Wähler kein Problem damit haben, fette Autos zu fahren, gern SUV, Flugmeilen zu sammeln und genußvoll Rindfleisch-Burger zu essen. Anders sind rein statistisch die Wahl- und Umfrage-Ergebnisse dieser Partei gar nicht zu erklären. Es geht - vielleicht insgesamt in Politik und Medien - zunehmend um eine 'richtige' Selbstbeschreibung, und nicht um die Praxis. Eventuell markiert die Grünen-Zustimmung auch das Zelebrieren genau dieser Differenzierung: Man kann sich persönlich elitäres Verhalten durchaus gönnen, solange man sich gleichzeitig in Sprache - und Wahlverhalten - davon distanziert. Weniger euphemistisch gesagt, sind die Grünen die Partei des Selbstbetrugs.
Das, was sie "richtige Selbstbeschreibung" nennen, kann man auch Bewusstwerdung der persönlichen Wirksamkeit nennen. Realistisch ist eben meine Plastiktüte da draussen im Pazifik diejenige, um die ich mich zuallererst kümmern sollte. Und wenn ich in der Woche nur einen Fleischburger mampfe, statt sieben davon, habe ich zu einer besseren Welt so immerhin etwas beigetragen. Genauso, wenn ich wenigstens in der Innenstadt auf den SUV verzichte, der nun mal in der Garage steht, und den wegzuschmeissen momentan nix rettet. Absolutismus dagegen setzen, finde ich jedenfalls, entlarvt hier nicht einen "Doppeldenk", sondern verunmöglicht den Blick auf das, was immerhin geht. In dieser Hinsicht haben die heutigen Grünen einfach was dazugelernt, aus dogmatisch ihnen übergestülpten Diskursen von grundlegender Albernheit, wie dem zum Veggie-Day, der ihnen lange genug wie ein Mühlstein am Halse hing. Auch wenn es den Lindner furchtbar ärgert, haben Leute wie Habeck und Baerbock technische Skills kommunikativer Natur implementiert, die sie als primäre Zielscheibe neoliberaler Zuordnungen wie "Weltfremdheit" oder "Kadermentalität" nicht mehr tauglich machen. Das wird man auch nicht durch den Versuch, nun abgeleugnete Gewissensbisse einzupflegen, erreichen. Früher war es halt die Ente, die mit sechs Strickpulloverträgern und knapp achtzig km/h auf der Autobahn den fliessenden Verkehr für alle anderen verunmöglichte. Heute soll es der SUV sein, über dessen sauteure Onboardanlage Bob Dylan in krähender Dauerschleife gegen Kriege und die Atomkraft ansingt. Aber "The Times They Are Achanging" hat sich längst als Prophetie erwiesen, deren weitreichende Implikationen uns aktuell in immer krasser auflaufenden Wellen erreichen. Ganz egal, welches Auto...

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meermaid 09.11.2018, 14:45
235. Welcher Staat braucht

einen Bundeskanzler, der zuvor erklärt hat, dass er mit diesem Staat noch nie etwas anfangen konnte?
Der nicht bgriffen hat bzw. begreifen will, dass alles, was er, seine Frau und seine Kinder an Bildung und Wohlstand haben, eben auch diesem Staatsgefüge zu verdanken ist. Der nicht einsehen kann oder will, dass alle anderen Staaten dieser Welt, außer Deutschland, sehr wohl ihre Grenzen und ihr Staatsvermögen vor der Annexion fremder Zuwanderer schützen. Früher nannte man so etwas Invasion....Dr. Habeck befindet sich mit seiner realitätsfremden Haltung in bester Gesellschaft mit unserem derzeitigen Außenminister, der vor laufender Kamera etwa folgendes sagte: " Die Milliarden, die für Zuwanderer ausgegeben werden, werden niemandem weggenommen, sie sind ja erwirtschaftet worden...." Die Frage von wem und wofür stellt sich für diese Politiker offensichtlich nicht.

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hoernomat 09.11.2018, 14:58
236. Ich frage mich, wie regiert werden soll....

Zitat von ohjeee
Fakt ist: Grün hat der Rodung zugestimmt und schiebt das 2 Jahren später der CDU in die Schuhe, die sich an geltendes Recht halten. Sie wissen schon, Gewaltenteilung und so. Hätten die Grünen Rückgrat bewiesen, hätten sie dem nicht zugestimmt und im Zweifel die Koalition platzen lassen. Anscheinend war ihnen das während der Regierungszeit nicht so wichtig, hauptsache Pöstchen stimmen, im Nachgang aber wichtig genug, um das einer Partei in die Schuhe zu schieben, die gar nichts dafür kann (CDU). Da können Sie noch so viel schreiben und herum lavieren.
... wenn bei unterschiedlichen Auffassungen jedes mal gleich die Koalition gesprengt wird?
Wollen wir das wirklich? Kompromisslosigkeit bis zum absoluten Stillstand?
Kann man propagieren, kann man aber auch eher fragwürdig finden.
Die Grünen haben gegen ihr erklärtes Interesse, um überhaupt eine Reduzierung des Tagebaus zu erreichen (sonst wäre das Gebiet nämlich noch größer geblieben) einem Kompromiss zugestimmt, der ihnen bei weitem nicht weit genug reicht.
Niemand wirft der CDU vor, sich an Recht und Gesetz zu halten, aber man kann in Frage stellen, ob im Lichte der Entwicklung eine neue Regierung eine Lage nicht neu evaluieren und entsprechende Schritte einleiten kann.
Die Lage ist die, dass wir die Braunkohle für die Versorgungssicherheit in Deutschland nicht mehr benötigen, sondern sie im Gegenteil enorme Kosten verursacht.
Dank Sigmar Gabriel zahlen wir Unternehmen die Nutzung von Braunkohlekraftwerken und in der Folge den Braunkohletagebau, obwohl wir heute den Strom teilweise auf unsere Kosten exportieren und dadurch erhöhen wir zudem noch die EEG-Umlage für Kleinbetriebe und Privathaushalte, die nicht genug verbrauchen, um von ihr befreit zu werden.
Der Klimawandel erzeugt zusätzliche Kosten - bspw. die Ernteausfälle (Bauernhilfen) in diesem Jahr, oder ganz konkret: Niedrigwasser im Rhein = höhere Treibstoffkosten an der Tankstelle.

Das können sie einfach nachlesen... da laviert niemand, sondern Menschen erkennen eine Entwicklung und deren Ursachen und wollen darauf reagieren.
Die Grünen hätten dies gerne schon vorher getan - es ist doch wirklich absurd, den Versuch wenigstens etwas Land vor dem Tagebau zu retten gleichzusetzen mit der "Absicht" Tagebau zu betreiben.
An der Macht sind momentan CDU und FDP und diese können politisch aktiv werden - was die Menschen wollen, haben diese ja zum Ausdruck gebracht. Da wird also nichts in die Schuhe geschoben, sondern eine Verhaltensänderung eingefordert.
In Anbetracht der Entwicklung: richtig so!

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juttakristina 09.11.2018, 15:04
237. Wie bitte?

Wie bitte? "Wer sich für die Grünen ausspricht, erfährt nie eine kritische Nachfrage, das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil im politischen Wettbewerb. Bei allen anderen Parteien läuft man Gefahr, dass jemand Anstoß nimmt oder zumindest die Augenbrauen hebt - mit dem Bekenntnis zu den Grünen segelt man anstandslos durch jede Diskussion und jede Talkshow." Herr Fleischhauer möge sich doch mal einschlägige Kommentare zu Artikeln seines Arbeitgebers durchlesen und wird schon eines Besseren belehrt. Bei gewissen Gruppen sind die Grünen DAS Feindbild! Besonders gerne wird dann ein Pädophilenverein draus gemacht und/oder Frau Roth in der Luft zerrissen (und dies ist eine sehr milde Umschreibung der Dreckskübel, die über sie ausgeschüttet werden!).

Und ich kenne seltsamerweise durchaus Menschen, die Grün wählen oder schon mal gewählt haben und KEINE Akademiker sind! Liegt dann vielleicht eher an seinem persönlichen Umfeld als an der allgemeinen Wählerschaft...

Na ja, mit dem Spruch, dass seine Frau nach den Bildern durchaus die Grünen gewählt hätte, wenn ich nicht bewusst gewesen wäre, um welche Partei es sich handelt, ist auch nicht gerade ein Kompliment für seine Frau, vor allem mit dem Spruch, "Die sehen so aus wie wir." Dachte sie vorher, die Grünen kämen vom Mars? An Oberflächlichkeit meines Erachtens kaum zu überbieten.

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hoernomat 09.11.2018, 15:05
238. Wenn man jemanden par tout nicht mag....

Zitat von ruhrpottsonne
Herrn Kretschmanns Bezirk ist BW. Komisch, daß ich von ihm im Kùhlmittelstreit bei Daimler so überhaupt nix gehõrt habe. Sorry, aber den Grünen geht's um Posten und Privilegien. Schade, daß so viele Menschen auf diese Menschenfischer hereinfallen.
Weil es den Grünen um Posten und Privilegien geht, haben sie als einzige Fraktion in den Parlamenten die strikte Trennung von Amt und Mandat... ah ja.... sehr schlüssig.

Mag ja sein, dass Herr Kretschmann nicht mit dem Schlachtbeil die Autoindustrie zerschlägt... welch furchtbares Verbrechen... und mag auch sein, dass man härter und/oder erfolgreicher mit der Autoindustrie umgehen müsste, als er das unternimmt - was ich in Bezug auf den gezielten Betrug selbst einfordere - aber Herr Kretschmann ist keineswegs untätig:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/f-a-z-exklusiv-kretschmann-autoindustrie-muss-handeln-15013071.html

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.interview-mit-winfried-kretschmann-wir-muessen-aufpassen.7b6d8373-5654-4338-9371-75d056639fb3.html
Ja, die Grünen sind keine Engel - wer ist das schon - aber Überzeugung und Richtung stimmen halt. Wenn man die Wahl hat, dann doch bitte wenigstens die korrekte Richtung.

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mostly_harmless 09.11.2018, 15:07
239.

Zitat von paysdoufs
[..]. Und 50% Frauen auf Listenplätzen wenn diese nicht 50% der Parteimitglieder ausmachen ist natürlich KEINE "gelebte Gleichberechtigung". Mit "Genderwahnsinn" meint der Vorposter wahrscheinlich solche Knaller wie die Berliner Toilettendiskussion (Die "feministischen Pornos" waren, glaube ich, SPD...); und ich finde damit hat er recht.
Das stimmt natürlich. Wohingegen die Leistungen der Männer (Autobahn-Maut, Diesel-Skandal, Digitalisierung, Infrastruktur, etc. pp) durchweg so dermassen großartig waren, dass es geradezu danach schreit, weniger Frauen Politik machen zu lassen, gell?

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