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Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt: "Ich habe gelitten wie eine Hündin"
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Nach dem Jamaika-Aus rechnet Katrin Göring-Eckardt mit Neuwahlen. Mit ihr als Spitzenkandidatin? Ihre Lust sei nicht kleiner geworden, sagt die Grünen-Fraktionschefin - trotz schmerzhafter Sondierungserfahrungen.

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B.Buchholz 21.11.2017, 18:08
1.

Was soll sich eigentlich großartig an den Wahlergebnissen ändern, wenn Merkel, Schulz, Seehofer usw. wieder genauso antreten? Dieselben Köpfe, dieselben Programme, v.a. "Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten"-Merkel. In einigen Monaten stehen wir dann mit nur minimal anderem Ergebnis und denselben Problemen, eine Regierung zu bilden, da. Die Parteikollegen und Medienleute sollten ihr endlich mal langsam, aber deutlich klarmachen, dass es Zeit ist zu gehen. 12 Jahre Regierungszeit, desatröses Wahlergebnis, Begünstigung radikaler Kräfte, Unfähigkeit zur Regierungsbildung dadurch usw., aber stur am Stuhl kleben und wahrscheinlich am liebsten solange wählen lassen, bis sie irgendwie mit Gewalt 16 Jahre bleiben kann. Nein, es reicht, Frau Merkel! Sie selber hat den untragbaren Kohl zum Gehen "gebeten", nun ist es an der Zeit, dass man sie "bittet".

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Papazaca 21.11.2017, 18:15
2. "Der erste Gegenwind kam von mir gegen mich selbst"

So komisch, wie dieser Satz von G-E anmutet, so ist er auch. Unsere beiden Protagonisten der Grünen sind so bürgerlich geworden, sie drehen und wenden sich, und hoffen, endlich Minister zu werden. Was stört, ist die grüne Basis, mit ihren überzogenen Vorstellungen. Denn diese Basis muß letztlich alles absegnen.

Und da kommt dann ein politischer Zockerboy und vermasselt ihnen die Ministertour. Künstlerpech! Und fast vergessen: Ging es da nicht um Ideale und große Ziele. Ja, fast vergessen! So wie Merkel bei den Grünen sein könnte, könnten G-E und Ödzdemir bei der CDU sein. Bürgerliche Geschmeidigkeit, parteiübergreifend. Leider hat es diesmal geklemmt.

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deppjones 21.11.2017, 18:28
3. Nicht verstanden

Die Grünen haben es offenbar noch immer nicht verstanden, dass es für Grün darum geht, Naturschutz vor Ort zu machen. Der Klimawandel taugt nur dafür, hier gar nichts aber absolut auch gar nichts machen zu müssen. Es geht beim Naturschutz eben um etwas, was man "in die Hand" nehmen und umsetzen kann. Beim "Klimaschutz" hat Deutschland, egal wie effizient es gemacht wird, außer einer Moralkeule (die den Rest der Welt auch nicht zu interessieren braucht) einfach gar nichts, was wirklich wirken könnte. Naturschutz vor Ort hingegen führt nebenbei auch noch zu einer Reduktion von "Klimagasen" allgemein und nicht nur von CO2. Aber daran könnte man ja gemessen werden (gilt übrigens auch für unsere Klimakanzlerin).

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Freedom of Seech 21.11.2017, 18:30
4. Katja Göring-Eckardt und die Illusionen der Grünen

Dieses Interview macht die Illusionen der Grünen deutlich und warum es so schwer ist mit ihnen zuverhandeln. Nicht nur die Grünen sondern alle (inkl. FDP, CDU/CSU) wollen etwas für das Klima und eine humane Lösung des Flüchtling Problems tun. Dier Behauptung bzw. de Illusion der Grünen, dass nur sie diejenigen seien denen diese Probleme ein zentrales Anliegen sind grenzt an Unverschämtheit und ist nichts anderes als eine Hybris. Es unterstellt, dass die anderen Parteien moralische Defizite besitzen und das vergiftet das Verhandlungsklima enorm. Kommt endlich von Eurem hohen Ross runter, dan wird es einfacher zu verhandeln. Wenn erst einmal klar ist, dass die Ziele sehr ähnlich sind, dann kann man mit den eigentlichen Verhandlungen beginnen und zwar wie sich die Ziele am Besten - ganz pragmatisch - erreichen lassen. 1) Wie kann man es z.B. erreichen, dass die Flüchtlingspolitik so gestaltet wird, dass die Komunen unter Last nicht zusamenbrechen und die Bevölkerung nicht überfordert wird und uns die EU nicht um die Ohren fliegt. 2) Wie kann man Energiepolitik effizienter gestalten: a) was ist unsere Priorität (z.B. CO2 runter), wenn das geklärt ist welche marktwirtschaftlichen Elemente können helfen (statt plumper Regulierung), wie können Kohlekraft abgeschaltet werden ohne die Netzstabilität zu gefährden und die Strompreise massiv zu erhöhen, selbst die Laufzeiten von Kernkraftwerken müssten hier wieder auf den Tisch. Was bei der CSU die "Obergrenze" ist, ist bei den Grünen die Zahl der Kohlekraftwerke bis 2030. Beides ist Unsinn. Das sind Forderungen im luftleeren Raum. Entscheidend ist die Machbarkeit. Würden die Jamaika Verhandlungen so geführt, würde es klappen.

Übrigens: den höchsten Anteil an Erneuerbaren und die beste Integration der Flüchtlinge findet sich in Bayern und nicht in Bundesländern die von den Grünen mitregiert werden. Wenn sich alle erst einmal darüber einig sind, dass es gemeinsame Zile zu Klima

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Tubus 21.11.2017, 18:32
5. Herrlich

"Gelitten wie eine Hündin" Herrlich oder doch besser dämlich? wie man eine alte deutsche Redewendung politisch korrekt gendern kann. Dabei wäre die englische Übersetzung von Hündin noch viel besser!

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basic11 21.11.2017, 18:34
6. Genau dieses Grundrecht ...

auf Asyl ist ggf das Unglaubwürdige, was viele von den Grünen entfremdet. Wenn jemand glaubt, wir könnten Syrien, Afghanistan, den Jemen, islamische Asiaten, die Ostukraine u halb Afrika aufnehmen, dann wird das wohl auch dann D zum Entwicklungsland machen, wenn von 500 Mio Menschen nur 50 Mio kommen...

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post.scriptum 21.11.2017, 18:35
7. Na klar spricht KGE in höchsten Tönen ...

... von Merkel, da diese bekanntlich die Grünen kräftig umgarnt hatte und dabei die Liberalen vergaß, die sie fest an ihrer Leine wähnte. Im Übrigen ist nicht Lindner am Scheitern von Schwampel schuld, sondern Trittin, der am Tag des Scheiterns ein bizarres Bild-Interview gab und damit erheblich für Unruhe sorgte. Ob es Neuwahlen gibt, wie KGE vermutet, ist mehr als ungewiss, da bei den Sozis entgegen bisheriger Erklärungen der Parteispitze und des Vorstandes schon Stimmen laut werden, eine nochmalige GroKo nicht auszuschließen. Damit könnte die SPD zur neuen Umfallerpartei werden.

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ueberlegdochmal 21.11.2017, 18:40
8. Gruene und FDP Ideologien passen nicht zusammen

Der lachende Dritte waere die CDU gewesen.
Die Vorstellungen von FDP und Buendnis 90/Die Gruenen gehen in der Fluechtlichspolitik, der Finanzpolitik und Wirtschaftspolitik meilenweit auseinander. Die Parteinen haben total unterschiedliche ideologische Positionen. Gruene Finanz- und Wirtschaftpolitik ist sehr links und selten wirtschaftsorientiert. Oberste Premisse der Gruenen ist die Umwelt, nicht der Mensch. Der Mensch wird zwar als Teil der Natur gesehen, aber falls es zum Konflik zwischen Menach und Umwelt kommt, hat die Umwelt Vorrang. In ihrem Manifest haben die Gruenen sogar vorgesehen, dass wenn ein Unternehmen die Umwelt belastet, soll der Staat das Unternehmen enteignen koennen. Wirschaftliche und arbeitspolitische Positionen sind zweitrangig.

Das passt halt einfach nicht mit der FDP. Das sehen selbst die meisten Gruenen so.

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karl-felix 21.11.2017, 18:41
9. Ich

Zitat von B.Buchholz
Was soll sich eigentlich großartig an den Wahlergebnissen ändern, wenn Merkel, Schulz, Seehofer usw. wieder genauso antreten? Dieselben Köpfe, dieselben Programme, v.a. "Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten"-
denke der Wähler wird sich entscheiden , ob er eine Partei wählt, die seine Interessen und ihr Wahlprogramm gar nicht in die Regierung einbringen will.

Für mich wäre eine Halbierung der SPD und FDP Ergebnisses danach keine Überraschung.
Wir werden es sehen .
Attraktiver fände ich allerdings ein Minderheitenkabinett, da ich als Rentner genug Zeit habe die Parlamentsdebatten zu verfolgen .


Neuwahlen fände ich strohdumm . Ein eindeutigeres Wahlergebnis als das vorliegende gibt es doch gar nicht. Nach Seehofers Attacken hat doch niemand mehr ernsthaft mit einer absoluten Mehrheit Merkels gerechnet und die wird es auch nach der nächsten Wahl nicht geben . Da haben Sie völlig recht.

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