Forum: Politik
Grünen-Politiker Giegold: "Von der Leyen wäre auch die Präsidentin der Europafeinde"
Francois Lenoir / REUTERS

Die Grünen wollen Ursula von der Leyen nicht zur EU-Kommissionchefin wählen. Sven Giegold, Grünen-Spitzenkandidat bei der Europawahl, erklärt warum - und sagt, welche "starke Persönlichkeit" er sich als Präsidentin wünscht.

Seite 1 von 8
olmen 13.07.2019, 19:52
1. GRÜN hat das Spitzenkandidaten-Modell

mit scheitern lassen. Jetzt schlecht Noten an andere zu verteilen ist nicht fair und hilft nicht weiter. Warum redet das EU-Parlament und gerade auch die Grünen nur davon was nicht geht? Auch Grün überzeugt nicht - ganz im Gegenteil. Welchen Plan B haben sie denn im Köcher, falls der jetzige Vorschlag scheitert?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dhrb 13.07.2019, 19:58
2. Giegold argumentiert überzeugender als die ganze SPD zusammen

Dennoch stört mich, dass er den ganzen Sommer lang nur über das Spitzenkandidatenprinzip verhandeln will, Inhalte wären mir lieber.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peter-11 13.07.2019, 20:02
3. na ja

überschätzt der Abgeordnete nicht den Einfluss der Grünen in Europa und unterschätzt er nicht gleichzeitig die Macht der Regierungschefs? Die wenigen deutschen SPD-Abgeordneten sind ja auch heftigst gegen Frau von der Leyen, aber scheinbar nicht alle aus der Fraktion. Nicht ganz so einfach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
franz.v.trotta 13.07.2019, 20:05
4.

Wichtig und richtig ist, dass die Herkunft, die Nationalität eines Kandidaten nicht die entscheidende Rolle spielen darf. Benötigt wird die Mehrheit für eine Programmatik, für eine Zielrichtung der europäischen Entwicklung. Wer es ist, der mehr Einigkeit, Gerechtigkeit und Friedfertigkeit durchsetzt, kann den europäischen Wählern gleichgültig sein. --- Diese Auffassung herrscht jedoch leider nicht bei den Staats- und Regierungschefs vor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Liberalitärer 13.07.2019, 20:12
5. Aussichten

Herrn Giegold schätze ich durchaus. Klar steht Labour auch prinzipiell hinter der EU, auch Corbyn. Man muss den Laden dann aber ganz anders gestalten und dann müssten auch die Verträge geändert werden und eine echte Verfassung müsste her. Nur, das muss man dann in der Mehrheit der 28 Mitgliedstaaten einer Volksabstimmung unterziehen, das weiss Herr Giegold und die Erfolgsaussichten gehen gegen Null.

Fazit: Die Aussichten für die Vereinigten Staaten von Europa sind schlecht

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Heliumatmer 13.07.2019, 20:28
6. Kenntnisreich, korrekt, konsequent

So sollten die Medien vorgehen. Warum können sie nicht schreiben, was Sache ist, wie es jetzt ein Grüner thematisieren muss? Eine angeschlagene Person ist leichter manipulierbar. Und die Anti-Europäer, oder die, die es nur ausnützen ohne die elementaren Werte zu verteidigen, sollen entscheiden. Aberwitzig. Es wird kolportiert, dass die SPD umfalle. Geht aber nicht, weil die Nominierung nicht von ihr stammt. Und CSU-MP Söder, der nichts gegen die milliardenschwere Maut hatte, erdreistet sich in bekannter Unmanier, die SPD nötigen zu müssen, die Person zu wählen, die verständlicherweise Merkel gerne los wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dragondeal 13.07.2019, 20:50
7. Giegold

argumentiert dummerweise nur aus Sicht der deutschen Grünen. Bei Parlamentariern aus anderen Länder sieht die Sache schon anders aus, da kann vdL möglicherweise auch Stimmen der Grünen ergattern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
igel_52 13.07.2019, 20:58
8. Muss man nicht verstehen

weshalb Frau Vestager nicht schon vor der Wahl als Kandidatin benannt wurde. Nur weil Macron was gegen Weber hat, nur weil jedes Lager gegen jedes andere Lager Bedenken hat kann man nicht um diesen Posten bis Oktober "pokern". Wie wäre es wenn sich das Parlament und auch die Führung der EU beginnt mit den wichtigen Themen zu befassen ? Die Grünen wollen auf Bundesebene NUR über Sachfragen reden, und in Brüssel reden die Grünen genau darüber. Blockieren sich die Lager gegenseitig stagniert Europa. Die EU braucht in vielen Bereichen neue Regeln; wer diese angeht und umsetzt ist wichtiger als die Frage mit welchen Stimmen jemand gewählt wurde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wasserexperte 13.07.2019, 21:01
9. Das EU-Parlament macht es auch nicht besser

Herrn Giegold ist es also schleierhaft, warum der Europäische Rat nicht Margrethe Vestager vorgeschlagen hat. Interessanterweise hat sich aber auch das EU-Parlament nicht hinter Frau Vestager gestellt. Das EU-Parlament hat überhaupt keinen Vorschlag gemacht! Da ist es schon etwas wohlfeil sich über andere zu mokieren, die zumindest nach langen Diskussionen einen Kompromiss gefunden haben ... So verspielt das Parlament eine Riesenchance, und die Abgeordneten sollten sich lieber an die eigene Nase fassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8