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Gysis Rückzug: Er musste sein
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Gregor Gysi gehört zum politisch Besten, was dem Land nach der Wende zugemutet werden musste. Nun hat er seinen Rückzug vom Amt des Linken-Fraktionschefs angekündigt. Hut ab!

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carlo02 07.06.2015, 15:56
1. Er

ist ein rhetorisches Genie. Leider für die falsche Sache bzw. Partei. Er kann einem genau erzählen, wie etwas sein müßte, aber dabei dreht er Dinge so zurecht, wie er es braucht.

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erik93_de 07.06.2015, 16:02
2. Tatsachenverdrehung in freundlich klingenden Artikeln...

"immer noch seltsame Partei und Fraktion so zu führen, dass sie ihre Stammklientel nicht verprellen und dennoch politikfähig werden"

Es ist die einzige politikfähige Partei; sie hat keinen Krieg unterstützt (im Gegensatz zu RotGrün), keinen sozialen Kahlschlag zu verantworten wie die SPD und postuliert keine Deutsche Hegemonie über Europa wie die CDU ("Es wird wieder Deutsch gesprochen in Europa" - Volker Kauder). Und sie ist auch kein Karrieresprungbrett für Altnazis gewesen. Und da nun die Schere zwischen arm und reich zugegebenermaßen ein immer größer werdendes Problem darstellt, ist die einzige Partei, die eine Reichensteuer will, eben auch die einzige politikfähige Partei. Und da gute Beziehungen zu Russland für Deutschland von vitalem Interesse sind und die etablierten Parteien eher amerikanische Aussenpolitik executieren, ist die Linke sogar die einzige Aussenpolitikfähige Partei.

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821943 07.06.2015, 16:05
3. Ein wunderbarer Kommentar,

der auch allen politischen Kontrahenten Gysis und seiner so wichtigen Partei aus dem Herzen spricht. Deutschland braucht diese Menschen, auch und vor allem, um ihnen zuhören zu müssen und sich an ihnen zu reiben. Ich hoffe, Gysi bleibt noch lange der großen politischen Bühne erhalten!

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Baumsäge 07.06.2015, 16:06
4.

"Diese Partei, so kompliziert und auch oft verlogen sie daherkommt, ist unverzichtbar."
Diese Aussage ist grundfalsch. Diese Partei ist absolut verzichtbar, man braucht sie keineswegs.

Allerdings ist das Ende der Linken absehbar und das ist gut so. Ich wünschte, man würde sie so achten und behandeln wie die Rechtsextremen, denn sie sind auf gleicher Linie.

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forumgehts? 07.06.2015, 16:07
5. Der

Mann hat sehr gute und zwangsläufig ebenso erfolglose Arbeit geliefert. Wenn er tatsächlich in Ruhestand geht und diesen aushält, so hat er sich das redlich verdient. Alles Gute! Nun bleibt den Linken nur noch die rotgewandete Donna Quichote, die gegen die Merkelschen Winderzeugungsmühlen anrennt. Lasst alle Linken Hoffnungen fahren!

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Oberleerer 07.06.2015, 16:08
6.

Er hat den Boden bereitet, nun muß man endlich was anbauen.

Die Menschen im Land jammern, daß man die Rente auf 48% vor Steuern gekürzt hat, aber wählen weiterhin die SPD, weil man "aus Prinzip" nicht die "roten Socken" wählen darf.

Ein Problem der Parteien der "kleinen Leute" ist, daß die kleinen Leute keinerlei Ahnung von den Auswirkungen ihrer Wahlentscheidung haben und eben nicht das wählen, was gut für sie ist.

Gisy hat viel und überzeugend geredet, Folgen hatte das nie. Konkrete Anträge oder eine Medienkampangen ist mir keine in Erinnerung.
8,80€ Mindestlohn, ups das war die NPD.

Kompromisbereitschaft mit der SPD wäre zur Zeit tatsächlich Unsinn. Es sei denn, die Themen TTIP etc. forciert die SPD wg. des Koalitionszwangs.

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wernerwenzel 07.06.2015, 16:09
7. Der Biermann

kennt ihn besser als wir alle zusammen.
Der Biermann hält ja nun nicht so sehr grosse Stücke auf den kleinen Anwalt, der das Land mit Abmahnungen sonder Zahl geglückte.

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jojack 07.06.2015, 16:10
8. Der große Verführer

Ich halte nichts davon, im Moment des Rücktritts die verklärende rosa Brille aufzusetzen. Und so war das Rhetoriktalent Gysi für mich in allererster Linie ein großer Verführer, der den Menschen seine demokratieferne Partei verbal weichgezeichnet hat. Und es als "Verdienst" darzustellen, den SED- und Stasi-Bonzen eine politische Heimat zu bieten, darauf muss man erst einmal kommen.

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Untertan 2.0 07.06.2015, 16:13
9. Der letzte richtige Politiker

Gysi: einer der letzten deutschen Politiker, die sich noch mit Politik beschäftigen.

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