Forum: Politik
Haftbefehl gegen Verdächtigen: Festnahme im Fall des erschossenen Regierungspräsident
Ralph Orlowski/REUTERS

Fahndungserfolg im Fall des erschossenen Regierungspräsidenten Walter Lübcke: Die Polizei hat einen 45-jährigen Tatverdächtigen festgenommen.

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mat_82 16.06.2019, 16:57
10. es ist schon wieder so weit...

Rechtsradikale können einfach so Leuten, die nicht ihrer Gesinnung sind (in dem Fall sich für eine liberale Flüchtlichpolitik ausgesprochen), auf ihrer eigenen Veranda heimtückisch auflauern und einen Kopfschuss verpassen.
Einzelne AFD-Politiker haben sich direkt nach der Tat hämisch zu dem Mordfall Lübcke geäußert.
Alle CDU-Poliker sollten sich den Fall ganz genau anschauen: Bei der AFD gibt es nur gleichschalten oder auslöschen.

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tiger-li 16.06.2019, 17:31
11. Lübke Vs. RAF

Finde den Vergleich mit der RAF und den 70ern jetzt nicht soo weit hergeholt: sind alles politische Morde aufgrund fanatischer Blödheit....
Einziger Unterschied: früher gab Es eine Gruppe die als verschworene Einheit galt. Man hielt zusammen. Heute beeilen sich die eigentlich gleichgesinnten sofort darauf hinzuweisen dass es sich um einen Einzeltäter, eine Ausnahme handelt....

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matteo51 16.06.2019, 17:48
12.

Zitat von rainerwäscher
Als in den 70ern Linke auf Politiker schossen, z. B. die RAF, waren das Terroristen mit bundesweiter Fahndung, Straßensperren und Hochsicherheitsknast. Bei Rechten ist das anscheinend nicht nötig.
Heute ist das bissl ander als ini den 70ern. Präziser - und meistens auch schneller dank Technologien und Vernetzung.

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Jota.Nu 16.06.2019, 17:57
13. @reinwäscher

sie haben aber schon mitbekommen, dass wir uns technisch nicht mehr in den 70ern befinden, oder? Die Fahndung findet heute virtuell statt, weil jeder ein Handy besitzt, welches sich bei Bewegung in unterschiedliche "Rauten" einbucht. Man kann daher sehr gut Bewegungsprofile zu Tatzeiten herstellen. Und ein Handy, welches sich in einer Zelle (Raute) einbucht, wo es sich normalerweise nicht einbucht und man dann noch eine Einbuchen zur Tatzeit feststellen kann, dann kann man da schon mal genauer hinschauen. Wenn es dann einen registrierten Täter gibt. (DNA-Treffer funktionieren ja nur, wenn die DNA in der Datenbank vorliegt...), auf den diese Parameter zutreffen, dann braucht man keine Strassensperrungen mit bundesweiter Fahndung....
Also erstmal die Ermittler ihren Job machen lassen und sich nicht gleich beschweren, dass bei Verbrechen von Rechten nicht gleich von Terrorismus gesprochen wird. Das wurde beim NSU-Fall sehr wohl. Diese Gruppe wurde sher wohl als Terrorismus bezeichnet.

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Stäffelesrutscher 16.06.2019, 18:21
14.

Zitat von Jota.Nu
Also erstmal die Ermittler ihren Job machen lassen und sich nicht gleich beschweren, dass bei Verbrechen von Rechten nicht gleich von Terrorismus gesprochen wird. Das wurde beim NSU-Fall sehr wohl. Diese Gruppe wurde sher wohl als Terrorismus bezeichnet.
... aber erst nachdem jahrelang die Angehörigen der Opfer im Fadenkreuz der Ermittler standen, das Motiv im Geschäfts- oder Eheleben der Toten gesucht und die Angehörigen damit gequält und verunglimpft wurden. Es wurde zu dieser Zeit geradezu reflexartig zurückgewiesen, dass es sich um Rechtsterrorismus handeln könnte, genau wie beim Attentat in der Kölner Keupstraße.

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Stereo_MCs 16.06.2019, 18:22
15.

Zitat von friedrich_eckard
... Allerdings hätte ein "DNA-Treffer" natürlich schon einiges Gewicht - der Tatverdächtige müsste in diesem Falle allerdings auch schon bei anderer Gelegenheit auffällig geworden und deshalb den Ermittlungsbehörden kein Unbekannter sein.
Hätten sie auf den Link im Artikel geklickt, hätte sich ihre Frage im Raum erübrigt.

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Stereo_MCs 16.06.2019, 18:33
16.

Zitat von rainerwäscher
Als in den 70ern Linke auf Politiker schossen, z. B. die RAF, waren das Terroristen mit bundesweiter Fahndung, Straßensperren und Hochsicherheitsknast. Bei Rechten ist das anscheinend nicht nötig.
Ich finde es schon gerechtfertigt darauf hinzuweisen, dass damals wegen der RAF alles, Betonung liegt auf alles, aufgebracht wurde was nur irgendwie ging.

Heute, bei mittlerweile mindestens 83 "vollendete rechts motivierte Tötungsdelikten", in Wahrheit aber wohl doch eher über 150 seit 1990,

https://www.tagesspiegel.de/politik/.../22700008.html

sollte man schon mal überdenken, wie konsequent man eigentlich gegen den gewaltbereiten und gewalttätigen Rechtsextremismus vorgehen sollte.
Und dass es sich hier um einen einschlägig samt DNA bekannten Rechtsextremen handelt, darf man der FAZ schon glauben.

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Peletua 16.06.2019, 18:34
17. #8, maddin99

Ja, wo stecken sie denn nur? Vielleicht könnte man ja einfach mal nach denen fahnden, die unser Verfassungs'schutz' so gerne 'übersieht' und wahrscheinlich am liebsten für nicht existent erklären würde?

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Meconopsis 16.06.2019, 18:40
18. verhindern kann man solche Taten nicht

Das ist wie bei den radikalen Islamisten, völlig verhindern kann man solche Taten nicht. Fast überall gibt es kleine Zirkel von Rechtsextremisten, oder auch einzelne Irre, die zu so was fähig sind. Und jetzt wird sich wieder alles im Kreis drehen, mit Anschuldigungen und Gegenanschuldigungen. Die meisten werden natürlich wieder die AfD verantwortlich machen, andere werden Merkels Flüchtlingspolitik anführen, die das Land erst so polarisiert hat, dass es so weit kommen konnte, usw... das ist alles so absehbar. Immer wenn was passiert, giesst man den Hass auf bestimmte Gruppen aus. Beim nächsten islamistischen Anschlag triffts wieder die anderen, jeder schlachtet es für seine politischen Zwecke aus, anstatt besser einfach mal den Mund zu halten. Genau so macht man unser Land kaputt.

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Stereo_MCs 16.06.2019, 18:43
19.

Zitat von Hollowmen
Was soll die Polemik? Noch wissen wir gar nix und das die Taten der RAF mit dem Mord an Herrn Lübcke zu vergleichen sind, ist wohl zum jetzigen Zeitpunkt sehr weit hergeholt. Aber Hauptsache mal Kritik!
Wieso ist das weit hergeholt? Linksextremistische Tötungen bzw. Morde gegen rechtsextremistische Tötungen bzw. Morde.
Wir wissen also gar nichts.
Nach F.A.Z.-Informationen handelt es sich um einen Angehörigen der rechtsextremistischen Szene.
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Der 45-Jährige ist polizeibekannt, beging bereits eine schwere Straftat. Damals wurde ihm eine DNA-Probe entnommen und in der Datenbank gespeichert. Er soll ein langes Vorstrafenregister haben.


Und die massiven Anfeindungen von ganz rechts bis hin zu Morddrohungen und Polizeischutz, sind ihnen hoffentlich bekannt.
Ihre in meinen Augen klare Verharmlosung der Chemnitzer Ausschreitungen sind sicher nur Zufall.

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