Forum: Politik
Grünen-Parteitag in Münster: Völlig schmerzfrei
DPA

Stundenlang rangen die Grünen auf ihrem Parteitag um Vermögensteuer und Ehegattensplitting. Das Ergebnis tut niemandem weh. Werden die Grünen zu brav?

Seite 1 von 10
walterrupp 12.11.2016, 17:10
1. Sollen sie doch die Fusion mit der CDU beschließen!

Dann wächst endlich zusammen, was seit wenigen Jahren auch zusammengehört.

Beitrag melden
K.Hexemer 12.11.2016, 17:10
2. wachsweiche Aussagen

zur Vermögenssteuer, die je nach politischem Schwenk nach der Wahl alles offen lassen und zu nichts verpflichten! Was das Ehegattensplitting angeht haben die Grünen es immer noch nicht begriffen. Wie die Lebens- und auch Einkommensgemeinschaft Ehe ihr Einkommen erwirtschaftet, geht den Staat und auch die Grünen nichts an! Das Ehegattensplitting abzuschaffen ist verfassungswidrig! Warum soll ein Paar das sein Einkommen 70:30 erwirtschaftet mehr Steuern bezahlen als ein Paar mit 60: 40 oder 50:50 ? Aber Ideologie macht blind für Realitäten!

Beitrag melden
F.A.Leyendecker 12.11.2016, 17:10
3. Die Grünen

hätten sich als die Ersten erweisen können, die aus dem Wahlergebnis in den USA etwas gelernt haben. Natürlich haben sie das aber nicht getan und werden das auch nicht tun. Überflüssige Partei.

Beitrag melden
Mertrager 12.11.2016, 17:20
4. Zentrales Anliegen

... der Grünen ist seit Jahren, das eigene Klientel so richtig vor den Kopf zu stoßeb. Ist zwar hier nicht so ganz direkt geglückt. Aber von der Tendenz her schon. Wir dürfen auf das nächste Wahlergebnis der Grünen gespannt sein.

Beitrag melden
elikey01 12.11.2016, 17:27
5. Diskutieren und Meinung sagen:

Wenn sich der linke Flügel der Grünen im Wahlkampf stärker durchsetzt als der der "Realos", werden m.M.n. 2017 auch kein 2-stelliges Wahlergebnis einfahren. Sie sollten nämlich diesbzgl. die "echte" - Die LINKE - Konkurrenz nicht unterschätzen, zumal ihnen inzw. frühere, eher zum konservat. Bürgertum neigende Grünen-Wähler weiter verloren gehen dürften.
Das Bsp. BW bietet eine klassische Analyse, denn wer hätte je eine GRÜN-Schwarze Reg.Bildung für möglich gehalten - in einem 58 Jahre schwarzen Ländle, in dem der Mittelstand das wirtschaftl. Rückgrat bildet. Überhaupt darf der Mittelstand in dieser Republik nicht weiter so stiefmütterlich behandelt, ja ausgeblutet werden. In seiner Flexibilität ist der nämlich der eheste Garant für einen prosperierenden Arbeitsmarkt, eine Reform zu "mehr Steuergerechtigkeit" mit Blick auf diese Klientel zielführender.
Dass es in der Welt wie auch hierzulande ungerecht zugeht, ist unbestritten; dagegen anzugehen auch bei anderen Parteien zumind. ansatzweise feststellbar. Doch so ausschließl. steuerntechn. darauf "herumzureiten", dürfte sich im Wahlergebnis eher negativ niederschlagen.
Kretsch weiß das; sein Erfolg gerade in einem Bundesland wie BW gibt ihm recht, zumal die einst "klass." grünen Themen inzw. längst auch von anderen Parteien mit übernommen wurden.
Dass darüber hinaus gerade im ROT-GRÜN reg. NRW Braunkohle-Kraftwerke (gar Neubauten!) noch weiter gefördert werden, steht im Widerspruch mit dem GRÜNEN-Umweltanspruch (der ja vielfach nicht mal mehr "Grüne-Plakette-Diesel" in Städte fahren lassen will), dass dgl. "Einseitigkeit" ihnen eher wieder einen Platz auf den Bundestags-Oppo-Bänken zuweisen wird. Ohnehin ist die LINKE seit 2013 die stärkste Oppo-Partei im BT, gestärkt von SPD- und GRÜNEN-Verdrossenen-Wähler.
Und wer nicht mitregiert, kann auch nicht mitgestalten. da hilft auch ideologisch-lastige Verblendung nichts
Und, Herr Trittin, diese Bemerkung zum mehr "steuerzahlenden Raucher" ist so unschlüssig, dass es schon auffällt: Denn die Tabaksteuer hat/soll haben eine Lenkungswirkung - so wie die Grünen den Sprit so teuer machen woll(t)en, bis ihn nur noch die Begüterten bezahlen können.

Beitrag melden
spiegelobild 12.11.2016, 17:27
6.

Zitat von walterrupp
Dann wächst endlich zusammen, was seit wenigen Jahren auch zusammengehört.
Die Grünen sehen keine Machtperspektive mit der SPD und sind selbst auch nur noch viertstärkste Partei in Deutschland. Da bildet man gemeinsame Schnittstellen mit der CDU. Und Merkel ist ja auch schon längst Kanzlerin der Grünen.

Beitrag melden
ariston666 12.11.2016, 17:34
7. unwählbar

Die Grünen haben sich zur FDP light entwickelt.Kretschmann sollte zur CDU überwechseln, dort ist er besser aufgehoben. Die Vermögensteuer für Superreiche das ist ein Witz wieviel Superreiche werden denn dann diese Steuer bezahlen? Diese neoliberale Partei ist unwählbar!!

Beitrag melden
Freidenker10 12.11.2016, 17:35
8. Spitzensteuersatz?

Habs gerade im vorangegangenen Forum andiskutiert warum man anstatt dieser Vermögenssteuer von der alle erzählen, dass sie Aufkommensneutral ( Aufwand / Ertrag ) sein soll, nicht den Spitzensteuersatz anpasst? Einfach die Kapitalerträge miteinbeziehen ( anstatt nur 25% Kapitalertragssteuer ), bei gleichzeitiger Erhöhung des Spitzensteuersatzes und diesen Höchststeuersatz auf Einkommen jenseits von 250.000€ einkassiert. Gleichzeitig könnte man den Freibetrag erhöhen und die Steuer für mittlere Einkommen absenken und schon fängt die gewünschte Verteilung des Vermögens nach unten an, wo soll das Problem sein? Will man es am Ende gar nicht und zündet die Nebelkerze Vermögenssteuer nur alle 4 Jahre um so zu tun als sei man an dem Thema dran? Dieses Thema der Verarmung der Mitte und dem unteren Einkommensrand führt doch gerade zur Radikalisierung der Wählerschaft und dies aus meiner Sicht zurecht! Ich hab jetzt auch schon einige Jahre/Jahrzehnte zugeschaut wie sich das obere Etablishment die Taschen gefüllt hat und mein Einkommen ( öffentlicher Dienst ) verliert real Jahr für Jahr und das soll ok sein? In Schweden kassiert der Staat auch in der Spitze ( gerade nachgeschaut ) 57% Spitzensteuersatz und da geht die Welt auch nicht unter!!! Also, sorgt für deutlich mehr Gerechtigkeit und zwar schnell, dann fällt die Klatsche im nächsten Jahr auch nicht so deutlich aus!

Beitrag melden
ldom 12.11.2016, 17:39
9.

Zitat von K.Hexemer
zur Vermögenssteuer, die je nach politischem Schwenk nach der Wahl alles offen lassen und zu nichts verpflichten! Was das Ehegattensplitting angeht haben die Grünen es immer noch nicht begriffen. Wie die Lebens- und auch Einkommensgemeinschaft Ehe ihr Einkommen erwirtschaftet, geht den Staat und auch die Grünen nichts an! Das Ehegattensplitting abzuschaffen ist verfassungswidrig! Warum soll ein Paar das sein Einkommen 70:30 erwirtschaftet mehr Steuern bezahlen als ein Paar mit 60: 40 oder 50:50 ? Aber Ideologie macht blind für Realitäten!
"Wie die Lebens- und auch Einkommensgemeinschaft Ehe ihr Einkommen erwirtschaftet, geht den Staat und auch die Grünen nichts an!"
Da kann ich voll zustimmen.
Wie kommen sie aber drauf, dass ein Paar (ohne Kinder) mit 70:30 wenige Steuern zahlen soll?

Beitrag melden
Seite 1 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!