Forum: Politik
Hans-Peter Bartels: Wehrbeauftragter besteht auf Gratisbahnfahrten für Soldaten
Rainer Jensen/dpa

Soldaten in Uniform sollen umsonst mit dem Zug fahren dürfen, findet Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer. Doch die Bahn stellt sich quer - zum Unmut des Ansprechpartners der Truppe.

Seite 27 von 32
geschwafelablehner 12.08.2019, 13:38
260.

Zitat von Hans-Dampf
Ihnen scheint entgangen, dass der "normale Sprachgebrauch" sich stetig weiterentwickelt und die Nennung von Frau und Mann da üblich ist, wo man auch beide Geschlechter meint. Und da der Beruf "Soldat" bei vielen noch die Assoziierung mit Männern hervorruft, sollte man bewusst hier auch die Frauen abholen. Ebenso gibt es auch Berufe, die rein weiblich assoziiert sind und da wird auch die männliche Form bei der Berufsnennung zusätzlich genutzt, um eben Hürden zu überwinden.
Ja, es gibt eine lebendige Weiterentwicklung des Sprachgebrauchs in Richtung Effektivität, indem man zum Beispiel einer Sache, die man umständlich erklären könnte, einen Namen gibt, bei dem hinterher jeder sofort weiß, worum es sich handelt. Zum Beispiel, indem man statt 'Computerprogramm, mit dem Texte schreiben, speichern und später ausdrucken kann' einfach Editor sagt. Und die Variante, indem man statt eines kurzen Begriffs, bei dem jeder weiß, worum es sich handelt, z.B. Beamte, etwas langes umständliches, nicht aussprechbares schreibt: Beamt*Innen (m,w,d), was aber in der normalen Umgangssprache wohl niemals ankommen wird, auch wenn es z.B. bei Stellenausschreibungen benutzt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heissSPOrN 12.08.2019, 13:39
261. Kontraproduktiv?

Ich kann mich an meine Fahrten zur FH erinnern, die besonders Freitags wegen der heimreisenden Wehrpflichtigen, die, wenn in Gruppen reisend, gern lärmten und herumpöbelten, oft unerträglich waren. Meine Wertschätzung für Angehörige der Bundeswehr hat damals arg gelitten!

Wenn das wieder losgehen sollte wäre das für mich ein weiterer Grund, statt mit der Bahn mit dem Auto zu reisen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frankandfrei 12.08.2019, 13:41
262. geschicktes Thema

Da hat AKK ja gleich ein ganz wichtiges Problem der Bundeswehr entdeckt! Erinnert mich fatal an das von UvdL aufgegriffene Thema, Verbesserung der Kinderbetreuung zu Beginn ihrer Karriere im Verteidigungsministerium. Als ob die BW keine wirklichen Probleme hätte. Aber so ist das heutzutage, man sucht sich ein Thema der eigenen Klientel zu gefallen und will andere dafür bezahlen lassen. Diese Sau wird durch's Dorf getrieben, von weiteren Mitstreitern/Gegnern aufgegriffen und gepusht. Wie praktisch, dann muss man sich um die wirklichen Probleme nicht kümmern.
Jeder Soldat erhält heute seinen Sold und davon sollte er auch seine Heimreise bezahlen können. Wie wäre es mit einem "Firmenabo" das es in der freien Wirtschaft auch gibt? Für die Finanzierung hätte ich auch einen Vorschlag für Frau AKK, schmeißen sie die ganzen externen Berater raus. Wieviel wurde dafür im 1.HJ. 2019 ausgegeben? 130 Mio. wären doch dafür besser verwendet, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oinarc 12.08.2019, 13:47
263. Selbstverständlich Bezahlen!

Auf die Bahn kommen enorme Kosten zu, wenn auch nur das kleinste Klimavorhaben gelingen will.
Die Bundeswehr kostet den Steuerzahler bereits heute Unsummen.
Daher bitte nicht auch noch Freifahrten für Soldaten der Bundeswehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FrankDunkel 12.08.2019, 13:50
264.

Zitat von furanku
Ich möchte eigentlich nicht in einem Staat leben in dem uniformierte Soldaten zum Alltag in zivilen Bereichen gehören. Das überlassen wir doch lieber Staaten wie Nord-Korea ...
Soldaten sind Bürger in Uniform und letztere hat nichts Anstößiges.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xismus 12.08.2019, 13:57
265. SPD Soziale Gerechtigkeit - Soldaten Gerechtigkeit

Bartels, SPD, Wehrbeauftragter, intepretiert die Soziale Gerechtigkeit neu, mit freie Fahrt bei der Deutschen Bahn für Soldaten = Soldaten Gerechtigkeit = Wertschätzung. Dies Falsch- Einschätzung ist es eben, was die SPD unwählbar macht. Man kann das auch anderes interpretieren: Das sagen Verhaltens- und Wirtschaftsforscher in einer Studie: Wenn Menschen etwas umsonst bekommen können, verhalten Sie sich fundamental anders als wenn sie einen verschwindend geringen Preis zahlen müssen. Motto: Geiz ist geil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fuscipes 12.08.2019, 13:59
266.

Zitat von malpf
Wenn man sich die ganzen Kommentare durchliest, wird sehr schnell deutlich, wie sehr unsere Soldaten in Deutschland (auch wenn es in diesem Fall nur die Spiegel Online Leser/Kommentatoren sind) geschätzt werden: Sehr sehr traurig...
Es geht hier nebenbei vielmehr: um die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer und ihre neue Mission, die Bahn und Rüstungsausgaben also Verwendung von Steuergeldern, weniger um die Soldaten.
Mit der Traurigkeit könnte da noch mehr verbunden sein, nur zu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FrankDunkel 12.08.2019, 14:01
267.

Zitat von Bastian__
Wenn ich hier die Beiträge lese, denke ich mir, welcher BW-Angehörige kommt noch auf die Idee sich freiwillig mit Uniform unter das Volk zu mischen? Daher ist es doch ein "Scheindiskussion". Es fährt kein Soldat, freiwillig und aus Spass in Deutschland mit Uniform in Öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Ich kenne viele, die fahren in Zivil in die Kaserne und ziehen sich da um, zum Dienst. Daher werden de meisten, die in Uniform den Öffentlichen Nah- und Fernverkehr nutzen auf Dienstreise sein und daher übernimmt sowieso der Arbeitgeber die Fahrtkosten. Und sollte in Deutschland eine Soldaten-Familien-Vater einen Ausflug mit seiner Familie machen und um das Ticket zu sparen, Uniform anziehen, wird dieser sowieso von den Kollegen sofort zum Arzt geschickt. Daher wird der Anteil der rein privaten Fahren, schon sehr gering ausfallen. Und wenn die Fahrten zur Arbeit, nicht mehr als Kosten in der Steuererklärung landen, wird es wohl ein Null-Summen-Spiel.
Leider ist das so und wird in verschiedenen Bundesländern bestimmter Seite auch noch propagiert. In Berlin fordern z. B. Leute vom geistigen Zuschnitt eines Kühnert, dass die Jugendoffiziere der Bundeswehr nicht mehr in den dortigen Schulen um Nachwuchs werben sollen. Auf diese Weise wird die Bundeswehr systematisch gesellschaftlich ausgegrenzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans-Dampf 12.08.2019, 14:01
268.

Zitat von AxelSchudak
1) Schönes Beispiel. Sieht man sich den Umzug von Bonn nach Berlin an, dann wird einem vielleicht erst klar, wie viel Aufstand gemacht wurde, und was alles an Sonderwürsten für normale Beamte verlangt und hergestellt wurde. Da wurden ganze Ministerien (bzw. Teile davon) aus Angst nicht verlegt, es gab Sonderzulagen, Züge, Flüge, etc... 2) Die in der Regel schlechter bezahlten Soldaten bekommen die Mitteilung, dass sich der Dienstort geändert hat. 3) Soldaten sind eben nicht mit normalen Angestellten, Beamten oder den meisten anderen Berufen vergleichbar.
1) Dass nicht alle Ministerien et al. nach Berlin verlegt wurden, lag nicht an irgendeiner Angst vor dem Protest der Bediensteten, sondern hat Gründe, die u. a. im sog. Berlin/Bonn-Gesetz stehen.
Von Sonderwürsten können meine Nachbarn träumen, die beide beim BMF als Bundesbeamte arbeiten: er in Berlin, sie in Bonn. Bis das Ministerium vollends nach Berlin zieht, wird sie wohl Pension erhalten. Die Pendelei zwischen Bonn und Berlin muss während der Freizeit aus eigener Tasche bezahlt werden.
2) Die Beamten werden nach Bundesbesoldungsordnung bezahlt - wie auch Richter, Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten. Da wird nichts schlechter oder besser bezahlt.
3) Doch, das sind sie. Auch ein Bundesbeamter jedweder Couleur muss damit rechnen, auch einmal an einem anderen Dienstort tätig zu sein. Auch ein Grund, warum ich mich damals nicht beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung bewarb.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
radioactiveman80 12.08.2019, 14:02
269. @Dr. Kilad #257

ZITAT: Ich empfehle Kleidung mit der Aufschrift "Soldaten sind Mörder". Dieser Tucholsky-Spruch ist nämlich auch laut BVerfG erlaubt. Auch wir Pazifisten müssen uns wohl "uniformieren" gegen deutsche Kriegsführung. - - - Super Beitrag, Herr Doktor, und vor allem argumentativ ganz stark. Ich kenne mehrere Bw- Hubschrauberpiloten im SAR-Dienst. Fragen Sie die mal wieviele Menschen die schon ermordet und wieviele die schon bei Verkehrsunfällen oder in der Bergrettung rausgeholt haben. Tipp: die erste Zahl ist null, die letztere Zahl wesentlich höher. Ich halte Sie schlicht für einen Depp. Auch das darf ich gem BVerfG sagen. Es lebe die Freiheit!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 27 von 32