Forum: Politik
Haiti nach dem Beben: Ein Land auf Stand-by

Hilfsgelder verschwinden, die Cholera grassiert, politisch ist das Land gelähmt: Der Wiederaufbau in Haiti kommt nicht in Gang. Rund eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Erdbeben leben noch immer Hunderttausende*in erbärmlichen Camps - nur wer Glück hat, entkommt dem Elend.

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rempfi 12.07.2011, 06:28
1. Überall und jedes Mal

dasselbe. Nun gut, es ist nicht hundertprozentig sicher (nach dem was ich gelesen habe), dass Hilfsgelder verschwinden.

Aber nicht nur in Haiti, auch in den Ländern des afrikanischen Kontinents verschwinden Hilfsgelder auf wundersame Weise.

Solange die internationalen Hilfsorganisationen nicht in der Lage sind, diese Dinge selbstständig zu koordinieren, wird sich daran auch niemals etwas ändern.

Wobei, so viel besser sind die westlichen Länder, wenn es um Korruption geht auch nicht. Nur die Verwaltungsstrukturen sind besser.

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frubi 12.07.2011, 07:46
2. .

Zitat von sysop
Hilfsgelder verschwinden, die Cholera grassiert, politisch ist das Land gelähmt: Der Wiederaufbau in Haiti kommt nicht in Gang. Rund eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Erdbeben leben noch immer Hunderttausende*in erbärmlichen Camps - nur wer Glück hat, entkommt dem Elend.
Mir war schon kurz nach dem Beben klar, dass man diesen Menschen nicht ausreichend helfen wird. Man hat Haiti immerhin jahrelang "erfolgreich" ignoriert. Da hat das Beben schon ordentlich gestört aber zum Glück haben wir ja unsere Medienlandschaft, die nach 2 Wochen die nächste Sau durchs Dorf treibt. Mich wundert schon, dass überhaupt noch was zu Haiti geschrieben wird. Die internationale Gemeinschaft schützt mit Bomben die Zivilisten in Lybien und versagt gleichzeitig, anderen Menschen zu helfen, die Brot anstatt Bomben benötigen.

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forumgehts? 12.07.2011, 07:46
3. Nichts Neues

Zitat von sysop
Hilfsgelder verschwinden, die Cholera grassiert, politisch ist das Land gelähmt: Der Wiederaufbau in Haiti kommt nicht in Gang. Rund eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Erdbeben leben noch immer Hunderttausende*in erbärmlichen Camps - nur wer Glück hat, entkommt dem Elend.
Hat jemand etwas anderes erwartet? Im übrigen sieht Haiti nach dem Beben nicht viel anders aus als zuvor. Lasst das Land von den Chinesen besiedeln und man wird sehen, was man daraus machen kann.

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bienenstecher 12.07.2011, 07:52
4. Frankreich_Haitiarm

Zitat von sysop
Hilfsgelder verschwinden, die Cholera grassiert, politisch ist das Land gelähmt: Der Wiederaufbau in Haiti kommt nicht in Gang. Rund eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Erdbeben leben noch immer Hunderttausende*in erbärmlichen Camps - nur wer Glück hat, entkommt dem Elend.
Wenn man sich mal die Geschichte Haitis anguckt, wird man feststellen, dass Haiti nicht immer arm gewesen war. Im Gegenteil: Haiti war nach der Entlassung in die Unabhängigkeit eines der reichsten Länder in der Karibik, mußte aber (und da liegt meines Erachtens der Grund für das jetzige Desaster) extrem hohe Zahlungen leisten, um sich von den Franzosen freizukaufen.

Es wäre echt schön, wenn jetzt die Franzosen die ihnen nicht zur Verfügung stehende Gelder an die Haitianer zurückgeben würden und ich betone nochmal, dass es nur die Franzosen tun sollten!

http://de.wikipedia.org/wiki/Haiti#Wirtschaft

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veritas31 12.07.2011, 08:00
5.

Schon komisch, an vielen anderen Orten dieser Welt klappte der Wiederaufbau nach Katastrophen recht gut...
Wieso brauche ich denn Milliarden Euro an Hilfsgeldern wenn ich für den Anfang mal einfach den Dreck auf meinem Grund wegschaffe?
Wieso jage ich die unfähigen Verantwortlichen nicht zum Teufel wenn ich ein besseres Leben haben möchte?
Wieso lamentiere ich den ganzen Tag anstatt mich aufzuraffen und zu schauen, dass es vorwärts geht.

Liebe Haitianer, mir ist bewusst, dass euer Land schon eine Katastrophe war, bevor es zum Erdbeben kam aber bei aller Liebe und allem Verständnis - hört auf den ganzen Tag weinend im Dreck zu hocken sondern reißt euch zusammen und schafft gemeinsam was neues. Jeder wird euch helfen aber ihr müsst bereit sein, selbst etwas zu tun - karibische Lethargie bringt nichts!

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Treborsson 12.07.2011, 08:03
6. Land auf Standby - Hilfe verschwendet

Das macht äußerst wütend! Die Mitleid heischenden, in ihrer
Aggressivität fast perversen Spendenaufrufe. Der unzähligen
vordergründig Samariterdienste leistenden, und auch noch staatlich begünstigten "Hilfsorganisationen".

Die sich, aufgeplustert und wichtig machend wie eine Weltraummission, auch nach Haiti aufgemacht haben. Mit Millionen frischer Spendengelder, die gerade aufs Konto einlaufen. Natürlich wurde vor Ort Hilfe geleistet. Das ist
wunderbar. Aber, weil man heute diesen Bericht über Haiti liest, nicht das Problem.

Ein Gefühl absoluter Hilflosigkeit, Ohnmacht und drängender Fragen beschleicht die geköderten Geldspender: Wo und für welche Hilfsleistungen wurden eigentlich welche Gelder verbraucht? Mit welchen Ergebnissen? Die Organisationen müssen gezwungen werden, über den Einsatz der Geldmittel Rechenschaft abzulegen! Wenn aus Erfahrung Zweifel darin bestehen, dass Hilfsgüter/gelder bei den Bedürftigen ankommen, sollte nach der "Erste-Hilfe-Leistung" Schluss sein. So oder so erhalten die Notleidenden dann ja nichts.

Wo eine Kontrolle über Lieferung direkt an Notleidende
verweigert wird, muß die Lieferung abgelehnt werden.
Wie dann immer, würde die Korruption alles schlucken.
Das macht äußerst wütend.

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pontifactus 12.07.2011, 08:07
7. aberkannt

danke. wieder ein beispielargument fürs nichtspenden.

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leser_81 12.07.2011, 08:48
8. Fehler !

Wir machen den Fehler und vergleichen die Mentalität dieser Menschen mit unserer !
Das ist grundsäztlich ein Fehler.
Es gibt dort keine "jetzt lasst es uns anpacken" Mentalität wie in Deutschland und anderen Ländern nach dem WK II.

Wieviele Kriege haben Europa in Schutt und Ansche verwandelt und jedes Mal sind die Städte und die Infrastruktur wieder aufgebaut worden.

In Haiti und viele anderen Afrikanischen Ländern sind die Menschen einfach nicht so drauf. Viele dieser Menschen sitzen da und halten es für eine Selbstverständlichkeit, dass ihnen geholfen wird ohne selbst anzupacken. Hinzu kommt noch, dass die Gelder für den Aufbau irgendwo verschwinden und sich die Regierung einen Dreck um die Leute kümmernt. Die sind doch die ersten, die sich die Taschen voll machen. Weiter gibt es noch eine sehr hohe Kriminalitätsrate und Haiti ist nach vie vor stark überbevölkert.

Es wird sich auch die nächsten Jahre dort nichts tun.

Wenn andere Nationen in Haiti wohen würden mit anderer Menatlität wie Deutsche, Japaner, Chinesen o.ä. würde es jetzt besser als vorher aussehen.

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irgendwer_bln 12.07.2011, 09:07
9. 21. Jahrhundert

Zitat von sysop
Hilfsgelder verschwinden, die Cholera grassiert, politisch ist das Land gelähmt: Der Wiederaufbau in Haiti kommt nicht in Gang. Rund eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Erdbeben leben noch immer Hunderttausende*in erbärmlichen Camps - nur wer Glück hat, entkommt dem Elend.
Aber im Versprechen haben sich alle überschlagen. Allen vorweg Hr. Obama. Passieren wird letztenendes nichts, weil dieses Land keine wirtschaftl. Gegenleistung erbringen kann.

Das ist Politik des 21. Jahrhunderts!

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