Forum: Politik
Grüner Erfolg bei der Bayernwahl: Es geht nicht um die Migration, Ihr Trottel
REUTERS

Migration ist ein wichtiges Thema. Aber bei weitem nicht das wichtigste. Es gibt nur eine Partei, die das verstanden hat: die Grünen. Während alle anderen sich in Migrations-Massenpanik befinden, bleiben sich die Grünen einfach treu.

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demokrat2 16.10.2018, 12:18
520. Es ist noch far nicht lange her .....

.... da vermeldete die Presse bei der SPD ein starkes Desinteresse an dem Thema "Migration". Nun kommt einer daher, der das Gegenteil behauptet. Was soll ma glauben? Aber Presseberichte sind eben auch Zeitaufnahmen. Künnte es nicht auch sein, dass die Grünen dem Wunschbild einer "konservativen Partei" immer näher kommt und deshalb von konservativen Wählern anders wahrgenpmmen werden? Die Gedanken des Schreibers zur Klimaveränderung überschätzt er. Da wird das Interesse weit überschätzt. Die Grünen haben neues, frisches Personal, während die Presse meist nur negativ über die alten Parteiführungen berichtet, selbst wenn sie Streitschlichter waren. Das Paradebeispiel ist Nahles. Sie war an dem Streit über die Migration gar nicht beteiligt. Das waren CDU und CSU. Auch für die FDP hatte die Migrationsfrage nicht diese angenommene Wirkung. Die sind im bayerischen Landtag. Meine Ansicht ist: Starke Kräfte aus der der deutschen Wirtschaft haben Angst vor den im Koalitionsvertrag vereinbarten Themen. Die einzigen, denen ein Bruch der Großen Koalition gelegen käme, sind die Arbeitgeberverbände. Und deshalb wird unterschwänglich die SPD in der Presse negativ dargestellt und niedergeschrieben. Die Medien, weitgehend in der Hand der Eliten, fürchten allein die soziale Politik der SPD.

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dlaber 16.10.2018, 13:15
521. Ist doch ganz einfach:

Die Parteien der Groko werden laufend abgestraft, weil die Bürger mit ihnen und ihrer Politik nicht zufrieden sind. AfD und Linke werden von unseren Medien permanent als unwählbar dargestellt und vom Gründe her ist der deutsche Michel ja immer sehr folgsam. Bleiben nur noch FDP und Grüne, und der FDP haftet immer noch das "zu wirtschaftsnah"-Image an. Dazu kommt, dass die Grünen heute im Grunde konservativ sind und wegen ihrer Klimapolitik vordergründig auch viele Wählerwünsche bedienen. Die Frage ist, ob dies die Wähler auch dann weiter so goutieren würden, wenn grüne Politik für schlechtere Wirtschaftsaussichten (z. B. bei der Automobilindustrie oder durch hohe Energiekosten) oder noch mehr Migration führen würde!

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fördeanwohner 16.10.2018, 13:36
522. -

Zitat von dlaber
Die Parteien der Groko werden laufend abgestraft, weil die Bürger mit ihnen und ihrer Politik nicht zufrieden sind. AfD und Linke werden von unseren Medien permanent als unwählbar dargestellt und vom Gründe her ist der deutsche Michel ja immer sehr folgsam. Bleiben nur noch FDP und Grüne, und der FDP haftet immer noch das "zu wirtschaftsnah"-Image an. Dazu kommt, dass die Grünen heute im Grunde konservativ sind und wegen ihrer Klimapolitik vordergründig auch viele Wählerwünsche bedienen. Die Frage ist, ob dies die Wähler auch dann weiter so goutieren würden, wenn grüne Politik für schlechtere Wirtschaftsaussichten (z. B. bei der Automobilindustrie oder durch hohe Energiekosten) oder noch mehr Migration führen würde!
Konservativ ist ja nicht unbedingt negativ, wenn es darum geht etwas Gutes (z.B. die Natur/Umwelt) zu bewahren.
Außerdem ist es die Industrie, die rumjammert, dass alles teurer wird, wenn wir mehr Umweltschutz durchsetzen würden. Es entspricht nachweislich nicht den Tatsachen. Energiekosten sind nicht so hoch, weil wir inzwischen nachhaltiger produzieren, sondern weil das System völlig vermurkst ist. Und die Industrie könnte viel umweltfreundlicher produzieren, will aber natürlich nicht sofort all ihre neuesten Technologien auf den Markt hauen, um möglichst immer wieder neu abkassieren zu können. Und Arbeitsplätze sind auch nicht in Gefahr, weil ja in einem umweltfreundlicheren Umwelt neue entstehen.
Die CSU/CDU/SPD hält seit langem ihre schützende Hand vor die Autoindustrie. Und was haben wir davon?
So langsam wird auch dem langsamsten Denker klar, dass wir derzeit nur diesen einen Planeten haben. Und was es uns alle kosten kann, wenn wir nicht schleunigst mal aufhören, nur immer an die Industrie zu denken, lässt sich in Geld gar nicht angeben.

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im_ernst_56 16.10.2018, 14:00
523.

Zitat von fördeanwohner
Bei allen Parteien steht außerdem immer auf der Agenda, viele Stimmen holen zu wollen ... Übrigens stand bei den Grünen in Bayern Migration NICHT oben auf der Agenda und sie sind ja trotzdem zweitstärkste Kraft geworden. Und wer sagt eigentlich, dass CSU und FW nur von Migrationsgegnern gewählt wurden? Laut ARD stand bei den befragten bayerischen Wählern Migration nicht oben auf der Liste, das waren andere Themen. Klimawandel und Umweltschutz standen sehr weit oben und trotzdem haben die Grünen umgekehrt nicht so viele Stimmen geholt. Sie sehen, Ihren Schluss kann man so eben nicht ziehen.
Wenn Klimawandel und Umweltschutz bei den Wählern weit oben standen, warum haben dann 60% Parteien gewählt, bei denen (vielleicht mit Ausnahme der FW) das nicht unbedingt zur Kernkompetenz gehört. Zeigt das nicht eher, dass das Ergebnis der Themen-Befragungen nicht korreliert mit dem Wahlergebnis? Oder das die Befragten den Interviewern am Telefon nicht die Wahrheit sagen, dass andere Dinge für die Wähler doch wichtiger sind als Klimawandel und Umweltschutz? Vielleicht hat es auch daran gelegen, dass den Grünen immer noch das Image der linken Verbotspartei anhängt, die uns den Spaß am Fleischkonsum, am Autofahren und Flugreisen nehmen, den Wohlstand umverteilen und Gendererziehung in der Schule einführen will. Für viele sind Politiker wie Jürgen Trittin, der ja etwas in der Versenkung verschwunden ist, immer noch ein Schreckgespenst, nicht nur weil er mit Ralf Stegner um den Herbert-Wehner-Gedächnispreis für den Politiker mit der schlechtesten Laune kämpft.

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Kanalysiert 16.10.2018, 14:22
524. Trollgebrüll der unzufriedenen Ewiggestrigen

Gibt es irgendwelche stichhaltigen Argumente gegen die grüne Politik außer Hasspolemik? Jetzt habe ich mir tatsächlich fast alle Kommentare durchgelesen - dieses Dauergehate ohne Substanz ist z.B. einer der besten Grüne, die Grünen zu wählen - da wird was richtig gemacht, sonst würden die Fans des letzten Jahrhunderts wohl kaum einen solch unsinnigen Hass auf sie schieben und mit wildesten frei erfundenen Diffamierungen kommen, wie wohl der angebliche Grünenwähler ihrer Meinung nach beschaffen sein muss.
Dem Artikel kann ich nur zustimmen, in unserem Bekanntenkreis wurden in den letzten Monaten nur noch die Augen gerollt und abgeschaltet, wenn sich die politischen Diskussionen nur über Flüchtlinge drehten, anstatt endlich mal über Wichtiges zu sprechen. Sobald man wieder beginnt, Politik sachlich nach Nutzen und nicht nach Abstimmung und/oder Wahlen auszurichten und die Themen auf die offensichtlichen Probleme bringt, kommen wir vielleicht mal wieder voran. Aber wer nur der Industrielobby nach dem Mietmaul spricht und so tut, als würde er mit dem Flüchtlingsthema was für die Bürger tun, wird noch schlechtere Ergebnisse demnächst einfahren, als das aus der Bayernwahl. RIP.

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der Krieger 16.10.2018, 14:26
525. Sie irren sich

Mehr gibt es dazu eigentlich kaum mehr zu sagen. Migration & Muslime haben über das Ergebnis der letzten BTW entschieden. Es gab eine massive Mehrheit für alles, was gegen Migration & Muslime war. Nur kein Regierungsbündnis dieser islam- & migrationsfeindlichen Mehrheit. Kanzlerduell, Presseclub: Migration & Muslime, Muslime & Migration. Angst, Hetze. Und sonst: Nichts.
Sie können so lange sie wollen die Themen aufzählen, die vernünftigerweise erheblich sein müssten, sie in die Ordnung stellen, mit der sie vernünftigerweise Priorität haben sollten, aber sie müssen mal unter Leute, Herr Augstein. Oder wenigstens Hannah Arendt lesen. Menschen sind Triebwesen, Herr Augstein. Sie tun nicht das, was vernünftig ist, sondern das, was ihnen unmittelbare Befriedigung verschafft. Versuchen Sie mal, den Klimawandel als "kulturell unterlegen" zu verachten & sich dabei gleich mal schön wie ein Herrenmensch zu fühlen. Das klappt einfach nicht. Sie sind reich & privilegiert & können sich eine Menge Verachtung gefahrlos leisten. Aber wen soll der "kleine Mann" verachten? Ja, das Ergebnis der Bayern-Wahl ist erfreulich, 'untelbar noch viel mehr. Aber es gibt überhaupt keinen Grund, einen gefährlichen Wahn, der die Deutschen so offensichtlich nun schon seit Jahren wie ein dunkles Fieber zu immer abgründigeren Äußerungen von Menschenhass treibt, ständig für gar nicht wirklich existent zu erklären. Sparen Sie sich das.

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Kurt2.1 16.10.2018, 14:36
526. #509

Zitat von adal_
Die Grünen sind längst nicht nur Mitte, sie sind die Mitte-Partei schlechthin. Sie können mit allen koalieren, wenn auch nicht alle mit ihnen. Abgesehen von der AfD, aber die zählt ohnehin nicht, weil niemand mit der AfD koalieren will. Das wird auch absehbar so bleiben, weil die Partei unfähig ist, sich von ihrem rechtsextremen Flügel zu trennen. Sie wird im Gegenteil zunehmend von ihm dominiert.
Wenn DAS die Mitte sein soll, dann Gnade uns Gott. Die Grünen Kapriolen hier in HH haben einen Punkt erreicht, wo ich mich frage, ob ich weiterhin die SPD wähle und diese Leute von den Grünen dafür ständig mit in Kauf nehme. Ich glaube, ich tue das nicht mehr.

Die AfD sollte aufpassen, dass sie nicht noch einmal gekapert wird, so wie einst die Lucke-AfD gekapert wurde. Auf einen bisher noch unbekannten Reichskanzler kann dieses Land gut verzichten. Beobachtung durch den Verfassungsschutz ist das Mindeste.

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haarer.15 16.10.2018, 14:55
527. Das Verhängnis jeden Juniorpartners

Zitat von Crom
Die Grünen profitieren vornehmlich von der Schwäche der SPD, das war's auch schon. Es gibt weiterhin keine linke Mehrheit, erst recht nicht in Bayern. Als Alternative kann man nur noch mit der Union koalieren, was, wenn es zu dieser Koalition kommen würde, am Ende zu einer Situation wie bei der SPD führen würde.
Die Grünen werden vermutlich weiteren Aufwind haben, während die Altparteien CDU/CSU und SPD im Fahrstuhl nach unten rasen. Die GroKo ist für keine dieser Parteien ein Gewinn, schon gar nicht für diejenigen, welche die zweite Geige spielen sollen. Die sind doch für alles der Sündenbock, wenn es hakt, obwohl es eigentlich umgekehrt sein müsste. Das hat vor der SPD schon die FDP erfahren - und bei Schwarz-Grün trifft es am Ende auch die Grünen. So war es doch schon immer. Am besten fände ich, wenn endlich auch die C-Clique einmal die Erfahrungen eines Juniorpartners machten. Aber die Wähler, die immer schon schwarz votiert haben, werden es nie greifen.

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hpkeul 16.10.2018, 14:55
528. Das ist jetzt ein wenig überraschend

Es gibt doch noch politische Ereignisse, die Jacob Augstein positiv sieht. Fast euphorisch. aber er hat ja auch selten Grund zur Freude. Aber es waren nur 18%, in der Lesart Austein gibt es demnach hinreichend weniger kluge Wähler. Daran müssen wir noch arbeiten. Und ein tiefschwarzer Mensch wie ich teilt auch noch seine Meinung! Ich hätte in Bayern auch grün gewählt. Schon allein wegen Seehofer. Aber auch weil es jetzt Realisten bei den Grünen gibt. Und immer noch genug Utopien. Es gibt also doch noch Hoffnung für die Republik

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worlorn 16.10.2018, 14:58
529.

Zitat von annoo
Sie haben Recht. Diese Familienclans gibt es. Und sie sind tatsächlich ein großes Problem. Übrigens nicht nur für uns "Deutsche" sondern vor allem für alle Migranten mit "sauberer Weste" weil Menschen wie Sie alle über einen Kamm scheren und jeden, der nicht ins deutscharische Bild passt mit einem Stempel "potenzieller Krimineller" versehen. Das ist ein Riesenproblem, das eine Integration selbst bei bester Absicht des Zugezogenen extrem schwer macht. Hat Sippenhaft jemals jemandem geholfen? Nein. Im Gegenteil. Im Zweifelsfall erzeugen sie Frust bei denen, die es eigentlich gar nicht betrifft. Möchten Sie mit deutschen Verbrechern gleichgesetzt werden? Sicher auch nicht. Warum fällt es Ihnen dann schwer, bei "Anderen" nicht trennen zu können?
Dieser Forist verrät sich schon dadurch, dass er locker bezweifelt dass mein Ort durchaus repräsentativ ist, dass in den weit überwiegenden Fällen das Zusammenleben mit Asylanten friedlich ist. Klingt nach dem Motto, was nicht sein kann, das nicht sein darf. Wer's bezweifelt, soll bitte eine Statistik nennen, keine Einzelfälle (wie schon gesagt, die typische Masche der Rechten, mit der sie Stimmung machen).

Gewalttätige Auseinandersetzungen kommen natürlich vor, aber sie sind in der Regel zwischen den Asylanten und anderen Migranten. Das steckt hinter der vom Foristen genannten Statistik. Aber man vergegenwärtige sich mal die Situation in den Massenunterkünften. Da werden hunderte junge Männer zusammengepfercht, ohne echte Privatsphäre. Sie sind einander fremd, stammen aus unterschiedlichen Ländern, Gegenden, Ethnien, Stämmen, gehören unterschiedlichen religiösen Strömungen an. Da sind Reibereien vorprogrammiert und zwar ganz gleich, wer zusammengepfercht wird.

Jetzt zu den Clans. Dass man auf arabische Clans abstellt, ist typisch. Mag's ja geben, aber so wolkig reicht es mir nicht, ich hätte gerne belastbare statistische Zahlen. Das wirkliche Problem sind nämlich die osteuropäischen Banden, die polnischen Schieberbanden, die rumänischen Einbruchsspezialisten, bis hin zu mafiösen Strukturen, Stichwort Russen-Mafia. Auch die italienischen Mafias operieren bei uns. Die Behauptung, dass die arabischen Clans aus vormaligen Migranten hervorgegangen, ist für mich allzu billig. Auch hierfür statistische Zahlen, glaube ich nicht so einfach.

Nun zu Werten und Gesetzen. Bei uns kann jeder nach seinen eigenen Werten leben, unser Staat ist säkular. Wer das nicht akzeptieren will, ist fehl am Platz. Die öffentliche Ordnung muss natürlich eingehalten werden. Aber hier sind wir bei der Zuständigkeit des Staats, bei Justiz und Polizei. Buschkowsky beklagt z.B. dass Kinder z.T. nicht in die Schule gehen. Aber hallo, wir haben Schulpflicht! Bei Verstößen dagegen ist polizeilich einzuschreiten.

Der Forist bezieht sich auf Buschkowsky, jemand der sich selbst verrät, worum es ihm wirklich geht, nämlich um "Multikulti ist gescheitert“. Das ist seine Botschaft. Er ist ein Rassist im Schafspelz, geistiger Bruder von Sarrazin. Zwei solche Typen in der SPD, nicht zu fassen, schon das ein Ausschlusskriterium jemals das Kreuz bei ihr zu machen.

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