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Grüne Dominanz: Und der nächste Bundeskanzler heißt... Dr. Robert Habeck
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Immer dabei, aber nie an etwas schuld: Nur Grünen gelingt es, ungestraft Politik gegen sich selbst zu machen. Inzwischen kann sich jeder fünfte Deutsche vorstellen, grün zu wählen. Ein Berliner Rechtsprofessor hat eine interessante Erklärung.

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syracusa 08.11.2018, 15:09
20.

Fleischhauer kreidet den Grünen also an, dass sie sich als kleinerer Partner in Koalitionsregierungen auf Kompromisse einlassen. Dass sie also z.B. die NRW Regierung nicht gleich platzen lassen, sondern in der Frage dann auf außerparlamantarisches Vorgehen setzen.

Ich fürchte, Fleischhauer hat noch immer nicht verstanden, was Demokratie bedeutet.

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leo-k 08.11.2018, 15:10
21. Regieren

nutzt ab und beschädigt die Akteure. Wenn beim täglichen Politikgeschäft ständig Kompromisse geschlosssen und natürlich Fehler gemacht werden sieht der Wähler auch die Schicht unter dem Lack. Unverbrauchte Oppositionelle scheinen da die richtige Alternative.
Sind die Umwelt-Grünen nicht der CDU ähnlich? Bewahren der Lebensumstände und-bedingungen ist doch auch ein Anliegen der Konservativen. Die Grünen sind nur halt etwas unkonventioneller und (noch?)nicht alten Denkmustern verhaftet. Hätten die Links-Grünen um Herrn Trittin solche Chancen?

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GoaSkin 08.11.2018, 15:11
22. für die junge Generation stehen sowieso alle Parteien auf einer Ebene

Dass es eine Parteienlandschaft geben muss, in der zwei Volksparteien (CDU+SPD) sind, während man den anderen Parteien das Regieren nicht so recht zutraut ist eine Ansicht, die vor allem in den Köpfen der Älteren präsent ist. Doch wir sind auf dem Weg zu einer Parteienlandschaft, in der alle Parteien einen ähnlichen gesellschaftlichen Stand haben werden. Absolute Mehrheiten werden undenkbar sein und Koalitionen aus zwei Parteien eher die Ausnahme. Wer mehr als 25% holt, wird ein sehr gutes Wahlergebnis haben. 20% wird jeder Partei zuzutrauen sein.

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nochfragen? 08.11.2018, 15:11
23. Daneben gehauert

Ich stimme mit den Vorkommentatoren darin überein, dass ein Teil der grünen Beliebtheit sich daraus speist, dass sie als einzige im Parlament vertretene Partei nie dem rechten Rand hinterhergehechelt sind. Vor Jahren habe ich im SpOn-Forum schon angemerkt, dass man die AfD nicht bekämpfen kann, indem man zur AfD wird. Auf mich hört natürlich keiner ;)

Außerdem: Schon mal dran gedacht, dass die Grünen mittlerweile tatsächlich eine bürgerliche Partei sind? Die Grünen sind nicht links und schon gar nicht rechts. Tatsächlich sind sie mehr in der Mitte der Gesellschaft als alle anderen. Die Optik wurde dadurch verzerrt, dass eine rechtsradikale Partei es geschafft hat, die Diskurshoheit mit einem Randthema zu erobern.

Verdammte Hacke, macht endlich Politik für die Mehrheit, statt lautstark grölenden Minderheiten hinterherzulaufen, dann erledigt sich das mit der AfD von alleine.

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spon-facebook-10000012354 08.11.2018, 15:15
24. Lifestyle-Gründe

Jan Fleischhauer hat eine zutreffende Analyse formuliert: Fragt man nach Einstellungen und politischen Positionen, so haben sich die Grünen von der Homogenität der einstigen Milieupartei weit entfernt. Ihre Wähler stehen heute nur noch in gesellschaftspolitischen Fragen klar links, nicht mehr dagegen in der Sozial- und Wirtschaftspolitik. Die im Wahlprogramm 2013 geforderten Steuererhöhungen lehnten sie z.B. mehrheitlich ab. Ein überraschend hoher Anteil der Wähler versteht sich sogar als unpolitisch und präferiert die Partei vor allem aus Lifestyle-Gründen (etwa beim Kauf von Bio-Lebensmitteln). Die Zusammenführung dieser unterschiedlichen Wählersegmente birgt für die Grünen eine große Herausforderung, die ihre Programmdiskussion in den nächsten Jahren mit bestimmen dürfte (Walter 2010: 80 ff.).
http://www.bpb.de/politik/grundfragen/parteien-in-deutschland/gruene/42159/wahlergebnisse-und-waehlerschaft

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exHotelmanager 08.11.2018, 15:18
25. Wer schreibt, der bleibt...

..., oder, wie in Hessen, wer zählt, gewinnt. Anders kann man den "Erfolg" der Grünen ja nun leider nicht mehr begründen. Da können Sie sich inhaltlich gestützte Kommentare wohl sparen.

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santoku03 08.11.2018, 15:19
26.

Zitat von dasfred
Herr Fleischhauer, was ist das heute für ein Thema? Für ihre echten Fans viel zu zahm. Da ist ja noch nicht mal der fünf Mark pro Liter Benzin Beschluss und der Veggieday erwähnt. Zwei Themen, die ein Wertkonservativer der Partei bis ans Lebensende ankreiden wird.
Und er hat sogar das eigentlich unvermeidliche Dosenpfand vergessen, das ja normalerweise immer noch fälschlicherweise Umweltminister Trittin statt Umweltministerin Merkel angekreidet wird.

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lala10 08.11.2018, 15:20
27.

Wenn ich das höre wird mir schlecht.Die gegen alles Partei zu wählen wär das letzte.
Solange das Geld von der arbeitenden Bevölkerung verdient wird ist diese Partei dabei es zu verteilen.

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sven2016 08.11.2018, 15:21
28. Das hat mal gestimmt

„Die Grünen sehen aus wie wir“ mag vor einiger Zeit gestimmt haben.

Die anderen Beobachtungen halte ich für Missdeutungen.

Der Zuwachs kommt von Wählern, die sich nicht mehr mit CDU, SPD verbunden fühlen können. Da gelten - ohne Inhalte und Aktionen groß zu hinterfragen - die Grünen als einzige Alternative.

Insgesamt sind sie eine bürgerliche Partei mit vielen special interest groups geworden.

He nachdem, wo man sich aufhält, nicht viel beliebter als die FDP. Und zum Teil auch gehasst.

Uni-Institute und Vernissagen sind nicht repräsentativ, der vegane Unverpacktladen leider auch nicht.

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deeperman 08.11.2018, 15:21
29. Gute grüne Gründe

Wenn es, wie der Autor etwas unbeholfen schreibt, „niemanden gibt, der den Klimawandel nicht für ein Problem hält“, ist das ein Verdienst der Grünen. Die Bundesregierung unter ihrer Beteiligung war die bislang einzige, die effektive Reformen im Sozialsystem durchgesetzt hat. Diese Regierung hat Deutschland damals - gegen den erbitterten Widerstand der Union - aus dem unsäglichen Irak-Krieg herausgehalten. Die Grünen sind derzeit die einzige Partei, die sich nicht von der AfD vor sich hertreiben lässt, sondern Zuwanderung als Chance begreift. Natürlich konnte/kann man in all diesen Punkten anderer Meinung sein, aber den Grünen politische Beliebigkeit zu unterstellen, ist vermessen.

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