Forum: Politik
Grünen-Chefin: Baerbock erschrocken über Aggressivität gegen Politiker
CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Seitdem sie Parteichefin ist, schlägt Annalena Baerbock viel Hass entgegen. Im SPIEGEL erläutert sie ihren Umgang damit - und sagt, warum es auch deswegen mehr Feminismus braucht.

Seite 1 von 12
fördeanwohner 22.12.2018, 08:22
1. -

Recht hat sie mit ihrer Entscheidung, in die Politik zu gehen. Wenn Frauen mit kleinen Kindern nichts anderes tun können als Mutter sein, stimmt etwas nicht. Wie viel Potenzial dadurch verlorengeht!
Anfeindungen deswegen, dass eine Frau sich dazu durchringt, ein hohes politisches Amt zu bekleiden, sind absolut fehl am Platz. Stattdessen sollten Gesetze dafür sorgen, dass Menschen mit Kindern, dieselben Möglichkeiten haben wie Menschen ohne Kinder. In anderen Ländern geht das schließlich auch.
Ich halte Frau Baerbock für eine gute Wahl an der Spitze der Grünen, da sie ein moderne, durchsetzungsfähige, aber nicht verbissene Frau ist, die ein Vorbild für viele andere hierzulande sein kann.
Mit ihr und Robert Habeck haben die Grünen tatsächlich eine gute Wahl getroffen.

Beitrag melden
Spiegelleserin57 22.12.2018, 08:37
2. wen wundert es...

die Masse der Bürger erlebt zur Zeit wie an ihr vorbei regiert wird..alles teurer wird und sie fühlt sich schlicht betrogen. Kein Wunder dass da Hass entsteht und auch auch die Angst was in Zukunft auf uns Bürger noch zukommt. Ich war in den letzten Wochen D unterwegs und konnte genau dies erleben. Es sind die Folgen der immer weiter auseinander klaffenden Schere zwischen arm und reich und nun merken die Politiker die Folgen , aber sie reagieren nur mit spärlichen Verbesserungen die eigentlich für den Bürger gar nichts bringen...
Wo auf der einen Seite angebliche Gaben vom Tisch der Herren und Damen fallen werden auf der anderen Seite dem Bürger die paar Cent wieder aus der Taschen genommen.
Wen wundert es da dass solche Aggressionen hoch kochen...

Beitrag melden
jujo 22.12.2018, 08:38
3. ...

Glaubt Frau Baerbock mit mehr Feminismus läßt ich das Hassproblem mit den "asozialen" Medien lösen?
Ich sehe das Hauptproblen in der Anonymität der Netze, der daraus resultierende Gewöhnungseffekt bewirkt auch, das sich die Leute zunehmend trauen, die Anonymität zu verlassen, ihre (Hass) Parolen
offen zu verbreiten und das eben auch in der Öffentlichkeit tun.
Die Frage ist warum tun die Leute das? Ganz einfach, weil sie es, da kaum sanktioniert, machen können!

Beitrag melden
reichsvernunft 22.12.2018, 09:11
4. Schlechte Einleitung...

Wenn man jemanden unsymphatisch machen will, dann stellt man "Anfeindungen" und "Feminismus" auf Augenhöhe in den Ring. Während der Auszug hier nach einer ganz vernünftigen Person klingen, mit dem absolut richtigen, gerechtfertigten und überfälligen Anspruch Kinder und eine anspruchsvolle Tätigkeit zu kombinieren (Feminismus?) riecht der Titel nach jemandem der zwischen opportunistischen Kleinkinderbeleidigungen und realem Sexismus nicht unterscheiden kann. Man sehe sich die USA an, da gibt es an vielen Stellen keinen vernünftigen Dialog mehr. Müssen wir diesen Hype mitmachen? Lieber Spiegel, impliziert doch bitte nicht unnötig Fronten wo in Deutschland glücklicherweise noch keine sind und der Dialog eine Chance hat.

Beitrag melden
demokrat2 22.12.2018, 09:23
5. Bärbock mischt sich ein ......

...... und sie tut es so gut, dass selbst FDP-Lindner mit seinem "Der Markt regelt alles" nicht mehr durchdringt. Bärbock nimmt sich das letzte Wort, wenn sie üverzeugt ist, dass sie richtig liegt. Und sie tut es mit einer erschreckenden Kraft. Männer wie Lindner, Kubicki und andere mit einem gestörtem Frauenbild muss das erschrecken. Bärbock wirkt erfrischend, weil sie ohne Mauern redet.

Beitrag melden
peter_seifert 22.12.2018, 09:24
6. Auftreten von Frau Baerbrock

Bei den Auftritten in Talkshows wirkt Frau Baerbrock neunmalklug und quatscht ständig dazwischen.. Das gefällt nicht jedem und ich schalte dann ab. Sie wirkt auf mich wie eine engagierte Schulsprecherin und Herr Harbeck gibt dazu den passenden Vertrauenslehrer. Mir reicht das für eine Volkspartei nicht, aber ansonsten steht da doch eine aparte Junge Frau, die sich engagiert. Da ist Haß doch völlig daneben....

Beitrag melden
steveleader 22.12.2018, 09:33
7. Hass??

Das ist ein brutales Wort. In unserer Gesellschaft in der jeder aufgefangen wird wenn er fällt, ist der Begriff „Hass“ völlig überzogen.
Wer diesen empfindet sollte sich viel mehr zunächst mit sich selbst beschäftigen bevor er andere angreift. Jeder Bürger sollte, wenn es Ihm schlecht geht, erstmal prüfen was er ganz persönlich tun kann um sich daraus zu befreien oder froh sein dass sein überleben von der Gesellschaft abgesichert ist. Wer ständig auf Politiker einprügelt braucht sich nicht zu wundern das Qualität woanders hingeht.

Beitrag melden
ruhepuls 22.12.2018, 09:38
8. Sanktionierung ist nur Symptombekämpfung

Zitat von jujo
Glaubt Frau Baerbock mit mehr Feminismus läßt ich das Hassproblem mit den "asozialen" Medien lösen? Ich sehe das Hauptproblen in der Anonymität der Netze, der daraus resultierende Gewöhnungseffekt bewirkt auch, das sich die Leute zunehmend trauen, die Anonymität zu verlassen, ihre (Hass) Parolen offen zu verbreiten und das eben auch in der Öffentlichkeit tun. Die Frage ist warum tun die Leute das? Ganz einfach, weil sie es, da kaum sanktioniert, machen können!
Sicher trägt die Anonymität der modernen Medien dazu bei, dass mancher sich traut, "die Sau raus zu lassen". Andererseits würde es wenig nutzen, wenn man dies unterdrückt. Dann wächst der Hass im Untergrund - und sucht sich andere Ventile.
EIN Grund für den zunehmenden Hass ist der Verlust der Autoritäten. Mehr und mehr werden ehemalige Autoritäten, wie Chefs, Ärzte, Politiker usw. nicht mehr in ihren Rollen akzeptiert. Früher standen "Bessergestellte" auf einem Podest (eben "gestellt"), ihr Urteil wurde respektiert. Für frühere Generationen war ein Arzt eine Respektsperson, ebenso wie ein Lehrer oder ein Pfarrer oder eben ein Politiker oder Unternehmer.
Das ist heute nicht mehr so. Und mit dem Verlust des Heiligenscheines wird man auch eher angegriffen, nach dem Motto: Wieso soll ich den anders behandeln als meinesgleichen?

Es gab schon Gründe, warum man früher als Bessergestellter den Kontakt zum "normalen Volk" weitgehend vermied oder nur in kontrollierter Form zuließ. Die modernen Medien haben "den Kaiser" nackt gemacht - und nun merken die Leute, dass er auch nur ein Mensch ist... Und damit wird er auch kritisiert und gehasst, wenn er nicht das "bringt", was man sich von ihm erwartet hat.

(Auch der Vorwurf der Fake-News ist ein Symptom für diese Entwicklung. Früher galt: "Wenn es in der Zeitung steht, dann ist es wahr." Das glaubt heute kaum noch jemand (und früher war es auch nicht immer wahr...))

Beitrag melden
h.engelhardt 22.12.2018, 09:40
9. Spiegelleserin57

die Masse der Bürger erlebt zur Zeit wie an ihr vorbei regiert wird..alles teurer wird und sie fühlt sich schlicht betrogen. Kein Wunder dass da Hass entsteht und auch auch die Angst was in Zukunft auf uns Bürger noch zukommt.

Sorry, aber das ist keine Entschuldigung dafür, jemanden mit Vergewaltigung zu bedrohen oder jemandes Kinder zu bedrohen. Das ist einfach Leute, denen jeglicher Anstand und Charakter fehlt.

Beitrag melden
Seite 1 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!