Forum: Politik
Haftbefehl gegen Verdächtigen: Festnahme im Fall des erschossenen Regierungspräsident
Ralph Orlowski/REUTERS

Fahndungserfolg im Fall des erschossenen Regierungspräsidenten Walter Lübcke: Die Polizei hat einen 45-jährigen Tatverdächtigen festgenommen.

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moistvonlipwik 16.06.2019, 16:09
1. was soll dann da diskutieren

Die Behörden haben derzeit Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung. Das ist alles. Was soll der Bürger dazu sagen? Halt - ist der Falsche? Das StGB ist aufgehoben worden?

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rainerwäscher 16.06.2019, 16:24
2.

Als in den 70ern Linke auf Politiker schossen, z. B. die RAF, waren das Terroristen mit bundesweiter Fahndung, Straßensperren und Hochsicherheitsknast. Bei Rechten ist das anscheinend nicht nötig.

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alphajet 16.06.2019, 16:30
3.

Höchste Anerkennung für die Ermittler von Polizei und LKA Hessen! Wenn der Mord tatsächlich, wie es nach ersten Berichten (der FAZ) aussieht, einen politischen Hintergrund hatte, wäre das ganz schlimm und fatal für unser Land. Umso wichtiger war es, die Tat und ihr mögliches Motiv aufzuklären.

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Hollowmen 16.06.2019, 16:34
4.

Zitat von rainerwäscher
Als in den 70ern Linke auf Politiker schossen, z. B. die RAF, waren das Terroristen mit bundesweiter Fahndung, Straßensperren und Hochsicherheitsknast. Bei Rechten ist das anscheinend nicht nötig.
Was soll die Polemik? Noch wissen wir gar nix und das die Taten der RAF mit dem Mord an Herrn Lübcke zu vergleichen sind, ist wohl zum jetzigen Zeitpunkt sehr weit hergeholt. Aber Hauptsache mal Kritik!

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Edgarl. 16.06.2019, 16:38
5. Rechtsradikale...politische Tat?

Rechte Hasskommentare zum Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke werden z.Z. noch strafrechtlich verfolgt. Der Mann erhielt zuvor Morddrohungen von Rassisten zuletzt wieder seit Februar 2019.

Man muss jetzt abwarten was sich bezüglich des Beschuldigten ergibt.
Ich hoffe, dass diesmal direkt auch sein Umfeld und ggf. auch Hintermänner abgeklopft werden. Wenn es den Verdacht gibt, dass es eine politisch/rassistische/ rechtsradikale Tat war, dann auch dementsprechend ermitteln und Strukturen aufklären wo immer das geht und so schnell wie möglich.

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flux71 16.06.2019, 16:40
6.

Vor ziemlich genau einem Jahr hat der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes das hier gesagt:

„Wer mit Worten dauernd zündelt, darf sich nicht wundern, wenn irgendwann Gebäude brennen, Menschen bedroht und verletzt werden“, sagte Kramer dem Handelsblatt. „Wer Hass sät, der wird Hass ernten, das sollte jedem klar sein in der Politik.“ Mindestens eine „mittelbare Kausalität“ müsse jeder „vernünftige“ Betrachter seit Monaten erkennen."

(https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/weidel-aeusserungen-zu-kopftuchmaedchen-verfassungsschuetzer-warnt-afd-wer-hass-saet-der-wird-hass-ernten/22587204.html?share=twitter)

Über "bedrohen" und "verletzen" ist der gesäte Hass bereits hinaus. Was fehlt also noch, bevor endlich aufgewacht wird? Es ist ein Albtraum!

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Tom Joad 16.06.2019, 16:47
7.

Zitat von rainerwäscher
Als in den 70ern Linke auf Politiker schossen, z. B. die RAF, waren das Terroristen mit bundesweiter Fahndung, Straßensperren und Hochsicherheitsknast. Bei Rechten ist das anscheinend nicht nötig.
Bitte warten Sie die Ermittlungsergebnisse ab. Voreilige Schlüsse helfen niemandem weiter.

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maddin99 16.06.2019, 16:47
8. Als in den 70ern Linke auf Politiker schossen...

In den 70ern wusste man, dass es die RAF war u.a. durch Bekennerschreiben und man kannte die dazugehörenden Pappenheimer. Diese Nummer hier ist etwas ganz anderes. Nach wem soll man denn "bundesweit fahnden" ?

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friedrich_eckard 16.06.2019, 16:50
9.

Man sollte beim derzeitigen Erkenntnisstand mit Bewertungen noch äusserst zurückhaltend sein. Allerdings hätte ein "DNA-Treffer" natürlich schon einiges Gewicht - der Tatverdächtige müsste in diesem Falle allerdings auch schon bei anderer Gelegenheit auffällig geworden und deshalb den Ermittlungsbehörden kein Unbekannter sein.

Sollte die Tat aus privaten Motiven begangen worden sein - auch eine Störung bei einem versuchten Einbruchdiebstahl wäre nach den Tatumständen denkbar - dann gebührt den Angehörigen des Getöteten Mitgefühl, dem Täter die gesetzliche Strafe, und ansonsten hätte der Vorgang wenig Anspruch auf öffentliches Interesse.

Sollte sich allerdings bestätigen, wofür es ja wohl mindestens Anhaltspunkt gibt, dass die Tat aus politischen Motiven begangen worden ist: dann allerdings besteht dringender Bedarf für öffentliche Diskussion.

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