Forum: Politik
Habecks Höhenflug: Heute ein König
Robert Michael/DPA

Die Grünen sind in den Umfragen obenauf, vor allem Parteichef Robert Habeck begeistert alte und neue Anhänger. Bloß nicht abheben, heißt die Devise. Und das ist gar nicht so leicht.

Seite 5 von 13
friedrich_eckard 22.04.2019, 14:59
40.

Zitat von mwroer
Ja und dann müssen die Grüne, SPD und Linke sich noch auf einen Koalitionsvertrag einigen ... vergessen wir mal nicht die kleinen Details des Parlamentarismus. Umfragen sind so eine Sache. Das Problem: Sobald es eine *ernsthafte* Option für die Regierungsbeteiligung der Linken gibt werden sich viele die jetzt SPD und/oder Grüne wählen dass noch mal sehr gut überlegen.
Zum ersten Absatz: richtig! Ich halte es auch nicht für garantiert, dass tatsächlich ein Koalitionsvertrag zustandekäme, zumal die von mir bevorzugte Partei - die LINKE, ganz recht - natürlich sich in einer solchen Vereinbarung auch erkennbar wiederfinden müsste und keineswegs für ein paar Ministerposten "alles schlucken" darf und wird. Das käme aber auf den Versuch an, und alle Beteiligten würden in diesem Falle natürlich unter massivem und sehr heilsamem Verständigungsdruck stehen.

Zum zweiten Absatz: da würde ja auch den Wählern von SPD und GRÜNEN medial gut zugeredet werden... wenn "es eine *ernsthafte* Option für die Regierungsbeteiligung der Linken gibt", dann werden wir natürlich etwas erleben. Die gesamte marktkonforme Meinungsfabrikation, unter freundlicher Mitwirkung abgeräumter Seeheimer, wird dagegen anschreiben, wegen "derFeinstehtlinks" und so, und wahrscheinlich wird man dann sogar das Gute in den Krrräften derrr nationalen Errneuerrrung entdecken und der Öffentlichkeit begreiflich zu machen suchen, dass der Richter Maier aus Sachsen als Innenminister immer noch noch einer Ministerin für wasauchimmer Sahra Wagenknecht vorzuziehen sei.

Da muss man dann halt durch...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sven2016 22.04.2019, 15:01
41. Ob die Grünen sich, wenn eine Rwgierungsperspektive

entstehen sollte, wieder in das Neoliberale oder doch in eine sozialverträgliche Wirtschaftsökologie drehen würden, lässt sich leider nicht vorhersagen.

Das ist das Problem. Und die Spitzenleute der Partei passen zu dieser Beliebigkeit recht gut.

Mir als Wähler ist das zu ungewiss, zumal man schon ein mal hineingefallen ist, allerdings mit der SPD und Koalitionsaussagen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
winfried.abele 22.04.2019, 15:02
42. Völlig unverständlich!

Dieser Hype um Robert Habeck ist mir völlig unverständlich. Seine Reden sind Worthülsen, zugegeben oft mit Pathos vorgetragen, die in der heutigen politischen Realität rasch zusammenfallen würden, hätte er politische Entscheidungsverantwortung. Er hat bei weitem nicht die politische Härte eines Joschka Fischers. Er pflegt das Schwiegersohn-Image, das in Deutschland schon immer gute Karrierechancen eröffnete, ich erinnere an Christian Wulff. Er redet den aktuellen Entwicklungen das Wort, springt auf fahrende Züge auf, um einen wahlpolitischen Vorteil zu erzielen. Ich nehme doch Robert Habeck nicht ab, dass er tatsächlich für Enteignung von Wohnungsunternehmen ist. Kurz, er ist ein Blender. welchen die Deutschen schon immer gerne aufgesessen sind, in dem sie sie zu Heilsbringern verklären. Der Baron aus Oberfranken, heute im amerikanischen Exil, lässt grüssen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
friedrich_eckard 22.04.2019, 15:03
43.

Zitat von betonklotz
Durch den Rückzug Wagenknechts wird die Linke massiv an Stimmen einbüßen. Das Wählerreservoir für eine etwaige RRG wird dadurch definitiv kleiner. Denn wer bereit ist, einer Knipping und Riexinger dominierten linken seine Stimme zu geben, der wählt im Zweifelsfall eh gleich grün.
Nehmen wir einmal an, Sie hätten Recht: solange die LINKE nicht an der 5%-Hürde hängenbleibt, wofür derzeit nichts spricht, blieben doch Stimmen, die von der LINKEN zu den GRÜNEN wandern, "in der Famile", und Mitte-links ginge dadurch nichts verloren - nur die Gewichte würden sich verschieben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Egon von Trollingen 22.04.2019, 15:05
44. Glück auf???

Zitat von dr.könig
Die Träume von AKK unfd Herrn Merz werden nach einer Wahl '21 oder früher schnell wie Seifenblasen verplatzen, wenn Andrea Nahles und Katja Kipping zu Herrn Habeck kommen und ihm das Angebot machen, Grün, Rot, rot zu koalieren und Habeck zum Kanzler zu wählen. Die Grünen mit Richtlinienkompetenz im Kanzleramt ? Da würde selbst unser Alt Außenminister Joschka Fischer zur Inthronisierung persönlich erscheinen. Das würde vieles zum positiven verändern in unserer Republik !!! Glückauf........
Mit Bergmannsgruß...
Was soll das denn.
Habeck als Kanzler.
Träumen ist erlaubt.
Obwohl: In diesem Land ist alles möglich.
Habeck als Kanzler, die Grünen regieren, wäre mal eine Freude, den Absturz alsbald danach zu sehen.
Denn die großen Rosinen, die die Grünen drehen, werden verfaulen und nicht essbar sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ntfl 22.04.2019, 15:05
45. Die Grünen

profitieren von der Unzufriedenheit vieler Bürger mit den etablierten Parteien und den bestehenden Hemmungen radikaler zu wählen. Die Grünen kommen mit einem wohlfeilen sympathischen ökologischen Feigenblatt daher und vermitteln so, dass sie tatsächlich etwas Neues und Tolles bewegen wollen. Dabei haben sie natürlich den Vorteil, dass sie bundespolitisch nicht mit Verantwortung für viele kritische Entwicklungen in der nationalen oder gar internationalen Politik belastet sind und auch noch nicht beweisen mussten, wie praktikabel ihre Ideen in der Realität funktionieren. Auf landespolitischer Ebene mutieren sie aktuell doch viel zu rasch nur zu einer tiefschwarzen Union mit einigen wenigen grünen Kosmetikttupfern. Man wird erst nach der von vielen so ersehnten schwarzgrünen Regierung sehen, ob die immensen inhaltlichen Unterschiede wirklich eine arbeitsfähige Regierung zulassen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hausfeen 22.04.2019, 15:17
46. Wobei "alternativ" eine durchaus gerissene Wortumdeutung ...

Zitat von h.hass
Da hat sich aber mal wieder einer abreagiert, der wohl lieber "alternativ" wählt. Inwiefern Merkel "realsozialistisch" regiert, wird lieber gar nicht erst näher erläutert.
... darstellt. In meiner Sturm- und Drangzeit hatte das eine andere Bedeutung. So wie "gut" noch gut bedeutete und nicht antinational schlecht. Und "bio" war noch was zum essen und keine Rassenlehre. Manchmal macht auch nur der Ton die Musik. Wenn Grönemeier von "Bochum" singt, klingt das ganz anders als Rammsteins "Deutschland" im Hiltersprech. Frohe Ostern noch ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kirschlorber 22.04.2019, 15:36
47. Begeistert alte und neue Anhänger

sollte eher heißen: Begeistert alte und neue Anfänger. Denn wer die Grünen kennt, der weiß: Wenn sie erst an der Macht sind werden sie sich gegen dich wenden. Beispiel Joschka Fischer. Vom Taxifahrer und Steinewerfer zum Günstling der Mächtigen. Zusammen mit seinem Freund Schröder hinterließ er den größten Sozialabbau in der Geschichte der Republik. Rentenkürzungen, H4, Zweiklassenmedizin... Alles schon vergessen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mwroer 22.04.2019, 15:40
48.

Zitat von det42
... kennen Sie überhaupt das Konzept der Grünen ? ... da geht es sehr wesentlich auch um die soziale Veträglichkeit, Herr Habeck hat sich da zum Beispiel bei dem Thema "Enteignung" oder bei der Grundsicherung schon sehr deutlich aus dem Fenster gelehnt. Und auch im Bereich Ökologie gibt es Konzepte auf dem Tisch, die auch die "Schwächeren" berücksichtigt. Zum Beispiel solaren Mieterstrom vergünstigen und überhaupt grünen Strom billiger machen. Es gilt, die Prioritäten neu zu setzen, CO2 Verschmutzung nicht noch zu belohnen und ökologisches Handeln zu fördern.... sozialverträglich natürlich. Eigentlich gar nicht so schwer, alles nur eine Frage des Wollens und bereit sein, endlich neue Wege zu gehen.
Natürlich kenne ich das Konzept, da ist nicht viel sozialverträgliches dran.

Wenn Sie grünen Strom billiger machen verbilligen Sie ihn für alle. Wenn Sie eine CO2 Steuer einführen ist die Verbilligung für die sozial schwächeren egalisiert - für mich dagegen spielt es keine Rolle, ich habe 18 Paneele auf dem Dach, ich liefere Strom!

Und wenn ich bei den, dankenswerterweise wenigen, Gelegenheiten bei denen ich mit grünen Politikern oder 'Aktivisten' der grünen zusammen arbeite mit denen rede dann verfestigt sich der Eindruck der Unwählbarkeit jedes Mal.

Beim *praktischen* Umweltschutz sind da nämlich die allerwenigsten aktiv. Dürfte so etwa das gleiche wie bei den 'christlichen' Parteien ... der Name wird vor sich hergetragen, mehr nicht.

Sorry - ich finde es toll wenn Sie die Grünen wählen. Ganz ehrlich, besser als die SPD ist das allemal aber ich kenne einfach zu viele Grüne, wie man so schön sagt, 'in Positionen' um sie ernst nehmen zu können.

Und das so nebenher: Um die Finanzierbarkeit der Ideen hat sich bei allen die ich kenne noch nie einer irgendeinen Gedanken gemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hpkeul 22.04.2019, 15:46
49. Der Gutmenschen?

Zitat von uppsala
Das klassische Problem der Gutmenschen ist hingegen die Unfähigkeit in der konkreten Umsetzung.
Das ist das Problem aller Menschen. mal mehr mal weniger. dafür muss man kein "Guter" sein. Positive Ziele zu haben ist aber "gut" und in Koalitionen wird man Kompromisse machen, oder wie die FDP handeln und sich lieber vor der Verantwortung drücken. "Was wert ist, getan zu werden, ist wert, schlecht getan zu werden". Nicht von mir, aber trotzdem richtig. Soll heißen besser schlecht als gar nicht. Und "Gutmensch" ist ein widerliches Wort und wird fast immer zur Diffamierung eingesetzt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 13