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Grünen-Parteitag: Heckenschütze mit Platzpatronen
DPA

Vor der Bundestagswahl haben die Grünen die Reihen geschlossen und marschieren stramm auf Linkskurs. Der Verlierer des Parteitages heißt Winfried Kretschmann. Der Stuttgarter Ministerpräsident hat so ziemlich alles falsch gemacht.

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syracusa 28.04.2013, 23:09
210.

Zitat von wire-less
Wie soll den die Vermögensabgabe *fair* berechnet werden. Werden Pensionsansprüche wie Bargeld behandelt das für die Altersvorsorge gedacht ist?
Solche Details müssen hier nicht diskutiert werden. Aber wo Sie schon fragen: da bieten sich einfache Lösungen an. Am einfachsten: Pensionsansprüche werden dann besteuert, wenn sie ausbezahlt werden.

Zitat von wire-less
Der Staat hat *Rekordeinnahmen* wer glaubt das er mit einer Steuererhöhung vernünftig umgeht?
Ihnen sollte bekannt sein, dass trotz dieser Rekordeinnahmen die Schulden noch immer wachsen. Der Staat nimmt weniger ein, als er ausgibt, Und er gibt in vielen Bereichen schon viel zu wenig aus.

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syracusa 28.04.2013, 23:15
211.

Zitat von Liberalitärer
He, als GmbH Geschäftsführergesellschafter zahlen Sie die KST + Gewerbesteuer auf den Gewinn der GmbH und Kapitalerstragsteuer auf den ausgeschütteten Gewinn. Es wird so oder so doppelt besteuert. Früher gab es mal ein Anrechnungsverfahren.
Das ist Unsinn. Eine GmbH ist eine juristische Person, und die bezahlt Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer. Der Geschäftsführer ist natürliche Person und bezahlt Einkommensteuer und Kapitalertragsteuer. Weder GmbH noch Geschäftsführer werden doppelt besteuert.

Aber wenn es Ihnen um die Beseitigung dieser "Doppelbesteuerung" geht, dann finden Sie mich auf Ihrer Seite. Ich fürchte nur, dass Sie die ehrlichen Konsequenzen aus Ihrer Argumentation vollkommen ablehnen werden. Die sehen nämlich so aus:

- die Kapitalgesellschaft bezahlt gar keine Steuern auf ihre Gewinne
- die Anleger bezahlen entweder
- volle Einkommensteuer auf die ausgeschütteten Gewinne
- volle Einkommensteuer auf den Vermögenszuwachs, der durch gestiegenen Unternehmenswert entsteht, wenn Gewinne im Unternehmen bleiben.

Das wäre mal ein wirklich faires Modell.

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hatorihanzo 29.04.2013, 08:56
212. ?

Zitat von syracusa
Das Medianeinkommen deutscher Haushalte liegt bei 30.000. Die Pläne der Grünen sehen nur Einkommensteuererhöhungen für Einkommen oberhalb von 80.000 vor. Und da nur das darüber liegende Einkommen stärker besteuert werden soll, ist selbst bei 100.000 bis 150.000 Einkommen die Erhöhung kaum spürbar. Mir scheint, Sie haben da eine ziemlich merkwürdige Vorstellung des "Normalo" Bürgers.
Also ich bin sicher kein "Normalo", was das Verdienst anbelangt. Ich weiß aber auch nicht, warum diese Diskussionen immer auf diese Weise verkürzt werden müssen. Nach den Plänen der Grünen wird eine Familie mit zwei Kindern und einem Einkommen von 10.000 Euro im Monat im Jahr mit über 7000 Euro mehr belastet. Nun geht natürlich sofort wieder das dämliche "Hungertuch"-Geschrei los. Darum geht es doch gar nicht. (Streng genommen leben selbst Hartz-Iv-Empfänger nicht am Hungertuch). 7.000 Euro ist für eine Familie auch mit diesem Einkommen eine Menge Kohle. In der Regel arbeiten Menschen mit solchen Einkommen hart für das Geld, sie tragen meist hohe Verantwortung, beschäftigen oft MItarbeiter und sind gut ausgeblidet: Sie haben auch ein Recht darauf die Früchte Ihres Einsatzes zu ernten. UND sie zahlen enorme Beträge an Steuern! Der vielveschworene Normalverdiener mit zwei Kindern wird bei 30.000 Euro so gut wie keine Steuern bezahlen.

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richardmeyers 29.04.2013, 13:02
213. Kommentar zensiert ?

"...Sie [die Grünen] waren selbst Nonkonformisten - jetzt sind sie angsteinflößende Mainstream-Faschistoide, die über Leichen gehen..."

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wiseguyno1 30.04.2013, 11:23
214. Zu spät

Zitat von syracusa
Solche Details müssen hier nicht diskutiert werden. Aber wo Sie schon fragen: da bieten sich einfache Lösungen an. Am einfachsten: Pensionsansprüche werden dann besteuert, wenn sie ausbezahlt werden...
Ja, und? Das werden sie doch längst!

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rugi 30.04.2013, 21:32
215. Was ein Kommentar....voller Unterstellungen und Bösartigkeiten

Ich kann nichts schlechtes am Parteitagsbeschluss der Grünen finden. Geradezu vorbildlich, welch Einigkeit sie demonstrierten. Was ist falsch an einem Steuersatz für Besserverdienende, der im absoluten europ. Mittel liegt (nach Schweden, Dänemark, Holland u.a.). Wie geht es den Menschen dort? Was ist falsch an einem Mindestlohn für alle??? Längstens überfällig, damit diese Sklaverei aufhört. Was ist falsch an einer Bürgerversicherung, bei der ALLE in eine Versicherung einzahlen - Schluss mit Privilegien für wieder mal Besserverdienende (sind das gleichzeitig bessere Menschen?). Ich finde, die Grünen machen diesmal fast alles richtig und dass sie sich klar für ein Bündnis mit der SPD aussprechen, zeugt von Rückrat und Aufrichtigkeit. Es geht ihnen nicht ums Regieren um jeden Preis! Herr Kretschmann, in allen Ehren, hat wohl seine Bedenken geäußert (BW ist ein Land der Wohlhabenden und Reichen), aber am Ende sich demokratisch und solidarisch eingebunden. Respekt! Selbst bin ich aus BW und mit unserem Ministerpräsidenten äußerst zufrieden.

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Alleswirdgut_ag 02.05.2013, 09:47
216. Selbstverständnis

Mich schockiert dieses selbstverständnis, sich mit einem einfachen Beschluss am Eigentum oder der Leistung anderer zu bedienen.

Dieser Begriff "Besserverdienende" liest sich ohnehin sehr merkwürdig - dieser Begriff impliziert dass der Einkommensunterschied nur durch Ungerechtigkeiten zustandekommt. Welche Leistung (Arbeitszeit, Einsatz, Verantwortung, Kreativität, Risikobereitschaft, et.) für das Mehreinkommen erforderlich ist wird nicht bewertet.

Dieses Modell hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, nur etwas mit Neid und Polemik. Aussagen wie "95% sind hiervon nicht betroffen" zeigen einen bedenklichen Weg auf - schaut her wir erhöhen die Steuern aber euch tut es nicht weh - Ihr könnt uns also wählen.

Der einzig gerechte Anteil der Steuervorschläge ist die Gleichtstellung von Kapitaleinkünften.

Ich hoffe, dass sich nicht zu viele für Dumm verkaufen lassen und dem versprechen einer staatlichen Umverteilung folgen. Gerechtigkeit wird nie über steuersätze hergestellt werden. Gerecht wäre sich dafür einzusetzen die Einkommenschancen aller zu verbessern und nicht das Einkommen der sog. Besserverdienenden zu schmälern.

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