Forum: Politik
Hätten Europa und die USA mehr für die politische Stabilität Haitis tun müssen?

Die Erdbebenkatastrophe in Haiti hat die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit wieder auf den gebeutelten Karibikstaat und seine Probleme gelenkt. Haben die USA und Europa es über die Jahre versäumt, hier mehr für politische Stabilität und wirtschaftliche Perspektiven zu tun? Diskutieren Sie mit!

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ray4901 21.01.2010, 16:12
1300. Beruhigend zu wissen,

Zitat von Willie
Luftlinie Gunatanamo - Haiti sind etwa 180 KM. Etwa 150 KM oestlich der Insel liegt die US Besitzung Puerto Rico. Insofern gibt es keinerlei geostrategische Vorteile der USA wenn sich in Haiti zu etablieren, sondern nur Probleme. Und zwar ausschliesslich sozialpolitischer Art des Landes Haiti.
dass die Geostrategen hier im Forum nicht nur die Lage zwischen Suezkanal und dem Hindukusch glasklar sehen, sondern auch in der Karibik zuhause sind. So können Sie jede Bewegung der amerikanischen Truppen sofort richtig interpretieren und zuordnen. Ich denke, die wachen jetzt auch hier, bis der Thread geschlossen wird ;-)

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nahal 21.01.2010, 16:14
1301.

Zitat von Willie
Wenn sie einen finden zeigen sie ihn doch auf. Ihr wahrscheinlich belegt nichts.
Willie!
San Diego ist doch ein Stadteil von Tihuana, El Paso (Ft.Bliss) ein Stadtteil von Juarez. :-)

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joe sixpack 21.01.2010, 16:20
1302. Gibt es in Mexiko einen gemieteten Stützpunkt?

Zitat von jupol
Gibt es in Mexiko einen gemieteten Stützpunkt oder nicht? In den anderen Ländern, die Sie aufgezählt haben wahrscheinlich auch! Hier ist noch ein interessanter Link:
Kennen Sie Details? Wo in Mexiko genau ist denn dieser gemietete Stuetzpunkt?

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Willie 21.01.2010, 16:28
1303.

Zitat von nahal
Willie! San Diego ist doch ein Stadteil von Tihuana, El Paso (Ft.Bliss) ein Stadtteil von Juarez. :-)
Es wird wohl nicht lange dauern, bis der deutsche Forist in Argentinien mit dem Argument anrueckt.;-)

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Slick 21.01.2010, 16:35
1304.

Zitat von ray4901
Serie, ein neues Glück! Welche Fraktion der Freunde Amerikas dürfen wir mit Ihnen begrüssen? Öfter mal was Neues oder alter Wein in ........
Mir ist es egal, ob USA, BRD oder FR auf dem Flugzeugträger steht, der da vor der Küste liegt. Die Tatsache aber, dass binnen kurzer Zeit ein mickriger Flughafen für Hilfslieferungen aus der ganzen Welt flott gemacht wurde, ist nunmal ein Pluspunkt für die USA.

Aber ich setze mich mal nicht zu sehr für die USA ein. Ersetzen Sie bitte in meinem vorigen Posting "USA" durch "EU" und ... achso, der Flugzeugträger ... hmm ... ;)

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krafts 21.01.2010, 16:39
1305.

Zitat von jupol
Es werden am Schluss nicht alle Truppen wieder abziehen. Aus einem Land, in dem die US-Armee einmal war, zieht diese nie mehr vollständig ab.
Selbst, wenn das so wäre. Was ist den meisten Bewohnern Haitis lieber: Weiter völlig verarmt zu leben oder ein bisschen mehr Wohlstand und dafür unter Besatzung?

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Franz-Peter 21.01.2010, 16:40
1306. Reisanbau und die Versäumnisse von Europa und den USA

Zitat von adama.
Sie stellen schon die richtigen Fragen. Aber warum soll wir diese beantworten? Gibt es in ganz Haiti niemand der weiß wie man Rais anbaut? Alles Trottel und jeder Hartz4ler kann denen noch was beibringen?
In Haiti werden im Grunde genommen zwei Sorten Reis angebaut, Bergreis für den Eigenbedarf der Bauern und Nassreis für die städtischen Märkte.
Um mal ein paar Zahlen zu nennen:
1985 produzierte Haiti selbst rund 164 000 Tonnen und importierte rund 7400 Tonnen. Im Jahr 1999 produzierte Haiti noch etwa 100 000 Tonnen und importierte 215 000 Tonnen. Interessant sind auch die Zahlen von 1987, als Haiti, um Kredite zu bekommen, vom IWF und der Weltbank genötigt wurde, die Importzölle massiv zu senken. Haiti hatte selbst die Reis-Produktion gesteigert auf 183 000 Tonnen, allerdings wurden zu dieser Zeit auch schon über 100 000 Tonnen billiger US Reis importiert.
Den lokalen Reisbauern wurde also nach und nach die Luft abgedreht. Wie will man denn investieren, wenn man keine Gewinne erzielt.
Es ist auch nicht so, dass die Leute Trottel sind. Es ist nur so, dass man bei uns entweder eine Lehre macht, bspw. in der Landwirtschaft oder auch entsprechende Agaringenieure hinzuziehen kann. Sie finden weniger haitianische Ärzte in Haiti als z.B. in New York. Genauso wenig finden Sie viele Agraringenieure in Haiti. Bei uns kann man auch Landwirtschaftsminister werden, wenn man mal gerade so zu wissen vermeint wo bei einer Kuh vorne und hinten ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass die ländliche Bevölkerung des Lesens und Schreibens mächtig ist. Das sind keine gut ausgebildeten Bauern. Es ging ja auch viele Jahrzehnte einigermaßen gut in Haiti. Man hat die Hänge gerodet, die Bäume abgeholzt und Landwirtschaft betrieben. Aber irgendwann ist dann auch das letzte Krümel Humus ins Meer geschwemmt. Und genau da ist man dort angekommen und genau deswegen wäre es dringend erforderlich statt Bibeln,Sternsingern und anderen merkwürdigen Missionaren dort bei der Entwicklung bzw. beim Wiederaufbau des Landes anzusetzen. Mit leeren Mägen rebelliert es sich halt gerne. Daher die politische Instabilität.

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arkor 21.01.2010, 16:46
1307.

Zitat von Slick
Mir ist es egal, ob USA, BRD oder FR auf dem Flugzeugträger steht, der da vor der Küste liegt. Die Tatsache aber, dass binnen kurzer Zeit ein mickriger Flughafen für Hilfslieferungen aus der ganzen Welt flott gemacht wurde, ist nunmal ein Pluspunkt für die USA. Aber ich setze mich mal nicht zu sehr für die USA ein. Ersetzen Sie bitte in meinem vorigen Posting "USA" durch "EU" und ... achso, der Flugzeugträger ... hmm ... ;)
sehr interessanter Artikel über gigantische Ölvorkommen unter Haiti, die nicht gefördert werden, weil die USA dies als ihre strategische Ölreserve betrachten. Die Haitaner wären eigentlich reich....., gäbe es nicht die USA, die die Welt als ihr Eigentum betrachten....
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/
hieraus:
Die beiden Wissenschaftler Daniel und Ginette Mathurin haben im Januar 2008 ausgesagt, unter Haiti gibt es grosse Erdölvorkommen, sowie strategisch wichtige Erze. Könnte diese Tatsache das wirkliche Motiv für die „Besetzung” und Übernahme der Kontrolle durch 10'000 US-Soldaten sein?

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Dnole 21.01.2010, 16:55
1308.

Zitat von arkor
sehr interessanter Artikel über gigantische Ölvorkommen unter Haiti, die nicht gefördert werden, weil die USA dies als ihre strategische Ölreserve betrachten. Die Haitaner wären eigentlich reich....., gäbe es nicht die USA, die die Welt als ihr Eigentum betrachten.... hieraus: Die beiden Wissenschaftler Daniel und Ginette Mathurin haben im Januar 2008 ausgesagt, unter Haiti gibt es grosse Erdölvorkommen, sowie strategisch wichtige Erze. Könnte diese Tatsache das wirkliche Motiv für die „Besetzung” und Übernahme der Kontrolle durch 10'000 US-Soldaten sein?
Aufpassen, gleich gibts eins mit der VT-Keule von Willie und Co. Ducken Sie sich!

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anathema 21.01.2010, 17:00
1309. Man sollte es nicht für möglich halten!

Zitat von Slick
Die USA sollten sich wirklich schämen! Flugzeugträger vor der Küste, Hubschrauber im Luftraum, Marines im Land. Da läuft doch eine verdeckte Invasion!
Wieso verdeckt?
Offener und schlimmer geht es doch nimmer!
Zitat von Slick
Die sollten sich mal ein Beispiel am selbstlosen Einsatz der ägyptischen Affenstaffel nehmen. Oder an den Wasseraufbereitungsspezialisten aus Saudi Arabien, ...
Sind Sie da nicht einer Zeitungsente aufgesessen?
Meine Bekannte aus Israel, die hat einen guten Freund, der schon lange beim Mossad ist.
Der habe ihr im Vertrauen erzählt, dass die dressierte Affenstaffel nicht aus Ägypten, sondern man höre und staune auch aus Saudi-Arabien komme, wie damals Bin Laden.
Den organisierten Einsatz aller dieser islamischen Hilfstruppen habe sein Geheimdienst verdeckt übernommen, weil der sich mit solchen Sachen am besten auskenne.
Insgeheim solle durch die islamische Hilfe der Westen, der nur durch seine fragwürdigen egoistischen Kriege glänzen wolle, sich aber bei seinem Erzfeind Iran endlos geniere, zutiefst beschämt werden.
Zitat von Slick
Eine Schande der Westen! Eine Schande!
Sie sagen es! Genau so solle es nach außen aussehen, habe er gesagt.
Und es hat wohl auch geklappt, wie Sie im Brustton der Überzeugung die Infamie der USA hier anprangern ...

Man sollte es wirklich nicht für möglich halten, aber ...!

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