Forum: Politik
Hape Kerkeling kritisiert CDU: "Frau Merkel, ran an die Buletten"
DPA

Er saß für die CDU in der Bundesversammlung, doch nun ist Hape Kerkeling enttäuscht: Eine Ablehnung der "Ehe für alle" hält der Künstler für fatal. Im SPIEGEL appelliert er an die Kanzlerin.

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d.enkmalwieder 01.04.2017, 10:30
1. Kritik-Tröpfchen

So sehr ich den HP schätze- hier hätte er imho anders Stellung beziehen müssen. Die ideologische Einstellung der CxU in diesen Fragen ist bekannt; hätte er hier wirklich mehr Signalwirkung erzielen wollen hätte er sagen müssen: "Sorry liebe CDU; für EUCH gehe ich solange nicht in die Bundesversammlung bis..." Das hätte der Sache einiges mehr an Reichweite und auch Glaubwürdigkeit verschafft.

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siebke 01.04.2017, 10:34
2. !!!

Natürlich sollte , muss es möglich sein eine Ehe einzugehen. Egal welcher Orientierung, das hat was mit dem Grundgesetz zu tun.

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Hyperboraeer 01.04.2017, 10:38
3. Wird es mit der CDU/CSU nicht geben,

da seien Gott, die CSU und die konservativen Kreise der CDU vor!

Von daher kann man HaPe nur zurufen:
Augen auf, von welcher Partei man zur Wahl des Bundespräsidenten zur Bundesversammlung gerufen wird und welchem Aufruf man dann tatsächlich folgt.

Bei aller Ehre, die so ein Aufruf darstellen mag, sollte man doch VORHER überlegen, welches politische Statement des politischen Einverständnisses man da selbst abgibt.

Hinterher "jammern" gilt nicht!

Man macht sich ja freiwillig zum Steigbügelhalter und HaPe hätte auch schlichtweg "Nein, danke!" sagen können.
Hat er aber nicht.

Jetzt Krokodilstränen zu heulen wirkt ein wenig heuchlerisch - oder zumindest, als habe er hier nicht ausreichend lange über o.g. nachgedacht.

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zudummzumzum 01.04.2017, 10:38
4. Der Komiker hat Recht

Der Staat sollte sich völlig aus der Frage raushalten, wer mit wem zusammenlebt.
Aber die CDU weiß genau, wie fragwürdig die vielfältigen Förderungen der Ehe als auf Dauer angelegte Partnerschaft von Mann und Frau sind – und dass die rechtliche Gleichstellung anderer Formen des Zusammenlebens genau diese Förderungen auf den Prüfstand stellen würden.
Denn in Wirklichkeit ist der Großteil dessen, was wir als „Familienförderung“ bezeichnen, in Wirklichkeit die Förderung der kinderlosen Beziehung zwischen Partnern mit möglichst großen Einkommens- und Vermögensunterschieden. Bei Erziehenden, oder gar Kindern, kommt nur der kleinste Teil an.
Und damit bedroht die Gleichstellung der „Homo-Ehe“ den Bestand der Normalehe, wie sie die Konservativen seit Jahrzehnten gewöhnt sind: Jede Menge Geld in der privaten Lebensführung sparen („Bedarfsgemeinschaft“) und zusätzlich das Ganze noch vom Staat bezuschussen lassen. So plündert die „obere Mitte“ den Staat aus.
Deshalb: Ehegattensplitting weg, Zugewinngemeinschaft und Versorgungsausgleich bei der Scheidung Kinderloser weg, Freibeträge bei Schenkung und Erbschaft reduzieren. Die Formulierung im Grundgesetz „Ehe und Familie“ stammt aus einer Zeit, als Homosexualität ebenso strafbar war wie Kuppelei – und ist von daher als Einheit zu begreifen. Eine Familie ohne Ehe war schwer darstellbar, ebenso war eine Ehe ohne Familie eine Ausnahme. Das Zusammenleben zweier Erwachsener Menschen bedarf jedenfalls nicht des hohen grundgesetzlichen Schutzes, den die Konservativen der Ehe eingeräumt wissen wollen. Da hat der Komiker Recht.

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3e8v7r 01.04.2017, 10:47
5. Evangelische Kirche ist schon weiter

Die CDU sollte sich nicht länger gegen die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare stellen. Vielmehr sollte sie sich ein Bespiel an der Evangelischen Kirche nehmen.
In Berlin, Brandenburg und in der Oberlausitz können sich schwule und lesbische Paare seit 1. Juli 2016 trauen lassen. Die Landeskirche ist damit nach Hessen und Nassau und der rheinischen Kirche die dritte der bundesweit 20 EKD-Mitgliedskirchen, die eingetragene Lebenspartnerschaften bei kirchlichen Hochzeiten mit klassischen Ehepaaren gleichstellt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die restlichen Ev. Landeskirchen diesem Beispiel folgen werden.

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bauausdo 01.04.2017, 10:50
6. Keine Minderheit

Homosexuelle sind eine Minderheit wie Linkshänder, Rothaarige, Rentner ohne Hüftprothese und Männer. Es ist schon falsch Menschen aufgrund einer Ihren vielen Eigenschaften zu einer Minderheit zu machen. Da greift selbst Hape zu kurz. Menschen haben das Recht zu heiraten und Feierabend.

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C. V. Neuves 01.04.2017, 11:02
7. Obsolet

Die Ehe per se ist ein überholtes Konzept; sie ist schlicht und einfach nicht mehr notwendig. Insbesondere von progressiver Warte spricht wenig dafür das Konzept jetzt noch zu erweitern.

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im_ernst_56 01.04.2017, 11:14
8. Die Frage ist

welche Konsequenzen sich aus der völligen Gleichstellung der homosexuellen mit der heterosexuellen Ehe außer dem Adoptionsrecht noch ergeben. Stichwort: Der Wunsch nach eigenen Kindern. Ergibt sich aus der Gleichstellung die Verpflichtung des Staates, die biologische Diskriminierung dadurch zu beseitigen, dass, ggf. auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung, Kinderwunschbehandlungen und Leihmuttterschaft ermöglicht werden? Muss das Abstammungsrecht des BGB, das bisher vom biologischen Prinzip ausgeht, geändert werden? Vielleicht sind es auch diese Fragen, die die CDU vor der "Ehe für alle" zurückschrecken lässt.

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Freidenker10 01.04.2017, 11:24
9.

Die CDU spürt den christlichen Einfluß in der Partei und muss wohl die "Homo-Ehe" ablehnen. Eigentlich schräg in der heutigen Zeit überhaupt darum bitten zu müssen, für mich wäre es eine Selbstverständlichkeit das jeder Volljährige heiraten kann wen er will! Aber hier ist dann wohl das Geschäftsmodel der Kirche betroffen...

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