Forum: Politik
Grünen-Chefin Roth im Interview: "Das ist zynische und unmoralische Politik"

Die Grünen erwarten, dass das Atomunglück in Japan zum Thema der Landtagswahl in Baden-Württemberg wird. "Das wird den Wahlkampf politisieren", sagt Parteichefin Claudia Roth im Interview. Scharf krititisierte sie den Umgang der schwarz-gelben Bundesregierung mit der Katastrophe.

Seite 10 von 46
nobuemi 13.03.2011, 11:48
90. Wer will in der Nähe wohnen und im Ernstfall im verstrahlten Umfeld helfen?

Zitat von mina4482
Japan kämpft, Hundertausende werden vermisst und Frau Roth redet von Neckawestheim! einfach nur zynisch, die Abschaltung von Neckarwestheim hilft irgendwie den Opfern in Japan??
Wollen Sie dort wohnen wo es bei einem Störfall strahlt und beim Störfall helfen mit dem Ende, dass Sie daran sterben? Da hilft auch Prüfen nichts. Gefahren kann man nicht wegprüfen! Man wird sie natürlich vertuschen und sagen, dass es bei uns keine Gefahr gibt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
roadcrew 13.03.2011, 11:49
91. Klar hat Atomic-Mappus jetzt ein Problem

Zitat von peter-pan42
Diese vom Verfasser herbeigeführte Diskussion ist nicht minder zynische Politik. Sie versucht mit dem Unglück der Japaner ebenso Politik zu machen, wie Petra Roth, die dumm genug war in die Falle zu tappen. Ich sehe keinen Unterschied zwischen diesem Artikel/ dieser Diskussion und dem Interview von Petra Roth. Hier regt sich ein Zyniker über den anderen auf. Klasse ... Also, wo ist das Problem?
Nee, Peterchen, bei Dir geht jetzt in der Aufregung alles durcheinander.

Nicht Petra Roth wurde da interviewt. Die Petra ist bei der CDU, Oberbürgermeisterin von Frankfurt und Präsidentin des Deutschen Städtetages. Was die zur Atomkraft sagt, weiß ich gar nicht.

Interviewt wurde Claudia Roth. Die ist von den Grünen.
Ob sie dumm in eine Falle getappt ist, weiß ich nicht. Fakt ist und bleibt ja, dass das letzte wirklich durchgängig die Parteigeschichte durchziehende Argument der Grünen der Atom-Ausstieg ist.

Insofern hat Frau Roth (die Claudia) also überhaupt nicht zynisch reagiert. Sie hat schlicht die Fakten und Gefahren der Atomenergie benannt (wie schon seit Anbeginn der Parteigeschichte (vgl. Whyl)) und die sind eben aktuell durch das Drama in Japan unterstrichen worden.

Warum sollte sie jetzt davon abgehen? Was wäre denn daran rücksichtsvoll, wenn sie nun plötzlich verstummen würde? Das wäre falschverstandene Pietät, die nur den falschen Predigern nutzen würde.

Natürlich kommt das Ganze jetzt in den Wahlkampf. Aber das kann man doch nicht dieser Partei vorwerfen, die wenigstens auf diesem Gebiet noch halbwegs auf ihrer Linie geblieben ist.

Klar hat Atomic-Mappus jetzt ein Problem. Aber das hat er sich selber gebaut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bbphk 13.03.2011, 11:50
92. Das Schweigen der Lämmer

Stromausfälle aufgrund von Hurricanes, Überschwemmungen, Schneestürmen und Erdstößen, wie aber auch durch Sabotageakte z.B. der betreffenden Computernetze kann bei den zu erwartenden globalen Klimaveränderungen und Ressourcen-Kriege niemand ensthaft ausschließen. Und so wirkt dieses konservative Denkverbot wie das Schweigen der Lämmer. Möööh

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Erich91 13.03.2011, 11:51
93. Tatsache

ist doch, wenn die Grünen so konsequent Ihre Abkehr von den AKW's gewesen wären, hätte sie bei Ihrer Regierungsbeteiligung mit der SPD das schon lange klar machen können.
Aber um an der Macht zu bleiben, ist man davon abgewichen.
Und genau das wird der jetzigen Regierung vorgeworfen.
Es geht allen immer nur um die Macht.
Und was jetzt da rausposaunt wird ist pure Heuchelei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Indigoartshop 13.03.2011, 11:52
94. Gefundenes Fressen

.. der Grünen. Eine Verhöhnung der Opfer ist es, aus dieser Katastrophe mit schier unendlichem menschlichem Elend billiges Kapital für den Wahlkampf zu ziehen.

Die Grünen sind nicht naiv. Sie sind opportunistisch auf Machgewinn programmiert. Und dafür gehen sie über Leichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
moondance 13.03.2011, 11:53
95. So

So geht Grüne Politik in 2011: Obwohl die Frage des Atomausstiegs erstmal wenig mit der Landespolitik in BW zu tun hat, wird vorsorglich - niemand weiß wirklich wie das in Japan ausgeht - schon mal erklärt, dass das Thema den Landtagswahlkampf polarisieren könnte. Stuttgart 21 war ein recht willkommenes Thema, die Katastrophe in Japan ist jetzt um so billiger, um Stimmen zu fangen für den Machtwechsel.

Es wäre schön, wenn die ganzen Politschwätzer - egal von welcher Farbe! - für einen Moment mal ihre Klappe halten könnten und mit Einkehr, Nachdenklichkeit und Anteilnahme auf das zu schauen, was da gerade in Japan passiert.

Denn natürlich ist es doch nur vordergründig, die Frage nach der Atomernergie zu stellen, sondern vielmehr sollten wir uns doch alle mal überlegen, ob es nicht unser Lebensstil ist, unser Energiehunger ist, den wir insgesamt mal kritisch hinterfragen sollten. Soweit aber würden Grüne im Landtagswahlkampf auch nicht gehen wollen, denn auch darauf haben sie keine Antwort!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rokokokokotte 13.03.2011, 11:53
96. Legen...

Zitat von leser75
In Japan sterben Menschen, und internationale Rettungsteams unterstützen japanische Helfer bei ihren Maßnahmen - in dieser Situation betreiben Roth&Co in Zusammenarbeit mit ihren Hilfstruppen(greenpeace etc.) Panikmache bei uns. Und diese Dame erdreistet sich, anderen Unmoral und Zynismus in der Politik vorzuwerfen. Ich bin empört und empfinde nur noch Abscheu.
...Sie sich hin und lagern Sie Ihre Beine erhöht. Das hilft.
Nein, deutsche Helfer werden erstmal geparkt - keiner wird in kritischen locations eingesetzt. Die Devise ist wohl, abwarten wo der fallout niedergeht. Soviel dazu.
Panikmache a la Roth. Sie armer. Was halten Sie denn davon:

"Kanzlerin Merkel will nun rasch die 17 deutschen Meiler einem Sicherheits-Check unterziehen."

Warum das denn??
Ich dachte WIR haben die sichersten Meiler der Welt (wer auch sonst, ausser dieser glorreichen Nation?).
Siehst Du , LESER75,das ist Panikmache, das macht mir Angst - denn, wer lügt hier??

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Erich91 13.03.2011, 11:53
97. Nicht immer

Zitat von Mustermann
Was heißt hier Wahlkampf. Wann, wenn nicht im Wahlkampf, sollen die Grünen denn ihre Positionen zum Thema Atomenergie vertreten. Die Grünen waren immer dagegen, weil diese Technologie Risken mit sich bringt, die man nicht steuern kann. Und ausgerechnet jetzt, wo die Scheiße in den Ventilator geflogen ist, Schnauze halten und betroffen sein. Ne, so geht es nicht.
Mee das stimmt nicht, als sie in der Regierung waren, haben sie sich dazu entschlossen dafür zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stormwatch 13.03.2011, 11:54
98. Satire bitte kennzeichnen!

Zitat von angela_merkel
verstehe ich jetzt echt nicht. Herr Trittin hat doch genau die gleiche Politik betrieben wie Herr Röttgen. In der Atomfrage gibt es doch substanziell keinen Unterschied zwischen CDU und Grünen.
Unter der Rot-Grünen Bundesregierung wurde der Atomausstieg beschlossen, mühsam verhandelt und auf den Weg gebracht. Die Schwarz-Gelbe Bundesregierung hat genau diesen Ausstieg wieder gekippt, also genau das Gegenteil getan.
Natürlich möchte Ihnen - auch wenn Sie sich Angela Merkel nennen - niemand unterstellen, dass Sie Ihre obige Bemerkung, dass Trittin die gleiche Politik betrieben habe, wie Röttgen, ernst meinen. Aber dennoch könnte der eine oder andere Leser einer gewissen kurzzeitigen Verwirrung ob der Intention Ihres Beitrags verfallen, welche man ihm vielleicht ersparen sollte. Deshalb würde ich Sie bitten, in Zukunft vergleichbare Beiträge mit einem Satirehinweis zu versehen, um den Benutzern diese Forums dessen Gebrauch zu erleichtern.

Vielen Dank!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brooklyner 13.03.2011, 11:54
99. ...

Zitat von blowup
zynisch und unmoralisch ist es, politischen Profit aus dem Unglück der Japaner schlagen zu wollen und das zum Wahlkampfthema machen zu wollen. Ich bleibe dabei: ich kann die Grünen nicht ab (obwohl einige ihrer Ansätze nicht falsch sind...)
Selbst schuld. Das ist keine Casting Show, wo es um das „Abkönnen” geht, lieber mal das Parteiprogramm ansehen und dann entscheiden, ob man nicht mit einigen Punkten übereinstimmt. Sicher nicht mit allen, aber reinschauen ist sicher kein Fehler. Hier wird auch nicht Kapital aus dem Unglück geschlagen, vielmehr führen die Grünen ihren seit den ersten Tagen dieser Partei bestehenden Atomausstiegskurs fort. Das angemahnte „Denkverbot” von Röttgens und Westerwelle ist das eigentlich eklige, so haben die zwei das Thema ganz geschickt sogar als erste instrumentalisiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 46