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Hackerangriff: SPD fordert Aufklärung von Seehofer
DPA

Nach dem Hackerangriff auf Politiker und Prominente nimmt die SPD Bundesinnenminister Horst Seehofer ins Visier. Bundestagsabgeordnete fordern zudem einen Umbau des Bundesamtes für IT-Sicherheit.

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Spiegelleserin57 06.01.2019, 09:45
20. interessant...erst jetzt !

"Wir prüfen, inwieweit hier schärfere gesetzliche Vorgaben sinnvoll und erforderlich sind", sagte die SPD-Politikerin der "Welt am Sonntag".
Nun, wo es die Abgeordneten betrifft versucht man etwas zu ändern, warum nicht schon vorher für uns Bürger?
Wir Bürger müssen genau die Spionage und auch die Missbräuche ertragen ohne dass auch nur ansatzweise von der Regierung etwas verbessert wurde und jetzt wo sie nun selbst mal betroffen sind wird diese Sicherheit zum Thema.
Könnte es etwa sein dass der Täter/die Täterin genau das bezweckt hat?

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frank@franmedia.de 06.01.2019, 09:54
21. Der kurze Rock

ist NICHT die Ursache für eine Vergewaltigung. Wir können getrost davon ausgehen, dass nicht alle gehackten Politiker Vollhorsts sind. Deshalb ist es nicht angemessen so viel über die Schuld der Opfer zu reden. Damit sind diese dann doppelt gestraft. Über jeden von uns, auch von Ihnen, die Sie nichts zu verbergen haben, ist so viel Information öffentlich zugänglich, dass Sie diese ganz sicher nicht an einer zentralen Stelle einfach zugänglich sehen wollen. Und selbst wer seine E-Mails nur mit 1234 als Passwort absichert, hat sie verschlossen und möchte nicht, dass jemand anders sie liest. Die neue Datenschutzbeauftragte des Bundestages hat es gestern sogar mit Wohnungseinbrüchen verglichen. Man konnte es so verstehen, dass auch diese Einbruchsopfer selbst schuld seien, weil ihre Sicherheitsmaßnahmen offensichtlich nicht ausgereicht haben. Das ist doch eine krasse Verdrehung des Rechtsstaatsprinzips. Ich erwarte von unserer Politik, dass sie dafür sorgt, dass unsere IT-Infrastruktur sicher, schnell und verfügbar ist. Dafür muss sie die Rahmenbedingungen setzen. Das ist ihr Auftrag. Dafür sind sie gewählt.

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wasistlosnix 06.01.2019, 10:01
22. Auf den Punkt gebracht!

Der Grüne Abgeordnete von Notz hat es gestern auf den Punkt gebracht. Wir müssen was tun sonst könnten auch 100.000 Bürger davon betroffen werden.
Leider hat er nicht verstanden das dies Realität ist in Deutschland und es jetzt halt mal Politiker getroffen hat.
Dann noch die Frage warum soll sich eine Behörde um Privat- und Parteikonten kümmern. Es gibt genügend Anbieter im Markt die dies als Service anbieten. Wenn schon neoliberal dann bitte konsequent.

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snert 06.01.2019, 10:07
23. noch ne Meinung...

Interessante Kommentare, z. B. "Wie soll so eine Behörde auf die Idee kommen, dass Politiker und Prominente ausspioniert werden.". Ich glaube auch nicht, dass Seehofer mit einem Rechenschieber etwas anfangen kann.
Vom BSI halte ich auch nix, aber geht mal davon aus, dass zumindest unsere Nachrichtendienste da ein sehr scharfes Auge drauf haben, wer was im Netz treibt.
Wieso sich das BSI aber um die Privatangelegenheiten von Prominenten kümmern soll, erschließt sich mir nicht.
Ich kann auch den Seehofer nicht leiden, der Mann ist einfach dumm (meine Meinung). Aber hätte er den nationalen Notstand ausrufen sollen, weil ein paar Details aus dem Privatleben von wem auch immer öffentlich gemacht wurden? Im Internet kann man über eine Person nur finden, was diese reingestellt hat. Bei allen Errungenschaften a la Google, was nicht digitalisiert wurde, findet Google (und wer auch immer) nicht. Was ich vor 30 Jahren in Wattenscheid in der WAZ gelesen habe, finde ich nicht im Netz.
Wenn ich mich über Twitter, Facebook, Instagram und was weiß ich äußere, meinen Namen, meine E-Mail-Adresse, meine Handynummer (damit kann man zu 90% den Provider herausbekommen) veröffentliche, darf ich mich nicht wundern, wenn jemand meinen Account knackt.
Die E-Mail-Adresse ist fast schon die halbe Miete. Die ist nämlich in den meisten Fällen der Nutzername. Dann muss man nur noch ein wenig probieren, denn viele Leute halten „Passwort“ oder „123456“ für ein geeignetes Passwort. Hinzu kommt, dass die Leute sich nicht soviel Details merken können und deshalb für viele Accounts das selbe Paar von Nutzername und Passwort nutzen.
Man sollte die Personen, deren Daten veröffentlicht wurden, mal fragen, welche ihrer Accounts geknackt wurden (wissen die überhaupt, aus welchem Account die Daten geklaut wurden?) und wie das Paar aus Nutzername und Passwort aussieht.
Zum Hang zu einfachen Passworten kommt noch mehr Dummheit hinzu. An der TU Berlin wurde mal die gesamte Passwortdatei (Nutzername, Passwort 1 (zum Einloggen), Passwort 2 (zum Ändern von Passwort 1)) geknackt. Was passierte? Das Rechenzentrum hat alle Accounts gesperrt und jeder (!) Nutzer musste sich sein neues Passwort gegen Vorlage des Studentenausweises persönlich abholen und danach ein neues Passwort eingeben. Was war das Ergebnis? Geschätzt 90% aller Nutzer haben ihre Passwörter exakt auf den alten Stand zurückgesetzt.
Langer Rede kurzer Sinn: wenn eure Daten geklaut werden, liegt es nicht daran, dass die Diebe so clever sind, sondern daran, dass ihr so doof seid, äh, so sorglos eure Daten preisgebt.

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haig 06.01.2019, 10:07
24. Bei der Aufklärung: Nicht vergessen nach rechts zu schauen

Wenn es stimmt dass nur AFD Politiker nicht betroffen sind, könnte ich mir vorstellen dass die Putinfreunde dahinterstecken. Politische Einflussnahme evtl. mit russischer Hilfe ist ja bei der AFD dringend nötig, denn "Merkel muss weg" geht nicht mehr....
Also, lieber Innenminister schön auf klare Sicht das rechten Auges achten, ich bin fast sicher da gibt es Interessantes zu sehen.

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HolmWolln 06.01.2019, 10:17
25. Prism, Tempora, XKeyscore etc lassen grüssen

Abseits des ungläubigen Staunens ob des infantilen Wunsches der Politiker, nun schnellstmöglich und so öffentlichkeitswirksam wie möglich einen Schuldigen für die eigenen Defizite in Datensicherheit zu präsentieren, also die eigene Verantwortung wieder einmal auszulagern, empfinde ich grosse Genugtuung, erfahren doch die Verursacher der ständigen und umfassenden Überwachung meiner elektronischen Kommunikation durch in-und ausländische Geheimdienste, Polizeien und etwaige weitere Staats- aka Regierungsinstitutionen nun am eigenen Leibe, wie es sich anfühlt wenn andere Menschen ungefragt und nicht eingeladen die eigene Privatsphäre offengelegt bekommen.
Zu einem Umdenken in dem Schutz von Grund- und Bürgerrechten wird dies aber wohl nicht führen. So viel Selbstreflexion und verantwortliches Handeln sind unseren gewählten Repräsentanten trotz des eindeutigen Mandates fremd...und werden ergo um jeden Preis vermieden.

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ulijoergens 06.01.2019, 10:18
26. Haustürschlüssel unter der Fußmatte

Wen ich den Schlüssel systematisch unter der Fußmatte ablege, muss ich mich nicht wundern, wenn Wertgegenstände abhanden kommen.
Hoffentlich niemand würde dann auch noch den Vermieter oder die Polizei dafür verantwortlich machen.
Warum also all der Wirbel? Die Betroffenen wollen offenbar von ihrer Verantwortung ablenken oder - noch schlimmer - sie sind sich ihrer Verantwortung nicht bewusst.
Seehofer mag ein ahnungsloser Polit-Opa sein, hier trifft ihn aber vermutlich keine Schuld.

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haig 06.01.2019, 10:25
27. Daten stehlen und veröffentlichen ist eine Straftat...

Hier wird verharmlost..."wenn ein 15jähriger mal nachschaut was es da so gibt"...Hey!!!!
Der klaut Daten und begeht mit der Veröffentlichung eine Straftat!
Also, auch wenn einige unbedarft mit Daten umgehen, sollte man ihm helfen es besser zu machen! Neue Gesetze sind da nicht gefordert.
Zudem lese ich hier oft: Seehofer hat keine Ahnung...ist mit dem Rechenschieber groß geworden...etc.
Ich meine:
Der Chef muss nicht alles selber können oder sogar machen. Er braucht gute Mitarbeiter und muss professionell anweisen....da habe ich bei Horsti allerdings auch Zweifel.
Dann lese ich: Die AFD ist nicht betroffen, weil deren Mitglieder sich eh verfolgt fühlen und weil sie deshalb besser aufpassen. Ein schwaches Argument finde ich. Vielleicht wird anders herum ein Schuh daraus: Nicht betroffen weil selbst aktiv?

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alfredo24 06.01.2019, 10:25
28. Soll Seehofer nun einen Anti-Hackerkurs machen?

Soll nun nach dem Willen der SPD, Seehofer den SPD-Politikern sagen, wie sicher sie ihr Passwort auswählen sollen? Möchte die SPD von Seehofer einen Einführungskurs in IT-Medien angeboten und finanziert haben? Was die SPD von allen Bürgern erwartet, das sollen sie selbst einmal beachten. Dann wären auch ihre privaten Daten sicherer.

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der IV. Weg 06.01.2019, 10:30
29. Windows?

Ich könnte wetten, die arbeiten im Bundestagnetz mit Windows.
Falls das so sein sollte: vergiss es mit der Datensicherheit.

Da gehört ein sauber administriertes Linux hin.
Aber das ist wohl auch Neuland ...

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