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Grüner Erfolg bei der Bayernwahl: Es geht nicht um die Migration, Ihr Trottel
REUTERS

Migration ist ein wichtiges Thema. Aber bei weitem nicht das wichtigste. Es gibt nur eine Partei, die das verstanden hat: die Grünen. Während alle anderen sich in Migrations-Massenpanik befinden, bleiben sich die Grünen einfach treu.

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Sonia 15.10.2018, 15:49
140. Nichts verstanden, Herr Augstein?

Wenn ich die zahlenmäßigen Ergebnissr adfiere, dann gibt es einen konservativen Block, der eine satte Mehrheit hat und einrn linken, der sich verschlechterte. Wer die Medien gestern u. heute verfolgte, musste den Eindruck bekommen, nicht die CDU liegt weit vor den anderen, sondern die neue Reichen-Partei, die Grünen. Einen respektablen Zuwachs von 8% haben die, den höchsten Zuwachs hat aber die AfD - von Null auf 11 %. Die Freien Wähler sind CDU light, stellen jetzt schon von 2000 Bürgermeistern in Bayern, 800. Traumziele für Grün in zig Jahren. Mal wieder runter auf den Teppich kommen: Bayern hat sich mehrheitlich bürgerlich-konservativ entschieden. Links ist in keiner Farbschattierung in der Landesregierung gefragt in Bayern.

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josef-roider 15.10.2018, 15:49
141. Ja, aber

Im Wesentlichen stimme ich der Kolumne von J. Augstein zu. Aber, auch die Grünen werden in der Migrationspolitik noch den Lakmustest machen müssen. Die „offene Grenzen Rethorik“ hat keine Mehrheit, auch das zeigt die Bayernwahl.

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hermann.kneitz 15.10.2018, 15:50
142. Doch Herr Augstein,

es ist die Migration, die es mir und vielen anderen unmöglich gemacht haben, Parteien zu wählen, die mit ihrer
Migrationspolitik permanent gegen das Grundgesetz § 16a verstießen und weiter verstoßen.

Und so toll ist das mit dem "Grünen" Ergebnis auch wieder nicht. Von 9,5 Mio. Wahlberechtigten sind 72,4 %
tatsächlich zur Wahl gegangen. Macht rund 6,9 Mio. Wähler, davon 17,5 % für die "Grünen" sind gerade mal
rund 1,2 Mio grüne Wähler. Nicht wenig, zugegeben, aber 8,3 Mio. Wahlberechtigte haben eben nicht die
"Grünen" gewählt. Also ein wenig Bescheidenheit würde denen gut zu Gesicht stehen.
Und daraus abzuleiten, die Migrationspolitik wäre nicht so wichtig, ist ziemlich abenteuerlich.

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Nandiux 15.10.2018, 15:52
143. Ein klassischer Augstein.

Die Grünen erleben gerade wie nach Fukushima einen kurzen Höhenflug, weil ihre Themen (Umweltschutz, siehe Diesel-Skandal) gerade gefragt sind. Aber deshalb werden sie nicht gleich zur neuen Volkspartei. Oder darf ich an das schwache Ergebnis bei der Bundestagswahl erinnern? Wer nicht in Berlin an der Regierung ist, schneidet tendenziell bei Landtagswahlen auch besser ab.

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Shoxus 15.10.2018, 15:52
144. Stimmt

es geht bei den Grünen nicht um die Migration. Am Ende wickeln die Grünen die SPD ab. Das wars. Und das wird auch auf Bundesebene passieren. Ich dachte schon die Leute sind noch dümmer geworden und wählen tatsächlich vermehrt die Grünen. Aber wenn mans wohl genau betrachtet, wandern einfach die SPD-Wähler zu den Grünen. Die SPD steht ja für nix mehr. Also bald wieder eine Partei weniger im Bundestag ^^

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alohas 15.10.2018, 15:53
145. Es geht um die politischen Lager, ihr Trottel!

Mit Verlaub, Augstein, das sehen Sie offensichtlich falsch. Die Grünen haben lediglich die siechende SPD beerbt, mehr nicht. Wie hier im Forum schon häufiger geschrieben, muss man sich die Stärke der politischen Lager anschauen, in denen sich zweifelsohne die Machtverhältnisse der darin befindlichen Parteien verändert haben. Das migrations- und europafreundliche Lager hat dennoch gegenüber dem migrations- und europakritischen Lager ganz klar verloren!
Der von Ihnen abgewandelte Clinton-Ausspruch ist damit im mindesten ebenso falsch wie das Original. Selbstverständlich ist die Situation unserer Umwelt womöglich eines der größten Probleme, die wir auf diesem Planeten haben, auch sind soziale Problematiken wohl kaum abzustreiten, das bedeutet aber mitnichten, dass die Migration kein Problem wäre oder gar "ausgedacht".

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jetbundle 15.10.2018, 15:53
146. Mal Halblang

Die Grünen sind einfach die neue bürgerliche Linke. Die SPD hatte mit der Schröder-Regierung zwar einige Parteilinke Erzgenossen vergrauelt (vielleicht 5% Wählerstimmen), der große Abstieg kahm aber danach, als sie quasi in Schockstarre und Selbstzerfleichung verfallen ist und damit beschäftigt war ihr eigenes historisches Reformprojekt zu demontieren und vergessen hat sich den realen und moralischen Problemen des Bürgertums zuzuwenden. Zudem gibt es den "klassischen Arbeiter" kaum noch, diese Schicht hat sich weiter entwickelt zu den urbanen Angestellten, was die Post-Schröder SPD komplett ignoriert. Die SPD ist schlichtweg negativ besetzt und auch nicht verlässlich. Ist sie jetzt für oder gegen die Schröder-Reformen, macht sie einen auf Linkspartei oder nicht? Anstatt beide enden zu vereinen vergrauelt sie beide Enden, das eine Ende geht halt zur CDU oder zu den Grünen, in Bayern nur zu den Grünen. Der Aufstieg der Grünen ist denke ich 1:1 mit dem Niedergang der SPD verknüpft. Nur ein kleiner Bonus kahm vermutlich von der CSU die alles daran gelegt hatte, Wähler der Mitte zu vergraueln.

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justus65 15.10.2018, 15:53
147. Kommentar

Ok, Herr Augstein, in einem Kommentar darf man seine Meinung äußern, aber muss die so durch die Parteibrille vorbei an den Realitäten sein.
Was hat Grün wählen mit Intelligenz zu tun.
Das sind doch die, die uns billigen Wohnraum versprechen, aber immer mehr Leute ins Land lassen wollen, die genau auf billigen Wohnraum drängen. Ja, die Reichen, die Grün wählen trifft das nicht, die leben von Mietzahlungen, nicht vom Zahlen von Mieten.
Die Grünen sind doch die, die alle konventionelle Kraftwerke abschalten wollen, aber immer, wenn es um die Verhinderung von Energiespeichern geht, auch ganz vorne dabei sind, da das ja Fläche verbraucht.
Die Grünen, da sind doch die, die kostenlosen oder billigen ÖPNV fordern, aber leider nicht erzählen, wer den bezahlen soll. Profitieren davon tun die Städter, bezahlen sollen es die vom Land, die dafür ihre Diesel nicht mehr benutzen dürfen.
Die Grünen, da sind doch die, die jedem, der nicht nicht ihrer Ansicht ist, Hetzte und Spaltung vorwerfen, und genau so gegen Andersdenkende hetzen und diese aus der akzeptablen Gesellschaft abspalten wollen.
Die Grünen, das sind doch die, die immer so sozial tun, aber ihre gesamte Politik ist für alle unterhalb der gehobenen Mittelschicht nicht bezahlbar.
Passt doch alles zum Salonsozialisten Augstein.

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redebrecht 15.10.2018, 15:55
148. Wählerwanderung

Die SPD hat den Großteil ihrer Wähler an die Grünen verloren. Damit haben die Migrationsbefürworter nichts gewonnen, vielleicht sogar verloren, wenn man bedenkt, dass die Grünen bereits eine realistischere Haltung zu Migranten hatte als die SPD. Sogar die CSU hat mehr Wähler von der SPD gewonnen, als diese von der CSU. Die CSU dagegen ihre 10% hat an die AfD verloren, weil sie denen nicht radikal genug war, aber auch an die freien Wähler, die auch nicht als migrationsfreundlich bekannt sind. Wobei die freien Wähler regional sehr unterschiedlich geprägt sind, von AfD nah, bis linksliberal. Auf jeden Fall kann man festhalten, Links hat nicht von der Schwäche der CSU profitiert.

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Ostsee67 15.10.2018, 15:56
149. Wunsch Vater des Gedankens

Ich kann ja Jakob Augstein durchaus verstehen, dass er sich wünscht, es gäbe in der Bundesrepublik wenigstens eine relevante Partei die konsequent und geschlossen auf der Seite von Migranten steht, aber auch auf die Grünen trifft das nicht zu. Waren es nicht Landesregierungen mit grüner Beteiligung oder gar unter derer Führung die erst Gesetze zur Vereinfachung von Asylverfahren und Abschiebungen aus angeblich und vermeintlich sicheren Herkunftsländern durch ihr Stimmverhalten im Bundesrat erst ermöglichten? Von Tübingens OB Palmer muss man dann gar nicht mehr reden, wenn man sich das vor Augen geführt hat.

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