Forum: Politik
Gysi-Interview zur Ukraine: "Der Westen hat auch alles falsch gemacht"
Marco Urban

In der Ukraine-Krise gilt die Linke als Partei der Putin-Versteher. Fraktionschef Gregor Gysi erklärt im Interview, warum er den Kurs des Kreml nachvollziehen kann. Der Kanzlerin wirft er vor, sich einseitig in den ukrainischen Wahlkampf einzumischen.

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ka117 09.05.2014, 11:21
40. Ich habe Gysi immer sehr geschätzt.

Aber wenn der gute Mann tatsächlich denkt, die souveränen ehemaligen Ostblockstaaten wären nur eine Art graue Masse, Tauschobjekte mit den man (ohne sie zu fragen!!!) die deutsche Wiedervereinigung bei den Russen bezahlt, dann hat er sich als lupenreiner stalinistischer Appatatschik entpuppt.

Gysi versteht offenbar bis heute nicht den Unterschied zwischen NATO und dem Warschauer Pakt und zwischen der Freiheit und der Diktatur.

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fussball11 09.05.2014, 11:21
41.

Zitat von MatthiasSchweiz
Hm, als ich die Überschrift gelesen habe, wollte ich das Interview eigentlich lesen, aber als ich dann "Putin-Versteher" gelesen habe - kein Interesse mir, einfach weil mit solcher Journalismus auf den Sack geht.
Das ist wirklich wahr.

Dem Deutschen muss wohl schon bei den Fragestellungen klar gemacht werden wer Recht hat.
Ein ergebnisoffenes Interview zu führen , bei dem es um Argumente geht, schafft selbst der Spiegel nicht mehr.

Eigentlich zeigt es nur das dem "Westen" die Argumente fehlen und man diese durch Verunglimpfungen wie "Putin Versteher" ersetzen muss.

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dherr 09.05.2014, 11:21
42.

Zitat von DasBrot
...blenden. Gysi ist ein großer Scharlatan. Er verkauft sich gut. Und dann wäre da noch die Wagenknecht. Auch sie spielt eine gute Show. Beide sind sehr wache Menschen und nutzen das für ihre Darstellung. Die Linke muss man deshalb nicht mögen. Denken sie sich die beiden Figuren mal weg und denken dann noch mal über den Rest der Truppe nach.
Ich denke gerade über den Rest der Truppe bei CDU, SPD und Grünen nach....... ;-)

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spon-facebook-10000063024 09.05.2014, 11:30
43. ...

Zitat von Wildes Herz
Na, also so einfach ist das nicht. Zunächst mal gibt es keine "Vereinigte Rechte Europas". Die rechten Parteien in vielen Ländern Osteuropas z.B. sind ganz klar antirussisch! Und nach Ihrer Logik steht dann ja auch die CDU/CSU, SPD und Grünen in dieser Frage "auf einer Linie" mit den ukrainischen Faschisten und brandbombenwerfenden Nazis. So gesehen hätte sich dann also JEDE Partei "unwählbar" gemacht, nach Ihrer (abstrusen) "Logik"...
Die Rechten Parteien in Europa sind durchaus eng vernetzt. Und mir reicht es völlig, wenn die LINKE deren Positionen vertritt, um sie für mich unwählbar zu machen.
Ganz davon abgesehen, dass sie sich aus sicht der Grünen und der SPD als Koalitionspartner auf Bundesebene disqualifiziert haben und einen Machtwechsel in Bonn in Zukunft eher unwahrscheinlich macht.

Und CDU/CSU, SPD und Grüne stehen nicht auf einer Linie mit Pravi Sektor oder Svoboda sondern unterstützen nur die Übergangsregierung und das Ziel von Präsidentschaftswahlen

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clownsmiley 09.05.2014, 11:30
44. Es bleibt schwierig

Das Thema Ukraine lässt sich leider nicht schnell oder einfach abhandeln. Es stellen sich einfach zu viele Fragen, auf die man keine einfache Antwort finden kann. Beispielsweise die Frage nach der Rechtmäßigkeit des Krim-Referendums. Wieso sollte man es einem Volk verbieten, über seine Zukunft selbst zu entscheiden? Auf der anderen Seite: Wie frei ist diese Wahl gewesen, wenn die Mehrheit der Krim-Bevölkerung nur die russischen Medien verfolgt, deren Objektivität noch weit mehr in Zweifel gezogen werden muss als die westlichen Medien.
Die Frage nach dem "Bösen" ist hier einfach nicht zu beantworten. Es bleibt die Frage, wie es weiter geht, denn ein Zurück in Sachen Krim wird es nicht geben.
Wenn sich Russland still verhält wird die NATO bzw. die EU das ebenfalls tun. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass sich der Kurs der EU-Osterweiterung und der damit verbundenen NATO-Osterweiterung ändert. Und warum auch? Jedes Bündnis hat das Recht sich weiter auszudehnen, wenn es Partner findet und das ist auch notwendig. Einer der weniger Punkte, bei denen ich Herrn Gysi, der sonst meine volle Wertschätzung genießt, nicht zustimmen kann.

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Wooster 09.05.2014, 11:31
45.

Ukraine-Presseschau:

FAZ: siehe Süddeutsche
Süddeutsche: siehe Zeit
Zeit: siehe Welt
Welt: siehe Bild
Bild: siehe Spiegel
Spiegel: siehe Focus
Focus: siehe Stern
Stern: siehe Bunte
Bunte: siehe FAZ

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Andrej 09.05.2014, 11:31
46. der mann hat recht

der einzige deutsche Politiker der weis was richtig ist. bravo.

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SachlichkeitBln 09.05.2014, 11:31
47. Touché!

Zitat von glen13
Die Aussagen von Gysi sind fundiert, logisch und überhaupt nicht einseitig. Ich bin kein Sympathisant der Linken und werde auch keiner. Aber was Recht ist muss Recht bleiben. Dafür sollte unsere Demokratie eigentlich da sein. Unsere gleichgesteuerte Medien - Propaganda erinnert doch manchmal mehr an die DDR als die Partei der Linken.
Dem muss man zustimmen.

Das ist schon für LINKEN-Ablehner fast ein Trauerspiel, dass die LINKEN sich auf einmal inhaltlich und sachlich auf dem Gebiet der Außen- und Bündispolitik profilieren können ...

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maxderzweite 09.05.2014, 11:32
48. Gysi ist ein Guter,

aber ich glaube er ist ein bisschen in die Falle gelaufen, dieses typische entweder USA oder Russland Ding. Im Interview hat er es schon angedeutet, dass seine Position eigentlich eine eigene ist! Putin ist kein Samariter er verkauft Waffen und will eine Ost-Nato, ich glaube kaum das ein Linker das ernsthaft unterstützen will, aber irgendwie haben sich alle Welt auf die zwei Blöcke eingeschossen. Wie brauchen den dritten Weg und zwar den europäischen !

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Hank Hill 09.05.2014, 11:32
49. Gysi

lebt immer noch in seiner alten Welt. Es sei ihm gegoennnt. Die Sozialisierung in der DDR war sicher nicht leicht und hinterlaesst Spuren fuer das ganze Leben. So what. Unter dem Strich sind alle kommunistischen, sozíalistischen Laender neudeutsch "failed states". Die Linken werden nie begreifen daß die Menschen weder gleich sind, noch gleich gemacht werden wollen. Gleichmacherei bedeutet Stillstand und Macht fuer eine kleine politische Gruppe. Brauchen wir hier nicht.

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