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Grünen-Politiker: Jürgen Trittin kritisiert SPD-Spitze für falschen Kurs
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Grünen-Politiker Jürgen Trittin sieht die Zukunft der SPD als Volkspartei stark gefährdet: Die Parteiführung beschleunige mit ihrem "Schlingerkurs" den Abstieg der Sozialdemokraten.

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TheFunk 06.08.2018, 09:50
10. Sich von den Grünen abzugrenzen

Und im Gegenzug an die Union / Seehofer anzuschmiegen wird die SPD viele Stimmen kosten.
Scholz hat die Umweltministerin zuruckgepfiffen, als es um die Verschärfung der Schadstoffemissionen von Autos ging. Derzeit ziemlich falsch.

Ganz nebenbei: weshalb hören wir in den Nachrichten eigentlich keine Warnungen mehr über überschrittene Grenzwerte wie Ozon, Feinstaub in den Städten?

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ms_sche 06.08.2018, 09:57
11. Ja bitte, man kann die Welt auch anders sehen...

... aber was ich an Ihrem Kommentar so wunderbar gelungen finde ist, dass er die positive Zukunftsorientierung, frische Motivation, Weltoffenheit, umfassende politische und demokratische Grundbildung sowie Herzenswärme des typischen SPON Foristen auf so unnachahmliche Weise zum Ausdruck bringt. Ach, es ist Herzallerliebst.
Ich hätte bis zum Lesen Ihres Kommentars noch vermutet, dass es die SPD ist, die derzeit zukunftsängstlich und verzagt in der Grube sitzt. Aber nein, es sind die Grünen. Natürlich! Mit diesem Habeck und dieser Baerbock und ihrem Klimawandel und ihrer Agrarwende und ihrer Verkehrswende und ihrem ewigen Verändernwollen....

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quark2@mailinator.com 06.08.2018, 10:04
12.

Herr Trittin mag teilweise Recht haben, aber er war aktiver Teil der rot/grünen Regierung Schröder/Fischer, die alles getan hat, um die SPD gegen die Wand zu fahren. Die Menschen dieses Landes hatten damals bewußt die CDU abgewählt, weil sie Angst vor einer anti-sozialen Politik hatten und sie wählten vermeintlich linke Parteien, um den Sozialstaat zu erhalten. Und diese unsägliche Koalition hat ihre Wähler komplett verraten, hat von Rente über Gesundheitswesen, von Steuerrecht zu Arbeitslosenversicherung, usw. einfach nahezu alles rausgerissen was ging und für Millionen Menschen die soziale Absicherung zerstört. Und man steht noch heute dazu, obwohl jeder weiß, wohin das Geld gegangen ist, was früher dafür zur Verfügung stand. Jeder sozial veranlagte Grüne mit nur einem bischen Ehre im Leib hätte damals sein Regierungsamt unter Protest aufgeben müssen. Das hat Jürgen Trittin nicht getan und somit kann er sich seine Belehrungen ... was auch immer.

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ms_sche 06.08.2018, 10:08
13.

Zitat von demokrat2
Soll die SPD doch noch in die Opposition gehen? Wäre ja Schwachsinn. Also kommt Trittins Kritik zum denkbar schlechtesten Zeitpunlt, es sei denn, er verspricht sich noch etwas mehr Zuwachs für die eigene Partei. Das widerspricht aber dem, was er eigentlich anstrebt. Statt die SPD stark zu machen, schwächt er sie. Das versteht keiner.
Ist es wirklich die Aufgabe der Grünen die SPD zu stärken? Wäre es nicht Aufgabe der SPD die SPD zu stärken und zuvor einfach einmal intern zu klären, wer man ist und warum man was ist? Wäre es nicht zuforderst Aufgabe eines grünen die Grünen zu stärken? Ja, wenn man die Grünen in ewiger Knechtschaft (Koch und Kelllner...) der SPD sieht, mag man das so sehen mögen. Aber mal ganz ehrlich: Wenn man erkannt hat - und die Erkenntnis ist zulässing und wird von der Faktenlage durchaus getragen - dass Umweltfragen gepaart mit einer stetig wachsenden Erdbevölkerung die immer dominantere Rolle auch in den globalen Konfliklagen und als Motor globaler Flüchtlingsbewegungen spielen und diese Zukunftsfragen in allen anderen Parteien keine oder eine marginalisierte Rolle (Gedöns) spielen - wobei die SPD zuforderst zu nennen wäre - warum um alles in der Welt sollten sich die Grünen auf ein dauerhaftes Bündnis mit einer Partei in Trouble binden? Nein, deren Job ist es, um den von ihr erkannten Zukunftsfragen zur angemessenen Bedeutung in der praktischen Politik zu verhelfen, so stark wie nur irgendwie möglich zu werden. Ja, und das geht dann auch zu lasten der SPD, aber nicht nur. Das ist dann mal so.

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chunga50 06.08.2018, 10:10
14. Der "unvermeidliche" Herr Trittin irrt!

Die Grünen haben keine besseren politischen Antworten als die SPD.
Das Gegenteil ist der Fall: Sie sind vielmehr durch eine "DNA" gekennzeichnet, die regelmäßig einen "Anti-Staat-Reflex" und einen "Anti-Polizei-Reflex" erkennen lässt. Hinzu kommt ein "realitätsblinder Hyperhumanismus und Hypermoralismus" sowie eine "anbiedernde Multikultihaltung", gepaart mit einer ignoranten Bevormundungshaltung. Damit sind sie schlicht ein Risikofaktor für die Innere Sicherheit und Ordnung im Lande. Sie treten den staatlichen prioritären Schutzauftrag gegenüber der einheimischen Bevölkerung stets "mit Füßen". So sieht keine Regierungseignung aus!

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Kurt2.1 06.08.2018, 10:11
15. .

Was fällt Herrn Trittin ein! Es ist Aufgabe der Linken, der SPD zu sagen, was richtig und was falsch ist. Die haben da ein Monopol drauf.

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parisien 06.08.2018, 10:12
16. Richtig

Mir ist nicht klar, ob das nun eine Retourkutsche von Trittin auf Nahles völlig unmotivierte und unnötige Abgrenzungsargumentation gegenüber den Grünen der letzten Woche ist.
Recht hat er insofern, als man von der SPD - "Spitze" einen inhaltliche Vorgabe - die angekündigt war - erwartet .
Nahles hüpft derzeit von einem Thema zum anderen , in einer Art Reaktionsmodus auf das von anderen Gesagte. . Ob man das , wie Trittin , einen "Kurs" nennen mag , bezweifele ich.

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leonmarce 06.08.2018, 10:13
17. Knapp daneben ist auch vorbei . . .

Herr Trittin irrt in seiner Analyse, wenn er meint, notwendig sei etwas anderes: "SPD, Linke und Grüne müssten diejenigen, die sich in den letzten zehn Jahren von der Politik zurückgezogen haben, wieder mobilisieren".
Wieder mobilisieren?

Die Menschen sind mobilisiert. Neue Parteien (AfD), neue Wählerbewegungen (linke Sammlungsbewegung) bilden sich nicht von heute auf morgen. Sie sind Ausdruck mobilisierter Wähler, die sich mit ihren Interessen nicht vertreten sehen durch sog. etablierte Parteien. Die Menschen haben sich nicht von der Politik zurückgezogen, sondern von einzelnen Parteien.

Dieser Rückzug von den etablierten Parteien und das Engagement in neuen hat seine Ursache darin, daß die etablierten Parteien die gesellschaftlich drängenden Probleme nicht lösen: Altersarmut, Armut Alleinerziehender, Wohnungsnot, prekäre Beschäftigung, Erosion der inneren Sicherheit und viele andere Probleme mehr.

Solange die etablierten Parteien nicht endlich die Interessen der Bürger in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen und tatsächlich endlich mal Probleme lösen, statt sich zu beschränken auf eine Problem-Beschreibung, solange werden sich die Wähler neu organisieren. Ob es den Etablierten paßt, oder nicht.

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Havel Pavel 06.08.2018, 10:14
18. Warum hat Trittin plötzlich Interesse an der SPD?

Ich dachte bisher immer Dr. Trittin sei ein überzeugter Politiker der Grünen. Daher verwirrt es mich nun etas, dass er sich so für die SPD engagiert und Ratschläge geben will wie sie ihre Akzeptanz bei den Wählern verbessern kann. Denkt er denn gar nicht daran, dass dies zu Lasten "seiner" Partei gehen würde? Oder hat er die Grünen schon abgeschrieben und gedenkt zur SPD zu wechseln? Nun ja in der Politik und im Krieg ist nichts unöglich!

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josho 06.08.2018, 10:15
19. Trittin träumt von einer......

....linken Mehrheit. Die wird es in den nächsten hundert Jahren nicht geben! Von den letzten 20 Jahren war die SPD 15 Jahre in der Regierung mit dem Ergebnis, dass die Schere zwischen arm und reich weiter auseinanderging und Alleinerziehende etwa noch viel stärker armutsgefährdet sind als vorher. Vom Pflegenotstand und den Sorgen der Rentner ganz zu schweigen. Und jetzt haben sich die Populisten das Thema "soziale Gerechtigkeit" auf die Fahne geschrieben. Ist doch klar, wo das Kreuzchen beim nächsten Mal landet!

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