Forum: Politik
Hardliner warnt vor Brexit-Aufschub: "Wir werden das schwierigste Mitgliedsland in de
FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA-EFE/REX

Brexit-Hardliner Rees-Mogg zählt Theresa May an, die Labour-Partei wirft der Premierministerin vor, sich "keinen Inch" zu bewegen - und die Bundesregierung verfolgt die britische Debatte "mit wachsendem Frust".

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die-metapha 07.04.2019, 15:42
70.

Zitat von 123rumpel123
Nun sitzen alle in der Falle, die sich die EU selber gebastelt hat. Wer sich den Art. 50 durchliest wird feststellen, dass es keine explizite Regelung dahingehend gibt: "Erst Abkommen - dann zukünftige Beziehungen". Im Gegenteil, im Art. 50 findet sich im Zusammenhang mit Austrittsabkommen und zukünftige Beziehungen die Formulierung "wobei". Aber Herr Barnier wollte sich ja unbedingt durchsetzen.
Herr Barnier vertritt hier die EU und agiert nicht als Einzelperson - das mal vorweg.
Juristisch macht es übrigens durchaus Sinn, sämtliche gemeinsamen Verträge zuerst einmal zu kündigen - was GB ja gezielt mit dem selbst herbeigeführten BREXIT auch erreichen wollte - und erst danach über neue Verträge in den angestrebten Bereichen zu verhandeln. Man kann doch über künftige Beziehungen erst dann reden, wenn man die bisherige Beziehung (Verträge) beendet hat.
Ansonsten dreht sich das doch unendlich im Kreise.
Aber ich glaube, das haben Ihnen bereits sehr viele Foristen hier schon etliche Male zu erklären versucht.

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mullertomas989 07.04.2019, 15:42
71. Dieser Mr. Rees-Mogg....

... wirkt wie ein britischer Intellektueller der 12. Jahrgangsstufe - nur mit teilweise ergrautem Haarschopf. Ich halte es nicht für notwendig, dass wir uns vom ihm provozieren lassen müssen. Er hat - wenn man seine Statements liest - weder verstanden, was die EU als Gemeinschaft ausmacht, noch worauf es jetzt in der britischen Politik ankommt. Nämlich aufgrund des Brexit-Ausnahmezustandes auf überparteiliche Zusammenarbeit samt Kompromissbereitschaft.

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eulenstein 07.04.2019, 15:44
72. Ich kann diese Scheisse nicht mehr hören (respektive lesen)

Zitat von tailspin
Der Brexit hatte von Anfang an 2 toxische Elemente. 1. Waehrend die Volksabstimmung ergab, dass die Briten raus aus der EU wollen, haben sie gleichzeitig ein Parlament gewaehlt, dessen Mitglieder zu 75 %, wahrscheinlich inklusive Theresa May, genau das nicht wollten und den Volkswillen hintertrieben haben. 2. Die EU hat ebenso wenig Interesse am britischen Volkswillen gehabt, und alles getan, um den Brexit zu torpedieren und ein Exempel zu statuieren. Exakt wie im Hotel California. You can check out any time you want, but you can never leave. Das Ergebnis ist eigentlich nicht ueberraschend aber erhellend, wie Volksvertreter funktionieren, wenn man es nicht schon vorher gewusst haette.
seit Monaten immer die gleichen dämlichen Floskeln der EU-Hasser,
die EU wolle den Brexit "torpedieren" und ein "Exempel statuieren"
So eine wahnhafte Verzerrung der bisherigen komplexen Diskussion kann man einfach nicht mehr ernstnehmen.

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Artognou 07.04.2019, 15:46
73. Es nevt gewaltig...

wenn ich hier im Forum lese man solle die Briten endlich gehen lassen...Die EU möchte das ja jedoch liegt es beim UK es nicht hinzukriegen endlich aus der EU auszutreten.
Das zeigt die weitere Verschiebung, oder die Pläne dazu.

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Adrianstein 07.04.2019, 15:50
74. Mr. Rees-Mogg möchte so gern ein Duell

Was für ein zwergenhaftes Manoever von einem hochaufgeschossenen Brexiteer. Er träumt von einem Duell mit einem überzeugten Europäer, am Besten einem mediterranem Franzosen im Morgengrauen vor Waterloo.
Ich halte dies nicht für satisfaktionsfähig - um im Jargon zu bleiben. JRM sollte sich nämlich gedanklich einmal unbewaffnet in die Sklaverei einer Zollunion begeben. Allerdings mit Vorschlagsrecht für wirklich qualifizierte britische Diplomaten. Oh, goodness, What a freak.

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g.eliot 07.04.2019, 15:54
75. Die Idee der Klein-EU

Zitat von claus7447
Das wäre doch ein Programm. Warum die CDU nicht richtig reformieren. Dringend notwendig. Klare Vorgaben Rechtsstaatlichkeit einhalten. Dann fangen wir eben mit NL, DK, F, B,P, ES, LUX nochmal neu an. Der Rest darf ja, aber erst wenn man weiß, ob sie sich demokratisch verpflichten. Und weg mit dem einheitsbeschluss.
Finnland und Schweden würden Sie also lieber rausschmeißen? Wie haben sich diese Länder bisher "undemokratisch" gezeigt?

Hier werden solche Gedanken öfters ausgedrückt. Ist für mich unverständlich.

Selbst bzgl. Österreich, Italien et al. Wer wirklich für Europa steht, muss vorübergehende unliebsame politische Strömungen respektieren und aushalten. Sie reden von Demokratie. *Das* ist Demokratie. Und wenn ein Land tatsächlich nachweislich Faschisten wählt und eine verfassungsrechtliche antidemokratische Diktatur bildet, raus mit denen, als einzelne Länder.

Hier wird immer wieder die Freundschaft zu Frankreich betont. Ich sehe in Frankreich bei der nächsten Wahl die aktuell größte Gefahr, dass Le Pens Nationalisten einen großen politischen Einfluss gewinnen werden. Und dann? Soll Frankreich dann auch Frexit?

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dereuropaeer 07.04.2019, 15:58
76. Brexit

Werft diese kranken Briten einfach aus der EU, kassiert die 40-50 Milliarden € und gut ist es. Wir werden den Brexit überleben

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Adrianstein 07.04.2019, 16:01
77. Das wünsche ich mir eigentlich auch, aber...

Zitat von mmpuck
Stimmt England dem ausgehandelten Austritt nicht bis zum 12. April zu, muss der Austritt ohne Deal erfolgen. Mit den Folgen wird Europa leben. Ihre Bewältigung wird uns stärker machen.
Ob das "uns" nach der Wahl am 22.05. noch das gleiche bedeutet wie unter Barnier und Junkers weiss ich wirklich noch nicht. Die internen Friktionen zwischen " Europäern" und Nationalisten werden auch Kraft kosten. Hoffentlich werden "wir" da auch dran wachsen. und die so called Englishmen haben hoffentlich dann auch mit den Schotten und Nordiren und mit ihren jeweiligen Interessen zu tun.
Ceterum Censeo, ich darf erinnern : europweite Ausschreibungen und Kindergeldregelungen dann deutlich begrenzen.

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g.eliot 07.04.2019, 16:02
78. "Much Ado About Nothing"

Was Rees-Mogg da faselt, ist Wunschdenken, denn er weiß noch gar nicht, ob nicht die Remainer die EU Wahl gewinnen würden.

Zweitens kann ein einzelnes Land in der EU gar nichts ausrichten, weil die maßgeblichen Entscheidungen Einstimmigkeit benötigen. Also für die kurze Zeit könnten die nur "much ado about nothing" veranstalten, aber das schaffen sie doch heute schon. Daran sind die anderen EU Staaten schon gewöhnt, dazu braucht man nur eine einzige Sitzung des Unterhauses zu sehen. Damit würden sie also genau so wenig Sympathien der anderen Länder erwecken, wie die aktuelle bizarre Freak Show aus dem Unterhaus.

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Liberalitärer 07.04.2019, 16:03
79. Schottland

Zitat von Watschn
Die EU will Schottland u. Nordirland nicht alleine in der EU. Das wäre wiederum ein starkes Zuschussgeschäft für Brüssel... Und ausserdem würde bestimmt Spanien und vermutl. auch Frankreich dagegen ein Veto einlegen. Sie wollen ja um keinen Preis eine Folgeabspaltung von Baskenland, Katalonien o. Korsika präjudizieren... Und auch die vermeintl. Ölvorkommen vor der schottischen Küste sind zu klein bzw. gehen der neige zu..(Wurde bereits beim Referendum 2014 abgehandelt..)
Öl wird es genug geben. Das Problem ist eher, dass eine schottische Marine die wichtige Nordatlanktikstraße (Hauptmarschroute für atomare U-Boote Richtung US Ostküste) nicht sichern könnte. Die EU kann das auch nicht, naja mit der neuen Gorch Fock mag sich das ändern, wenn tüchtig Knoten geübt werden.

Nebenbei wird niemand mit Verstand eine harte Grenze zwischen England und Schottland fordern. Verkehrstechnisch, währungstechnisch usw. hängt Schottland komplett an England, an der Ostküste Schottlands gibt es keinen nennenswerten Hafen.

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