Forum: Politik
Günter Verheugen zum Fall Skripal: Ehemaliger EU-Kommissar nimmt Russland in Schutz
DPA

Günter Verheugen hat die Sanktionen mehrerer europäischer Staaten gegen Russland im Fall Skripal kritisiert. Strafmaßnahmen sollten nicht auf Vermutungen sondern auf Fakten basieren, sagte der frühere EU-Kommissar.

Seite 5 von 22
laimelgoog.0815 27.03.2018, 11:30
40.

Werden vor demokratischen Gerichten als Indizien Prozess geführt. Da nämlich bei Verbrechen nie drei Zeugen, die Presse mit laufender Kamera oder ein Notar dabei sind. In diesem Fall um den versuchten Mord an den ehemaligen Doppelagent und seiner Tochter sind die Indizien erdrückend klar. Putin hat in der Vergangenheit Agenten, Oppositionelle und Journalisten ermorden lassen. Er ist selbst Offizier des Geheimdienstes KGB gewesen. Das Nervengift ist im Koffer der Tochter nachgewiesen worden. Sie ist einen Tag davor aus Russland nach London zurück geflogen. Großbritannien hat für diesen Agenten im Austausch einen hochrangigen russischen Spion laufen lassen. Ich glaube für jeden unabhängigen klar denken Richter und Forist ist die Sache klar, dass nur Putin und der Kreml dafür infrage kommt.

Beitrag melden
laimelgoog.0815 27.03.2018, 11:31
41. Die meisten Verbrechen

Werden vor demokratischen unabhängigen Gerichten als Indizien Prozess geführt. Da nämlich bei Verbrechen nie drei Zeugen, die Presse mit laufender Kamera oder ein Notar dabei sind. In diesem Fall um den versuchten Mord an den ehemaligen Doppelagent und seiner Tochter sind die Indizien erdrückend klar. Putin hat in der Vergangenheit Agenten, Oppositionelle und Journalisten ermorden lassen. Er ist selbst Offizier des Geheimdienstes KGB gewesen. Das Nervengift ist im Koffer der Tochter nachgewiesen worden. Sie ist einen Tag davor aus Russland nach London zurück geflogen. Großbritannien hat für diesen Agenten im Austausch einen hochrangigen russischen Spion laufen lassen. Ich glaube für jeden unabhängigen klar denken Richter und Forist ist die Sache klar, dass nur Putin und der Kreml dafür infrage kommt.

Beitrag melden
haarer.15 27.03.2018, 11:32
42.

Zitat von touri
Sie sagen es "laufendes Ermittlungsverfahren". Und jetzt eine ganz spannende Frage an Sie, wann wird in aller Regel ein Urteil gesprochen und umgesetzt, bevor, oder nachdem das Ermittlungsverfahren abgeschlossen wurde? GB hat schon verbal massiv ......
So ist es. Ziemlich rätselhaft wie GB sofort gewusst haben will, um welches Gift es sich gehandelt hat. Seltsam. Das kann eigentlich nicht sein - auf jeden Fall gibts hierzu mehr Fragen als Antworten.

Beitrag melden
spon-facebook-10000012354 27.03.2018, 11:34
43. Nicht gerichtlich nachweisbar

Ein Anschlag, der von einem Geheimdienst durchgeführt wird, wird niemals vor einem Gericht mit letzter Sicherheit nachgewiesen werden können, weil die Möglichkeiten eines Geheimdienstes für normale juristische Verfahrens viel zu weitreichend sind. So wurde z.B. nach Litvinenkos Tod wurde am 30. November 2006 die in England bei nicht eindeutig natürlichen Todesfällen erforderliche Untersuchung der Todesursache (inquest) durch Richter (coroner) Sir Robert Owen eingeleitet und sofort ausgesetzt, da polizeiliche Ermittlungen liefen. Am 13. Oktober 2011 wurde die Untersuchung wieder aufgenommen, da nun sicher war, dass es zu keiner Strafverfolgung kommen würde, da keine Aussicht auf Auslieferung der beiden Hauptverdächtigen Lugowoi und Kowtun von Seiten Russlands bestand. „Unter Berücksichtigung aller mir zur Verfügung stehenden Beweise und Analysen stelle ich fest, dass die Operation des FSB, Herrn Litvinenko zu ermorden, wahrscheinlich von Herrn Patruschew und auch von Präsident Putin gebilligt wurde.“ – Sir Robert Owen: Report into the death of Alexander Litvinenko, S. 244
Russlands Außenminister, Sergei Lawrow, bezeichnete den Bericht in einer ersten Stellungnahme als politisch motiviert und bemängelte eine fehlende Transparenz und dies würde er auch in diesem Fall ähnlich praktizieren. Insofern ist die Forderung nach einer gerichtlichen Klärung zwar verständlich, aber in gewisser Weise auch politisch naiv.
https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Walterowitsch_Litwinenko

Beitrag melden
cmann 27.03.2018, 11:37
44. Spannend!

Wie Verheugen und Krone-Schmalz als "Putin Schützer" auftreten und so tun als ob es die Morde an Oppositionspolitikern, Journalisten und "Überläufern" nicht gegeben hat oder Putin und seinem Umfels natürlich nicht nachzuweisen sind (wie auch, er gehhörte in früherer Zeit ja zum KGB). Wer immer noch meint mit Verständnis und Nachgiebigkeit auf die unterschiedlichsten Aktionen Russlands, ob Skyber Attaken Anektion der Krim, Abschuss von Verkehrsflugzeugen, Beschlüssen die eine Liquidierung von "Abtrüngigen" wo auch immer sie sich aufhalten erlauben, reagiert ist an Naivität nicht mehr zu überbieten. Am besten trifft man diese Oligarchen Clique um Putin indem man ihr "Auslandsvermögen" einfriert. Weshalb sollte sich der Westen an Spielregeln halten wenn sich Putin und seine Entourage einen feuchten Kehricht darum schert. Das würde richtig weh tun. Die Ausweisung von russischen Diplomaten ist eher ein Werfen mit Wattebäuschchen!

Beitrag melden
holger.heinreich 27.03.2018, 11:37
45. Bitte, ...

Rußland und Putin haben ein Motiv, so ein Doppelagent ist einfach nicht gut, wenn man seine Untertanen durch Nationalismus und das Gefühl absoluter Überlegenheit regiert und nebenbei einen Krieg gegen Europa vorbereitet, die Mittel und die nötige Erfahrung mit solchen Morden. Jeder Schritt gegen Putin und Rußlandist ein Sieg für Ratio, Sapientia und Humanitas. Einer wie Putin, so sehr er die berechtigten Aktionen des Westens auch propa-gandistisch ausschlachten kann, brauch klare Grenzen, die EU und die Welt haben dem Kriegstreiber im Kreml schon viel zu durchgehen lassen.

Beitrag melden
haarer.15 27.03.2018, 11:39
46.

Zitat von paulus_pax
..hat einer dem Mut, auf Deeskalation zu setzen. Überall auf der Welt mahnen europäische Politiker Entspannungspolitik an. Nur hier in Europa heißt es draufhauen. Inklusive des Herrn Maas, SPD. Willy Brand kennt der nicht!
Herr Maas haut leider in dieselbe Kerbe - und gibt kein gutes Bild ab. Ich wünsche mir gerade in diesem Fall mehr Besonnenheit, Vernunft und Weitblick. Da ist auf unserer Seite aber leider nichts zu sehen. Ich vermisse jetzt schon Herrn Gabriel. War ein Fehler, ihn gehen zu lassen.

Beitrag melden
Beat Adler 27.03.2018, 11:42
47. Chemische Analysen sind heute schnell und praezise durchfuehrbar.

Zitat von haarer.15
So ist es. Ziemlich rätselhaft wie GB sofort gewusst haben will, um welches Gift es sich gehandelt hat. Seltsam. Das kann eigentlich nicht sein - auf jeden Fall gibts hierzu mehr Fragen als Antworten.
Chemische Analysen sind heute schnell und praezise durchfuehrbar.

Chemische Analyse kann heute auch in kleinsten Spuren Vieles nachweisen. Nicht "nur" das Gift an sich, sondern auch die Nebenprodukte, welche Hinweise auf das Herstellverfahren und auch den Zeitpunkt der Produktion geben. Die chemischen Abbaukurven bei bestimmten Temperaturen von Giften auf Basis von Phosphorsaeurestern sind bekannt.

Dass diese Analysendetails vorlaeufig nicht veroeffentlicht werden, liegt wahrscheinlich daran, dass die Behoerden in Grossbritanien die Bestaetigung ihrer Analysen durch die Experten der UNO abwarten.

Laut Aussagen der britischen Regierung soll Russland dieses Gift neu hergestellt und auf Lager vorraetig halten. Wenn das bewiesen werden kann, wird Russland deswegen von der UNO verurteilt, da Russland Unterzeichnerstatt der Chemiewaffenkonvention ist.
mfG Beat

Beitrag melden
haarer.15 27.03.2018, 11:46
48.

Zitat von fördeanwohner
Ganz genau! Russland könnte, wenn es wollte, Licht in die Angelegenheit bringen und auch in anderen Fällen die Aufklärung voranbringen. Man tut es aber einfach nicht. Und leider fallen viele darauf rein und verteidigen Russland, weil es ja keine Beweise gäbe. Russland ist aber kein herkömmlicher Angeklagter, sondern ein Teil der Weltgemeinschaft. Locker könnte man zur Aufklärung beitragen. Aber anstatt zu kooperieren, stilisiert man sich als Opfer. Vielleicht ruft mal jemand im Kreml an und erklärt denen dort, dass dieses Halbstarkengetue leider nur zuhause funktioniert, sonst aber auf die Dauer keine wirklichen Vorteile bringt.
Aber bitte ! Es war doch Russland, das eine Kooperation bei der Aufklärung des Falles angeboten hat. Das wurde kommuniziert und das nicht erst seit gestern. Nur mauern jetzt die Briten, bei denen man immer mehr das Gefühl bekommt, sie wollten was verschleiern. Warum wollen die überhaupt so schnell gewusst haben, um welches Gift es sich handelt ? Tja, fragwürdig ist das. Und keine Antwort ist auch eine Antwort ...

Beitrag melden
ingo.adlung 27.03.2018, 11:46
49. Lassen wir doch die Kirche im Dorf

Zitat von Dokoqueen
[] Aber, wenn schon jetzt, auf einen vagen Verdacht hin, die Sanktionsschraube bis fast zum Ende gedreht wird, wie soll es dann weiter gehen, wenn irgdendwann mal noch gravierendere Differenzen vorliegen? Was tut man dann, wennn alle nicht-militärischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind? Ich denke, Verheugen hat recht. Wir sollten Ruhe bewahren und uns nicht von den Falken im weißen Haus oder der Downing-Street verrückt machen lassen.
Deutschland hat 4 Diplomaten des Landes verwiesen. Vier. Das spricht nicht dafür, dass die Sanktionsschraube schon fast bis zum Ende gedreht wurde. Ja, was die Ostukraine und Krim anbelangt wurden ebenfalls bereits Sanktionen verhängt, aber auch wenn sie im Einzelnen weh tun, haben wir doch nicht im Ansatz unser Pulver verschossen. Und ja, man muss im Gespräch bleiben und muss sich einander wieder annähern, aber das bedarf guten Willens auf beiden Seiten. Daneben hat der Westen ganz klar eine große Chance einer engen Partnerschaft mit Russland verspielt, als es die ausgestreckte Hand Putins ausschlug, nachzulesen in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag 2001: https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/putin/putin_wort/244966

Beitrag melden
Seite 5 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!