Forum: Politik
Grünen-Parteitag: Wir danken uns
DPA

Die Grünen sind trotz Jamaika-Scheitern zufrieden - und schwören sich auf dem Parteitag bereits auf eine erneute Opposition ein. Wie ernüchternd die nächsten Jahre werden könnten, will kaum jemand sehen.

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Lontrax 25.11.2017, 20:04
1. Schwächste Partei im Bundestag

Die Grünen haben das schlechteste Ergebnis (8.9%) von allen in den Bundestag gewählten Parteien, sie werden die schwächste Fraktion stellen. Auch wenn Recht und Gesetz es natürlich hergeben, sie müssen trotzdem nicht wirklich in die Regierung.

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Björn L 25.11.2017, 20:10
2. Untereinander Einigkeit suggerieren...

...toll, wenigstens eine Partei die nach außenhin zusammen stehen mag. Aber niemand sollte vergessen, was für Entscheidungen die Grünen mitgetragen haben, die jenseits ihrer vorgegaukelten Grundprinzipien sind. Sei es die Atom-Politik ( ein wunderbares Beispiel wie Joschka F zum Millionär wurde - siehe Holger Strohms youtube-Beiträge) oder die Waffenlieferungsbewilligungen an Länder, die auch heute noch menschenrechtlich mehr als fragwürdig sind.
Leute verabschiedet euch von dem Gedanken einer bürgerlichen Interessensvertretung. Anstatt Oligarchen haben wir Konzerne und Lobbyisten

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hausfeen 25.11.2017, 20:15
3. Bericht, Kolumne oder Bashing?

Eher Bashing. Geht schon mal damit los, dass der Autor irgendwo auf einem Parteitag war, während die Grünen in Berlin eine Bundesdelegiertenkonferenz abhielten.
Bei den Flurflüsterern interessierte sich der Autor auch mehr für abgestandene Witze aus der 4. Reihe, als für die Randdiskussionen der Parteioberen, die in der Tat oft nicht zuhörten, sondern sich intensiv und offensichtlich ohne zu witzeln wichitgen Parteiinternen Gespächen hingaben.
Ich habe das auf Phoenix verfolgt und auch registriert, dass einige Grüne die Polarisierung der Wähler in Rechtslinks-Schemata fürchten, falls es so was wie eine schwarz-rot-grüne Kenia-Koalion geben sollte. Diese Redner haben leider nicht bedacht, dass diese Muster nicht vom Koalitionsverhalten der Grünen abhängen. Außerdem gibt das Wahlergebnisse nach dem Jamaika gescheitern ist, nur noch eine Mitte-Links-Koalition oder ein Mitte-Rechts-Bündnis her.
Da sollten diese Redner doch mal überlegen, was sie bereit sind, hinzunehmen.

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freddygrant 25.11.2017, 20:20
4. Wer hätte das jemals gedacht, ...

... daß sich die politischen Verhältnisse in Deutschland mal
so verändern (müssen). Von absoluten Mehrheiten über
Koalitionen der Willigen und angeblich Fähigen wird jetzt eine
Koalition der politischen Vernunft gesucht. Das Problem ist
dabei, ob es überhaupt dafür eine verantwortungsbewußte
Mehrheit gibt. Dieses Rätsel ist in dem Zsammenhang mit
einer dann noch ernstzunehmenden Opposition im Parlament
und auch mit Neuwahlen erst recht nicht zu lösen. Verstanden?

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fallobst24 25.11.2017, 20:22
5. wenn sie meinen...

Wenn scheinbar die CDU mit den Grünen besser kann als mit der eigenen Schwesterpartei oder dem über viele Jahrzehnte langem traditionellen Koalitionspartner und sowohl CDU als auch Grüne sich so sehr darüber freuen, dass zwischen sie kein Blatt Papier mehr zu passen scheint, dann ist das eine wichtige Information für viele Wähler und wird entsprechend signifikant von hinreichend vielen entsprechend erwidert werden... nur wohl nicht zum Wohle der CDU/CSU/Grünen.

Politiker mögen ihr Fähnchen gern und schnell in den Wind hängen. Die Wähler tun das in der Regel eher nicht.

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hausfeen 25.11.2017, 20:22
6. Stehen aber in Umfrage bei 12%, also zugelegt.

Zitat von Lontrax
Die Grünen haben das schlechteste Ergebnis (8.9%) von allen in den Bundestag gewählten Parteien, sie werden die schwächste Fraktion stellen. Auch wenn Recht und Gesetz es natürlich hergeben, sie müssen trotzdem nicht wirklich in die Regierung.
AfD und FDP verlieren.
Auch sind Klimaschutz und Familiennachzug vielen Menschen in Deutschland wichtig. Da kommen Werte mit fast 70% zusammen. Da nützt es auch nix, wenn die kaum 30% in Foren viel dagegen schreiben.

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eule_neu 25.11.2017, 20:25
7. Politisch grüne Krämerseelen

Özedemir hat es richtig gesehen, er machte für das Scheitern die FDP dafür verantwortlich. Das ist Richtig, denn die FDP hat verantwortungsvoll die Sondierungsgespräche geführt und dann aufgrund der vielen offenen Fragen auch die Sondierungsgespräche gegenüber ihren Parteimitgliedern und Wähler verantwortlich verlassen. Das kann bei ergebnissoffen Sondierungsverhandlungen immer auch als Lösungen herauskommen. Was viele Kritiker aus den anderen Parteien wie auch viele Medien anscheinend nicht verstanden haben, dass diese Sondierungsverhandlungen kein "Wunschkonzert" darstellen. Als Partei hat man mit seinem Programm, seinen Mitgliedern und seinen Wählern verantwortungsvoll umzugehen. Es heißt immer, dass der Staat allen Dingen in einer Partei vorgeht, dass ist aber Falsch. Gerade richtig mit den Gegensätzen umgehen heißt auch, eine Staats- oder Regierungskrise aus dem Weg zu gehen, die in einer so aus Gegensätzen bestimmten Regierungskoalition bestimmt gekommen wäre. Lieber in eine solche Koalition nicht einzutreten, erfordert Mut, vor allen Dingen, wenn eine Partei für normales Verhalten durch "Medien-Bashing" bestraft wird und versucht wird, diese Partei zu "bestrafen". Aber das wird auch wieder vorbei gehen. Merkel wird viele graue Haare mehr bekommen, sollte sie mit der SPD koalieren, denn letztere muss um ihr Überleben als Volkspartei kämpfen. Und die Grünen werden in der Opposition ihre geheimen Wünsche nach regierungsposten begraben müssen, ihr Gang in die Nähe einer 5 %-Partei ist anscheinend unvermeidlich. Aber sie haben sich ja auf ihrem Parteitag gegenseitig auf die Schultern geklopft im Glauben, wie toll und unersetzlich seien ...

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toskana2 25.11.2017, 21:04
8. for ever young

Wenn es nur diese lärmige Nervensäge bei den Grünen nicht gäbe,
die seit ewigen Zeiten auf "for ever young" fährt
und sich damit lächerlich macht,
wären die Grünen meine Partei.

Wie die Nervensäge heißt, überlasse ich dem Leser.

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ntfl 25.11.2017, 21:08
9. Glück gehabt,

wenn die Sondierung von der FDP nicht beendet worden wäre, dann wäre dieser Parteitag wohl nicht so harmonisch verlaufen. Ist schon toll, wenn einem unangenehme Entscheidungen so leicht abgenommen werden.

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